... aus dem ödp-Ticker ...

Aktuelles

Nachstehende Pressemitteilungen sandten wir an die örtliche Presse: 

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Ca. einmal im Monat versenden wir einen Rundbrief per email an alle Mitglieder und Interessenten. Sofern Sie diesen erhalten wollen, senden Sie eine email an johanna.muehlfeld@ebe-online.de 


ÖDP-Bezirksverband besichtigt die Herrmannsdorfer Landwerkstätten  

Okt. 2011


Auf Einladung des ÖDP-Bezirksverbandes besuchen ÖDP-Kommunalpolitiker aus Oberbayern mit ÖDP-Landesvorsitzenden Klaus Mrasek und Bezirksvorsitzenden Franz Hofmaier die Herrmannsdorfer Landwerkstätten.

v.r.: ÖDP-Landesvorsitzender Klaus Mrasek und Bezirksvorsitzender Franz Hofmaier

 

 



ÖDP fordert echte Unterstützung für Familien 
statt Lippenbekenntnisse  

Sept. 2011

Auf zwei besondere und auf dem ersten Blick unvereinbare Jahrestage möchte die Ebersberger ÖDP hinweisen: Der internationale Tag des Kindes am 20. September und der 24. September - das Gründungsjubiläum von "donum vitae" (Geschenk des Lebens), der gesetzlichen Beratung für schwangere und auch ungewollt kinderlose Paare. Traurige Zahlen kommen dazu vom statistischen Bundesamt: Bei lediglich knapp 700 000 Geburten in 2010 in Deutschland wurden im gleichen Zeitraum 110.431 Abtreibungen vorgenommen. Eine bedrückende Zahl, die die ÖDP nicht unkommentiert lassen möchte: Nur 2,8% der Abtreibungen haben eine medizinische oder kriminologische Begründung. In 97,2 % der Fälle wird die Schwangerschaft nach Beratung abgebrochen. 

Aber es gibt in Bayern auch mehr als 10.000 Kinder, die leben, weil "donum vitae" die Eltern vom Geschenk des Lebens überzeugen konnte. Die ÖDP ist dankbar dafür, dass im Rahmen der gesetzlichen Konfliktberatung sich auch eine christlich motivierte Institution engagiert. 

"Wer in einer solchen Konfliktsituation eine Beratung durch "donum vitae" erfährt, wird ganz sicher auf den Wert des Lebens und auf das höchste Gut der Menschenwürde nicht nur hingewiesen, sondern auch zur Achtung dieser Werte geführt" stellt ÖDP-Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld fest. Unabhängig von innerkirchlichen Konflikten muss man als Politiker mit Sorge um den Lebensschutz angesichts der derzeit gültigen gesetzlichen Regelungen für eine derartige Beratung dankbar sein. 

Die ÖDP-Politikerin stellt aber auch fest, dass den Beraterinnen leider ein wesentliches Argument für das Ja zum Kind fehlt: "Könnte man den Frauen in ihrer Konfliktsituation ein sozialversicherungspflichtiges und existenzsicherndes Erziehungsgehalt wenigsten für die ersten drei Jahre anbieten, wäre manche Angst vor dem Absturz wohl auszuräumen." 

Ein solches Erziehungsgehalt wäre kein Almosen oder eine Sozialleistung mit entwürdigender Bedürftigkeitsprüfung, sondern ein öffentlich finanziertes Gehalt für eine wichtige Leistung. Weigl-Mühlfeld: "Dass Eltern zu den Leistungsträgern unserer Gesellschaft zählen, ist leider oft nur ein populäres Lippenbekenntnis der meisten Politiker - ohne jegliche Konsequenz!" 

Die ÖDP macht hier ein verbindliches Angebot: "Zum Wohl der Kinder fordert die ÖDP ein Erziehungsgehalt, das drei Jahre lang in Höhe von 1000 Euro monatlich an alle Familien gezahlt wird, unabhängig davon, wie die finanzielle Situation vor der Geburt des Kindes war." Im Gegensatz zum Elterngeld können Väter und Mütter mit einem Erziehungsgehalt tatsächlich entscheiden, wie ihre Kinder betreut werden sollen, ob sie diese selbst erziehen oder die unter Dreijährigen in staatliche Obhut geben. Das ist echte Wahlfreiheit." 

Prof.Kingreen von der Universität Regensburg, kommt in einem Gutachten zu dem Ergebnis, dass die Berechnungsart des Elterngeldes verfassungswidrig sei, da es Mehr-Kind-Familien, in Ausbildung befindliche Eltern und Geringverdiener benachteilige. Weigl-Mühlfeld: "Ein Erziehungsgehalt kann eine Brücke bauen - zwischen den Sorgen der Eltern und dem Ja zum Leben und so vielleicht zum Geschenk für das Leben wird."

 

 



Zu Führungsstärke und Gesetzestreue des gegenwärtigen Landrats Landrat Fauth lehnt eine Behandlung der Resolution zum Atomausstieg im Kreistag ab.  

Juli 2011

Landrat Gottlieb Fauth begründet seine Ablehnung der Resolution des Kreistags zum Atomausstieg damit, daß er sich als "Vorgesetzter des Landratsamts" an Gesetze halten müsse. 

Im eigenen Haus nimmt er es dagegen nicht so genau. Seit 2009 fragt Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld (ÖDP) vergebens nach Niederschriften aus Kreistagssitzungen. In der Regel sind diese Niederschriften den Kreisräten nach sechs Wochen zuzustellen; so verlangt es die Geschäftsordnung des Kreistags von Ebersberg. 

Die Mehrzahl der Kreistagsprotokolle aus dieser Wahlperiode liegt den Kreisräten bis heute nicht vor! Sogar aus den Jahren 2008 bis 2010 fehlen die meisten Protokolle. Auch die Niederschrift derjenigen Sitzung fehlt, in der der Kreistag 2009 den umstrittenen Ausbau der Kreisstraße bei Haging behandelt hat. Die Pläne mit dem genauen Trassenverlauf sind gemäß Beschluß Teil des Protokolls, das jedoch bis heute nicht vorliegt. 

"Selbst auf meine Anfrage in der jüngsten Kreistagssitzung zu den ausstehenden Protokollen ist der Landrat bis zur Stunde eine Antwort schuldig geblieben", moniert die Kreisrätin. 

"Es geht mir nicht um Paragraphenreiterei", erklärt die Kreisrätin, "sondern darum, daß der Kreistag so nicht überwachen kann, wie die Verwaltung seine Beschlüsse umsetzt." Bei nicht wenigen Beschlüssen wird an jedem Wort gefeilt, bis man einen Konsens gefunden hat. "Hielte sich Landrat Fauth in seinem eigenen Zuständigkeitsbereich an Recht und Gesetz, so hätte er auf meine wiederholten Nachfragen nach den ausstehenden Protokollen längst eine Antwort gewußt. Muß hier wirklich erst die Regierung von Oberbayern kommen, um diesen Mangel mit ihrer Rechtsaufsicht abzustellen?"

 

 


ÖDP: Lehmer und Schurer sollen sich für Windkraft in Ebersberg einsetzen  
Bundesregierung plant: Mehr Geld für Konzernanlagen auf dem Meer, weniger Geld für bayerischen Windstrom.  

Juni 2011

Die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Änderungen bei der Windkraft-Förderung - höhere Einspeisevergütung für Offshore-Anlagen bei gleichzeitiger Kürzung der Vergütung für Strom aus Binnenlandanlagen - benachteiligen nach Ansicht der ÖDP-Kreisvorsitzenden und Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld kommunale und mittelständische Windkrafterzeuger sowie Bürgerkraftwerke im Binnenland.

 Gleichzeitig würde durch die geplante Änderung die gewünschte Dezentralisierung der Stromerzeugung behindert, meint Weigl-Mühlfeld. Sie hat sich deshalb an die Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer und Dr. Max Lehmer gewandt und von ihnen "Widerstand gegen die Pläne der Bundesregierung" verlangt. 

Als Abgeordnete aus unserer Region sollen sie sich für eine gerechte Förderung aller Windkraftanlagen, gerade auch für die geplante Windkraftanlage im Ebersberger Forst, einsetzen. Anlagen im Meer seien derart kapitalintensiv, dass sich nur große Konzerne diese Investitionen leisten können. Die gewünschte Stärkung kommunaler, mittelständischer und bürgerlicher Erzeugungsstrukturen werde durch die bessere Vergütung für Strom aus solchen kapitalintensiven Anlagen verhindert - vor allem dann, wenn diese bessere Förderung durch eine weitere Kürzung bei Binnenlandanlagen finanziert wird, wie es die Berliner Pläne vorsehen. 

Wörtlich schreibt Weigl-Mühlfeld: "Im Freistaat Bayern wird in letzter Zeit stärker denn je über den Ausbau der Windenergie geredet. Eine Reduzierung der Förderung für den Ausbau der Windkraft im Binnenland würde für die anzustrebende dezentrale regenerative Energieversorgung, nicht zuletzt in unserer Heimatregion, einen herben Rückschlag bedeuten." Es sei sinnvoll, Windstrom gerade auch in den südlichen Bundesländern zu erzeugen, um so auch das Problem des Netzausbaus zu entschärfen . Eine Luxusförderung für Anlagen auf dem Meer komme einer Subventionierung großer Konzerne gleich.

 

 



Ebersberger Bündnis für Atomausstieg 
und erneuerbare Energien (EBA)  

 Besichtigung der Windkraftanlage in Frauenneuharting 

Mai 2011

Bürgermeister Josef Singer wird am Mittwoch, den 25. Mai 2011 für interessierte Bürger und insbesondere für Mandatsträger die Windkraftanlage in Frauenneuharting am Standort vorstellen. Auch Simon Wieser, Inhaber der ortsansässigen Firma Elektro Wieser, der die Anlage errichtete, wird zugegen sein, um Fragen bezüglich der Technik Rede und Antwort stehen. 

Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld initiierte diese Veranstaltung. "Wir können nicht nur den Ausstieg aus der Atomenergie fordern, sondern müssen auch unseren Beitrag dazu leisten. Frauenneuharting mit der ersten Kleinwindkraftanlage im Landkreis ist ein lobenswertes Beispiel dafür."

Treffpunkt ist am 25. Mai um 19.00 Uhr am Schulhaus in Frauenneuharting.

 

 



ÖDP unterstützt Klage für ein einheitliches Erziehungsgeld 

Weigl-Mühlfeld: "bisheriges Elterngeld bevorzugt Oberschicht"

Mai 2011
Anlässlich des Tages der Familie am 15. Mai weist die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) in Ebersberg darauf hin, dass das Elterngeld verfassungswidrig ist. 

Deshalb unterstützt Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld die Klage der ÖDP gegen das Elterngeld vor dem Bundesverfassungsgericht. "Das Elterngeld bevorzugt die Familien, in denen die Eltern erwerbstätig sind. Das ist nicht nur verfassungswidrig, sondern auch ungerecht denjenigen gegenüber, die sich voll und ganz der Erziehung widmen, insbesondere wenn mehr Kinder in der Familie sind," begründet Weigl-Mühleld ihre Haltung.

 Die Höhe des Elterngeldes orientiert sich am Gehalt, das dem pausierenden Elternteil vor der Geburt bezahlt wurde. Das bedeutet, dass eine Familie mit mehreren Kindern, bei der die Mutter aus diesem Grund pausierte lediglich den Sockelbeitrag von 300 Euro erhält. Mütter, die vorher erwerbstätig waren erhalten bis zu 1800 Euro monatlich, abhängig von ihrem letzten Nettogehalt. 

Würde man diese Praxis auf die Pflege von Bedürftigen anwenden, dann würde der Manager, der seine Mutter pflegt weit mehr erhalten, als die Kassiererin vom Supermarkt

"Für den Staat sind anscheinend Kinder gut verdienender Eltern mehr wert", resümiert die ÖDP-Kreisvorsitzende. Die ÖDP-Kreisvorsitzende erinnert daran, dass sich die ÖDP schon seit Jahren für ein einheitliches Erziehungsgehalt einsetzt, das allen Eltern gleichermaßen zugute kommt, unabhängig davon, welches Einkommen die Eltern vorher hatten.

 



ÖDP fordert von Bundestagsabgeordneten: 
Deutschland soll den Weltagrarbericht unterzeichnen 
und konsequent umsetzen 

Förderung der ökologischen Landwirtschaft - 
keine Agro-Gentechnik

April 2011
Über 500 Wissenschaftler aller Kontinente haben im Auftrag der UNO und der Weltbank vier Jahre lang zusammengearbeitet, um folgende Frage zu beantworten: "Wie können wir durch die Schaffung, Verbreitung und Nutzung von landwirtschaftlichem Wissen, Forschung und Technologie Hunger und Armut verringern, ländliche Existenzen verbessern und gerecht, ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Entwicklung fördern?" 

In ihrem "Weltagrarbericht" fordern die Wissenschaftler eine Ausdehnung der ökologischen Landwirtschaft und die Förderung von Kleinbauern. Die Grüne Gentechnik, Agrochemie und geistiges Eigentum von Saatgut werden abgelehnt. 

Der ÖDP-Kreisvorstand Ebersberg hat sich bei seiner letzten Sitzung mit diesem Bericht beschäftigt und fordert in einem Brief an unsere Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer und Dr. Max Lehmer die Unterzeichnung des Agrarberichts auch durch Deutschland. 

Bisher haben 58 Staaten den Bericht unterzeichnet, darunter Großbritannien, Frankreich, Finnland, Irland, Polen, Schweden, Schweiz, China, Indien, Brasilien und die Türkei. Nicht unterzeichnet hat Deutschland - neben den USA, Kanada und Australien. 

Falls unsere Abgeordnete zur Überzeugung gekommen seien, dass die Bundesrepublik Deutschland den Weltagrarbericht nicht unterzeichnen soll, bittet der ÖDP-Vorstand um Mitteilung der Gründe. "Dass der Gentechnikkonzern Monsanto den Weltagrarbericht ablehnt, können wir verstehen; dass aber unsere Abgeordneten und unsere Bundesregierung die Ziele der UN-Wissenschaftler ablehnen, erstaunt uns" stellt ÖDP-Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld fest. Sie hofft auf positive Resonanz der örtlichen Volksvertreter und auf eine Initiative im Bundestag, um die Unterschrift Deutschlands doch noch zu erreichen.

 



ÖDP fordert: Windkraft im Ebersberger Forst 
statt Kernkraftwerk Isar2 

Landkreisbürger sollen sich beteiligen

April 2011
Die sechs Windkraftanlagen, die im Ebersberger Forst entstehen sollen, können dazu beitragen, daß wir auch das zweite Kernkraftwerk in Ohu bei Landshut abschalten können. "Denn die sechs Windräder mit einer Leistung von 18 Megawatt entsprechen etwa dem, was der Landkreis Ebersberg als Ersatz für Isar 2 aufbringen müsste". 

Das AKW Isar 2 erbringt eine Leistung von 1450 Megawatt. "Bei rund 12 Millionen Einwohnern in Bayern entfielen auf unseren Landkreis mit rund 130.000 Einwohnern rechnerisch 15,7 Megawatt", folgert ÖDP-Kreisrätin Weigl-Mühlfeld. 

"Mir ist natürlich klar, daß dies allein nicht ausreichen wird. Da in Deutschland allein zwei Kernkraftwerke nur für Stand-by-Geräte laufen müssen, können wir auch mit Stromsparen noch viel erreichen." 

Mittlerweile werden Windkraftanlagen auch mit Detektoren ausgestattet, um besonders schützenswerte Tiere wie Fledermäuse, die besonders im August gefährdet sind, zu schonen. 

Ein entscheidender Grund für diese Windkraftanlage ist aus Sicht der ÖDP-Kreisrätin, daß Green City Energy Bürgerbeteiligungen anbietet und damit die Kaufkraft in unserer Region bleiben kann. 

"Wir dürfen nicht nur das Aus für Kernenergie fordern, sondern müssen auch unseren Beitrag dazu leisten. Jetzt stellen wir die Weichen dafür, wohin in Zukunft das Geld fließt. Finanzkräftige Investoren, die Windkraft nur als Abschreibungsmodell betreiben, bekommen von mir keine Stimme. Bei Green City bleibt - trotz des exotischen Namens - der Ertrag in unserer Region." 

Kreisrätin Weigl-Mühlfeld ruft daher die Bürger im Landkreis auf, sich an der geplanten Anlage zu beteiligen: "Jeder Cent für erneuerbare Energien ist besser angelegt als der Euro für fragwürdige Investmentprodukte"

 



ÖDP Ebersberg sammelt Unterschriften 
zum Ausstieg aus dem Euratom-Vertrag 

Wechseln Sie zu einem Anbieter ohne Atomstrom

April 2011
Der ÖDP-Kreisverband unterstützt die Petition des ÖDP-Bundesvorsitzenden an den Deutschen Bundestag mit dem Ziel, den Euratom-Vertrag zu kündigen

Dieser Vertrag verpflichtet Deutschland seit 1957, den Ausbau der Atomkraftwerke in ganz Europa zu fördern. "Milliarden aus Steuergeldern werden Jahr für Jahr hier verschwendet zum Schaden von uns allen, zum Nutzen einiger Konzerne", folgert die ÖDP-Kreisvorsitzende Weigl-Mühlfeld. 

"Atomkraft ist keine Brückentechnologie, sondern eine Blockade für die erneuerbaren Energien". Der ÖDP-Kreisverband Ebersberg informiert über dieses Thema und insbesondere zum Wechsel zu einem Stromanbieter ohne Atomkraft am 9. April auf einem Infostand von 10 bis 12 Uhr am Kornmarkt in Grafing. In Deutschland werden ca. 25 Prozent des erzeugten Stroms aus Atomenergie gewonnen. 

Nach Informationen des Umweltinstituts produzieren davon zwei Kernkraftwerke nur für den Export und zwei weitere für die Stand-By-Schaltungen an Elektrogeräten. Darüber hinaus sind nach dem Atomgesetz Schäden, die von deutschen Atomkraftwerken ausgehen, nur bis zur Höhe von 2,5 Milliarden Euro abgedeckt. Nur für einen Teil dieser Deckungsvorsorge müssen die Betreiber tatsächlich eine Haftpflichtversicherung nachweisen. Dieser Betrag deckt aber weniger als 0,1% der real möglichen Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden ab.

 



Leiharbeit in Landkreiseinrichtungen 
 ÖDP fordert: gleicher Lohn für gleiche Arbeit 

Kreisrätin Weigl-Mühlfeld: 
"Der Landkreis muss mit gutem Beispiel vorangehen!"

März 2011
Antrag der ÖDP: Kreiseigene Einrichtungen müssen auf den Prüfstand! 

Sozialministerin Christine Haderthauer hat dem ÖDP-Landesvorsitzenden Bernhard Suttner geschrieben, dass "Leiharbeit zeitlich befristet werden muss und nicht auf Kosten der ArbeitnehmerInnen gehen darf". 
Gestärkt durch die Argumente der Staatsregierung versucht die ÖDP in einem Antrag an den Kreistag, Landkreiseinrichtungen vom "Irrweg der dauerhaften Leiharbeit" abzubringen. 

Das Schreiben der Sozialministerin läßt nach Ansicht von Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: "Zeitarbeit hat sich als ein wichtiges und sinnvolles Instrument zur Überbrückung kurzfristiger Auftragsschwankungen bewährt und darf nicht dazu missbraucht werden, Stammpersonal durch Zeitarbeitskräfte zu ersetzen, um Tariflöhne und Kündigungsschutz zu umgehen", schreibt die Ministerin. 

Jetzt hat die ÖDP beantragt, die seit 2004 bestehende kreiseigene Leiharbeitsfirma "CliniService-GmbH" in geordneter Form schrittweise aufzulösen. So sollen keine neuen Arbeitsverträge mehr abgeschlossen und alle geeigneten Arbeitskräfte in reguläre Anstellungen bei der Kreisklinik übernommen werden. 

"Gerade dem Landkreis als Träger der Sozialhilfe kann nicht daran liegen, durch falsches Sparen an der im Tarif des öffentlichen Diensts üblichen Altersversorgung Mitarbeiter in die spätere Altersarmut zu treiben und damit das Problem in die nächste Generation zu verschieben", so Weigl-Mühlfeld in ihrem Antrag. 

Im öffentlichen Sozialwesen ist es weit verbreitet, eigene Leiharbeitsfirmen (sogenannte "Service-GmbHs") zu gründen, Personal überwiegend dort anzustellen und anschließend an eigene Einrichtungen wie Krankenhäuser und Pflegeheime unbefristet auszuleihen. So werden erhebliche tarifliche Leistungen für die Arbeitskräfte (wie bessere Altersversorgung, Wochenarbeitszeit) eingespart. So hat sich ein Drogeriekonzern erheblichen Ärger geholt. "Aber auch viele öffentliche Arbeitgeber missbrauchen dies", moniert Kreisrätin Weigl-Mühlfeld. Sie stellt auch fest, dass die einstige rot-grüne Bundestagsmehrheit für diese Fehlentwicklung den Grund gelegt hat.

 



Integration von Behinderten 

Armutszeugnis für die bayerische Bildungspolitik

März 2011
Leserbrief zu: FDP-Abgeordnete für Inklusions-Gesetz für Behinderte am 29.3.2011 in der SZ

In diesem Artikel rühmt die bildungspolitische Sprecherin der FDP, Renate Will, das neue Inklusions-Gesetz für Behinderte als einen großen Erfolg. In Wahrheit ist es eher ein Armutszeugnis für die bayerische Bildungspolitik.

Mussten Eltern behinderter Kinder in Bayern bislang oft noch den Klageweg beschreiten, damit ihr Kind die Regelschule am Ort besuchen konnte, so haben jetzt die Vereinten Nationen die Staaten mit der 2010 ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention dazu verpflichtet: Im Artikel 24 der Konvention ist festgehalten: "Bei der Verwirklichung dieses Rechts stellen die Vertragsstaaten sicher, dass Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden und dass Kinder mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden." Denn, so kann man weiter in der Konvention lesen, die Betroffenen haben nicht die Aufgabe, ihre Bedürfnisse an angebliche gesellschaftliche Notwendigkeiten anzupassen, sondern unsere Gesellschaft hat die Aufgabe, sich auf die Bedürfnisse von der Betroffenen einzustellen. 

