Vorwegweiser am Marienplatz 

Vom Verbesserungs-Vorschlag zur Ausführung (?)

Eine unzureichende Beschilderung am Marienplatz in Ebersberg führt immer wieder dazu, dass der Fernverkehr in eine Sackgasse gerät. Ich habe deshalb einen Verbesserungsvorschlag gemacht.

     
   
     
 
  Anlage 1

Für den ortsfremden Fahrer, der seinen optischen Eindruck mit dem Vorwegweiser vergleicht, ist nicht unbedingt klar, dass die wichtige Abzweigung erst hinter dem Rathaus kommt. (Mit der kurzen Abzweigung könnte auch eine Zufahrt zum Marktplatz in der Nähe der Fußgängerampel gemeint sein.) Auch optisch wirkt die Abzweigung vor dem Rathaus großzügiger als die unscheinbare Einmündung hinter dem Rathaus.

 
    Anlage2

Verbesserungsvorschlag: Auf dem Vorwegweiser sollte vor der wichtigen Abzweigung eine Markierung für das Rathausgebäude eingefügt werden (Bild rechts).

 

Ist-Zustand

 

Vorschlag

   
 
 
     
 
   
     
 

Da habe ich mich an Brigitte Keller erinnert. Sie ist auf dem Landratsamt Ebersberg unter anderem zuständig für die Bürgernähe der Verwaltung. Ich kenne sie von meiner Tätigkeit im Verein EBE-Online.

 
   
   
     
         
   

Daraufhin meldete sich telefonisch der zuständige Sachbearbeiter im Landratsamt,  Untere Verkehrsbehörde, Hermann Z., und schlug einen Lokaltermin vor. Noch an demselben Nachmittag trafen wir uns; mit dabei war auch der für Verkehrsschilder zuständige Beamte der Polizei. Das Ergebnis war:

 
    >

Mein Schreiben mit dem Vorschlag war dem Sachbearbeiter im Landratsamt erst durch Brigitte Keller bekannt geworden. Die Anfrage der Stadt war nur telefonisch gewesen, ob es zulässig sei, ein rotes Rechteck auf dem Vorwegweiser anzubringen.

 
    >

Ein Hinweis auf das Rathaus auf dem Vorwegweiser wurde für sinnvoll gehalten. Statt des roten Rechtecks wurde das Symbol eines Hauses vorgeschlagen.

 
    >

Herr Z. würde sich wegen eines Haus-Symbols mit den Schilderfirmen in Verbindung setzen, und dann würde die Folie im unteren Teil des Schildes neu geklebt. Ein neues Schild sei natürlich zu teuer.

 
         

Der weitere Informations-Austausch fand per eMail statt.

       
   

07.09.04

Sehr geehrter Herr Z.,

erinnern Sie sich? Vor zwei Monaten hatten wir einen Lokaltermin am Marienplatz, um meinen Vorschlag der Verbesserung des Vorwegweisers zu diskutieren, vor allem im Hinblick darauf, dass immer wieder Lastzüge, die vor dem Rathaus falsch abbiegen, an der Großbaustelle stranden und mühselig wenden müssen. Ich hatte vorgeschlagen, das Rathaus auf dem Vorwegweiser durch einen roten Quader darzustellen.

Zusammen mit Ihrem zuständigen Kollegen von der Polizei überzeugten Sie mich, dass dies nicht eindeutig sei. Vielmehr sollte mit dem Symbol eines Hauses auf dem Schild gezeigt werden, dass der Fernverkehr erst hinter dem Rathaus nach Norden abbiegt. Über diese Lösung waren wir uns alle einig, und nach meinem Eindruck lag es jetzt nur noch daran, das passende Haus-Symbol aus dem entsprechenden Katalog herauszusuchen und die Folie auf dem unteren Teil des Schildes neu zu kleben.

Aber so oft ich in den letzten zwei Monaten auch am Vorwegweiser vorbei schaute, es war keine Änderung zu erkennen.

