In
einem Schreiben von Frau Staatsministerin Christa Stewens (CSU) an den ödp Kreisverband
Ebersberg begrüdnet sie den Einsatz der Gentechnologie in der Landwirtschaft mit: (so
wörtlich)
"Gerade bei der von Ihnen angesprochenen grünen Gentechnologie sind zum Beispiel
die Möglichkeiten zur Bekämpfung des Hungers in der Welt vor dem Hintergrund der
steigenden Weltbevölkerung und dem gebotenen sparsamen Umgang mit den natürlichen
Ressourcen zu bedenken."Das gibt
einem wirklich zu denken!
"800 Millionen Menschen hungern, weil sie sich die
Lebensmittel, die es im Überfluss gibt, nicht leisten können", sagt Thomas
Schweiger, ein Gentechnik-Experte von Greenpeace. Aus diesem Grund kann auch der von der
Industrie so gepriesene "Goldene Reis", der durch Genmanipulation einen
erhöhten Anteil Vitamin A enthält, die Vitamin-Unterversorgung vieler Menschen in den
Entwicklungsländern nicht bekämpfen. Unternehmen lassen sich eine Pflanzensorte nach der
anderen patentieren, als ob sie eine Erfindung wären. Damit beherrschen einige wenige
Konzerne den globalen Saatgutmarkt. Der weltweite Umsatz im Saatgutbereich liegt bei 30
bis 50 Mill. US Dollar. Bei Chemikalien in der Landwirtschaft liegt er bei 28 Mill. US
Dollar. Wem das Saatgut gehört, der kann auch die Landwirtschaft und zum Teil die
Lebensmittelerzeugung kontrollieren.
Die Landwirte in aller Welt nutzen einen Teil ihrer Ernte zur Gewinnung von Saatgut.
Derzeit wird nur ein Bruchteil des Saatgutmarktes über den offiziellen Markt bedient. Der
große Rest stammt von der Ernte und dem Tauschhandel zwischen den Landwirten. Die Lösung
des Problems ist genial: Ein Konzern beantragt auf alle Gene der Pflanzen, die er
entdeckt, Patente. Diese sichern den Inhabern ein Exklusivrecht zur Nutzung einer
"Erfindung". Allen anderen Ineressenten ist jegliche wirtschaftliche Nutzung
verboten, es sei denn sie erhalten eine Lizenz.
Die Kontrolle der Saatgutmärkte in den südlichen
Ländern ist wirtschaftlich interessant, weil in Indien, Asien, Afrika und Südamerika
bislang etwa 80 % des Saatguts aus der eigenen Ernte stammen.
Quelle: www.greenpeace.de
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