Den bayerischen Abgeordneten blieb gar nichts anderes übrig, als die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Erwartet Renate Will gar ein Dankeschön, wenn sie die Umsetzung jetzt als eine "herausragende Leistung" bezeichnet? 

Mein Dank gilt allen Eltern behinderter Kinder, allen Behinderten und Behindertenbeauftragten, die in der Vergangenheit für eine konkrete Teilhabe an allen gesellschaftlichen Bereichen unermüdlich gekämpft haben.

Johanna Weigl-Mühlfeld 
Kreisrätin (ÖDP)

 



Atom-Gau in Japan 

Atomkraft hat in Deutschland keine Zukunft

März 2011

ÖDP-Kreisrätin fordert Bundestagsabgeordnete auf, sofort zu reagieren 

Der ÖDP-Kreisverband lädt alle Bürger aus dem Landkreis ein, sich an der Mahnwache in Ebersberg am Montag, den 21. März von 18 bis 19 Uhr am Marktplatz zu beteiligen. "Auch in Ebersberg wollen wir mit einer Mahnwache der Opfer in Japan gedenken und zum endgültigen Ausstieg aus einer unberechenbaren, menschenverachtenden Technologie aufrufen". 

ÖDP-Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld forderte in einem Brandbrief die Bundestagsabgeordneten aus unserer Region, Dr. Max Lehmer und Ewald Schurer auf, sich noch heute für die Abschaltung der Atomkraftwerke in Deutschland einzusetzen. 

"Ich bin erschüttert darüber, wie schnell eine Katastrophe wie in Japan über die Menschen hereinbrechen kann und wie wenig die Atomtechnik kontrollierbar ist. Für die Menschen in Japan können wir heute nur noch beten", bedauert sie. 

Der ÖDP-Kreisverband Ebersberg informiert darüber hinaus über dieses Thema und insbesondere zum Wechsel zu einem Stromanbieter ohne Atomkraft am 9. April auf einem Infostand von 10 bis 12 Uhr am Kornmarkt in Grafing.

 



Der Sonntag bleibt tabu!

Keine Kommerzialisierung des Familientages

März 2011

ÖDP unterstützt Klage von Gemeinderat Manfred Schmidt (verkaufsoffene Sonntag der Fa. Segmüller) 

Immer wieder gibt es Bestrebungen in unserer ‚durchökonomisierten' Gesellschaft, die Sonntagsruhe aufzuweichen.  Die ÖDP tritt dafür ein, den Sonntag grundsätzlich als religiösen und traditionellen Ruhetag arbeits- und verkaufsfrei zu halten und entsprechend gesetzlich zu schützen. "Besonders Familien brauchen gemeinsame Freizeiten. Diese dürfen nicht der Beliebigkeit von wirtschaftlichen Interessen geopfert werden", so Weigl-Mühlfeld. 

So hat auch das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2009 das Berliner Ladenschluss-Gesetz für verfassungswidrig erklärt, das vorsah an allen vier Adventsonntagen die Läden zu öffnen. Diese Entscheidung gebietet der Kommerzialisierung des Sonntags Einhalt. Die Richter verbaden den Schutz des Sonntags mit zwei anderen Verfassungsartikeln, nämlich mit dem Schutz der Arbeitnehmer und mit dem Schutz der Familie.

 



ÖDP: Bäume pflanzen statt CO2-Endlager im Landkreis

Februar 2011

Die ÖDP-Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld appelliert an alle Bürger sich gegen ein CO2-Endlager im Landkreis Ebersberg auszusprechen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) kommt in einem Gutachten zum Ergebnis, dass CO2-Speicher enorme Risiken bergen. 

So kann die CO2-Verpressung Leckagen oder Erdbeben verursachen. Entweichendes Kohlendioxid, das sich in Senken oder Tälern ansammelt, kann zur Gefahr für die Bevölkerung werden. Weiter drohe eine Versalzung des Grundwassers. Die zukünftige Versorgung mit Trink- und Brauchwasser wäre dadurch gefährdet. Darüber hinaus reiche die Kapazitäten der geplanten Speicher für höchstens 27 Jahre. "Und was dann?" fragt die Kreisrätin. 
Zudem ist diese Technologie lt. BUND höchst ineffizient, da sie 30 Prozent mehr Energie zur Stromerzeugung für die Verpressung benötigt. 

"Statt dessen sollten wir die Pflanzaktion vom BUND e.V. ‚Bäume statt CO2-Endlager' hier aktiv im Landkreis durchführen", fordert Weigl-Mühlfeld. Bereits über 22.000 Bäume wurden deutschlandweit als Protest gegen die riskante Verpressung von Kohlendioxid gepflanzt. "Letztendlich sind die geplanten CO2-Speicher ein Freibrief für die weitere Nutzung von Kohlekraftwerken, die zu einer regenerativen und regional erzeugten Energie im Widerspruch stehen". 

Weitere Info unter: http://www.bund.net/ccs

 


Kreissparkasse: ÖDP will Identität und Eigenständigkeit bewahren
Nein zur geplanten Fusion!

Februar 2011

ÖDP-Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld sieht keine dringende Notwendigkeit zu fusionieren. Darin geht sie konform mit den Entscheidern anderer Sparkassen. 

Bekanntlich sehen weder die Sparkassen Freising noch Dachauoder Bad Tölz in einer Fusion einen Vorteil und wollen ihre Eigenständigkeit bewahren. "In den vergangenen drei Wochen habe ich mich eingehend mit diesem Thema befasst", so Weigl-Mühlfeld. "Freising, als vergleichbare Kreissparkasse mit nahezu gleichen Kenngrößen wie Bilanzsumme, Mitarbeiterzahl und Anzahl der Filialen, verbuchte 2009 ein Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit von stolzen 6,5 Mio. Euro. Die Kreissparkasse Ebersberg erreichte lediglich 1,2 Mio. Euro." 

"Die Größe allein macht es nicht aus", folgert die Kreisrätin, die die Bilanzen der vergangenen Jahre eingehend gesichtet und mit anderen Kreissparkassen verglichen hat. "Warum sollten wir gerade jetzt, nachdem die Kreissparkasse die Krise von 2004 überwunden hat, fusionieren? Oder gibt es vielleicht noch andere Gründe, die bisher nicht bekannt sind?" 

Gerade die Bankenkrise 2008 hat gezeigt, dass die kleinen Banken diese weitaus besser überstanden haben als die großen Institute. Die Bankenkrise von 2008 hat gemäß den Bilanzen unserer Kreissparkasse auf das Ergebnis keinen Einfluss gehabt. 

In den Unterlagen steht von hohen "Wertberichtigungen" zu lesen, die in den vergangenen zehn Jahren mit rund 80 Mio. Euro verbucht worden sind. Die hohen Ergebnisse aus den 90er Jahren (über 6 Mio. Euro im Jahr) konnten nach dem Einbruch 2004 mit einem Verlust aus der Geschäftstätigkeit von nahezu 20 Mio. Euro seither nicht mehr erreicht werden. Wohin sind die 80 Millionen verschwunden? Wer haftet dafür? 

"Die Kreissparkasse ist für unsere Bürger da!" Sie soll vorrangig für unsere Bürger und mittelständischen Unternehmen im Landkreis ein verlässlicher Partner in allen finanziellen Angelegenheiten sein und damit Sicherheit schaffen. "Für riskante Börsengeschäfte habe ich kein Verständnis", so Johanna Weigl-Mühlfeld. 

Von einer Fusion befürchtet die Kreisrätin auch den Verlust wohnortnaher Arbeitsstellen. Gerade für Teilzeitbeschäftigte ist ein wohnortnaher Arbeitsplatz ein Muss. "Ich sehe bislang keine Notwendigkeit zur Fusion. Sofern sich keine erheblichen Vorteile für unsere Bürger im Landkreis aus den Fusionsverträgen, die ich angefordert habe, ergeben, bin ich nicht überzeugt. Statt einer überstürzten Entscheidung, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, brauchen wir alle Fakten offen auf dem Tisch."

 


Keine LTE-Funk-Technologie in Baiern
Baiern setzt auf Glasfaserkabel

Februar 2011

Nachdem im September letzten Jahres bekannt geworden ist, dass in Glonn und seinen Nachbargemeinden eine neue Funktechnologie, das sog. LTE von Vodafone eingeführt werden sollte, fragte Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld bei Bürgermeister Josef Zistl nach, ob dies auch für Baiern gelte. 

Bislang ist lt. Zistl diesbezüglich keine Anfrage eingegangen. "Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass auf unserem Gemeindegebiet ein Masten bzw. eine Antenne gebaut werden soll", so Zistl. In Baiern hat derzeit der Ausbau des Glasfasernetzes Vorrang. Bereits im Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und den Bürgern damit eine gesundheitsverträgliche, schnelle Internet-Verbindung zur Verfügung stehen. 

"Ich rechne es unserem Gemeinderat hoch an, dass sie nicht die kostenlose Lösung LTE, sondern trotz der Kosten für die Gemeinde die gesundheitsverträgliche und schnelle Glasfaserlösung für ihre Bürger vorsieht", so Weigl-Mühlfeld. 

Mit Sorge sieht Johanna Weigl-Mühlfeld den Ausbau der LTE-Funktechnologie in anderen Gemeinden. "Über die LTE-Funktechnologie liegen gem. der Bundesregierung keinerlei Erkenntnisse in Bezug auf eine Gesundheitsverträglichkeit vor", so die Kreisrätin. 

 


ÖDP-Kreisrätin Weigl-Mühlfeld fordert von EU-Abgeordneter Niebler:
"EU-Kontrolleure dürfen nicht 
auf der Gehaltsliste der Gentech-Industrie stehen!"

Januar 2011

Wie jüngst bekannt geworden ist, pflegen Beschäftigte der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) enge Kontakte zur Industrie. Sogar so weit, daß sie auf deren Gehaltsliste stehen oder Fördergelder erhalten.

 Für Johanna Weigl-Mühlfeld, Kreisvorsitzende der ÖDP und Kreisrätin, ist dies ein untragbarer Zustand. Die jetzige Gesetzeslage bestimmt lediglich, daß EU-Beschäftigte ihre Beziehungen zu Unternehmen und Organisationen offen legen müssen. Eine Nebenbeschäftigung bei Gentechnik-Konzernen wie Monsanto ist bislang aber nicht verboten. 

"Es ist unverantwortlich, wenn genau die Personen, die Firmen und Produkte eigentlich kontrollieren sollen, auf deren Gehaltslisten stehen oder von dort Forschungsgelder beziehen", so Weigl-Mühlfeld. 

Beispielhaft sei hier der Plastikgrundstoff Bisphenol A (BPA) aufgeführt. Während ihn andere Länder mit gutem Grund verboten haben, hat die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit den Grenzwert für BPA sogar noch erhöht. Daß BPA künftig in der EU zumindest in Babyfläschchen verboten ist, hat die Europäische Kommission entschieden - gegen das Votum der EFSA! Schon allein daran ist zu erkennen, daß die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit nicht die Sicherheit der Bürger als ihre oberste Priorität sieht, sondern die Interessen der Lobby-Organisationen. 

Johanna Weigl-Mühlfeld fordert daher EU-Abgeordnete Angelika Niebler auf, in einem Antrag zu verlangen, daß Beschäftigte der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit keine Tätigkeiten für die Industrie ausführen und von ihr keine Forschungsgelder annehmen dürfen.

 


ÖDP-Kreisrätin Weigl-Mühlfeld bittet die anderen politischen Parteien um Unterstützung für TETRA/BOS-Petition
Weigl-Mühlfeld: Kein "Stuttgart 21" in Bayern!

Januar 2011

Seit Monaten liegen Petitionen, u. a. der Umwelt- und Verbraucherorganisation "Diagnose Funk", zum Behördenfunk TETRA/BOS im Bayerischen Landtag vor, ohne bislang behandelt worden zu sein. 

ÖDP-Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld fordert Landtagspräsidentin Barbara Stamm daher in einem Schreiben auf, diese umgehend zu behandeln, bevor Fakten geschaffen worden sind. 

Vom zuständigen Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann, verlangt sie, mit dem Ausbau zu warten, bis über die Petitionen entschieden ist, zumal das Bundesamt für Strahlenschutz die Abschlussergebnisse der Studien über die gesundheitlichen Auswirkungen des Behördenfunks erst für 2013 angekündigt hat. 

Darüber hinaus bittet sie die Kreisvorsitzenden der politischen Parteien im Landkreis, dies zu unterstützen.

 "Unabhängig von der eigenen Meinung zu Sachfragen muß uns Kommunalpolitikern daran gelegen sein, daß bei politischen Prozessen die Interessen der Bürger früh und rechtzeitig gehört werden, um sie damit in ihrem demokratischen Vorhaben der Bürgerbeteiligung zu unterstützen", so Weigl-Mühlfeld. 

Bei der Einführung des digitalen Behördenfunks TETRA/BOS ist aber all zuviel herumgeheimnist worden! "Ich als Kommunalpolitikerin will kein 'Stuttgart 21' in Bayern. Die Bürger in Bayern wollen gehört und ernstgenommen werden - jetzt und nicht erst dann, wenn Tatsachen geschaffen worden sind."

 


Schul-Mittagessen für bedürftige Kinder in Gefahr
ÖDP appelliert an Staatsministerin Haderthauer: 
"Bisherige Übergangsregelung muss so lange fortdauern, 
bis die SGB-II-Reform ordentlich verwirklicht ist."
 

Dezember 2010

"Bedürftige Kinder werden im neuen Schuljahr wegen des völligen Versagens der Politik vom Mittagessen in der Ganztagsschule ausgeschlossen sein", befürchtet ÖDP-Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld. 

Sie appelliert deshalb an Staatsministerin Haderthauer, die bislang geltende und zum 31.12. auslaufende Übergangsregelung solange fortdauern zu lassen, bis die SGB II-Reform (vulgo "Hartz-IV") ordentlich umgesetzt wurde. 

"Was das Sozialministerium mit Datum 10.12.2010 vorschlägt ist absurd und weder den betroffenen Familien noch den Kommunen als Schulaufwandsträgern zuzumuten: Diese sollen nach Meinung des Ministeriums die Eltern jetzt über die Änderungen informieren und zur Antragstellung bei den zuständigen Grundsicherungsstellen bzw. der Kindergeldstelle animieren. Das ist nach Ansicht der ÖDP völlig realitätsfern, zumal das entsprechende Gesetz derzeit in der Luft hängt und einem ungewissen Schicksal im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat entgegensieht. 

Um den bedürftigen Kindern weiterhin die Teilnahme am Mittagstisch in der Ganztagsschule zu sichern, ist nach Meinung Weigl-Mühlfeld die Fortführung der Übergangsregelung der einzige gangbare Weg: : "Kommunen und Freistaat Bayern sollten auch weiterhin für das Versagen der Bundespolitik einspringen; die betroffenen Kinder sollten auf keinen Fall für derartige Fehler büßen müssen."

 


ÖDP-Kreisvorsitzende Weigl-Mühlfeld 
in den oberbayerischen Bezirksvorstand gewählt

November 2010

Beim gestrigen Bezirksparteitag der ÖDP in Rosenheim wurde die Ebersberger ÖDP-Kreisvorsitzende und Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld von den Delegierten einstimmig in den geschäftsführenden Vorstand als Stellvertreterin gewählt. 

In ihrer Bewerbungsrede machte Weigl-Mühlfeld deutlich, dass das Ziel der ÖDP der Einzug in den Bayerischen Landtag 2013 sei. "Bayern braucht vernünftige und nachhaltige Politik, die die Interessen der Kinder und nachfolgenden Generationen in den Mittelpunkt stellt." Weder FDP noch Freie Wähler hätten im Landtag Positives bewirkt, ganz im Gegenteil sei gerade durch die FDP Lobbypolitik betrieben worden. Im Gegensatz zu SPD und Grünen vertritt die ÖDP eine wertkonservative Politik, die z.B. die Leistung von Familienarbeit wert schätzt. 

Ein Hauptanliegen der ÖDP ist auch eine "konzernspendenfreie" Politik, die unabhängig von Monopolinteressen für die Belange aller Bürger eintritt. 

Neuer Bezirksvorsitzender ist Franz Hofmaier aus Ingolstadt. 

In ihrer Rede kritisierte die ÖDP-Bezirksrätin Johanna Schildbach-Halser die Politik des Landtags scharf. Der Bezirk müsse ständig neue Aufgaben im sozialen Bereich schultern, die finanzielle Beteiligung der Landesebene sei jedoch mehr als mager. "Die Bezirke werden von den Landespolitikern im Stich gelassen", so die Bezirksrätin. Sie bedauerte, dass wegen der "Flucht der Landesebene aus der Verantwortung" der Bezirk Oberbayern gezwungen sei, die Bezirksumlage erneut zu erhöhen, um alle Aufgaben finanzieren zu können.

 


ÖDP begrüßt Gentechnik-Urteil des Bundesverfassungsgerichts
Rosi Reindl: "Zum Wohle der Bürger entschieden"  

November 2010

Das Bundesverfassungsgericht hat zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger entschieden. Das sagt Rosi Reindl, zweite Kreisvorsitzende und Mitglied im Arbeitskreis Landwirtschaft der ÖDP, anlässlich des aktuellen Urteils der Verfassungsrichter. 

Diese hatten das Gentechnikgesetz für konform mit dem Grundgesetz erklärt und damit sowohl das Melderegister als auch die Verantwortung der Gentechnik-Bauern bestätigt. Geklagt hatte das Land Sachsen-Anhalt, in dem viele Gentechnik-Betriebe ansässig sind. 

ÖDP-Politikerin Reindl ist der Meinung, dass die Verfassungsrichter mit diesem Urteil Weitsicht und Verantwortung bewiesen hätten. Schließlich wisse niemand, wie sich gentechnisch veränderte Organismen auf Mensch und Umwelt auswirkten. Außerdem, so Reindl, würden sich in Umfragen regelmäßig 80 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher gegen Gentechnik aussprechen. ÖDP-Politikerin Reindl fordert in diesem Zusammenhang allerdings insbesondere von der Europäischen Union eine stringentere Haltung zur Gentechnik: "Die Menschen wollen überhaupt keine Gentechnik, weder in Deutschland noch in der EU, noch sonst irgendwo auf der Welt." Deshalb müsse die EU es in Zukunft den Ländern vollkommen freistellen, ob sie Gentechnik erlauben wollen oder nicht, so Reindl.

 


Leserbrief zu: Nein zur Verlängerung des Mutterschutzes vom 27.Okto.2010 in der SZ
In Wahrheit geht es nur um das liebe Geld  

Oktober 2010

In diesem Artikel schreibt Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp, dass Mutterschutz ein Arbeitsverbot für Frauen bedeutet. SPD wie auch CSU/CDU-Abgeordnete haben im EU-Parlament die Verlängerung abgelehnt und darauf bestanden, dass nationale Regelungen anerkannt werden. Ebenso EU-Abgeordnete Angelika Niebler aus unserem Wahlkreis.

In Wahrheit geht es hier nur um das liebe Geld: Während Eltern mit dem bisherigem Elterngeld nur 67 Prozent vom letzten Nettogehalt erhalten, würden sie mit der EU-Regelung 100 Prozent in dieser Zeit bekommen. Das Frauenhofer-Institut rechnet mit einer Mehrbelastung von jährlich 1,7 Milliarden Euro pro Jahr. Weder die Bundesregierung noch die deutsche Wirtschaft ist bereit, dies zu zahlen. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt forderte die EU-Abgeordneten auf, gegen die Verlängerung zu stimmen.

Auf der Internetseite der EU-Abgeordneten von CDU/CSU ist gar zu lesen: "Statt der befürchteten 1,7 Milliarden Euro werden wohl nur geringe Mehrkosten entstehen". 

Sind unsere EU-Abgeordneten der SPD und der CSU nun Volksvertreter oder nur der verlängerte Arm der deutschen Wirtschaft?

Johanna Weigl-Mühlfeld
ÖDP-Kreisvorsitzende

 


Weigl-Mühlfeld: Voller Lohnausgleich und nicht nur 67 Prozent Elterngeld
ÖDP: Ja zur Verlängerung des Mutterschutzes  

Oktober 2010

Die ÖDP begrüßt die jüngste Entscheidung des EU-Parlaments. Diese will den Mutterschutz auf eine Mindestdauer von 20 Wochen verlängern. Deutschland ist mit 14 Wochen bisher eines der europäischen Schlusslichter. 

Von der Neuregelung würden deutsche Mütter besonders stark profitieren. Das Parlament sprach sich außerdem dafür aus, während des Mutterschaftsurlaubs volle Lohnfortzahlung und Kündigungsschutz zu garantieren. Außerdem sollen Väter zwei Wochen von der Arbeit freigestellt werden - ebenfalls unter Beibehaltung der Bezüge.

Die deutschen Sozialdemokraten und Christdemokraten im EU-Parlament stimmten gegen den Vorstoß. Die Bundesregierung kündigte bereits Widerstand an. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt forderte die EU-Abgeordneten auf, gegen dieses Gesetz zu stimmen. Das Frauenhofer-Institut rechnet mit einer Mehrbelastung von 1,7 Milliarden Euro pro Jahr. 

Johanna Weigl-Mühlfeld, ÖDP-Kreisvorsitzende, begrüßt jedoch die Erweiterung auf 20 Wochen. "Die Haltung der Arbeitgeberseite kann ich verstehen, dass die Verlängerung von Angelika Niebler (CSU) und Adelheid Rupp (SPD) abgelehnt wird, verwundert mich schon. Hier geht es schlicht ums Geld, das man nicht bereit ist, zu zahlen". Mit der bisherigen Regelung des Elterngeldes erhält man nur 67 Prozent des letzten Nettogehalts, mit der neuen EU-Regelung wären es 100 Prozent in der Zeit des Mutterschutzes. 



 


Leserbrief zu "Störfall im Stadtrat" vom 8.Oktober 2010
Atomkraftwerk Isar I  

Oktober 2010

Aus diesem Bericht erfahren wir über die Gewissheit des CSU-Stadtrats Thomas Huber, dass "für fast jedes Katastrophenszenario in Deutschland ein entsprechender Krisenreaktionsplan bestehe". Jeder der bei der Bundeswehr gedient habe, wüsste dies. 