Ich habe Verständnis für Lieferschwierigkeiten von abartigen Aufklebern, für Ferien- und Urlaubszeiten aller zu Beiliegenden und deren Vorgesetzten sowie für alle möglichen noch wichtigeren Ereignisse - aber irgendwann muss doch mal was voran gehen!

Es würde mich freuen, wenn auf Grund dieser Erinnerung der Vorwegweiser jetzt sehr schnell um die wichtige Information ergänzt würde; es würde mich weniger freuen, wenn Sie mir mitteilten, das Vorhaben sei doch nicht durchführbar. Aber irgend eine Reaktion hätte ich schon gern.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Riebesel
 

 
       
       
   
07.09.04
 
Hallo Herr Riebesel,
das Haussymbol kommt, wir haben es beim Straßenbauamt München in 
Auftrag gegeben. Ich schicke jedenfalls gleich eine mail ans Straßenbauamt 
mit der Bitte um baldige Erledigung. 
Das Landratsamt ordnet die Beschilderung an, ausführen muss es das 
Straßenbauamt. Es dauert aber wirklich schon ungewöhnlich lang.
Mit freundlichen Grüßen
Hermann Z.

 

 
       
       
   
14.09.04
 
Hallo Herr Riebesel,
ich habe gestern mit dem zuständigen Mitarbeiter der Straßenmeisterei, 
die unsere Anordnungen ausführen muss, gesprochen. Ein "Haussymbol" 
ist bei keinem Schilderhersteller zu bekommen. Die Straßenmeisterei 
wird daher versuchen, selbst etwas zu basteln. Wenn dies fertig ist, 
wird der Wegweiser geändert.
Mit freundlichen Grüßen

Hermann Z.
Landratsamt Ebersberg
Untere Straßenverkehrsbehörde

 

 
       
       
   

14.09.04

 

Hallo Herr Z.,

vielen Dank für den Zwischenbericht! Es rührt sich also doch etwas. Dann

warten wir mal auf das Ergebnis der Bastelstunde in der Straßenmeisterei.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Riebesel
 

 
       
       
   

28.09.04

 

Hallo Herr Z.,

wenn die Straßenmeisterei anscheinend noch bastelt, dann habe ich ja auch noch eine Chance. Wenn den Profis nichts Besseres eingefallen ist, dann hätte ich hier ein Angebot.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Riebesel

 

 
       
     
       
       
   
28.09.04
Abwesenheitsnotiz.
Ich bin ab 04.10.04 wieder erreichbar. In eiligen Fällen 
wenden Sie sich bitte 
an meinen Vertreter, Herrn Schmid. 
E-Mail: klaus.schmid@lra-ebe.bayern.de

 

 
       
   
04.10.04
 
Hallo Herr Riebesel,
danke für den Vorschlag, ich werden ihn mit der 
Straßenmeisterei und der Schilderfirma besprechen.
Mit freundlichen Grüßen
Hermann Z.

 

 
       
       
   

08.11.04

Hallo Herr Z.,

immer wenn ich über den Marienplatz fahre, suche ich nach einer Änderung auf dem Vorwegweiser, leider bis jetzt vergeblich. Ist unser Projekt zur Zeit in Bearbeitung, oder stockt es irgendwo?

Wenn es ein Problem gibt, lassen Sie mich raten! Es gibt kein Grau auf Vorwegweisern! Das hätte mir auch früher einfallen können.

Für diesen Fall habe ich noch einen Vorschlag in schwarz-weiß anzubieten. Das Rathaus ist dann zwar nicht ganz so ähnlich, aber besser als nichts, meine ich, ist es schon. Ich hoffe, dass sich so ein Rathaus-Symbol mit dc-fix und Schere (bzw. den entsprechenden professionellen Materialien und Werkzeugen) herstellen lässt.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Riebesel

 
       
     
       
       
   
09.11.04
 
Guten Morgen Herr Riebesel,
die Herstellung und Änderung von Verkehrszeichen werden vom Straßenbauamt 
München vorgenommen. Ich habe Ihren "Rathausvorschlag" an das Straßenbauamt 
weitergegeben. Damit das Rathaus auch vom vorbeifahrenden Verkehr erkannt 
werden kann, muss es eine bestimmte Größe aufweisen. Bei dem 
vorhandenen Wegweiser ist das nicht möglich. Er muss erneuert werden. Dies 
wird nach Aussage des Straßenbauamtes erledigt, sobald Haushaltsmittel zur 
Verfügung stehen. Wir werden dann auch versuchen, einen neuen, besseren 
Standort zu finden. Ich melde mich bei Ihnen, wenn wir die dann nochmals erforderliche 
Ortseinsicht durchführen. Es wäre schön, wenn Sie dann wieder teilnahmen könnten.
Es ist zwar völlig unbefriedigend, aber aufgrund der Haushaltslage dauern 
Angelegenheiten, die aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht unbedingt sofort 
notwendig sind, unverhältnismäßig lange.  
Mit freundlichen Grüßen
Hermann Z.                 

 

 
       
       
   

09.11.04

 

Guten Morgen, Herr Z.,

vielen Dank für Ihre prompte Antwort! Es ist in der Tat unbefriedigend, dass eine

provisorische Lösung nicht möglich ist und für eine ideale Lösung das Geld fehlt.

Andererseits würde sicher kein Geld mehr für ein neues Schild ausgegeben, wenn

das alte erst einmal provisorisch geändert worden wäre. Hoffen wir also auf neues

Geld im neuen Jahr.

Zu weiteren konstruktiven Diskussionen, auch vor Ort, bin ich gerne bereit.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Riebesel

 

 
       
       
   

11.11.04

 

Hallo Herr Z.,

ich habe mir noch einmal den Schriftverkehr der letzten Monate angesehen

und ich kann mich eigentlich nicht zufrieden geben mit Ihrer Aussage:

Es ist in der Tat unbefriedigend, dass eine provisorische Lösung nicht

möglich ist und für eine ideale Lösung das Geld fehlt.

 

Schon in meinem Schreiben vom 08.07.04* an die Stadt (die ich

irrtümlicherweise für zuständig hielt) hatte ich eine provisorische Lösung

vorgeschlagen "angesichts der bekannten Probleme höheren Orts mit

Zuständigkeit, Zulässigkeit, Kosten, Terminen usw.".

Bei unserem Lokaltermin waren wir uns doch auch einig, dass eine Änderung

möglich wäre auch ohne ein neues Schild.

Ihre Formulierung

Dies wird nach Aussage des Straßenbauamtes erledigt, sobald

Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.

 

lässt sich aber - angesichts der eher zunehmenden Geldknappheit in den

Staatskassen - leider nicht in eine Termin-Aussage übersetzen. Wir sind

also genau in der Situation gelandet, die ich befürchtet hatte: Alle halten

den Vorschlag für vernünftig, aber man erklärt mir, dass es nicht geht.

Lassen Sie uns doch noch einen Anlauf zu einer provisorischen Lösung machen!

Auf dem ersten Bild der Anlage habe ich gezeigt, wie es gehen müsste: Wenn

man die Abstände zwischen den Balken für die Rechtsabbieger vergrößert,

indem man den oberen nach oben und den unteren nach unten verschiebt, dann

gibt das Platz für ein Rathaus-Symbol in der gleichen Größe wie das

Flughafen-Symbol. Das zweite Bild zeigt zum Vergleich noch einmal, wie es

heute aussieht.

Noch einmal: Wenn es zwei Möglichkeiten gibt: "Optimal, aber geht nicht" und

"Nicht ideal, aber geht", dann ist in meinen Augen der zweite Weg sinnvoll,

wenn es zu einer Verbesserung der Verkehrssituation führt.

Das bringt mich zu der Frage der Zuständigkeiten. Nach meinem Verständnis

ist doch die Untere Verkehrsbehörde, die Sie vertreten, verantwortlich für eine

optimale Beschilderung, im Rahmen der Möglichkeiten, und Sie sind gehalten,

den Sachverstand des Straßenbauamtes bei Ihren Entscheidungen zu

berücksichtigen. Aber die Entscheidung liegt doch bei Ihnen, oder?