Zugegeben: Wir beide haben nicht bei der Bundeswehr gedient. Wir wären Herrn Huber daher sehr dankbar, wenn er uns darüber aufklärte, was im Katastrophenfall bei Isar I im Landkreis Ebersberg zu tun wäre. Werden wir nun evakuiert - wenn ja, wohin? Mit welchen Transportmitteln, wo müssten wir uns sammeln?

Der "Ohu-Ratgeber", die Broschüre für den Ernstfall, rät im Keller zu bleiben und nur noch Lebensmittel zu essen, die schon im Haus sind. Müssen dann unsere Kinder, sofern sie just zu diesem Zeitpunkt in der Schule sind, dort im Keller verweilen oder werden sie mit Sonder-Bussen nach Hause gebracht?

Wenn es Isar I nicht mehr gibt, haben wir dann genügend Strom für einen Radioempfang? Wie funktioniert in diesem Fall die Kommunikation? An wen können wir uns in Haftungsfragen wenden, sofern wir den GAU überleben? Mit welcher Entschädigung ist für den Verlust von Heim und Heimat zu rechnen? Meines Wissens gibt es keine Versicherung, die für diese Schäden aufkommt und in o.g. Broschüre ist nichts zu lesen. Wer trägt die Verantwortung? Fragen über Fragen. 

Damit im Katastrophenfall nicht über 100.000 Menschen aus dem Landkreis bei Herrn Huber vor der Haustür stehen, wäre es doch ratsam, diese Menschen schon vorher darüber zu informieren. 

Nicht nur uns Frauen interessiert dies, sondern auch Kinder, Jugendliche und Männer, die nicht bei der Bundeswehr gedient haben. Sofern CSU-Stadtrat Huber an einem Informationsabend diese Fragen beantworten kann: Wir sind dabei. 

Johanna Weigl-Mühlfeld, Rosi Reindl
ÖDP-Vorsitzende im Landkreis Ebersberg

 


Keine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerk Isar I bei Landshut
ÖDP Ebersberg unterstützt 
CSU-Fraktion in Landshut  

Juli 2010

Die von der Landshuter CSU-Stadtratsfraktion beantragte Resolution gegen eine Laufzeitverlängerung für das Atomkraftwerk Isar 1 wird auch von der ÖDP Ebersberg aktiv unterstützt. ÖDP-Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld beantragte im Kreistag eine gleichlautende Resolution. 

Demnach soll der Kreis an die Bundeskanzlerin, an den Bundesumweltminister, an die Fraktionen im Deutschen Bundestag und an den bayerischen Ministerpräsidenten appellieren, die derzeitig geltende Laufzeit des Atomkraftwerkes Isar 1 nicht zu verlängern. 

"Es wäre unverantwortlich jetzt die CSU-Kollegen aus Landshut im Regen stehen zu lassen", so Weigl-Mühlfeld. "Auch die oberösterreichische Landesregierung sorgt sich um die Sicherheit des rund 100 Kilometer entfernten Atomkraftwerks Isar 1 in Essenbach bei Landshut und bewertet eine evtl. Verlängerung der Laufzeit
als besonders verantwortungslos". 


Nach Ansicht der ÖDP ist der Betrieb von Atomkraftwerken aus Sicherheitsgründen, wegen der ungeklärten Entsorgung und wegen der Verdrängung einer regenerativen Energieversorgung grundsätzlich abzulehnen. 

Die Alternative zur Atomkraft ist Energieeffizienz, Energiebedarfsminderung, Nutzung vorhandener Potentiale, der Verwendung von hocheffizienten Techniken und der Einsatz von erneuerbaren Energieträgern. 

 


Letztlich tragen die Kommunen die Kosten
ödp: Sparpaket ist eine Watschn 
für Familien und Arbeitslose  

Juni 2010

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) sieht bei dem aktuell vorgelegten Sparpaket der Bundesregierung eine extrem unsoziale Schieflage. So sollen z.B. bis zum Jahr 2014 rund 10,9 Mrd. Euro bei der "Neujustierung der Sozialgesetze" eingespart werden, während die "Beteiligung von Unternehmen" lediglich bei 5,3 Mrd. Euro liegt.

Der ÖDP-Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld kritisiert: "Die Einsparungen bei den Zuschüssen für Rentenversicherungen bei ALG II-Empfängern (ca. 1,8 Mrd. Euro) sowie die Einsparungen beim Elterngeld (rund 600 Millionen Euro) verschärfen die soziale Abwärtsspirale für Arbeitslose und Familien." Ebenso lehnt sie die Streichung des Heizkostenzuschusses in Höhe von rund 100 Millionen Euro ab. "Unter dem Strich ist zu befürchten, dass die steigende Not der Bedürftigen dazu führt, dass die Kommunen dies finanziell ausgleichen müssen, um den sozialen Frieden zu wahren - wenn die Kommunen es aufgrund der Schuldenlast überhaupt noch können."

Als Alternative schlägt die ÖDP vor, verstärkt Subventionen und Zuschüsse für fragwürdige Projekte zu streichen, z.B. die dritte Startbahn. Aber auch der Finanzmarktsektor müsse hinsichtlich der Kosten seiner eigenen Krise stärker zur Kasse gebeten werden.

Die jetzt vorgesehene Einführung einer "ökologischen Luftverkehrsabgabe" und eines "steuerlichen Ausgleichs der Kernenergiewirtschaft" wird von der ÖDP schon seit Jahren gefordert. "Es ist nicht einzusehen, weshalb Uran und Plutonium im Gegensatz zu anderen Energieträgern steuerfrei sein sollen.", so Weigl-Mühlfeld.


 


Weigl-Mühlfeld: "Auch kleine Kopfpauschalen taugen nichts"
ÖDP für KAB-Aktion 
"Keine Prämie auf meinen Kopf!"  

Juni 2010

Die Ebersberger ÖDP unterstützt die Unterschriftensammlung der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) gegen die Einführung einer Kopfpauschale. "Auch wenn es im Augenblick so aussieht als ob Gesundheitsminister Rösler sein Konzept nicht durchsetzen kann und stattdessen eine kleine Kopfpauschale in Höhe von 30 Euro einführt, bleiben wir an dem Thema
dran", so Kreisvorsitzende Weigl-Mühlfeld. 

Kopfpauschalen taugen nach Ansicht der ÖDP "grundsätzlich nichts, egal ob groß oder klein". Wenn es gerecht zugehen soll, dann müssen endlich alle Einkommensarten zur Finanzierung der Gesundheit herangezogen werden, meint ÖDP-Kreisvorsitzende Weigl-Mühlfeld. Die Unterschriftenliste gegen die Kopfpauschale kann man beim ÖDP-Kreisverband unter Tel. 08093-300795 
anfordern oder im Internet unter http://www.kab.de/mm/mm003/2010_Kopf_Unterschriften.pdf 
herunterladen. 

Die solidarische Finanzierung des Gesundheitswesens müsse ausgebaut und nicht "auf Biegen und Brechen durch eine Kopfpauschale zerstört werden", fordert die ÖDP.


 


Bayer. Wirtschaftsministerium: Gentechnik-Pflanzen sollen Landminen aufspüren
ÖDP fragt nach: Wer soll der Sämann sein?  

Juni 2010

Seltsame Blüten treibt das Bayerische Wirtschaftsministerium, wenn es darum geht, den Bayern die Grüne Gentechnik schmackhaft zu machen. Wenn schon die überwiegende Mehrheit der Bürger keine Agro-Gentechnik auf dem Teller haben will, so setzt jetzt das Staatsministerium auf die Sicherheit durch Gentechnik: Denn laut einem bildungspolitischem Papier auf ihrer Internet-Seite können gentechnisch veränderte Pflanzen Landminen aufspüren und somit Leben retten. 

Weitere Kernbotschaften aus dem Bayerischen Wirtschaftsministerium "Grüne Gentechnik ist sicher und nützt den Verbrauchern in Bayern. Grüne Gentechnik ist eine weitere Landwirtschaftsform neben der konventionellen und der ökologischen und kann gut neben den beiden bestehen. Gentechnik ist quasi eine logische und moderne Fortsetzung bisher verfolgter züchterischer Methoden."

Rosi Reindl, Gentechnikbeauftragte und zweite ÖDP-Vorsitzende im Landkreis kann darüber nur den Kopf schütteln und fragte bei der bildungspolitischen Sprecherin der FDP, Renate Will, nach: Sind Sie sich sicher, dass die Grüne Gentechnik sicher ist? 

Gerade nach dem Debakel mit dem illegal im Freistaat ausgebrachten Genmais müsse eine eindeutige Position der Staatsregierung eingefordert werden: "Ein Bauer, der gerade seine Genmais-Saaten umpflügen muss und gleichzeitig auf der Internetseite des Wirtschaftsministers die Vorzüge der Genmanipulation angepriesen sieht, muss doch das letzte Vertrauen in den Staat verlieren. 
Das Vertrauen in die FDP haben Bauern und Verbraucher bereits verloren: Denn noch bei der Kommunalwahl 2008 warb die FDP in Ebersberg auf großflächigen Plakaten: "Keine Gentechnik in Ebersberg". Davon ist heute nichts mehr zu hören. 

"Mich würde schon interessieren, wie sicher der Sämann vor einer Minenexplosion ist, der die Genpflanzensamen in dem minenverseuchten Gebiet erst ausbringen soll, bevor dort etwas wachsen kann. Oder will man dies großflächig vom Flugzeug aus säen?", fragt Reindl.

Link zur Internet-Seite des Bayerischen Staatsministeriums:
Der Pro-Gentechnik-Vortrag findet sich unter: 
http://www.stmwivt.bayern.de/technologie/gentechnik/

 


ödp-Antrag im Kreistag
Google soll zahlen  

Juni 2010

Sehr geehrter Herr Landrat,
aus aktuellem Anlass bitte ich Sie, den folgenden Antrag dem zuständigen Gremium zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen:
Der Kreistag bzw. der zuständige Ausschuss fasst folgenden Beschluss:

1. Der Landkreis Ebersberg führt eine Sondernutzungsgebühr für alle Kreisstraßen ein. Diese fällt an, wenn man auf einer Kreisstraße fahrend mit einem Fahrzeug die Umgebung filmt. 
2. Höhe der Sondernutzungsgebühr: Diese beträgt 20 Euro je Straßenkilometer.

Begründung:
Der Internetkonzern Google soll künftig für jeden Kilometer Straße, den er im Landkreis Ebersberg fotografiert, 20 Euro zahlen. Einen gleichlautenden Beschluss fasste der Stadtrat von Ratingen bei Düsseldorf mit Mehrheit.
Da das Abfotografieren von Straßenzügen durch Google rechtlich nicht zu verhindern ist, verlangt der Landkreis nun eine Sondernutzungsgebühr, wie sie etwa auch für Marktstände erhoben wird.
Mir ist bewusst, dass wir als Landkreis alleine einen Weltkonzern wie Google nicht abschrecken können, das sähe allerdings ganz anders aus, wenn viele Kommunen diesem Beispiel folgen.
Auch damit möge der Landkreis zum Ausdruck bringen, dass wir den gläsernen Bürger nicht einfach hinnehmen wollen.

Mit freundlichen Grüßen
Johanna Weigl-Mühlfeld, ödp-Kreisrätin 

 


ÖDP-Kreisrätin Weigl-Mühlfeld: "Ein Rückschlag für den Klimaschutz und für die Handwerksbetriebe!"
Streichung des Öko-Förderprogramms 
durch Bundesregierung  

Mai 2010

ÖDP-Kreisrätin Weigl-Mühlfeld: "Ein Rückschlag für den Klimaschutz und für die Handwerksbetriebe!"

Die Streichung des Öko-Förderprogramms für Solarkollektoren, Pellet-Heizungen und Wärmepumpen durch Finanzminister Schäuble wird auch den Kreistag beschäftigen. Die ÖDP hat die Verabschiedung einer Resolution gegen die Abschaffung der Ökoförderung beantragt. "Wenn diesem Beispiel viele Kommunen folgen, können wir die falsche Entscheidung vielleicht doch noch rückgängig machen", hofft ÖDP-Kreisrätin Weigl-Mühlfeld.

Nach Ansicht der ÖDP-Politikerin ist es wichtig, klimafreundliche Heiztechniken voranzubringen. Dass ausgerechnet diese Förderung vom Bund gekippt werde, sei "ein Rückschlag für den Klimaschutz und für das Handwerk", so Weigl-Mühlfeld 

"Im letzten Jahr wurden 5 Milliarden Euro für die ökologisch unsinnige Abwrackprämie verschwendet, die in erster Linie einigen Konzernen nutzte und dem reparierenden Werkstätten Schaden zufügte. Und jetzt werden rund 115 Millionen Euro eines Öko-Anreizprogramms gestrichen, das für das Handwerk und den regionalen Mittelstand wichtige Impulse setzte und ökologisch unbestritten sinnvoll ist", kritisiert Weigl-Mühlfeld. 

Es stelle sich die Frage, "wer außer der Mineralöl- und Gasindustrie an dieser Entscheidung des Finanzministers Interesse haben kann". Nun sei zu befürchten, dass bereits geplante Vorhaben so lange zurückgestellt werden bis die Öko-Förderung wieder eingeführt werde. Weigl-Mühlfeld: "Das ist verheerend - auch für den Mittelstand und das regionale Handwerk".

 



ÖDP in Ebersberg beteiligt sich an Earth Hour  

Februar 2010

Der Kreisverband Ebersberg der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) beteiligt sich am 27. März 2010 an der so genannten Earth Hour. 

Ziel der von der Umweltorganisation WWF ins Leben gerufenen Aktion ist es, um 20.30 Uhr Ortszeit das Licht in Gebäuden zu löschen, um auf den weltweiten Energieverbrauch aufmerksam zu machen. Dazu sagt Johanna Weigl-Mühlfeld, Kreisvorsitzende der ÖDP in Ebersberg: "Für uns als ökologische Partei ist es ein wichtiges Anliegen, ein Zeichen gegen den hohen Energieverbrauch der Industrienationen zu setzen. Deshalb unterstützen wir die Aktion des WWF." 

Die ÖDP hat in einem Antrag den Kreis aufgefordert, sich ebenfalls an der Earth Hour zu beteiligen. Öffentliche Gebäude und Sehenswürdigkeiten könnten eine Stunde unbeleuchtet sein, um Vorbild für eine energiesparende Region zu sein. 

Bereits im vergangenen Jahr beteiligten sich an der Aktion weltweit 4000 Städte. 

 


Weigl-Mühlfeld: "Datensammelwut begünstigt Missbrauch"
ödp unterstützt Petition gegen "Elena"  

Februar 2010

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) unterstützt die Online-Petition gegen den Elektronischen Entgeltnachweis "Elena". 
Zu den Gründen sagt Johanna Weigl-Mühlfeld, Kreisrätin der ÖDP: "Es werden viele persönliche Daten gespeichert, über die der Arbeitnehmer nicht informiert wird." Es sei überhaupt nicht klar, zu welchem Zweck z. B. Krankheitstage, Fehlzeiten und Streikteilnahmen gesammelt würden, so Weigl-Mühlfeld. "Diese Datensammelwut begünstigt Missbrauch, denn niemand garantiert, dass die Informationen nicht in die falschen Hände geraten," befürchtet die ÖDP-Politikerin. Gesammelt werden Daten von über 40 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. 

Die Petition wird unter anderem damit begründet, dass das Recht auf informelle Selbstbestimmung der Bürger gefährdet sei. "Der Arbeitnehmer hat kein Recht, selbst darüber zu bestimmen, welche Daten gespeichert werden und welche nicht. Das ist skandalös," so Weigl-Mühlfeld. 

Die ÖDP ruft alle Bürger, insbesondere Arbeitnehmer auf, ihr Recht zur Selbstbestimmung wahr zu nehmen und die Petition zu unterstützen. 

Weigl-Mühlfeld fordert insbesondere die FDP auf, sich gegen "Elena" auszusprechen. "Es ist schon merkwürdig, dass sich ausgerechnet bei diesem heiklen Thema die selbsternannte Bürgerrechtspartei FDP nicht äußert." 

 


ÖDP ruft zu Massenprotesten gegen Energiepolitik von Schwarz-Gelb auf
Keine Kürzung bei Solarstrom

Januar 2010

Scharf kritisiert die ÖDP die Kürzung der Vergütung von Solarstrom um mindestens 15 Cent/kWh. Für Solarstrom gibt es künftig weniger Geld, als im EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) ursprünglich festgesetzt worden ist. Hauseigentümer, die ihre Solarstromanlage ab 1. April in Betrieb nehmen, erhalten für den erzeugten Strom 15 Prozent weniger als heute. Deutschlands Solarunternehmen bangen um ihre Wettbewerbsfähigkeit und Technologieführerschaft. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) warnt eindringlich vor einer Insolvenzwelle in der Zukunftsbranche Photovoltaik und dem Verlust zehntausender Arbeitsplätze. 

"Damit blockiere die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Das könnte der Todesstoß für diese Schlüsseltechnologie und für die deutschen Exporte von Solarzellen sein", so ÖDP-Vorsitzende Weigl-Mühlfeld. Sie rät allen Hausbesitzern im Landkreis jetzt schnell zu reagieren und die erforderlichen Anträge fristgerecht einzureichen. 

Dabei belaste die kostendeckende Vergütung von Solarstrom die öffentlichen Staatshaushalte überhaupt nicht. Der Stromkunde zahle dafür nur etwa ein Zehntel dessen, was er für die Gewinne der Stromkonzerne aufbringen muss. "Die Bundesregierung hat also nicht die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im Blick, sondern den kurzfristigen Nutzen der großen Energiekonzerne," resultiert ÖDP-Vorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld. 

Bereits 16 Prozent des deutschen Stroms stammen heute aus Erneuerbaren Energien und ihr Anteil steige ständig weiter. Bereits in naher Zukunft werde sie den Anteil des Atomstroms übertreffen. "Das erklärt die Sorge der Stromkonzerne, ihre Monopolstellung zu verlieren. Die Bundesregierung unterstützt die Atomkraftwerke daher sowohl durch neue Gesetze, als auch finanziell durch Steuererleichterungen, Übernahme von Haftpflicht und durch Direktzahlungen wie im Fall des "Endlagers" Asse," erklärt zweite ÖDP-Vorsitzende Rosi Reindl. Bisher wurde der Atomstrom mit ca. 7,7 Cent/kWh aus Steuergeldern und Wettbewerbsvorteilen subventioniert - mehr als für Windkraft ausgegeben worden ist. "Während die Erneuerbaren Energien ständig billiger werden, müssen die Subventionen für Atomstrom wegen der Endlagerproblematik laufend erhöht werden," bemerkt Reindl.

"Insbesondere Kanzlerin Merkel lässt sich als Klimaschützerin feiern, schaut aber tatenlos zu, wie neue Kohlekraftwerke gebaut werden," rügt Reindl. Deshalb ruft die ÖDP zur Teilnahme an den Protestdemonstrationen gegen die schwarz-gelbe Energiepolitik am 24. und 25. April 2010 auf. An mehreren Orten in Deutschland sollen Menschenketten gegen Atomenergie und viele weitere Aktionen stattfinden.

 


Bundestagswahl 2009
Achtbarer Erfolg für ÖDP-Kandidatin 
Rosi Reindl in Baiern und Glonn  

September 2009

Direktkandidatin Rosi Reindl erreichte in der Gemeinde Baiern 15,45 %, bei den Zweitstimmen 10,23 %. In Glonn - ihrer Heimatgemeinde - erreichte sie 11,18 %.

Reindl: "Das Ergebnis vor Ort ist für mich ein Beweis, dass es sich lohnt für eine gentechnikfreie Umwelt, für Energie ohne Atomstrom und für den Lebensschutz öffentlich einzutreten, denn im Unterschied zu anderen Parteien ist die ÖDP ist nicht davon abhängig, ob EON, der Verband der Elektroindustrie, die Deutsche Bank oder Phillip Morris die nächste Überweisung auch wirklich tätigen."

Auch bei der nächsten Aktion der ÖDP zum Volksbegehren "Nichtraucher-Schutz" wird sie während der Eintragungszeit vom 19. November bis 2. Dezember wieder dabei sein. "Wir müssen die Themen in die Öffentlichkeit tragen, denn bei der Gentechnik-Debatte hat sich gezeigt, dass ein medialer Protest viele Menschen anspricht und damit letztendlich in der Politik Wirkung zeigt", so Reindl.

 


Leserbrief zu "Schweisfurth melkt die Gutbetuchen" vom 21.9.09
Was sind uns gesunde Lebensmittel wert?  

September 2009

Grundnahrungsmittel in Bio-Qualität kann sich in Deutschland fast jeder leisten. Dabei braucht niemand zu hungern oder auf eine ausgewogene Ernährung zu verzichten. Ein Beispiel: Ein Erwachsener sollte täglich höchstens ¼ Liter Milch trinken. Bio-Milch kostet im Vergleich zu konventionell erzeugter Milch lediglich 27 Euro im Jahr mehr! Rechnen Sie ruhig nach. Das ist gerade so viel, wie eine Familie in einem Fast-Food-Restaurant bei einem Essen
ausgibt. Für eine Tankfüllung Benzin reicht es allemal nicht. Die gleiche Rechnung kann man für andere Grundnahrungsmittel wie Gemüse, Salat oder Mehl aufstellen. Ach ja, kochen müsste man dann natürlich selber.
Dafür spart man sich teure Vitaminpräparate, von denen uns eingeredet wird, wir bräuchten sie als Nahrungsergänzung. 

Bio-Lebensmittel sind nicht wesentlich teurer. Wenn man die vollständige Rechnung bis hin zu den medizinischen Kosten betrachtet, sind sie auf Dauer sogar eher billiger.

Und der Bauer erhält für seine Produkte einen fairen Preis.
Es kommt nur darauf an, was uns gesunde Lebensmittel wert sind.

Johanna Weigl-Mühlfeld
ödp-Kreisrätin

 


Nach dem Störfall in Krümmel
ÖDP fordert volle Haftpflicht für Atomkraftwerke  

Juli 2009

ödp-Bundestagskandidatin Rosi Reindl fordert nach dem Störfall im Atomkraftwerk Krümmel eine volle Haftpflichtversicherung für die Schäden, die von Atomkraftwerken ausgehen können. Der aktuelle Fall zeige wie viele Störfälle zuvor, "dass auch die deutschen Atomkraftwerke nicht sicher sind", so Rosi Reindl.