Herr Z., bitte erhalten Sie meinen Glauben an Effizienz, Flexibilität und

Bürgernähe der Verwaltung!

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Riebesel  

* Tatsächlich: 24.06.04 

 

 
       
     
       
       
   
11.11.04
 
Hallo Herr Riebesel,
ich schicke einen Abdruck dieser mail an das Straßenbauamt München 
mit der Bitte um nochmalige Prüfung. Die Aufnahme des Rathauses in 
den Vorwegweiser macht nur Sinn, wenn der durchschnittliche ortsunkundige 
Kraftfahrer den Sinn des Symbols im Vorbeifahren auch aufnehmen kann. 
Dafür ist bei dem vorhandenen Wegweiser zu wenig Platz. Dies geht auch 
deutlich aus Ihrem Foto hervor. Das Sybol "Flughafen" ist jedem 
Verkehrsteilnehmer bekann, er kann es schnell aufnehmen. Ein eiheitliches 
Symbol für Häuser auf Wegweisern gibt es nicht. Der durchschnittliche Kraftfahrer 
rechnet daher auch nicht mit einem derartigen Hinweis. Sie haben recht, 
letztendlich entscheidet das Landratsamt über die Beschilderung. Die 
Verkehrszeichen werden gegenüber dem Straßenbauamt angeordnet. 
Wir können aber nur Verkehrzeichen oder Bestandteile von Verkehrszeichen 
(z.B. Aufkleber auf Wegweisern) anordnen. Wir können und dürfen nur die im 
Verkehrszeichenkatalog vorgesehen Verkehrszeichen verwenden. Wie schon 
vorher gesagt, existiert in der StVO kein Symbol für ein Haus oder ein Rathaus. 
Wir dürfen daher dieses Symbol nicht anordnen, da es strenggenommen 
rechtswidrig ist. 
Wir sollten uns nochmal kurz vor Ort treffen. Der Kollege des Straßenbauamtes 
kommt immer am Dienstag zu uns. Nächsten Dienstag ist der Terminkalender 
schon ziemlich voll, aber ich denke wir können noch einen kurzen Termin 
dazwischenschieben. Ich hoffe es geht bei Ihnen am 16.11. um 15.15 Uhr. 
Ich darf mich außerdem bei Ihnen für Ihre Mühe bedanken.
Mit freundlichen Grüßen
Hermann Z.

 

 
       
       
   

11.11.04

Hallo Herr Z.,

Lokaltermin am Dienstag, 16.11.04, um 15:15 Uhr geht in Ordnung.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Riebesel

 

 
       
       
   

16.11.04

Lokaltermin

Teilnehmer: Herr Z., zwei Herren vom Straßenbauamt, Herr Weisheit von der Stadt und ich

Das Problem des Falschabbiegens wird von allen gesehen. Aber das Straßenbauamt sträubt sich gegen Veränderungen am Vorwegweiser, die nicht den Vorschriften entsprechen.

Stattdessen wird vorgeschlagen, den Vorwegweiser in Richtung Rathaus zu versetzen. Dadurch ist die erste Abzweigung vor dem Rathaus eindeutig als Sackgasse zu erkennen.

Als Standplatz ist der Parkplatz hinter dem Fußgänger-Übergang vorgesehen. Weil hinten, vor der Mariensäule, noch ein halber Parkplatz ist, würde insgesamt kein Stellplatz verloren gehen.

Herr Weisheit holt hierzu die Stellungnahme der Stadt ein. Durchgeführt würden die Arbeiten vom Straßenbauamt.

 
       
     
   
     
 

23.11.04

Ich bedanke mich bei Herrn Weisheit per Mail für die Kopie, stelle erfreut fest, dass wir uns wieder mit der Verbesserung des Vorwegweisers befassen, gebe ihm zu seiner Information und als Argumentationshilfe eine Zusammenfassung meiner Diskussionen mit der Unteren Verkehrsbehörde und schicke als Anhang meine Vorschläge mit.