Eine Prognos-Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums und andere fundierte Untersuchungen beziffern die Schadenshöhe eines Super-GAU in Deutschland auf 2500 bis 5500 Milliarden Euro für Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden: das ist das 10- bis 20-fache des jährlichen Bundeshaushaltes. Der Gesetzgeber verlange für den Fall einer Katastrophe in einem Atomkraftwerk von den Betreibern lediglich eine Schadensdeckung bis zu 2,5 Milliarden Euro. 

Reindl: "Es widerspricht den Prinzipien der Ethik und der Gerechtigkeit, dass Energiekonzerne mögliche Schäden von solch ungeheurem Ausmaß der Allgemeinheit aufbürden können. Deshalb ist es erforderlich, dass der Gesetzgeber unverzüglich für den Betrieb von Atomkraftwerken eine Betriebshaftpflichtversicherung mit ausreichender Deckung für alle Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden vorschreibt. 

Dies sei "der wirksamste Weg zu einem schnellen Atomausstieg". "Mit einer vollständigen Versicherung des Atomrisikos wäre der Atomspuk schnell vorbei, weil sich die realistischen Kosten der Atomenergie dann völlig anders darstellen als bei dem derzeit politisch subventionierten Preis", so Reindl.

 


ödp: Kreistag soll gutes Beispiel geben!
Rotstift nicht nur bei den 
sozial Schwachen ansetzen  

Juni 2009

In Zeiten, in denen der Landkreis vom Jugendamt und der gesamten Verwaltung große Einschränkung verlangt, paßt es nicht, für Sitzungsgeld mehr auszugeben. Genau das hat am 25. Mai aber eine überwältigende Mehrheit des Kreistags beschlossen. 

Künftig soll der Bürger Sitzungsgeld nicht nur für die Sitzungen des Kreistags und der Ausschüsse zahlen müssen, sondern auch für Sitzungen der Beiräte und der Fraktionssprecher. Darüber hinaus erhalten die Fraktionssprecher jetzt eine pauschale Entschädigung. 

Die ödp-Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld wollte hier einsparen oder wenigstens die Gesamtausgaben nicht steigern. Dazu wäre nötig gewesen, für eine Sitzung nicht mehr 42, sondern nur 38 Euro zu zahlen. Bei 50 Millionen Euro Kreisschulden macht der Betrag nicht viel aus, aber so setzt der Kreistag das falsche Signal. 

"Wer von anderen Sparen verlangt, sollte selber darin Vorbild sein", so Weigl-Mühlfeld. "Bei fünf Kreistagssitzungen im Jahr macht der Unterschied für einen Kreisrat 20 Euro aus", sagt Weigl-Mühlfeld. 

"Diese 20 Euro, die ich nach meiner Rechnung im Jahr zuviel bekomme, werde ich einer sozialen Einrichtung spenden."

 


Leserbrief zum Artikel "Die größte Gefahr für die Kinder ist das Alleinsein" vom 8.5.09
Was ist das Wohl unserer Kinder wert?  

Mai 2009

Günther Czehowsky, der Gründer des Kinderschutzbundes in Ebersberg sagt in diesem Interview: "Ein großes Problem ist, dass die Zeit, die man mit den Kindern verbringen kann, immer geringer wird. Das schafft die meisten Probleme."

Ja, da hat er Recht. Und trotzdem wird uns Eltern gebetsmühlenartig suggeriert, dass es besser wäre, wenn beide Elternteile arbeiten gingen und ihre Kinder in eine Betreuungseinrichtung gäben. 

Keine Frage: es gibt Situationen, in denen Familien die Hilfe des Staates benötigen. 
Jedoch die überwiegende Mehrheit der Eltern leistet eine gute Erziehungsarbeit, die leider weder finanziell noch ideell wenig honoriert wird. Warum werden öffentliche Betreuungseinrichtungen mit monatlich 1000 Euro je Kind vom Staat bezuschusst? Leisten Eltern die gleiche Arbeit zu Hause gehen sie leer aus! Fazit: Wir Eltern haben es von Anfang an versäumt Rechnungen zu stellen.
Denn: Keine noch so gute öffentliche Betreuungseinrichtung kann die Nestwärme und Geborgenheit einer Familie ersetzen. 

Johanna Weigl-Mühlfeld
ödp-Kreisvorsitzende Ebersberg

 


ödp-Kreisrätin Weigl-Mühlfeld: "In jede Klasse soll eine Assistenzkraft!"
ÖDP startet Petition 
für bessere Förderung in der Grundschule  

April 2009

Der Beginn der Schulzeit soll für möglichst jedes Kind zu einer Erfolgsgeschichte werden, fordert die Ebersberg ÖDP und startet hierzu eine Petition an den Landtag. Mit einer "zweiten Kraft in jeder Klasse", die dem Lehrpersonal assistiert, sollen Grundschüler individueller gefördert werden. Am 9. Mai sammelt die ÖDP hierfür Unterschriften bei einem Infostand in Ebersberg am Marktplatz, am 30. Mai in Grafing. Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld will die Unterschriften anschließend an Landtagspräsidentin Barbara Stamm schicken. Das Unterschriftenformular kann auch unter Tel. 08093-300795 beim ÖDP-Kreisverband angefordert oder im Internet unter www.oedp-bayern.de/petition heruntergeladen werden.

Johanna Weigl-Mühlfeld, ödp-Kreisrätin und Kreisvorsitzende sagt dazu: "Natürlich erhöht die zusätzliche, zweite Kraft die Lohnkosten. Aber ist die Bildung unserer Kinder nicht mindestens genauso viel wert, wie die Autoindustrie oder die Insolvenzvermeidung unserer Banken?"

Die "zweite Kraft" soll keine weitere Lehrkraft mit einer akademischen Lehrerausbildung sein. Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen können ebenso als Assistenzkräfte beschäftigt werden wie Studierende des Lehramtes in Phasen des studienbegleitenden Langzeitpraktikums. 

Die neue Assistenzstelle soll Kleingruppen begleiten, in denen entweder besonders leistungsfähigen Kindern zusätzliche Anregungen und Herausforderungen vermittelt oder aber Kindern mit Lernproblemen Hilfen vermittelt werden. Auch zur Behebung von Erziehungs- und Sozialisationsdefiziten sowie zur Qualifizierung des Schullebens kann und soll die "zweite Kraft" beitragen.

 


Weigl-Mühlfeld: "Unsere christliche Feiertage müssen als solche erhalten bleiben."
ödp kritisiert FDP-Vorstoß: 
Karfreitag soll "partyfrei"bleiben  

April 2009

Gegen die von der FDP im Landtag betriebene Lockerung der Feiertagsregelungen spricht sich ödp-Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld aus. Die FDP-Initiative sei "ein Angriff auf christliche Traditionen und ein Bruch mit der bayerischen Lebensart".

"Falls der Landtag das beschließt und den Kommunen ein Ermessensspielraum bleibt, soll der Schutz stiller Feiertage wie Karfreitag in möglichst vielen Städten und Gemeinden unangetastet bleiben. Die Kommunalpolitiker der ödp werden vielerorts entsprechende Initiativen starten", kündigt Weigl-Mühlfeld an. "Man wundert sich schon, auf welche Ideen der Liberalismus kommt. Es gibt doch in jeder Gesellschaft Bereiche, die nicht dem Prinzip von Angebot und Nachfrage ausgeliefert sind. Ich werde mich nach Kräften dafür einsetzen, dass stille kirchliche Feiertage in meiner Heimat partyfrei bleiben", erklärte Weigl-Mühlfeld.

 


Schlingerkurs der CSU
In Bayern dagegen und in Brüssel dafür 
- erneuter Wahlbetrug der CSU  

Februar 2009

Die CSU hat nichts gelernt - sie behält Seehofers Schlingerkurs bei: Söder und Aigner versprechen in Bayern den Wählern sie wären gegen Genmais, schieben die Verantwortung nach Brüssel - und in Brüssel stimmen sie dann dafür, so wie letzten Mittwoch - da wurden die beiden neuen Genmaissorten in Brüssel abgestimmt. Wie Frau Aigner am Mittwoch dann in Gerertsried sagte, sie möchte ja gerne aber dürfte nicht - weil sie nicht gegen das Wirtschafts- und Forschungsministerium stimmen darf - und diese die Gentechnik befürworten.

ödp-Bundestagskandidatin Rosi Reindl aus Glonn: "Frau Aigner - Sie sind vom Bürger gewählt worden - und es ist ihre Aufgabe die Interessen der Bürger zu vertreten und nicht die Interessen einer Institution Wirtschaftsministerium."

Für die CSU geht es jetzt ums Ganze. Jedoch eine letzte Chance gibt es noch: 2007 wurde mit dem Braunschweiger Urteil gegen Seehofer erstritten, dass die Landesregierungen nach der Aussaat alle Befugnisse haben, gegen MON810 vorzugehen. Die Landesregierungen haben damit seitdem Kompetenzen gegen MON 810 vorzugehen. Ein gentechnikfreies Bayern kann daher von der CSU sofort umgesetzt werden, so Reindl. "Es gibt keine Ausrede mehr: Ein Aufschieben jeglicher Handlung nach Brüssel, weil ja die Entscheidung in Brüssel liegt, ist hiermit eine doppelte Wählertäuschung - vor allem, wenn dann dieselben Leute in Brüssel für Gentechnik stimmen!" 

 


ödp unterstützt Forderung der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft:
Keine Blauzungen-Impfpflicht!  

Januar 2009

 Reindl: Impfstoff birgt Risiken und belastet Lebensmittel

Die bayerische ödp fordert eine Aufhebung der Blauzungen-Impfpflicht. "Die Bauern sollen selbst entscheiden können, ob sie ihre Rinder gegen die Krankheit impfen lassen wollen", erklärte die ödp-Bundestagsdirektkandidatin,  Rosi Reindl aus Glonn. 

Die ödp schließt sich damit der Forderung der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL) an, die in der Zwangsimpfung eine "Entmündigung der Bäuerinnen und Bauern" sieht. Immer wieder werde über Impfschäden bei Rindern, Schafen und Ziegen berichtet. Von den zuständigen Behörden werden diese bekannten wirtschaftlichen Schäden geleugnet oder verharmlost. Jene Bauern, die der Impfpflicht noch nicht nachgekommen sind, werden mittlerweile von den Behörden massiv mit Zwangsgeldandrohung und Zwangsimpfung unter Druck gesetzt. 

"Durch die Impfung werden die Bauern daran gehindert, den Verbrauchern gesunde und unbelastete Lebensmittel anbieten zu können", kritisiert Rosi Reindl aus Glonn. Der Impfstoff sei darüber hinaus auf Folgen bei Fruchtbarkeit und Immunsystem der Tiere kaum oder nicht geprüft. Trotz Impfung seien bereits neue Varianten der Blauzungenkrankheit aufgetaucht.

 


Kommunen wünchen sich schnelles Internet - aber strahlende Funkverbindungen wollen sie nicht
DSL: ödp-Kreisrätin will landkreisweit 
dieses Problem lösen  

Januar 2009

Seit einigen Wochen wird das Thema DSL für ländliche Gemeinden stark in den Vordergrund gestellt. "Endlich tut sich hier etwas", so ödp-Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld. Allerdings wehren sich mehr und mehr Gemeinden auf Funkverbindungen zu setzen, so wie Kammlach eine kleine Gemeinde in Schwaben (die SZ berichtete).

Mit einem Antrag im Juli letzten Jahres wollte die ödp-Kreisrätin die schleppende Versorgung - auch der Ebersberger Landkreis weist noch so einige weiße Flecken, meist im südlichen Bereich, auf - vorantreiben.

"Jedoch die vielgepriesenen Funkverbindungen haben mehrere Nachteile", so ödp-Kreisrätin Weigl-Mühlfeld. So sind diese bei weitem nicht so leistungsfähig wie Glasfaserkabel. Darüber hinaus sind Funkverbindungen nicht ausfallsicher: schon bei starkem Schneetreiben oder Platzregen kann die Verbindung abbrechen. Mag dies für Hobbynutzer noch hingenommen werden, ist eine derartige Störanfälligkeit für Firmen oder Telearbeiter nicht aktzeptabel. 

Auch müssen sich Nutzer von Funkverbindungen im Klaren darüber sein, dass diese nicht abhörsicher sind. Schon mit relativ einfachen Mitteln können Daten von Funkverbindungen abgefangen werden. "Die Erledigung von Bankgeschäften via Funk-Internet würde ich keinem empfehlen", so die ödp-Kreisrätin.

Im Übrigen seien die gesundheitlichen Folgen derzeit nicht hinreichend erforscht, daher rät auch das Umweltinstitut in München von einem großflächigem Einsatz von Funk-Internet ab. Deren Empfehlung: Lieber sollten die Gemeinden in Kabel investieren, so wie es die Gemeinde Aßling vorbildlich umgesetzt hat. Um zu der gewünschten Kabellösung zu gelangen, hatten sich dort nach einem Aufruf der Gemeinde interessierte Bürger an den Gesamtkosten beteiligt.

"Ein weiteres Argument, das gegen eine Funkverbindung spricht, wird oft gar nicht erwähnt", führt Weigl-Mühlfeld an. Bei einer Verbindung über Funk ist man von einem Anbieter abhängig - eben von jenem, der die Technik zur Verfügung stellt. Bei Preissteigerungen oder technischen Schwierigkeiten kann man nicht zu einem anderen Anbieter wechseln. Nicht so bei Glasfaserkabel: Das Gebot des diskriminierungsfreien Zugang zur Leitungsinfrastruktur der Telekom wird durch die Bundesnetzagentur überwacht und gestattet die Nutzung der Glasfaserkabel auch durch andere Anbieter. "Bei Kabelanschluss kann ich mir meinen Anbieter - und damit auch den günstigsten oder servicefreundlichsten aussuchen", ressumiert die ödp-Politikerin. 

Die Entscheidung, ob DSL über Funk oder Kabel eingerichtet werden soll, ist damit eigentlich schon vorgegeben - wenn nicht die leidige Finanzierungsfrage wäre. Gerade aus diesem Grund hatte im letzten Jahr Johanna Weigl-Mühlfeld den Landkreis hierzu in die Pflicht genommen: "Ein Landkreis hat gegenüber der Telekom ein stärkeres Verhandlungsgewicht als eine kleine Gemeinde. Denkbar wäre hier auch eine Zusammenarbeit mit den benachbarten Landkreisen oder über den Landkreistag", so Weigl-Mühlfeld.

 


Leserbrief zu "Seehofer stellt klar: CSU ist nicht verfilzt" vom 19.1.2009 in der SZ
Der Filz der CSU  

Januar 2009

Obwohl die Mehrzahl der Befragten glaubt, die CSU sei verfilzt, behauptet Ministerpräsident Seehofer vehement, dem sei nicht so.

Zugleich will Seehofer der Strauß-Tochter und ehemaligen Kultusministerin, Monika Hohlmeier, zum politischen Comeback verhelfen - gegen den Willen der Wähler und sogar der eigenen Parteibasis. Bei der Landtagswahl hatte die CSU in ihrem Heimat-Landkreis größere Verluste zu verzeichnen als dies bayernweit der Fall war. Die Münchner CSU-Delegierten verließen bei ihrer Vorstellung als Europa-Kandidatin demonstrativ den Saal. In der oberfränkischen CSU brodelt es. 

Und trotzdem hofiert Seehofer in seiner charmanten Art Monika Hohlmeier, die einst ihren Parteigenossen drohte: Gegen jeden von euch gibt es etwas! Dem Wähler drängt sich bei diesen Tatsachen unweigerlich die Frage auf: hat sie gar in ihrer Dossier-Mappe auch Interessantes von Seehofer? 

Johanna Weigl-Mühlfeld, Baiern

 


ödp zum Konjunkturpaktet: So sieht offenbar die Wertebasis unserer Regierung aus:
100 Euro für das Kind - 2500 Euro für ein Auto  

Januar 2009

ödp-Vorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld "Das Auto ist unserer Regierung offenbar 25mal wichtiger als ein Kind." 

"Ein einmaliger 100 Euro-Scheck für jedes Kind ist genau betrachtet eine Verhöhnung der Familien; schließlich werden Eltern durch die von CDU,CSU und SPD zu verantwortende Mehrwertsteuererhöhung Tag für Tag bei jedem Einkauf überproportional belastet." In Relation zur ebenfalls beschlossenen Neuwagenprämie von 2500 Euro sei der "Kinder-Hunderter" geradezu symbolisch für die Wertebasis unserer Gesellschaft, meint ödp-Kreisrätin Weigl-Mühlfeld: "Das Auto ist unserer Regierung offenbar 25mal wichtiger als ein Kind." 

Nachhaltiger und damit wichtiger wäre ein Konjunkturprogramm mit folgenden Maßnahmen: 
Bahn-Card für alle, Senkung der Mehrwertsteuer auf Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien, auf den gesamten Schienenverkehr, auf Handwerkerleistungen, Kinderartikel und auf medizinische Produkte. 

 


Leserbrief zu den Leserbriefen "Erziehungsprämie vom Rathaus" vom 10.12.08
Was sind uns unsere Kinder wert?  

Dezember 2008

In der Gemeinde Großkarolinenfeld erhalten Eltern einmalig 170 Euro, sofern ihre Kinder keine Krippe besuchen. Neben zustimmenden Stimmen kritisieren Leserbriefschreiber diesen Beschluss der Gemeinde und monieren, dass Eltern schon u.a. durch das Ehegattensplitting weitgehend bezuschusst werden.

Potz Blitz! Hier scheint den Schreibern der Stift "durchgegangen" zu sein.
Schon alleine der Name sagt es: Ehegattensplitting. Diesen Vorteil erlangt ein Steuerzahler, weil er verheiratet ist und nicht weil er Kinder hat. 

Im übrigen werden weitere Leistungen an Familien als Zuschuss bezeichnet. Fakt ist, dass das oft zitierte Kindergeld keine Sozialleistung des Staates für Familien ist, sondern eine verfassungsrechtlich zwingend gebotene Steuerrückzahlung, weil es für die allermeisten Eltern keinen Steuerfreibetrag für das Existenzminimum des Kindes gibt. Was für alle Menschen in Deutschland gilt - ein steuerfreies Existenzminimum - muss auch für Kinder gelten, so hat es das Bundesverfassungsgericht entschieden. Deshalb erhalten Eltern für ihre Kinder entweder Kindergeld oder den Kinderfreibetrag. 

Nun zu den Krippen selbst: Ein Krippenplatz kostet dem Staat rund 1000 Euro pro Monat, neben den Gebühren, die durch die Eltern zu entrichten sind. Auch die Gemeinde ist rund zur Hälfte an diesen Kosten beteiligt. Man braucht für diese Rechnung nicht mal einen Taschenrechner um festzustellen, dass die Gemeinde Großkarolinenfeld finanziell günstiger mit einer Einmalzahlung von 170 Euro wegkommt, als für jedes dieser Kinder einen Krippenplatz zur Verfügung zu stellen. Konkret heißt dies, dass Eltern weitgehend unentgeltlich unsere Kinder erziehen, wogegen dies in staatlichen Einrichtungen mit 1000 Euro pro Monat zu Buche schlägt. Dies zahlen alle Steuerzahler, auch Eltern, die auf ein zweites Einkommen verzichten und ihre Kinder (unsere späteren Rentenzahler) selbst erziehen. 

Hätten die Studien recht, dass Kinder, die in Krippen betreut wurden, in Bezug auf die Bildung an der Spitze liegen, müssten alle Menschen aus dem Osten ja wesentlich gescheiter sein, als die aus den alten Bundesländern. Eine ganze Generation von Kindern wurde dort in Krippen betreut. Auch heute noch ist dies dort etwa achtmal so häufig wie im Westen. Wenn Sie, lieber Leser, sich in ihrem Umfeld anschauen - entspricht dies der Tatsache?

Der bloße Besuch einer Krippe kann also nicht der Weisheit letzter Schluß sein. Es kommt wohl sehr auf die Qualität der Erziehungseinrichtung an. Woher sollen die vielen und vor allen Dingen guten Erzieherinnen auch kommen? Warum sollte gerade dem Staat, demselben Staat, der in der Bildungspolitik nicht gerade Glanzleistungen aufweist (übervolle Klassen, permanenter Lehrermangel, erhöhter Bedarf an privater Nachhilfe) die Kleinkind-Erziehung besser gelingen?

Heute werden in Krippen mit 12 Kindern zwei Betreuer beschäftigt, so legt es der sogenannte Betreuungsschlüssel (11,5:2) fest. D.h. konkret: ein Erzieher für sechs Kinder unter drei Jahren. Jeder Mutter von Sechslingen würde man eine zusätzliche Kraft zugestehen - aber wenn es staatlich organisiert ist, soll es besser sein. Glauben Sie das wirklich?

Im Übrigen bin ich es leid, als Mutter, die sich "getraut" hat, eigene, häusliche Formen der Erziehung zu finden, bildungspolitisch diffamiert zu werden: Wenn Erzieherinnen in der Tagesstätte Blaukraut kochen und den Kindern zeigen, wie er durch Würzen mit Essig allmählich die Farbe wechselt, dann ist das "Chemie im Kindergarten" und pädagogisch wertvoll. Wenn Eltern zu Hause mit ihren Sprößlingen das Gleiche tun, verbauen sie ihren Kindern angeblich Bildungschancen! 

Keine Frage: es gibt Situationen, in denen Familien die Hilfe des Staates benötigen. 
Jedoch die überwiegende Mehrheit der Eltern leistet eine gute Erziehungsarbeit, die leider weder finanziell noch ideell wenig honoriert wird. Sollen wir gut funktionierende Familienstrukturen mit all ihrem Facettenreichtum an Erziehungsmodellen - sei es durch die eigenen Eltern oder Tagesmütter, Großeltern, Au-Pairs - ändern, nur weil es Wirtschaft und Politik fordern? Warum werden die nicht staatlich, sondern eigenständig organisierten Modelle nicht ebenso wie Krippen gefördert und mit monatlich 1000 Euro finanziell bezuschusst? 

Ganz gleich auf welcher Motivation der Beschluss der Gemeinde Großkarolinenfeld beruht: Ein Anstoß zum Nachdenken ist es allemal. Was sind uns unsere Kinder wert?

Johanna Weigl-Mühlfeld, Baiern
Betriebswirt und Mutter 

 


ödp Kreisverband Ebersberg gestaltet Themenabend
In Würde alt werden - 
ödp-Bezirksrätin zeigt Lösungen  

September 2008

In einem vorab gezeigten Kurzfilm zeichnet der 80-jährige Kabarettist Klaus Peter Schreiner in einer Satire das Bild der alten Menschen in unserer Gesellschaft. Dem Zuschauer blieb bei dem Gedanken, eingepackt in eine überdimensionierte Windel das Dasein zu fristen, das Lachen schier im Halse stecken. Fiktion oder schon Wirklichkeit? Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld: "Die ödp will diesem Trend entgegensteuern, diese Problematik ansprechen und Lösungen anbieten".


ödp-Bezirksrätin Johanna Schildbach-Halser aus Rosenheim zeigte daher am Dienstag Abend im Ebersberger Hölzerbräu praktische Lösungsmodelle für ein würdiges Leben im Alter. 


Bereits vor über 30 Jahren gründete sie in Rosenheim die Nachbarschaftshilfe, die heute mit 50 Angestellten und 90 Ehrenamtlichen ein soziales Netzwerk insbesondere für die ältere Generation geschaffen hat. "Denn die häusliche Pflege ist einer stationären grundsätzlich vorzuziehen", begründet Schildbach-Halser ihr Engagement. Jährlich werden 200.000 Euro an Spendengelder benötigt, um diese Aufgabe zu bewältigen. 


2001 gründete sie ein Tagespflegehaus für Demenzkranke, das sie zu einem Kompetenz-Zentrum mit Beratung für Angehörige, Weiterbildung für Pflegepersonal und Betreuung ausbauen will. Den geplanten Einsatz von Langzeitarbeitslosen für Demenzkranke findet die gelernte Krankenschwester geradezu grotesk, wenn man bedenkt dass selbst geschultes Personal eine Zusatzausbildung benötigt.


Wichtig sei vor allen Dingen, in seinem Umfeld rechtzeitig ein soziales Netz aufzubauen, um sich gegenseitig helfen zu können. "Es reicht nicht, nur nach dem Staat zu schreien, man muss auch schon selbst aktiv werden", gibt die ödp-Bezirksrätin zu bedenken. 


Angehörige von Pflegenden brauchen für die Zeit der Pflege einen Lohnersatz, allein die Freistellung vom Arbeitsplatz reiche hier nicht. "Wovon sollte man in dieser Zeit dann leben?", fragt sie. Im Hinblick auf die immer älter werdende Gesellschaft müsse schon heute in allen größeren Anlagen auch behinderten gerechte Wohneinheiten gebaut werden.


Dass die Arbeitszeit bei Pflegekräften zu rund einem Drittel für Büroarbeiten aufgewendet werden muss, ist für Schildbach-Halser mehr als kontraproduktiv: "Keinem ist geholfen, wenn minutiös dokumentiert werden muss, dass das Waschen drei Minuten und das Windel wechseln zwei Minuten gedauert hat". Auch die geplante Lohnerhöhung von 1,1 Prozent für das Pflegepersonal sei geradezu ein Hohn, wenn man die 8-prozentige Diätenerhöhung für Politiker gegenüberstellt. 


Schildbach-Halser fordert darüber hinaus, dass die Heimaufsicht der Kommunen in die Zuständigkeit der Bezirke gehört. "Keine Krähe hackt einer anderen ein Auge aus", weiß sie aus ihrer Erfahrung zu berichten. Die Ergebnisse der Prüfungen sollten auch verbraucherfreundlich veröffentlicht werden, um Vergleiche anstellen zu können. 
Ziel solle sein, dass jeder Landkreis über eine Einrichtung verfügt, die Angehörige professionell unterstützt und berät, wenn es um die häusliche Pflege geht. Jeder Landkreis soll auch über eine Hospizeinrichtung verfügen. Die letzten Jahre waren gekennzeichnet von teilweise drastischen Kürzungen im Sozialwesen durch die Staatsregierung. 
Schildbach-Halser, die seit 1986 als Bezirksrätin tätig ist, fordert daher mehr Geld vom Land für soziale Einrichtungen - Landkreis und Städte können die steigenden Belastungen nicht mehr in diesem Maße tragen. 

 


ödp: Das Übel an der Wurzel packen
Verkehrskonzept im Landkreis Ebersberg  

September 2008

Die dritte Startbahn am Flughafen wird noch mehr Verkehr nach Ebersberg bringen. Ziel ist nicht einen Bypass für die überlastete Autobahn zu entwickeln. Schienenkonzepte vorrangig betrachten. 

Grundsätzlich ist eine Gesamtbetrachtung zu begrüßen. Als Standpunkt für diese Betrachtung kommt aber nur der Standpunkt der Ebersberger Landkreisbürger in Frage, nicht der fremder Interessen. Unstreitig liegt im Interesse des Bürgers das Ziel, Verkehr nicht anzuziehen, sondern zu vermeiden. Unvermeidlicher Verkehr soll möglichst von der Straße und der Luft auf die Schiene verlagert werden.

Jeder Straßenneubau zieht aber weiteren Straßenverkehr an. Daher muss man gerade hiermit sehr vorsichtig umgehen. Der Ebersberger Landkreis soll nicht zu einer Rennstrecke für den Flughafen-Verkehr verkommen. 
"Ein Ausbau des Flughafens im Erdinger Moos mit einer dritten Startbahn ist weder notwendig noch sinnvoll - für den Ebersberger Landkreis bringt er nur mehr Verkehr. Dem müssen wir nicht noch weiter Vorschub leisten". 

Auch Florian Brilmayers Konzept beruht auf der Erwartung, durch den Ausbau würde der Verkehr im Landkreis erhöht.

Daher sollten wir notwendige Ortsumgehungsstraßen nicht auf die Bedienung eines Flughafens oder auf eine Entlastung der Autobahn ausrichten, sondern auf die Bedürfnisse unserer Bürger, das heißt, im Zweifel so, daß wir nicht damit auch noch den Fernverkehr anziehen.

Wir sollten zunächst alle Möglichkeiten ausschöpfen, den Mautfluchtverkehr im Landkreis EBE zu vermeiden. 

In einem Verkehrskonzept ist es unumgänglich auch die Schienenvarianten mit einzubeziehen. "Nur die Straßen zu betrachten ist mir zu einseitig", so Weigl-Mühlfeld. 

Um Straßenverkehr zu vermeiden, brauchen wir u.a. die Förderung des Bahnverkehrs von Wasserburg nach München mit der überfälligen Reparatur des abgerutschten Bahndamms und einen zweigleisigen Ausbau zwischen Ebersberg und Grafing Bahnhof. 

Es ist daher im Interesse des ganzen Landkreises einen weiteren Flughafenausbau aufzuhalten.

 


Rosi Reindl: "Eigentlich will sie die Gen-Manipulation

CSU trickst und täuscht bei der Agrar-Gentechnik 

September 2008

Das Vorhaben der CSU, in Brüssel eine Initiative für eine eigene Regelungsmöglichkeit bei der Freisetzung genmanipulierter Organismen zu starten, ist nach Ansicht der ödp "die pure Heuchelei und Wahlkampftaktik". Die CSU will davon ablenken, dass sie eigentlich das Gegenteil will, kritisiert ödp-Landtagskandidatin Rosi Reindl. 

Vor der Landtagswahl fordert plötzlich die CSU, wie jüngst in einer Veranstaltung in Frauenneuharting, gentechnikfreie Regionen zuzulassen. 

Noch vor zwei Jahren hat die CSU-Mehrheit im Landwirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags eine von der ödp gestartete Petition für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Bayern abgelehnt. Die insgesamt 15.000 Unterzeichner forderten den Landtag auf, das Ziel einer gentechnikfreien Landwirtschaft im neuen Landesentwicklungsprogramm zu verankern. Der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses MdL Helmut Brunner (CSU) erklärte hierzu in der Sitzung vom 17. Mai 2006 wörtlich: "Wir sollten uns die Versuche an Staatsgütern nicht verbauen".

Durch viele Aktivitäten vor Ort sei es der ödp gelungen, unzählige Gen-Maisfelder zu verhindern. "Die bayerische Landwirtschaft wäre jetzt fast gentechnikfrei, wenn die Staatsregierung keine landwirtschaftlichen Güter des Freistaates für den Genanbau zur Verfügung stellen würde, wie es in Grub bei Poing der Fall ist". 

"Der größte Schritt wäre getan, wenn die CSU die Staatsgüter für Gen-Saatgut einfach nicht mehr zur Verfügung stellt. Stattdessen kündigt sie wenige Wochen vor der Wahl an, in Brüssel vorstellig zu werden Das ist doch ein durchsichtiges wahltaktisches Manöver", so Reindl.

Bereits im Juli hat die ödp-Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld bei allen bayerischen Landtagsabgeordneten in einem Schreiben angefragt, ob sie sich für eine gentechnikfreie Region einsetzen würden. Bis heute ist dazu keine Antwort eingeganen.
"Ein einfaches ‚Ja' zu einem gentechnikfreien Landkreis Ebersberg habe ich bislang von keinem Landtagsabgeordneten gehört", so Weigl-Mühlfeld.

 


Leserbrief zur Meldung "Frauen-Union für Pendlerpauschale" in der Süddeutschen Zeitung - Ebersberg vom 21. August 2008:
Pendlerpauschale: erst hü - dann hot  

August 2008

Dazu ist Folgendes anzumerken:
1. Die Kürzung der Pendlerpauschale wurde am 13.12.2006 auf Anregung der CDU/CSU beschlossen.
2. Die Abgeordneten der CSU haben diesem Gesetz zugestimmt. 
3. Schon seit 31. Januar 2008 ist die Kürzung der Pendlerpauschale beim Bundesverfassungsgericht anhängig, weil der Bundesfinanzhof diese für verfassungswidrig hält. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Kürzung vom Verfassungsgericht wegen Verfassungswidrigkeit aufgehoben. Der erste Verhandlungstag ist im September. Mit einer Entscheidung ist voraussichtlich im November zu rechnen.

Derartige Infostände zur Unterschriftensammlung wie auch die unzähligen CSU-Plakate "Pendler brauchen Hilfe" hätte sich die CSU sparen können, wenn ihre Abgeordneten erst gar nicht für die Kürzung der Pendlerpaschaule gestimmt hätten! Oder kürzt man die Pendlerpauschale erst um diese dann kurz vor Wahlen wieder werbewirksam einführen zu wollen?

Das ist ja grad so, als wenn der "liebe" Onkel einem Kind seinen Teddybären wegnimmt und diesen nur dann wieder herausrückt, wenn man den Onkel wieder liebt hat. Gell?

Johanna Weigl-Mühlfeld, Baiern 
ödp-Kreisrätin, ödp-Bezirkstagskandidatin 
Vorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei, Kreisverband Ebersberg

 


Landkreis muss sparen
ödp will Sitzungsgeld für Kreisräte senken  

August 2008

Die ödp-Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld hat einen Antrag zur Senkung des Sitzungsgelds für
Kreisräte eingereicht. Noch erhalten die Kreisräte je Sitzung 42 Euro und, außer bei
Dienstbefreiung, eine weitere Entschädigung von neun Euro je Stunde. 
Die ödp-Kreisrätin begründet ihren Antrag mit der hohen Verschuldung des Landkreises: "Jetzt müssen alle Bereiche ihren Gürtel enger schnallen". 

Erst kürzlich hatte die Kreistagsmehrheit das Budget des Jugendamts gekürzt - gegen den Einspruch auch der ödp-Kreisrätin Weigl-Mühlfeld, die diesen wichtigen Bereich nicht antasten wollte. "Umso mehr müssen wir Kreisräte jetzt zeigen, dass auch wir sparen können und damit Vorbild sein", so Weigl-Mühlfeld. Sie schlägt 38 Euro je Sitzung vor. Diese Senkung entspricht in etwa der Kürzung des Haushalts fürs Jugendamt

"Mit meinem Antrag will ich die wichtige Arbeit der Kreisräte keinesfalls in Abrede stellen; vielmehr soll dies zeigen, dass die Kreisräte nicht nur anderen Einschränkungen zumuten, sondern auch selbst gewillt sind zu sparen".

 


Darf ein Kreistag auch in den Schulferien arbeiten?
Kreisräte, macht Eure Hausaufgaben!  

August 2008

ödp ist empört: Kreistagsbeschlüsse werden einfach ignoriert 

Als die Millionenlücke im Kreishaushalt offenbar war und die Sparvorschläge nicht reichten, hat die CSU am 28. Juli im Kreistag eine Sondersitzung vorgeschlagen. Die sollte bald sein, also in den Schulferien, und festlegen, wo der Landkreis sparen soll. Wegen des großen Informationsbedarfs hat die ödp-Kreisrätin dem Antrag zugestimmt und ihm zur Mehrheit verholfen.

Wenn der Haushalt ohnehin neu aufgerollt wird, kann der Kreistag auch die Einzelzahlen neu festlegen. Zum Beispiel können Straßen Zeit haben, wenn Schulspeisung und Mittagsbetreuung noch nicht geregelt sind.

Aus der Zeitung muß die ödp erfahren, daß Fraktionssprecher und Landrat vereinbart haben, den klaren Kreistagsbeschluß zu mißachten - da wird einfach nicht zur Sitzung geladen! Die CSU-Fraktion, die den Antrag zur Sondersitzung selbst gestellt hat, spricht heute gar von einem "Irrtum". Dass es schwierig werden würde, gerade in der Ferienzeit Sitzungen durchzuführen, war auch schon am 28. Juli bekannt. Daß es unmöglich ist, wurde von keiner Seite - weder von der Verwaltung noch von den Kreistagsmitgliedern - eingewandt.

ödp-Kreisrätin Johanna Weigl-Mühlfeld findet: Was der Kreistag beschlossen hat, soll er auch halten. Die Art und Weise, wie Einzelne Beschlüsse mißachten, ist hanebüchen! Wer so mit sinnvollen Entscheidungen umspringt, braucht über Politikverdrossenheit nicht zu jammern.

 


Hundert-Tage-Bilanz der ödp:
Der Reißnagel wirkt!  

August 2008

Vor 100 Tagen, am 5. Mai, ist die erste ödp-Rätin im Kreistag von Ebersberg vereidigt worden. Johanna Weigl-Mühlfeld zieht eine erste Bilanz: "Der ödp-Reißnagel - unser Markenzeichen - wirkt schon!"

Noch ist die ödp-Kreisrätin allein; schon deswegen muß sie von Anfang an arbeiten. "Schon für die zweite Sitzung des Kreistags habe ich drei Anträge eingereicht, soviele, wie manche Kreisräte in sechs Jahren nicht zusammengebracht haben, und alle fristgerecht!", sagt sie selbstbewußt. Aber der CSU-Landrat hat keinen einzigen in die Tagesordnung der Sitzungen vom 28. Juli aufgenommen, weder im Kreistag noch in den Ausschuss. 

Interessant ist das Schicksal des ödp-Antrags zur landkreisweiten DSL-Versorgung: Weigl-Mühlfeld wollte die schleppende Versorgung der kleinen Gemeinden mit Leitungen für die schnelle Internetverbindung DSL vom Landkreis anschieben lassen. Drei Wochen später, knapp vor der Sitzung, gibt die CSU einen ähnlichen Antrag ab. "Und plötzlich lädt die Kreisrätin und Ministerin Stewens die Bürgermeister auf den Abend des 28. Juli ins Landratsamt und schwänzt dafür den letzten Teil der Kreistagssitzung."

Die ödp-Kreisrätin und Bezirkstagskandidatin Weigl-Mühlfeld stellt belustigt fest: "Wenn Abschreiben etwas hilft, ist es ja recht. Dann hat der bekannte ökologisch-demokratische Reißnagel gewirkt: Kaum stellt die ödp einen Antrag, schon springt die CSU. Aber in den Landtag wählt man besser das Original als die Kopie!"

 


Leserbrief zur Meldung "Freie Wähler wollen dem Volk aufs Maul schauen" in der Süddeutschen Zeitung - Ebersberg vom 29. Juli 2008:
Schauen allein reicht nicht!  

Juli 2008

Ja, die Ankündigung hört sich recht gut an. Leider fehlt es den Freien Wählern dann am Willen bei der Ausführung. So haben sie bei der entscheidenden Abstimmung im Kreistag für den CSU-Antrag gestimmt und damit der CSU die Mehrheit in den Ausschüssen verschafft. Die Bürger haben jedoch bei der Wahl zum Kreistag deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie keine CSU-Mehrheit mehr hinnehmen. Mit ähnlichem Verhalten können wir wohl im Landtag rechnen. 


Fragt man bei den Freien Wählern nach dem Grund für ihr Abstimmverhalten (mit dem sie nur einen Sitz in den Ausschüssen erhalten haben) so bekommt man zur Antwort: Zwei Sitze würden zuviel Arbeit machen. 
Potz Blitz! Ich dachte immer, das "frei" in ihrem Namen begründe sich ihrer Unabhängigkeit. Es wird wohl eher darin gesehen, dass man frei hat, im Sinne von nicht arbeiten müssen. 

Schauen allein reicht eben nicht - man muss auch danach handeln und zum richtigen Zeitpunkt die Hand für die Sache heben. Alles andere sind Sprechblasen. 

Johanna Weigl-Mühlfeld, Baiern 
ödp-Kreisrätin, ödp-Bezirkstagskandidatin 
Vorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei, Kreisverband Ebersberg

 

 


ödp-Landtagskandidatin Reindl: "Augsburger Imker müssen dem Gen-Mais weichen. Asyl für verfolgte Bienen!"
ödp bittet Ebersberger Imker um Hilfe  
August 2008

Am Dienstag, 15. Juli 2008, evakuieren Imker ihre Bienenvölker aus den von MON810 verseuchten Gebieten nach München. Die Stadt München stellt den Imkern Flächen zur Verfügung, wo die Bienenvölker vor Beeinträchtigungen durch Maispollen von den Versuchsfeldern sicher sind, auf denen die Bayerische Staatsregierung Genmais des US-Gentechnikkonzerns Monsanto anbaut. Rosi Reindl ruft die Ebersberger Imker auf, bei der Suche nach gentechnikfreien Flächen mitzuhelfen. "Natürlich sollen sie nicht vom Regen in die Traufe geraten, müssen also weit genug vom Staatsgut in Grub bei Poing weg sein."

Hintergrund dieser Aktion ist ein Gerichtsurteil vom Mai dieses Jahres. "Demnach müssen Imker in der Zeit der Maisblüte ihre Bienen vor genmanipulierten Saaten in Sicherheit bringen, denn MON810 darf nicht im Honig enthalten sein. Dies hat das Verwaltungsgericht Augsburg festgestellt", so Reindl. Zugleich stellte das Gericht die Interessen der Staatsregierung und Monsantos über die der betroffenen Imker. Interessanterweise haben in diesem Gerichtsverfahren Anwälte der Firma Monsanto für den Freistaat Bayern das Wort geführt. "Leider steht die CSU auf der Seite der Konzerne und nicht auf der des Volkes", klagt Reindl.

 

 


Leserbrief zur Meldung "CSU-Politiker fordern kleinere Klassen" in der SZ vom 9. Juli 2008:
Wo bleibt das "Mea culpa" der CSU?
 

Juli 2008

Am 8. Juli habe ich den Initiator der Aktion "Mehr Lehrer an Bayerns Schulen", Albert Orterer, bei der Übergabe von 136.000 Unterschriften an Ministerpräsident Beckstein und Kultusminister Schneider begleitet. 

Im vergangenen Jahr waren schon 180.000 Unterschriften in derselben Sache zusammengekommen und übergeben worden. Und was sagt unser Ministerpräsident bei der Übergabe? "Eltern jammern schon mal gerne"! 

Zugleich fordern plötzlich - zwei Monate vor der Landtagswahl - die Ebersberger CSU-Politiker Stewens, Hohlmeier, Huber und Scheller kleinere Klassen für Zorneding. Niemanden dieser Herrschaften habe ich bei der Übergabe der Unterschriften gesehen, wo sie mit ihrer Anwesenheit den Stimmen von über 300.000 Eltern in Bayern mehr Gewicht verleihen hätten können. 

Dieselbe CSU, die Schulen aufgelöst und Junglehrer trotz guter Noten nicht eingestellt hat, dieselbe CSU findet jetzt auf einmal, kleinere Klassen wären doch besser. Aber bitte nur in meiner Wahlheimat - nicht in ganz Bayern! 

Der Gipfel ist, dass sogar die im April 2005 entlassene Kultusministerin Hohlmeier, Todesengel vieler Hauptschulen sowie Hopplahopp-Reformerin für die sechsstufige Realschule und das achtstufige Gymnasium, diese Forderung mitträgt. Wir begrüßen es, wenn auch die CSU dazulernt - in der Schulpolitik wie anderswo. Allerdings sollte sie dazusagen, dass sie selbst wacker gesündigt hat, zum Schaden unserer Kinder, zum Schaden ganzer Lehrergenerationen, zum Schaden Bayerns, aber angeblich zum Wohl der Staatskasse. 

Echte Buße verlangt nach dem Sündenbekenntnis die tätige Reue: Sollen doch die CSU-Granden Orterers Initiative "Mehr Lehrer an Bayerns Schulen" helfen, nicht nur mit ihrer eigenen Unterschrift, sondern von Haus zu Haus gehen und Unterschriften sammeln, wie es Tausende besorgter Eltern seit Jahren tun. 

Johanna Weigl-Mühlfeld ödp-Kreisrätin

 



ödp schlägt Romuald Schaber für den Bayerischen Verdienstorden vor  

Mai 2008

ödp-Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld schlägt Romuald Schaber, den Vorsitzenden des Bundesverbands der Milchviehhalter, für den Bayerischen Verdienstorden vor. 

"Ich bin am vergangenen Donnerstag spontan mit den Ebersberger Bauern auf die Kundgebung nach Berlin gefahren und habe erlebt, welche Tatkraft Schaber in einer guten Sache aufwendet", begründet sie den Vorschlag.