 

 

 

       
   
07.12.04
Hallo Herr Riebesel,
wie Sie durch den Abdruck des Schreibens der Stadt Ebersberg vom 22.11.04 
erfahren haben, stimmt die Stadt einer Verlegung des Wegweisers nicht zu. Wir 
haben heute nochmals eine Ortseinsicht durchgeführt. Diese hatte zum Ergebnis, 
dass beim unteren Ast des Wegweisers ein blaues Schild "P" für Parkplatz 
eingefügt wird. Wir hoffen, dass dies zu einer weiteren Verbesserung führt.
Mit freundlichen Grüßen
Hermann Z.
Landratsamt Ebersberg
Untere Straßenverkehrsbehörde
 
   

 

 
       
   

11.12.04

Hallo Herr Z.,

vielen Dank für Ihre Mail! Demnach ist jetzt ja der aus Vorschriftensicht größtmögliche Schritt in die richtige Richtung beschlossen worden. Wenn das geänderte Schild dann auch noch in diesem Jahr das Licht des Marienplatzes erblickt, dann kann es ja noch ein Siebenmonatskind werden. Aber von Frühgeburt würde ich in dem Fall nicht mehr sprechen.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Riebesel

 

 
       
       
   

22.01.05

Hallo Herr Z.,

in Ihrer letzten Mail hatten Sie mir mitgeteilt, dass auf dem Vorwegweiser ein blaues Schild "P" für Parkplatz eingefügt wird. Das war - allerdings einschließlich der Feiertage - vor eineinhalb Monaten. Leider hat sich auf dem Vorwegweiser bis jetzt noch nichts getan.

Darf ich mal wieder raten, warum nicht? Hat vielleicht ein Bedenkenträger darauf hingewiesen, dass mittwochs der Hinweis auf einen Parkplatz irreführend ist, weil dann wegen des Wochenmarktes eine Zufahrt zu den verbliebenen Parkplätzen vom Rathaus her unmöglich ist? Dann könnte man ja den Hinweis "Marienplatz" als innerörtliches Ziel angeben...

Aber ich will mich jetzt aus den Details heraus halten. Mich interessiert nur noch, ob es Ihnen gelingt, in einer unbefriedigenden Situation, aus der es keinen bilderbuchmäßigen Ausweg gibt, einen als sinnvoll erkannten Verbesserungsvorschlag gegenüber einer an Ihre Weisung gebundenen Behörde durchzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Riebesel

 
       
       
   
24.01.05
 
Hallo Herr Riebesel,
der Hinweis auf den Parkplatz kommt sicher. Ich leite eine Kopie dieses 
mails an das Straßenbauamt München weiter, dies ist für die Aufstellung 
zuständig. Auf den Wegweiser wird ja eine Folie aufgeklebt. Diese ist 
leider nicht "von der Stange" zu haben. Sie muss gesondert angefertigt 
werden und dies dauert leider einige Zeit.
Mit freundlichen Grüßen
Hermann Z.

 

 
       
       
   

01.04.05

Hallo Herr Z.,

ein Vorgang ist abgeschlossen! Bei meinem heutigen routinemäßigen Blick auf den Vorwegweiser habe ich erfreut festgestellt: Ein Parkplatz-Symbol ist hinzugefügt worden.

Damit ist aus meinem seinerzeitigen Verbesserungsvorschlag also doch noch etwas geworden. Wenn ich meinen Brief an die (dafür nicht zuständige) Stadt Ebersberg und den Antwortbrief nicht betrachte, dann waren seit der Kontaktaufnahme mit Ihnen am 09.07.04 in fast neun Monaten zwei Lokaltermine, ein Brief und 19 eMails notwendig, um zu diesem Ergebnis zu kommen.

Positiv sehe ich, dass es mir als einem überhaupt nicht zuständigen Bürger der Stadt gelungen ist, einen Verbesserungsvorschlag in die Tat umsetzen zu lassen.

Traurig stimmt mich, dass es trotz des gewaltigen Aufwands nicht gelungen ist, die in meinen Augen optimale Lösung zu realisieren. Die wichtige Information für den auswärtigen Verkehrsteilnehmer ist doch nicht, dass rechts ein Parkplatz ist, sondern dass der Fernverkehr erst hinter dem Rathaus abbiegt. Das lässt sich aber offenbar nicht in Einklang mit den Vorschriften darstellen.