 "Von freien Bauern soll gesundes Essen kommen!", fordert die auf einem hiesigen Bauernhof aufgewachsene ödp-Kreisrätin. "Es geht ja um weit mehr als nur den Milchpreis! Wird es auch in Zukunft noch überall in Bayern bäuerliche Familienbetriebe geben oder wird unsere Lebensmittelversorgung von Agrarindustriekonzernen abhängen - vergleichbar dem Energiesektor?" Auf unsere Bauern aber geht unsere kleinräumige Kulturlandschaft zurück, an der alle Welt Bayern erkennt. 

Weigl-Mühlfeld: "CSU-Politiker, zeigt durch Eure Unterstützung, auf wessen Seite Ihr wirklich steht!"

 


Weigl-Mühlfeld: "Einkaufsorgie bei Milchprodukten wird die Aussitzstrategie der Milchindustrie durchkreuzen und die Position der streikenden Bauern stärken."
ödp ruft die Verbraucher zum 
Leerräumen der Milchregale auf  

Mai 2008

Zur wirksamen Unterstützung der Milchbauern durch eine "Einkaufsorgie am Milchregal" ruft Johanna Weigl-Mühlfeld, Kreisvorsitzende der ödp, die Verbraucherschaft auf. 

Jeder und jede könne jetzt den Druck auf die Milchindustrie und die Handelskonzerne erhöhen und so die um ihre Existenz kämpfenden Milchbauern in ihrem Lieferstreik unterstützen: "Wenn wir Konsumenten jetzt verstärkt zu Milchprodukten aus Bayern greifen und die Regale richtig leer räumen, wird die Aussitzstrategie der Molkereien durchkreuzt und die Position des Milchbauernverbandes gestärkt" meint Johanna Weigl-Mühlfeld. 

Nach Meinung der ödp-Vorsitzenden geht es um weit mehr als um den Milchpreis: "Es geht darum, ob es auch in Zukunft noch in allen Gebieten Bayerns bäuerliche Familienbetriebe geben wird oder ob die Landwirtschaft der Zukunft von ein paar Agrarkonzernen bestimmt wird." Gerade die bayerischen Milchbauern seien in vielen Regionen die Speerspitze der Anti-Gentechnik-Bewegung und verdienten schon alleine deshalb jeden denkbaren Beistand in der gegenwärtigen Auseinandersetzung um einen fairen Milchpreis.

 



Leserbrief zu "Bezirksrat : Armutsbericht ist Armutszeugnis für SPD vom 27.5.08   
Familienarmut ist auch das Ergebnis der CSU-Landespolitik  

Mai 2008

In der Pressemitteilung von CSU-Bezirksrat Huber beklagt dieser, dass die Einkünfte der Reichen wachsen, die der unteren Einkommensgruppen dagegen sinken. Schuld allein sei die SPD. 

Tatsache ist: Auch die Bayerische Staatsregierung hat 2007 das Landeserziehungsgeld gesenkt. 

Erhielten Eltern mit einem geringen Einkommen vor 2002 für das erste Kind vom Land Bayern im zweiten und dritten Jahr noch insgesamt 3072 Euro Erziehungsgeld, so ist dieses heute auf 900 Euro geschrumpft. Dafür erhalten Spitzenverdiener heute allein im ersten Jahr 21.600 Euro Elterngeld - mit den Stimmen der CSU.

Noch vor sechs Jahren erhielten Familien Erziehungsgeld, weil sie über ein geringes Einkommen verfügten, heute ist es gerade umgekehrt: Heute erhalten Eltern ein hohes Elterngeld, wenn sie über ein hohes Einkommen verfügen

Dass heute insbesondere bei Familien mit Kindern die Schere zwischen Arm und Reich auseinander triftet, vermag einen nicht zu wundern. Es ist die logische Folge dieser Politik. 

Darüber, ob dies gerecht sei, kann man unterschiedlicher Meinung sein. Vielmehr drängt sich dem Leser die Frage auf, warum wohl CSU-Bezirksrat Huber die vermehrte Armut jetzt vor der Landtagswahl bedauert und den schwarzen Peter der SPD zuschiebt. Hat er von den Entscheidungen seiner eigenen Partei nichts mitbekommen? Oder geht es nur darum, jetzt noch vor der Wahl die Stimmen der Eltern zu gewinnen, denen sie zuvor das Landeserziehungsgeld gekürzt hat? 

Diese Pressemitteilung ist eher ein Armutszeugnis für CSU-Bezirksrat Huber. 

Johanna Weigl-Mühlfeld Kreisvorsitzende der ödp, Bündnis für Familien

 


Stammzellengesetz - Brief an Bundespräsident Horst Köhler
Die Würde des Menschen ist unantastbar !

Ebersberg, April 2008

Herrn Bundespräsident 
Dr. Horst Köhler

11010 Berlin 

Stammzellengesetz - Bitte um Nicht-Unterzeichnung 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, 

ich bitte Sie sehr herzlich, das kürzlich vom Deutschen Bundestag beschlossene novellierte Stammzellengesetz nicht zu unterzeichnen, um damit das Inkrafttreten dieses Gesetzes zu verhindern. 

Im Artikel 1 unseres Grundgesetzes wird die Würde des Menschen als unantastbar bezeichnet. Deshalb widerspricht die Regelung, deutsche menschliche Embryonen zu schützen, die Tötung und Verwertung ausländischer Embryonen aber zu akzeptieren, dem universalistischen Grundgedanken von Artikel 1 und damit der zentralen Wertaussage unseres Grundgesetzes. Die Menschenwürde ist unteilbar; unsere Rechtsordnung darf diesbezüglich nicht unterscheiden zwischen Ausland und Inland. Das Stammzellengesetz verstößt leider auch in seiner novellierten Form gegen diesen unverzichtbaren Grundsatz. 

Mit freundlichen Grüßen 
Johanna Weigl-Mühlfeld
ödp Kreisverband Ebersberg, Bündnis für Familien

 


Sind Krippenkinder - wie die SPD sagt - schlauer?
Die ödp sagt: nein 

Leserbrief zu "Chancen für Bildung" - Schurer rät zu frühem Besuch von Kinderkrippen vom 20.3.08 

Und Vater Staat soll's richten? 

Schurer meint, der Besuch einer Kinderkrippe verbessere die Bildungschancen aller Kinder deutlich. Er beruft sich dabei auf die Bertesmann-Studie (die ihre Ursprungszahlen nicht preisgibt). 

Hätte er recht, müssten alle Kinder aus den neuen Bundesländern ja deutlich gescheiter als die aus dem Rest der Republik sein. Eine ganze Generation von Kindern wurde dort in Krippen betreut. Auch heute noch ist dies dort etwa achtmal so häufig wie im Westen. 

Aber die Pisa-Studien zeigen gerade nicht, dass die Schüler im Osten besser wären. Im Gegenteil: Die Lesefähigkeit war dort wesentlich schlechter. Auch in Mathematik lagen die Werte unter dem deutschen Durchschnitt. Der bloße Besuch einer Krippe kann also nicht der Weisheit letzter Schluß sein. 

Es kommt wohl sehr auf die Qualität der Erziehungseinrichtung an. Woher sollen die vielen und vor allen Dingen guten Erzieherinnen auch kommen? Warum sollte gerade dem Staat, demselben Staat, der in der Bildungspolitik nicht gerade Glanzleistungen aufweist (übervolle Klassen, permanenter Lehrermangel, erhöhter Bedarf an privater Nachhilfe) die Kleinkind-Erziehung gelingen? 

Im Übrigen bin ich es leid, als Mutter, die sich "getraut" hat, eigene Formen der Erziehung zu finden, bildungspolitisch diffamiert zu werden: Wenn Erzieherinnen in der Tagesstätte Blaukraut kochen und den Kindern zeigen, wie er durch Würzen mit Essig allmählich die Farbe wechselt, dann ist das "Chemie im Kindergarten" und pädagogisch wertvoll. Wenn Eltern zu Hause mit ihren Sprößlingen das Gleiche tun, verbauen sie ihren Kindern Bildungschancen! 

Die überwiegende Mehrheit der Eltern leistet eine gute Erziehungsarbeit, die leider weder finanziell noch ideell wenig honoriert wird. Sollen wir gut funktionierende Familienstrukturen mit all ihrem Facettenreichtum an Erziehungsmodellen - sei es durch die eigenen Eltern oder Tagesmütter, Großeltern, Au-Pairs - ändern, nur weil es Wirtschaft und Politik fordern? Warum werden die nicht staatlich, sondern eigenständig organisierten Modelle nicht ebenso gefördert und finanziell bezuschusst? 

Johanna Weigl-Mühlfeld Kreisvorsitzende der Ebersberger ödp, Bündnis für Familien

 

 



CSU verliert absolute Mehrheit im Kreistag
ödp erstmals im Ebersberger Kreistag

Ebersberg, März 2008

Liebe Mitglieder, Unterstützer und Interessenten der ödp im Ebersberger Landkreis,

Die ödp hat im Kreistag Ebersberg erstmals einen Sitz errungen.
Ein herzliches Vergelt's Gott an alle, insbesondere an die Kandidaten, die sich für die Ziele der ödp eingesetzt haben. Ihre Stimme hat dazu beigetragen, dass die CSU keine absolute Mehrheit mehr hat. Damit ist es möglich geworden, offene und sachliche Diskussion in unserem Landkreis zu führen und wichtige Themen rasch anzugehen..

Unsere besten Ergebnisse erzielten wir in 
- Baiern mit 14,7 %
- Glonn mit 5,7 %
- Egmating mit 5,5 %
- Moosach mit 4,2 %
- Oberpframmern mit 3,7 %
- Aßling mit 3 %

Insgesamt erreichten wir in Ebersberg bei den Kreistagswahlen 2,5 %.
Mit uns hat die bayerische ödp hat bei der Kommunalwahl die Zahl ihrer Mandate von 239 auf 323 erhöht. 

Ein herzliches Dankeschön für Ihr Vertrauen.

Es grüßt Sie recht herzlich Ihre

Johanna Weigl-Mühlfeld
ödp Kreisverband Ebersberg, Bündnis für Familien

Unsere Kandidaten bei der Kreistagswahl (pdf)

Bildergalerie unserer Spitzenkandidatinnen (pdf)

Wer wir sind und was wir wollen (pdf)

 



ödp ist seit langem an diesem Thema
Gentechnik - erst jetzt (Wahlkampf-)Thema ?

Ebersberg, Februar 2008

Leserbrief zu "SZ-Serie zur Kommunalwahl" vom 25.2.08 

Darin behauptet der Verfasser, die ödp würde im Fahrwasser der Anti-Gentechnik-Bewegung nach Stimmen fischen. 

Wenn ich mir das Wahlplakat so mancher Partei heute im Wahljahr 2008 anschaue, frage ich mich schon, wer wohl nach Stimmen fischt. Erinnern wir uns noch: Die rot-grüne Regierung hat die Fortsetzung von Freilandversuchen in der Gentechnik im Koalitionsvertrag vereinbart. Lediglich in einem Langzeitmonitoring wollten die damaligen Befürworter die Auswirkungen der Gentechnik im Freiland beobachten. 

Noch im Jahr 2000 war die ödp die einzige Partei, die die Forderungen des Bund Naturschutz (BN) unterstützte und sich grundsätzlich gegen Freilandversuche mit genmanipuliertem Material wendete. 

Schon 2001 hatte die Ebersberger ödp ein sofortiges Ende aller Freisetzungsversuche gefordert, obwohl keine Wahlen anstanden. Die Stärke der ödp liegt nicht im kurzfristigen Stimmenfang vor Wahlen, sondern in einer sachlichen, langfristigen Politik, die nachhaltig dem Menschen dient. Diese Grundeinstellung würde ich mir von so manchem Politiker wünschen. 

Eine gesunde Umwelt, Arbeit, Familie und Gesundheit, das ist es, was der Mensch braucht, keine genmanipulierten Nahrungsmittel. Die Bewahrung der Schöpfung fordern wir nicht nur in Wahljahren! 

Johanna Weigl-Mühlfeld 

Kreisvorsitzende der Ebersberger ödp (Ökologisch Demokratische Partei), Bündnis für Familien 

Hier einige Presseauszüge der ödp: 

Juli 2000 http://www.oedp-bayern.de/presse/pm98.html 

weitere Pressemitteilungen der ödp zur Gentechnik: (Auszug) 
http://www.oedp-bayern.de/aktuelles/gentechnik.html
 
http://www.oedp-bayern.de/presse/pm914.html 
http://www.oedp-bayern.de/presse/pm877.html 
http://www.oedp-bayern.de/presse/pm876.html 
http://www.oedp-bayern.de/presse/pm822.html 
http://www.oedp-bayern.de/presse/pm809.html 
http://www.oedp-bayern.de/presse/pm793.html 
http://www.oedp-bayern.de/presse/pm791.html 
http://www.oedp-bayern.de/presse/pm787.html 
http://www.oedp-bayern.de/presse/pm782.html 
http://www.oedp-bayern.de/presse/pm687.html 
http://www.oedp-bayern.de/presse/pm637.html 
http://www.oedp-bayern.de/presse/pm573.html 
http://www.oedp-bayern.de/presse/pm192.html  

 



Gesundheitsamt darf in Sachen Mobilfunk angeblich nicht tätig werden. Jedoch: Abschirmmaßnahmen sind steuerlich nur absetzbar, wenn vor Ausführung der Maßnahme die Notwendigkeit duch ein amtsärztliches Gutachten nachgewiesen ist.
ödp fragt im Ebersberger Gesundheitsamt nach

Ebersberg, Februar 2008

Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes (Entscheidung III B 137/06 vom 29.01.07) muss bei der steuerlichen Absetzbarkeit von Abschirmmaßnahmen wegen Funkstrahlung bei Einhaltung der Grenzwerte ein amtsärztliches Gutachten vorgelegt werden. 

In Wolfratshausen hatten Anwohner das dortige Gesundheitsamt aufgefordert, eine medizinische Untersuchung ihres Gesundheitszustandes vor und einige Monate nach Inbetriebnahme dieses Senders durchzuführen, um zu dokumentieren, dass die von den Anwohnern geplante Abschirmmaßnahmen gerechtfertigt seien. Das Gesundheitsamt in Wolfratshausen hatte jedoch eine medizinische Untersuchung abgelehnt. 

In einer öffentlichen Veranstaltung der Bürgerinitiative im Januar wurde der Leiter des Gesundheitsamtes von den Betroffenen gefragt, warum er es abgelehnt hat, solche amtsärztlichen Untersuchungen durchzuführen. Er führte aus, dass die Bayerische Staatsregierung per behördeninternem Schreiben den Gesundheitsämtern untersagt hat, dass Amtsärzte bei Berichten über gesundheitliche Probleme im Zusammenhang mit Mobilfunksendern aktiv werden. Es sei ihnen von der Staatsregierung verboten worden, amtsärztliche Gutachten zu erstellen. 

ödp-Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld fragte daher in einem Schreiben an das Ebersberger Gesundheitsamt nach, wie dieser "Gordische Knoten" zu lösen sei. Auf der einen Seite fordere der Bundesfinanzhof ein amtsärztliches Gutachten auf der anderen Seite dürfe das Gesundheitsamt gerade in Sachen Mobilfunk angeblich nicht tätig werden. 

So sind zum Beispiel in den Gemeinden Aßling und Baiern neue Sendeanlagen geplant. "Wie sollen Bürgerinnen und Bürger nun konkret vorgehen, um der Forderung des Bundesfinanzhofes zu entsprechen?", fragt Weigl-Mühlfeld nach. Denn ein Abzug als außergewöhnliche Belastung kommt nicht in Betracht, wenn die gesetzlich festgelegten Grenzwerte für Mobilfunkstrahlen nicht überschritten sind und es an einem vor Ergreifen der Schutzmaßnahmen erstellten amtsärztlichen Attest zum Nachweis der behaupteten Gesundheitsbeeinträchtigung fehlt. So verlangt es der Gesetzgeber. 

Johanna Weigl-Mühlfeld Kreisvorsitzende der ödp, Bündnis für Familien  

 



 "Neues Stammzellengesetz und mögliche Berufung von Prof. Dreier ins Bundesverfassungsgericht stellen Bedrohungen für das ungeborene Leben dar!"
ödp fordert Bundestagsabgeordnete Lehmer und Schurer zur Wahrung des Embryonenschutzes auf

Ebersberg, Februar 2008

Nach Ansicht des ödp-Kreisvorsitzenden Johanna Weigl-Mühlfeld ist der noch vorhandene Rest von Rechtsschutz für das ungeborene Leben derzeit in zweifacher Weise gefährdet: 

"Zum einen droht eine weitere Aufweichung des Embryonenschutzes durch das neue Stammzellengesetz; zum anderen kann es sein, dass der Würzburger Jurist Prof. Horst Dreier als Richter und künftiger Präsident des Bundesverfassungsgerichts nach Karlsruhe berufen werden könnte. Dreier tritt seit langem dafür ein, dem ungeborenen Menschen die Menschenwürde abzusprechen und steht damit klar gegen die bisherige Rechtsprechungstradition. Seine Berufung wäre ein gewaltiger Schlag gegen den Embryonenschutz."

 Weigl-Mühlfeld wendet sich deshalb an die Bundestagsabgeordneten Dr. Max Lehmer und Ewald Schurer mit der Aufforderung, bei der Stammzellenentscheidung im März den Antrag des Abgeordneten Hüppe zu unterstützen: "Dieser Antrag plädiert konsequent für die ethische Position, dass menschliches Leben nicht verwertet und zum bloßen Material abgewertet werden darf." 

Außerdem fordert Weigl-Mühlfeld die Abgeordneten auf, Prof. Dreier als Kandidaten für das Bundesverfassungsgericht zurückzuziehen: "Dieser Jurist ist nicht nur beim Thema Lebensschutz problematisch; er baut auch rechtsphilosophische Brücken für die Möglichkeit der Folter." Warum die SPD ausgerechnet diesen Professor zum Verfassungsrichter machen möchte, sei schleierhaft. 

Johanna Weigl-Mühlfeld 
Kreisvorsitzende der ödp, Bündnis für Familien  

 



Mit Steuern gerecht steuern!
Für eine ökologische und soziale Steuerpolitik

Ebersberg, Februar 2008

"Steuern und Abgaben runter!" Das ist eine populäre Forderung - sowohl am Stammtisch als auch bei den Pressekonferenzen vieler Wirtschaftsverbände. Ist diese Forderung auch sinnvoll? 

Sollte nicht vielmehr gefragt werden, welche Steuern und Abgaben nützlich für das Gemeinwohl sind und welche nicht? Kann der Staat Ziele wie optimale Bildung für alle Kinder oder Energiewende und Klimaschutz "an-steuern"? 

Der ehemalige Landesschatzmeister der bayerischen Ökodemokraten und Dipl.Finanzwirt, Willi Reinbold aus Eichstätt, wird auf diese und weitere Fragen Anwort geben und sich der Diskussion mit den Bürgern stellen. Am Dienstag, den 26. Februar um 19.30 Uhr in Grafing im Canapee.  

 



ödp informiert Glonner Bürger
Mobilfunk und Gesundheit?

Ebersberg, Februar 2008

Keine Technologie hat sich in den letzten 15 Jahren so rasant entwickelt wie die Mobilfunktechnologie. 

Der laufende Ausbau der mobilen Kommunikationstechnik führte aber zu einer immer höheren Strahlungsdichte für die Bevölkerung in Stadt und Land. Die jüngsten Belastungen gehen nicht nur von öffentlichen Mobilfunk-Netzen aus, sondern auch von Schnurlos-Telefonen nach DECT-Standard oder von WLAN. 

Dr. Claus Scheingraber aus Kirchheim informiert in einer ödp-Veranstaltung über die neuesten Erkenntnisse aus der Elektrosmog-Forschung und warum die heutige gepulste Funk-Technologie aus biologischer Sicht so bedenklich ist. Die Veranstaltung in Glonn ist am Donnerstag, den 28. Februar um 19.30 Uhr im Bistro "Schau ma moi".  

 



ödp: Familienarmut ist auch Ergebnis der CSU-Politik
Weigl-Mühlfeld: Ausgleich für die Erziehungsleistung der Familien wäre nur gerecht - und kein Almosen!

Ebersberg, Februar 2008

Pressemitteilung zur PM  "Landkreis soll Bürgerstiftung gründen" in der SZ vom 7.2.08 
 "CSU sorgt sich um das Miteinander" in der Ebersberger Zeitung vom 7.2.08

Der CSU kommen die Krokodilstränen !

ödp: Familienarmut ist das Ergebnis der Bundes- und Landespolitik der vergangenen Jahre 
Weigl-Mühlfeld: Ausgleich für die Erziehungsleistung der Familien wäre nur gerecht - und kein Almosen! 

Das neue Elterngeld ist nicht der große Wurf in der Familienpolitik! Die Verlierer in diesem neuen System sind Geringverdiener und Familien mit mehreren Kindern. 

ödp-Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld: "Noch 2002 haben Geringverdiener-Familien in den ersten drei Jahren an Bundes- und Landeserziehungsgeld insgesamt 10.440 Euro erhalten. Heute sind es nur mehr 4.500 Euro. 

Im Gegensatz dazu erhielten Spitzenverdiener 2002 kein Erziehungsgeld, da dieses damals einkommensabhängig gezahlt wurde. Heute erhalten Spitzenverdiener im ersten Jahr 21.600 Euro

Schon die Zahlen belegen es, dass die heutige, oft diskutierte Familienarmut künstlich herbeigeführt worden und also politisch gewollt ist." Denn: Bis 2007 erhielten Geringverdiener zwei Jahre lang 300 Euro Bundeserziehungsgeld; heute erhalten sie nur für ein Jahr 300 Euro Elterngeld im Monat. Der Maximalbetrag von 1800 Euro monatlich wird in Anlehnung an das letzte Nettogehalt bezahlt. 

Vor sechs Jahren erhielten Eltern Erziehungsgeld, weil sie über ein geringes Einkommen verfügten, heute ist es gerade umgekehrt: Heute erhalten Eltern ein hohes Elterngeld, wenn sie über ein hohes Einkommen verfügen. 

Auch die angeblich christliche und soziale CSU hat bei dieser Abwärtsspirale kräftig mitgeholfen. So erhielten Eltern bis 2002 für das erste Kind im Anschluss an das Bundeserziehungsgeld ein Landeserziehungsgeld von 256 Euro pro Monat - ein Jahr lang. Heute sind es nur mehr 150 Euro - sechs Monate lang. Die Bayerische Staatsregierung hat auch die Zahlungen ab drei Kinder von 350 Euro auf 250 Euro gesenkt. 

Schon seit 1999 erhalten Eltern mit einem hohen Einkommen mehr Kindergeld als den sonst üblichen Sockelbetrag. Eigenheimzulage und Kilometerpauschale nutzen vorwiegend Familien, die auf dem Land leben - auch diese wurden zusammen gestrichen. Dafür wurde von der bayerischen Staatsregierung Studiengebühren und das unsinnige Büchergeld eingeführt, die Familien müssen sich eben etwas einschränken für die Bildung ihrer Kinder. Und die Mehrwertsteuererhöhung trifft besonders jene hart, die am Existenzminimum leben, dafür hat man den Spitzensteuersatz um mehr als ein Fünftel gesenkt. 

Die überwiegende Mehrheit unserer Familien würde keine Almosen des Staates brauchen, wenn man sie denn steuerlich gerecht behandelte und ihnen die Erziehungsleistung in Form eines einheitlichen Gehalts, wie es die ödp fordert, zukommen ließe, so Johanna Weigl-Mühlfeld. 

Nicht nur die ödp fordert dies: Auch das Kolpingwerk Landesverband Bayern, der Bayerische Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbunds, der Familienbund der Katholiken sowie die Katholische Landvolkbewegung in Bayern. Nach Ansicht der ödp sind nicht nur Familien in den letzten Jahren finanziell benachteiligt worden. 

Auch Senioren erfahren seit Jahren Nullrunden bei ihren Renten, während Politiker sich ihre umstrittene Diätenerhöhung selbst genehmigen. Der hiesige CSU-Kreisverband beklagt also tatsächlich, die Schere zwischen Arm und Reich triffte insbesondere bei Familien auseinander. "Ja hat denn der CSU-Kreisverband in Ebersberg von den familienfeindlichen Entscheidungen ihrer eigenen Partei in den vergangenen sechs Jahren nichts mitbekommen ?", fragt die ödp-Vorsitzende. Gerade aus dieser verfehlten Familienpolitik sieht Kreisvorsitzende Weigl-Mühlfeld einen Bedarf für die Förderung von Familien und fordert die Abgeordneten aus dem Landkreis auf, ihre Diätenerhöhung aus dem Jahr 2007 in den Kapitalstock der künftigen Stiftung, sofern diese gegründet wird, einfließen zu lassen. "Auch ich werde dann meine Lohnerhöhung aus 2007 dafür verwenden." 

Johanna Weigl-Mühlfeld 
Kreisvorsitzende der ödp, Bündnis für Familien 

Quellen: http://www.zbfs.bayern.de/ Bayerisches Landeserziehungsgeldgesetz, 
Bayerisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 14 vom 16.7.07 
"Konstruktionsfehler beim Kindergeld" , Süddeutsche Zeitung vom 21.11.2007, Nr. 268 
Studie "Familien 2005 in Deutschland" von Prof. Dr. Hermann Adrian, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Kolpingblatt, April 2007, 107. Jahrgang, Wahlfreiheit für Familien  

 



ödp-Landesvorsitzender stellt 7 Lösungsprojekte vor
"Ökologie, Familie, Demokratie" Zeit zu handeln!

Ebersberg, Februar 2008

Nach Ansicht des Landesvorsitzenden der bayerischen ödp, Bernhard Suttner aus Windberg (Landkreis Straubing-Bogen) wird es Zeit, die Konsequenzen aus den vielfältigen Erkenntnissen über die zentralen ökologischen und sozialen Probleme zu ziehen und "vom Reden und Analysieren zum entschiedenen Handeln" überzugehen. 

Dabei müsse auf allen politischen und wirtschaftlichen Ebenen verantwortlich gearbeitet werden, weil die Zeit für die Bewahrung der ökologischen und sozialen Lebensgrundlagen immer knapper wird. Suttner, der seit fast zwei Jahrzehnten auch aktiver Kreis- und Gemeinderat ist, stellt fest: "Die Möglichkeiten der Kommunalpolitik werden leider oft unterschätzt, obwohl gerade hier Klimaschutz und Energieversorgung, aber auch Familienförderung und soziale Gerechtigkeit wirksam gestaltet werden können." 

Im Rahmen einer öffentlichen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am Dienstag, den 12. Februar in Ebersberg wird Suttner 7 konkrete Lösungs-Projekte zu den wichtigsten aktuellen Themen wie Klimaschutz, Familienförderung, Bildung, demokratische Teilhabe und weltweite Gerechtigkeit erläutern und sich der Diskussion mit den Bürgern stellen. Beginn der Veranstaltung im Hölzerbräu, Siegartstraße 1, ist um 19.30 Uhr.  

 



ödp prangert an:
Uranwaffen weltweit im Einsatz

Ebersberg, Februar 2008

Anläßlich der Sicherheitskonferenz in München lädt das Bürgerforum Gudrun Schweisfurth und die ödp zusammen mit weiteren Veranstaltern zu einem Film-Matinee mit anschließender Diskussion ein. 

Gezeigt wird der Film "Deadly Dust / Todesstaub" von Frieder Wagner. 

Abgereichertes Uran (Depleted Uranium), ein Abfallprodukt der Kernenergie, wird schon seit Jahren als Rohstoff in der Waffenindustrie eingesetzt. Seine extreme Dichte garantiert hohe Durchschlagskraft; daher dient abgereichertes Uran als Material für Sprengköpfe. Seit dem ersten Golfkrieg sind viele Kriegsschauplätze der Erde durch diese Uranwaffen radioaktiv verseucht. 

Die Gefahren für Soldaten und Zivilisten werden von den Verantwortlichen immer wieder aufs Neue geleugnet. 

Der Filmemacher Frieder Wagner folgte in mehreren Ländern dem Uranstaub. Sein aufrüttelnder Film "Deadly Dust / Todesstaub" liefert den Nachweis, das abgereichertes Uran tödlich ist. Nach dem Film folgt eine Diskussionsrunde mit dem Regisseur, sowie dem Arzt Prof. Dr. Edmund Lengfelder und dem ehemaligen SPIEGEL-Redakteur Siegesmund von Ilsemann. Moderation: Geseko von Lüpke. 

Matinee am Sonntag, 10. Februar, 11.00 Uhr im Kino Atelier 1, München, Sonnenstraße 12  

 



ödp wird in Kirchseeon ausgegrenzt
In Kirchseeon plakatieren die Parteien entgegen der Plakatierungsverordnung doppelt und dreifach

Ebersberg, Februar 2008

Entgegen der Plakatierungsverordnung von Kirchseeon, die je Wahlwerber nur ein DIN A1 Plakat auf ihren aufgestellten Wänden erlauben, plakatierten dort die CSU, SPD, Grüne und die Freien Wähler mit je zwei Plakaten. Bereits Mitte Januar waren die Plakatwände daher bis auf den letzten Platz belegt. 

Gemäß der Plakatierungsverordnung darf nur auf den von der Gemeinde eigens für die Wahl aufgestellten Wänden plakatiert werden. Eigene Plakatständer sind nicht zulässig. Lediglich auf einer Wand in Buch bei Kirchseeon konnte die ödp ein Plakat platzieren, dieses war jedoch schon eine Woche später von den Freien Wählern wieder überklebt worden. 

Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld fragte daraufhin in der Gemeinde Kirchseeon nach, wie in diesem Fall zu verfahren ist. In einem Schreiben teilte diese mit, dass der ödp der Platz links unten zugewiesen wurde. Bestehende Plakate sollten überklebt werden. Alle Parteien in Kirchseeon seien auf die Plakatierungsverordnung hingewiesen worden. 

Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld: "Es ist schon sehr bezeichnend, wenn sich Parteien nicht an die von ihnen selbst erlassenen Verordnungen halten." 

An einigen Plätzen verlegte die SPD mittlerweile ihre beiden Wahlplakate auf eigene Ständer, so dass zwei Plätze auf den Gemeindewänden frei geworden sind. Einer davon wurde flugs mit dem Wahlplakat von Landrat Fauth belegt, so dass die CSU nun mit gar drei Plakaten vertreten ist. An einigen Wänden musste die ödp auf Anweisung der Gemeinde bereits bestehende Plakate überkleben, da trotz des Hinweises der Gemeinde auf ihre Verordnung keine Plakate entfernt worden sind. Mit dem dritten Plakat der CSU sind erneut alle Plätze belegt - und wieder kein freier Platz für die noch fehlende FDP. 

Auch in Egmating und Glonn gibt es Probleme mit der Plakatierung an den Wahltafeln, da die CSU mit übergroßen Plakaten in Form von DIN A0, anstatt den üblichen A1-Formaten plakatiert und damit wenig Platz für andere Parteien bleibt. Ein geplantes Gespräch mit den Bürgermeistern soll hier Klärung bringen. Zweite ödp-Kreisvorsitzende Rosi Reindl aus Glonn: "Würde die CSU mit A1-Formaten plakatieren, wie alle anderen Parteien auch, hätten alle Platz und es gäbe keine Probleme."  

Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld vor einer Plakatwand in Kirchseeon - wohin jetzt mit dem Plakat?

 



Kreistagswahl:
ödp hat über 500 Unterschriften bis Eintragungsende erreicht

Ebersberg, Januar 2008

Exakt 523 Bürger haben sich in die Unterschriftenlisten in den Rathäuser eingetragen, damit die ödp (Ökologisch Demokratische Partei) zur Kreistagswahl am 2. März antreten kann. Damit hat die ödp ihr selbst gestecktes Ziel von 500 Unterschriften erreicht. 

Allein in der Verwaltungsgemeinschaft Glonn wurde fast die Hälfte der Unterschriften geleistet. Was aber nicht verwunderlich ist, da die beiden Spitzendandidatinnen Johanna Weigl-Mühlfeld und Rosi Reindl in diesen Gemeinden beheimatet sind. 

Johanna Weigl-Mühlfeld: "Das ist für uns ein schöner Start und für die Wahl ein Vertrauensvorschuß für unsere Kandidaten, die sich mit ihrer Arbeit für die Bürger des Landkreises einsetzen." 

Nicht nur in Ebersberg tritt die ödp erstmalig an. Weitere 38 neue Listen der ödp haben bayernweit die erforderlichen Unterschriften erreicht. Wenn die ödp den Sprung in den Kreistag schafft, will sie sich im Landkreis in vielen Bereichen einsetzen. Johanna Weigl-Mühlfeld: "Wir verfolgen eine menschen- und umweltfreundliche Politik, für Kinder, Familien und Senioren. Wir können das, weil wir als einzige Partei keine Spendengelder von Firmen annehmen. Damit sind wir unabhängig von kurzfristigen Interessen aus Lobby- und Industrie-Verbänden."  

 



ödp berät Ebersberger beim Stromwechsel
ödp: "Machen Sie Ihren Atomausstieg selbst"

Ebersberg, Januar 2008

Die ödp (Ökologisch-Demokratische Partei) des Landkreises zeigte in ihrer jüngsten Veranstaltung auf, wie jeder selbst dazu beitragen kann, dass umweltfreundlich erzeugter Strom in unserem Stromnetz mehr und konventionell erzeugter Strom dagegen weniger wird. 

Dazu hatte sie den stellvertretenden Landesvorsitzenden der ödp, Michael Bettinger aus Mering eingeladen. Michael Bettinger ist Physiker und kann als solcher die unterschiedlichen Wege der Stromerzeugung gut nachvollziehen. 

Die ödp lehnt Kernenergie ab, weil sie zu gefährlich und zu teuer ist, weil nachfolgende Generationen mit radioaktivem Abfall belastet werden und der Uranabbau viele Menschenleben kostet und ganze Landstriche radioaktiv verseucht. Atomenergie ist keine klimafreundliche Alternative zu nichterneuerbaren Energien, denn auch die Stromerzeugung mit Atomenergie erzeugt Kohlendioxid, wenn auch in geringerem Umfang als konventionelle Kraftwerke. Zudem stoßen Atomkraftwerke das klimaschädliche Gas Krypton 85 aus. Derzeit werden weltweit rund 3% des Energiebedarfs durch Atomenergie gedeckt. 

Wenn man weltweit die Hälfte des Energiebedarfs mit Atomenergie decken wollte, bräuchte man 17 mal so viele Reaktoren wie zur Zeit und die Uranvorräte wären in drei bis fünf Jahren aufgebraucht. Wegen der hohen Anforderung an den Klimaschutz stellen aber auch neue Kohlekraftwerke, wie sie die Bundesregierung plant, keine Alternative zur Kernenergie dar. 

Bettinger zeigte auf, dass sowohl in Kohlekraftwerken als auch in Kernkraftwerken Strom mit einem Verlust von rund 65% erzeugt wird. Hier müsse angesetzt werden und künftig der Strom entweder regenerativ mit Sonnenenergie oder in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mit bestmöglichem Wirkungsgrad erzeugt werden. 

Es gäbe im wesentlichen vier Lieferanten von umweltfreundlich erzeugtem Strom, die sich ausschließlich auf Ökostrom spezialisiert hätten, so dass der Verbraucher sicher sein könne, dass der von ihm bezahlte Strom auch in Spitzen- und Engpasszeiten nicht aus Kohle- oder Kernkraftwerken komme. 

Diese seien: 
· NATURSTROM: Hier kostet die Kilowattstunde (kWh) 19,90 Cent. Die monatliche Grundgebühr beträgt 7,95 Euro. 
· Bei der Elektrizitätswerken Schönau (EWS) kostet die kWh 21,20 Cent und die monatliche Grundgebühr 6,90 Euro 
· Der Ökostrom von GREENPEACE kostet bei einer Grundgebühr von 8,90 Euro 19,8 Cent je kWh 
· Lichtblick liefert zu einem Preis von 20,25 Cent je kWh bei einer Grundgebühr von 7,95 Euro im Monat.  

 



ödp zeigt Film: Die Genverschwörung
Gentechnik - wem nützt sie?

Ebersberg, Januar 2008

Rosi Reindl aus Glonn, ödp-Vorstandsmitglied, Mitglied im Arbeitskreis Gentechnik, zeigt den 

Film "Die Genverschwörung" 

mit anschließender Diskussion Dieser Dokumentarfilm zeigt sehr anschaulich die Verquickungen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. "In Wirklichkeit geht es den Gentechnik-Konzernen nicht darum, den Hunger in der Dritten Welt zu bekämpfen. Sie wollen Patente auf Lebensmittel.", so Reindl. am Dienstag, den 22. Januar 2008 um 19.30 Uhr in Grafing im "Canapee", Marktplatz 14  

Rosi Reindl stellt das neue Plakat für Ebersberg vor. . 

 



ödp hat Mindestzahl der Unterschriften zur Kreistagswahl überschritten
Kreisvorsitzende Weigl-Mühlfeld: bis zum 21. Januar sind 500 Unterschriften möglich.

Ebersberg, Januar 2008

Damit die ödp (Ökologisch Demokratische Partei) zur Kreistagswahl im März antreten kann, müssen sich bis zum 21. Januar 385 Bürger des Landkreises in den Gemeinden eingetragen haben. Am Montag haben sich bereits über 400 Bürger in die Listen eingetragen. 

Somit kann die ödp zur Kreistagswahl am 2. März antreten. 

Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld ist darüber sehr erfreut. Trotzdem hat sie das Ziel, in dieser Woche noch 100 Unterschriften zu bekommen: "Das wäre ein schöner Start für die Wahl und ein Vertrauensvorschuß für unsere Kandidaten, die sich mit ihrer Arbeit für die Bürger vor Ort einsetzen". 

Am Donnerstag, den 17. Januar, können sich noch die Bürger von Ebersberg, Forstinning, Glonn, Kirchseeon und Steinhöring bis 20.00 Uhr in ihrem Rathaus eintragen. Am Samstag, den 19. Januar, hat das Rathaus in Markt Schwaben von 9 bis 11 Uhr sowie in Forstinning, Grafing, Poing, Pliening und Vaterstetten von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Wer die ödp unterstützen und sich eintragen möchte, muss im Landkreis Ebersberg gemeldet sein. Mitzubringen ist der Personalausweis oder Reisepass. Wenn die ödp den Sprung über die Unterschriftenhürde schafft, will sie sich im Landkreis in vielen Bereichen einsetzen. Johanna Weigl-Mühlfeld: "Wir verfolgen eine menschen- und umweltfreundliche Politik, für Kinder, Familien und Senioren. Wir können das, weil wir als einzige Partei keine Spendengelder von Firmen annehmen. Damit sind wir unabhängig von kurzfristigen Interessen aus Lobby- und Industrie-Verbänden."  

 



ödp-Kreisvorsitzende erhält Absage von der Regierung
Verdienstorden für Franz Lenz und Max Reis abgelehnt!

Ebersberg, Januar 2008

Bauernobmann Franz Lenz und Max Reis bleiben vorerst ohne Bayerischen Verdienstorden. 

Ein halbes Jahr nach der Überreichung der Unterschriften von 200 Ebersberger Bürgern im Juli 2007 hat ödp-Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld eine Absage der Regierung von Oberbayern erhalten, "wegen der besonderen Vertraulichkeit" ohne Begründung. 

Lenz und Reis hatten sich jahrelang für eine gentechnikfreie Region eingesetzt, Unterschriften gesammelt und Aufklärungsveranstaltungen organisiert. Bei einer Demonstration am Rande einer CSU-Veranstaltung zur Agro-Gentechnik im Mai 2006 waren die beiden der Staatsschutzpolizei aufgefallen und später verfolgt worden. 

Nach Artikel 141 der Bayerischen Verfassung ist Aufgabe jedes einzelnen Staatsbürgers (erst recht aller staatlichen Behörden), die heimischen Tier- und Pflanzenarten für die kommenden Generationen zu erhalten. "Für nichts anderes sind unsere Bauern bei der Demonstration gegen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft eingestanden, bei der sie vom Staatsschutz beobachtet und registriert worden sind" - so hatte Weigl-Mühlfeld ihren Vorschlag für die Auszeichnung begründet. 

Weigl-Mühlfeld wird dazu nicht klein beigeben: "Wie kann ein O2-Chef Rudolf Gröger am 11. Juli 2005 den Bayerischen Verdienstorden bekommen und keine 14 Tage später kündigt das Unternehmen den Abbau von 700 Stellen an? Für welche Verdienste wird man denn heute ausgezeichnet?"  

 



Mobilfunk selber messen
ödp-Kreisverband verleiht kostenlos Messgerät

Ebersberg, Januar 2008

Der ödp Kreisverband Ebersberg bietet allen interessierten und gesundheitsbewussten Mitbürgern die Möglichkeit, selbst die Initiative zu ergreifen und eigene Messungen durchzuführen

"Nur durch eine Messung schafft man Gewissheit, denn Strahlung sieht, hört und schmeckt man nicht.", so ödp Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld. 

Nicht nur die allseits gefürchteten Mobilfunk-Sendeanlagen können die Gesundheit beeinträchtigen, sondern auch hauseigene Geräte, wie DECT-schnurlos-Telefone, Babyphone oder WLAN. 

Am Mittwoch, den 16. Januar bietet der ödp Kreisverband an einem Informationsabend eine Einweisung für eine eigene Messung an. Dabei erhalten die Teilnehmer das Wissen, mit dem Gerät umzugehen und die Messergebnisse zu interpretieren. Es wird die Durchführung der Messung mit den Geräten gezeigt und jeder Teilnehmer kann unter Anleitung auch selbst die Messgeräte in die Hand nehmen und üben. 

Der Abend ist auch für Laien verständlich aufbereitet, so dass keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich sind. Die technischen Erläuterungen erfolgen von Gabriele Widhopf, Geopatologin aus Anzing www.strahlenfreischlafen.de und Rudolf Renner, Elektrobiologe, Fa. Renania aus Zorneding, www.renania.de 

Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr in Ebersberger Hölzerbräu, Sieghartstr. 1.  

 



Demo für ein sauberes Saatgut ohne Gentechnik
ödp-Kreistagskandidatin Rosi Reindl aus Glonn organisiert Groß-Demo in München

Ebersberg, Januar 2008

Die Ebersberg ödp bietet am kommenden Mittwoch, 9. Januar eine Mitfahrgelegenheit zur Großdemonstration in München für ein sauberes Saatgut ohne Gentechnik an. Der Demonstrationszug startet um 11.00 Uhr am Odeonsplatz mit einem Schlepperumzug. Ab 14.00 Uhr sprechen im Löwenbräukeller u.a. Percy Schmeiser aus Kanada, der Träger des alternativen Friedensnobelpreises und Franz Lenz, Kreisobmann des Bayer. Bauernverbands Ebersberg, der von der ödp für den Bayerischen Verdienstorden vorgeschlagen worden ist.

 Rosi Reindl, stellvertretende Vorsitzende im ödp-Kreisverband, sieht im Einsatz der Gentechnik unsere Lebensmittel-Grundlage bedroht: "In Wirklichkeit geht es den Gentechnik-Konzernen nicht darum, den Hunger in der Dritten Welt zu bekämpfen. Sie wollen Patente auf Leben. Setzten sie sich durch, gefährden sie die Ernährungssouveränität von uns allen." 

Wer Interesse an einer Mitfahrgelegenheit hat, kann sich unter der Nr. 08093/300795 bei der ödp-Kreisvorsitzenden Johanna Weigl-Mühlfeld melden.  

 



ödp wirbt erfolgreich für die Kreistagswahl 2008
Nach 14 Tagen schon die Hälfte der 
notwendigen Unterschriften erreicht! 

Ebersberg, Dezember 2007 

Damit die ödp überhaupt zur Kreistagswahl antreten kann, müssen sich bis zum 21. Januar 385 Unterstützer in den Gemeinden eingetragen haben. Seit Beginn der Eintragungszeit (6. Dezember) hat sich bis zum 20. Dezember schon mehr als die Hälfte der notwendigen Unterstützer in den Rathäusern eingefunden. 

Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld ist zuversichtlich, die hohe Hürde von insgesamt 385 Unterschriften zu schaffen: "Gerade über die Feiertage haben viele Berufstätige Zeit, in die Rathäuser zu gehen". 