Meine Erkenntnis aus den bisherigen Amtshandlungen:

- Die Stadt hat meinen Vorschlag unterstützt, darf aber keine Schilder ändern. Sie muss jedoch bei einer Versetzung eines Schildes gefragt werden.

- Die Untere Verkehrsbehörde im Landratsamt ist konstruktiven Vorschlägen gegenüber aufgeschlossen und könnte das Straßenbauamt München anweisen, das Schild entsprechend zu ändern.

- Das Straßenbauamt besteht darauf, dass nur die im Verkehrszeichenkatalog vorgesehenen Verkehrszeichen verwendet werden, und in der StVO existiert kein Symbol für ein Haus oder Rathaus.

- Die untere Verkehrsbehörde im Landratsamt ist weisungsberechtigt gegenüber dem Straßenbauamt, traut sich aber nicht, eine Änderung des Vorwegweisers anzuordnen, die den Verkehrsfluss verbessern würde, die aber in den Vorschriften nicht vorgesehen ist.

Für mich ist diese vorschriftenorientierte Denkweise nicht nachzuvollziehen. Hier wäre ergebnisorientiertes Handeln gefragt.

Was ist denn wichtiger: Dass die Verkehrsschilder nicht von der Norm abweichen, oder dass im Interesse eines sicher fließenden Verkehrs ein formaler Kompromiss gefunden wird? Ich weiß, Sie haben die Paragraphenreiter des Straßenbauamts als scheinbar unüberwindliches Hindernis vor sich. Aber was wäre denn passiert, wenn Sie kraft Ihrer Weisungsbefugnis -  mit Rückendeckung Ihres Chefs - das Straßenbauamt angewiesen hätten, eine aus Sicht der Verkehrsführung optimale, aber nicht im Katalog vorgesehene Lösung auszuführen? Ich hoffe doch nicht, dass man in einer Behörde wegen unkonventioneller, aber konstruktiver Entscheidungen Nachteile hat!

Trotz allem: Vielen Dank für Ihren guten Willen! Der Vorgang ist abgeschlossen, und ich darf Ihnen für die Akten noch ein Foto des amtlich optimierten Vorwegweisers beilegen. Den gesammelten Schriftverkehr zu diesem Vorgang können Sie übrigens unter http://www.ebe-online.de/home/hriebese/vorwegweiser/ nachlesen.

Schöne Grüße,
Hermann Riebesel

 

 
       
     
   
04.04.05
Hallo Herr Riebesel,
danke für den Hinweis. Mir ist noch gar nicht aufgefallen, dass der Parkhinweis 
nunmehr angebracht wurde. Es hat leider sehr lange gedauert, aber die 
Straßenmeisterei war wegen des strengen Winters vorher nicht in der Lage 
unsere Anordnung zu vollziehen. Zu Ihren Hinweisen darf ich noch folgendes 
bemerken: Der Vollzug der StVO ist ein rein staatlicher Bereich. Hätten wir die 
Darstellung des Rathauses angeordnet, hätte das Straßenbauamt die 
Anordnung der Regierung von Oberbayern vorgelegt. Diese entscheidet 
rein nach Vorschrift und hätte unsere Anordnung aufgehoben. Es hätte 
also eine noch größere Zeitverzögerung gegeben. Insgesamt gesehen gebe 
ich Ihnen recht, bei uns wird zu viel auf Formvorschriften geachtet. Es macht 
sicher Sinn, wenn im Verkehrsrecht in ganz Deutschland die gleichen Regeln 
und Verkehrszeichen gelten, man müßte jedoch in einem Sonderfall auch 
gesondert reagieren können. Dies ist leider nicht möglich. Ich hoffe jedoch, 
dass die Änderung am Vorwegweiser doch eine Verbesserung bringt.
Viele Grüße
Hermann Z.

 

 
 

 

 
     
   
     
 

Besser ging's nicht!