Darüber hinaus haben die meisten Gemeinden ihre gesetzlich vorgeschriebene Öffnung an Wochenenden erst im neuen Jahr. Am Samstag, den 12. Januar, können sich die Bürger von Anzing, Aßling, Ebersberg, Kirchseeon und Zorneding von 10 bis 12 Uhr in ihrem Rathaus eintragen. Erst am Samstag, den 19. Januar, haben die Rathäuser in Markt Schwaben von 9 bis 11 Uhr sowie in Forstinning, Grafing, Poing, Pliening und Vaterstetten von 10 bis 12 Uhr geöffnet. 

Wenn die ödp den Sprung über die Unterschriftenhürde schafft, will sie sich im Landkreis in vielen Bereichen einsetzen. Johanna Weigl-Mühlfeld: "Wir verfolgen eine menschen- und umweltfreundliche Politik, für Kinder, Familien und Senioren. Wir können das, weil wir als einzige Partei keine Spendengelder von Firmen annehmen. Damit sind wir unabhängig von kurzfristigen Interessen aus Lobby- und Industrie-Verbänden."  

 



Kreistagswahl 2008
Rathauslotsen sammeln Unterschriften 

Ebersberg, Dezember 2007 

Bis zum 21. Januar 2008 benötigt die ödp in Ebersberg 385 Unterstützer-Unterschriften, damit sie zur Kreistagswahl antreten kann.  

Bei der ersten Unterschriften-Aktion am Glonner Christkindlmarkt war die ödp bestens vertreten.

 

 



Die Bürger sollen endlich wissen, woran sie sind.
Mobilfunk: ödp verleiht kostenlos Meßgerät 

Ebersberg, Dezember 2007 

Zahlreiche Appelle von engagierten Bürgern und Wissenschaftlern zum Thema Mobilfunk fanden in der Politik bislang kaum Gehör. Aus diesem Grund bietet der ödp Kreisverband Ebersberg allen interessierten und gesundheitsbewussten Mitbürgern die Möglichkeit, selbst die Initiative zu ergreifen und eigene Meßungen durchzuführen. 

"Nur durch eine Messung schafft man Gewissheit, denn Strahlung sieht, hört und schmeckt man nicht.", so ödp Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld. 

Nicht nur die allseits gefürchteten Mobilfunk-Sendeanlagen können die Gesundheit beeinträchtigen, sondern auch hauseigene Geräte, wie DECT-schnurlose-Telefone, Babyphone oder WLAN. Dem Meßkoffer liegen ausführliche Beschreibungen, Adressen von professionellen Baubiologen und Informationen von Umweltinstituten und Ärzten anbei. 

Ziel dieser Aktion ist, überhaupt erst festzustellen, ob eine Strahlung im eigenen Umfeld vorliegt. Ist dies der Fall, kann man sich an professionelle Baubiologen wenden und entsprechende Maßnahmen zur Abhilfe schaffen. 

In ihrem Volksbegehren "Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk" forderte die ödp als wichtigste Maßnahme eine drastische Senkung der Grenzwerte, die bei uns in Deutschland um ein Vielfaches höher sind, als in anderen europäischen Ländern und somit höher als nötig für ein störungsfreies Senden und Empfangen von Mobilfunk. Darüber hinaus ist es nach Meinung der ödp erforderlich, dass für alle Sendemasten eine Genehmigungspflicht eingeführt werden muss. Nicht die geringsten Kosten dürfen ausschlaggebend für die Standortauswahl sein, sondern eine möglichst große Gesundheitsverträglichkeit. 

Weitere Informationen hierzu erhält man bei der ödp Geschäftsstelle Ebersberg, 
Telefon 08093/300795 oder unter E-mail:   mailto:johanna.muehlfeld@ebe-online.de

 



Erstmals in Ebersberg
ödp tritt zur Kreistagswahl an 

Ebersberg, November 2007 

Mit einer Doppelspitze tritt der ödp-Kreisverband zur Kreistagswahl im nächsten Jahr an. Die Mitglieder setzten auf der Nominierungsversammlung am Montag im Ebersberger Hölzerbräu die Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld aus Baiern und zweite Vorsitzende Rosi Reindl aus Glonn auf die ersten beiden Plätze. 

"Es ist an der Zeit die knappe CSU-Mehrheit im Kreistag zu beenden, um neue Ideen im Landkreis diskutieren zu können", lautete das Credo der Vorsitzenden. 

Damit die ödp überhaupt zur Wahl antreten kann, müssen sich bis zum 21. Januar 385 Unterstützer in den Gemeinden eintragen. 

Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld ist zuversichtlich: "Wir schaffen das, weil wir Politik für den Bürger machen, unabhängig von kurzfristigen Interessen aus Lobby-Verbänden, da wir als einzige Partei keine Spendengelder von Firmen annehmen". 

Nicht nur in Ebersberg, auch in weiteren 38 Landkreisen tritt die ödp erstmals zur Wahl an, die bereits mit 240 Mandatsträger bayernweit auf kommunaler Ebene vertreten ist. 

Bereits 2005 initiierte die ödp das Mobilfunk-Volksbegehren mit dem Ziel, den Gemeinden das Genehmigungsrecht für Sendemasten zurück zu geben. In der Verwaltungsgemeinschaft Glonn, der Heimatgemeinde der Spitzenkandidatinnen, wurde damals die 10 Prozent-Hürde geschafft. Leider nicht in ganz Bayern, trotzdem hat dieses Volksbegehren ein Umdenken in Bezug auf die Gesundheit bewirkt. "Viele Menschen fragen sich heute ernsthaft, warum ein hoher Mobilfunkmast mitten im Wohngebiet mal eben so errichtet werden darf, obwohl man sogar bei einer Gartenhütte mehr Bauvorschriften zu beachten", gab Weigl-Mühlfeld zu bedenken. Aufgrund der Besorgnis vieler Bürger fordert die Vorsitzende, dass das Landratsamt Ansprechpartner und Berater für Gemeinden und Bürger sein solle, wenn es um die Standortsuche von Mobilfunkmasten gehe. Eine flächendeckende Funkversorgung ist auch ohne Funkmasten in Wohngebieten möglich. Ebenso fordert die ödp auch in ländlichen Regionen eine flächendeckende DSL-Versorgung, jedoch nicht über Funk, sondern ausschließlich leitungsgebunden. 

Rosi Reindl, Mitglied im Arbeitskreis Gentechnik des Bund Naturschutzes, plädierte in ihrer Antrittsrede für ein gentechnikfreies Ebersberg: "Laut Umfragen lehnen 80 Prozent der Bevölkerung Gentechnik im Essen ab." Eben aus diesem Grund hat die Ebersberger ödp die beiden Bio-Landwirte Landwirte Franz Lenz aus Zorneding und Max Reis aus Buch für die Verleihung des Bayerischen Verdienstordens vorgeschlagen und im September öffentlich mit weiteren 200 Unterstützerunterschriften an die Regierung von Oberbayern übergeben. "In der Energieversorgung sind wir schon seit Jahrzehnten von einigen wenigen Monopolisten in eine Abhängigkeit gedrängt worden, mit verheerenden Folgen, wie wir heute beim Strom- und Ölpreis sehen. Wollen wir Bürger dies auch in der Nahrungsmittelversorgung?", gibt Rosi Reindl zu bedenken. 

Neben den umweltpolitischen Themen widmet sich die ödp besonders den Belangen von Familien. Unter anderem fordert die ödp ein bayerisches Erziehungsgehalt von monatlich 1000 Euro. Echte Wahlfreiheit hängt nicht nur davon ab, ob es genügend Kinderkrippen gibt. Wahlfreiheit für Erziehende gibt es nur, wenn sich Eltern die familiäre Kinderbetreuung auch leisten können. Auch war es die ödp, die mit der Büchergeld-Klage auf die Benachteiligung von Familien aufmerksam machte. "Jetzt sind es die kinderreichen Landkreise und Kommunen, die auf dem Büchergeld sitzen bleiben", mahnt Weigl-Mühlfeld.  

 



ödp-Kreisvorstand: 
Neueste Änderung beim Büchergeld benachteiligt Landkreise mit höherer Kinderzahl
Singlestädte werden bevorzugt 

Ebersberg, November 2007 

Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld: Die CSU drückt sich um eine echte Büchergeldlösung herum 

Die CSU drückt sich nach Ansicht des ödp-Kreisvorsitzenden Weigl-Mühlfeld um eine klare Lösung der Büchergeldfinanzierung herum. Bei der jüngsten Vorstandssitzung der Ebersberger ödp forderte die Vorsitzende, "dass die Lernmittel von allen Staatsbürgern aus der Steuerkasse des Freistaates finanziert werden und nicht - wie sich abzeichnet - vorwiegend aus den kommunalen Haushalten". 

Die ödp-Kreisvorsitzende sieht eine Ungerechtigkeit: "Typische Single-Städte mit hoher Wirtschaftskraft und wenig Kindern wären gegenüber kinderreichen Landkreisen und Mittelstädten bevorzugt, wenn die Kommunen künftig die Schulbücher zu bezahlen hätten". Nur eine Gesamtfinanzierung der Lernmittel über den Etat des Kultusministeriums könne diese Verwerfungen beheben. 

Die geplante Gesetzesänderung, wonach die Kommunen in diesem Jahr das Büchergeld nicht mehr einkassieren müssen, sondern auch darauf verzichten können birgt nach Ansicht der ödp-Kreisvorsitzenden erhebliche Gefahren für die Kommunen: "Wer als Kommune freiwillig auf eine gesetzlich mögliche Gebühr verzichtet, hat schlechte Karten, wenn er dafür Ersatz vom Staat fordert." Die Beckstein-Regierung hebele damit schon bei einer ihrer ersten Entscheidungen trickreich das Konnexitätsprinzip ("wer anschafft zahlt...") aus.  

 



ödp Ebersberg ruft zur Teilnahme auf
Anti-Transrapid-Demo 

Ebersberg, November 2007 

Die Ebersberger ödp bietet am kommenden Samstag (3.11.07) eine Mitfahrgelegenheit zur Großdemonstration in München "gegen das unsinnige Prestigeobjekt Transrapid" an. Der Demonstrationszug startet um 11.00 Uhr am Karlsplatz. Die Schlußkundgebung findet um ca. 13.00 Uhr am Marienplatz statt. 

Wer Interesse an einer Mitfahrgelegenheit hat, kann sich unter der Nr. 08093/2292 melden. 

"Der Transrapid ist verkehrstechnisch überflüssig, er verbraucht mehr Energie als die Alternativen, ist nicht zu bezahlen und wird außerdem von einer Mehrheit der bayerischen Bevölkerung abgelehnt", meint ödp-Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld. 

Die hohen Kosten für den Bau der Strecke und der nicht Kosten deckende Betrieb bedeuten nach Ansicht der ödp finanzielle Nachteile für andere Verkehrsmittel im ländlichen Raum. So seien die Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr reduziert worden. 

Weigl-Mühlfeld: "Bayern braucht keinen Luxusflitzer, der wenigen nützt, sondern bessere öffentliche Verkehrsmittel für alle".  

 



ödp Ebersberg ruft zur Teilnahme auf
Gentechnikfreies Erntedankfest  

Ebersberg, September 2007 

Die Initiative "Gentechnikfreies Mangfalltal" veranstaltet am 3. Oktober in Bruckmühl ein gentechnikfreies Erntedankfest. Als Ehrengäste sprechen: Hubert Weiger, Landesvorsitzender vom Bund Naturschutz Bayern und Josef Bodmaier, Kreisvorsitzender des Bayerischen Bauernverbandes Kreis Rosenheim zum Thema: "Gemeinsam für gentechnikfreien Anbau in Bayern." 

Umrahmt wird der Nachmittag durch einen musikalischen Beitrag von Liedermacher Peter Lendle aus Vogtareuth mit der Uraufführung des Songs: über den "Gentechnikmann." 

Abends um 19.30 Uhr zeigt Rosi Reindl, zweite Vorsitzende der Ebersberger ödp, den Film "Die Genverschwörung" im "Wirtshaus zum Obermaier", Bahnhofstraße 10, Bruckmühl. Das Fest beginnt um 13.00 Uhr und findet auf dem Hof des Biolandgärtners Harro Colmshorn statt, der nachmittags auch Führungen durch seine Gärtnerei anbietet. Die Bioland-Gärtnerei "Am Hainerbach" ist in Bruckmühl, Ortsteil Mittenkirchen/Wiechs, im Forellenweg 21. Mehr Details zur Veranstaltung oder Mitfahrgelegenheiten sind beim ödp Kreisverband unter Telefon 08093/2292 oder bei Rosi Reindl aus Glonn unter 08093/905575 zu erfahren.  

 



ödp-Kreisvorsitzende fordert Abschaffung des Büchergeldes bereits in diesem Schuljahr
Alle Abgeordneten wären gefordert, im Sinne der Eltern jetzt tätig zu werden  

Ebersberg, September 2007 

Nach Ansicht der ödp-Vorsitzenden Johanna Weigl-Mühlfeld ist das Büchergeld nicht nur aus bildungs-, sondern auch aus familienpolitischen Gründen abzulehnen. Es trifft wiederum alle Eltern, die schulpflichtige Kinder haben. 

Die ödp ist der Meinung, dass die "familienpolitischen Wohltaten" von Bundestag und Landtag die Grenze des Zumutbaren überschritten haben: Mehrwertsteuererhöhung auf 19 %, die Ersetzung des Erziehungsgeldes durch das Elterngeld, das in vielen Fällen eine finanzielle Verschlechterung bedeutet, die Einführung von Studiengebühren und das bayerische Büchergeld. Es reicht! 

Die ödp appelliert an die CSU-Landtagsfraktion sowie an die Staatsregierung, dem Büchergeldspuk sofort ein Ende zu bereiten und bereits mit dem laufenden Schuljahr zur Lernmittelfreiheit zurückzukehren. 

Bereits mit Einführung des Büchergeldes im September 2004 unter der damaligen Kultusministerin Hohlmeier hat die ödp von Beginn an die Abschaffung dieses Gesetzes mit einer Sammelpetition an den Bayerischen Landtag gefordert. 

Im November 2005 unterstütze die ödp 20 Bürgerinnen und Bürger bei der Erhebung einer Popularklage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof. Bei der Entscheidung im April diesen Jahres hat das Verfassungsgericht dem Gesetzgeber sehr deutlich gesagt, dass das Büchergeld zumindest in seiner Höhe überprüft werden müsse, so Johanna Weigl-Mühlfeld. Das Urteil auf die von der ödp organisierte Klage sei der CSU damals - trotz des vermeintlichen Sieges - "in die Knochen gefahren". 

Im Mai 2007 forderte ödp-Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld von den CSU-Abgeordneten Christa Stewens und Monika Hohlmeier: "Die beiden sind nach diesem Urteil als Landtagsabgeordnete die zuständigen Büchergeld-Überprüfer. Sie sollten jetzt aktiv werden und für die Reduzierung dieser familienfeindlichen Gebühr eintreten oder besser gleich für deren Streichung", so Weigl-Mühlfeld in einem Schreiben an die CSU-Abgeordneten. 

Das Verhalten der CSU-Abgeordneten beim Büchergeld sei "wieder einmal ein klassisches Beispiel für die Meinungsbildung in der CSU-Fraktion", findet Johanna Weigl-Mühlfeld. 

"Das Büchergeld wurde seinerzeit auf Pfiff von Stoiber und Faltlhauser eingeführt und wird jetzt auf Pfiff von Beckstein wieder abgeschafft - die Abgeordneten nicken ab, was ihnen vorgesetzt wird und haben nicht den Mut, zur rechten Zeit zu widersprechen", resümiert die Kreisvorsitzende der ödp.  

 



Spenden-Affäre im CSU-Kreisverband Ebersberg
Kreisvorsitzende Stewens schaut untätig zu 

Leserbrief zu "CSU nicht involviert" vom 24.8.07 im Münchner Merkur 
Leserbrief zu "Fall Hollerith ist für CSU erledigt" vom 24.8.07 in der SZ 

Es liegt am System, nicht an der Person 

Nein, Frau Stewens kann nicht für vergangene, kriminelle Machenschaften einzelner CSU-Genossen verantwortlich gemacht werden. Hier gebe ich ihr Recht, wenn sie heute in personellen Fragen angegriffen wird. 

Sehr wohl kann sie etwas für die Zukunft tun, wenn sie ernsthaft Interesse daran hat, Schmiergeld-Affären zu verringern. Als CSU-Kreisvorsitzende könnte sie den Vorstoß wagen und einen Antrag stellen, dass künftig in ihrem Kreisverband keine Spendengelder von Firmen angenommen werden und darüber hinaus Abgeordnete aus dem Landkreis weder als Berater noch als Aufsichtsrat fungieren dürfen. (Wie Hr. Hollerith dies neben seinem Bundestagsmandat zeitlich schaffte wird wohl manchen Bürger ein Rätsel bleiben). 

Damit wäre schon von vorne herein ein Gefahrenpotential ausgeräumt und man könnte sich mehr um die eigentliche Sachpolitik kümmern, als immer wieder mit Skandalen konfrontiert zu werden. 

Zugegeben: Die ödp kann aufgrund der Tatsache, dass sie keine Firmenspenden annimmt, nicht mit Hochglanzbroschüren werben, wie es der CSU-Kreisverband in der Vergangenheit tat. Meist wirbt die ödp "nur" auf Umweltpapier - dafür um so aussagekräftiger. 

Johanna Weigl-Mühlfeld, Baiern 
Ökologisch Demokratische Partei (ödp) Ebersberg  

 



Die Schizophrenie in der Diskussion um die Förderung von Familien
Betreuungsgeld contra Herdprämie 

Ebersberg, August 2007 

Leserbrief zu "Ist Betreuungsgeld sinnvoll?" Interview mit Sozialministerin Christa Stewens vom 13.8.07 in der SZ

Wenn Eltern ihre Kinder zu Hause erziehen, zahlt der Bayerische Staat künftig 150 Euro, geben sie ihr Kind in die Krippe subventioniert dies die öffentliche Hand mit 1000 Euro monatlich (nach Berechnungen des Familienbundes).

Und das will Sozialministerin Stewens uns als Wahlfreiheit der Eltern verkaufen! Welche Politik wird mit dieser Gesetzgebung verfolgt? 
In manchen ostdeutschen Städten, die bekanntlich mit Krippenplätzen gesegnet sind, lebt bereits jedes dritte Kind von Hartz IV. An fehlenden Krippenplätzen kann es also nicht liegen, wenn immer mehr Familien mit Kindern in die finanzielle Armut abrutschen, weil das Einkommen nicht ausreicht. 

Die ödp fordert eine echte Wahlfreiheit für Erziehende durch ein Erziehungsgeld von monatlich 1000 Euro. Die Höhe des Landeserziehungsgehalts muss sicherstellen, dass es dem Erziehenden ermöglicht wird, zumindest während der ersten drei Lebensjahre ihres Kindes entweder auf eine Erwerbstätigkeit zu verzichten oder sich eine Betreuung in Institutionen ihrer Wahl einzukaufen. 
Ich möchte jedenfalls selbst entscheiden, ob ich mein Kind in einer Krippe betreuen lasse oder von einer Tagesmutter, die in Erziehungsfragen ähnliche Werte und Maßstäbe achtet, wie ich es tue. Liebe Frau Stewens, Sie werden nur keine Tagesmutter finden, die für 150 Euro monatlich ihr Kind ganztags betreut. Würden Sie es tun?

Erinnern wir uns noch: Zur Gründung einer Ich-AG erhielten Erwerbslose neben Ihrem sonstigen Einkommen 600 Euro pro Monat. Zur Gründung einer Familie will man uns künftig mit 150 Euro abspeisen.

Im übrigen: Die Belastung für Familien ist in den letzten Jahren exorbitant gestiegen, sei es durch Büchergeld, Studiengebühren, steigende Energiekosten oder durch die letzte Mehrwertsteuererhöhung. In dieser Zeit wurde niemals ernsthaft über eine Erhöhung des Kindergeldes diskutiert. Warum nicht?

Johanna Weigl-Mühlfeld, Baiern
ödp Ebersberg / Bündnis für Familien

 



ödp-Demo gegen Freisetzung von gentechnisch verändertem Mais 
ödp radelt zum Gen-Maisfeld nach Finsing  

Ebersberg, August 2007 
Auch in Finsing im Landkreis Erding baut die Landesanstalt für Landwirtschaft zu Versuchszwecken auf einer Fläche von 3000 m² gentechnisch veränderten Mais. Die ödp Erding hat zusammen mit Rosi Reindl aus Glonn diese Fläche über das Standortregister ausfindig gemacht und zu einer Radltour eingeladen. Etwa 40 Demonstranten waren am Tag Maria Himmelfahrt dem Aufruf der ödp gefolgt. "Gentechnisch veränderte Organismen, auch GVOs genannt, sind jedoch nicht mehr rückholbar, sobald man sie in die Naturkreisläufe einbringe", so Reindl, "BT-Mais schädigt Bienen und andere Insekten und kein Mensch kann heute die Risiken abschätzen". Das erkläre auch, weshalb kein Versicherer Haftpflichtversicherungen für GVO-Anbauer anbiete. Nach Umfragen seien 80 Prozent der Bevölkerung gegen Gentechnik in der Landwirtschaft. Die ödp fordert daher den vollständigen Verzicht auf Freisetzung von genveränderten Organismen. Im Anschluss an die Demonstration zeigte Rosi Reindl, stellvertretende Vorsitzende der ödp Ebersberg und Mitglied des Arbeitskreises Gentechnik den Dokumentarfilm "Leben außer Kontrolle". In diesem mehrfach ausgezeichneten Film werden die Probleme aufzeigt, die im Zusammenhang mit der Ausbringung von gentechnisch veränderten Organismen in Kanada, Südamerika oder in Indien bereits entstanden sind.


2. von links: Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld

 



ödp demonstriert gegen die 3.Startbahn in München 

München, Juli 2007 
Die Ebersberg ödp ist mit dabei, wenn in München gegen die 3. Startbahn demonstriert wird.

"Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!"

Vorne Links: Kreisvorsitzende 
Johanna Weigl-Mühlfeld

 


 

 

 

 


ödp übergibt 200 Unterstützer-Briefe an die Regierung von Oberbayern
Ebersberger Landwirte sollen Verdienstorden erhalten 

Ebersberg, Juli 2007 
Exakt 200 Vorschläge zur Verleihung des Bayerischen Verdienstordens an die Ebersberger Landwirte Franz Lenz aus Zorneding und Max Reis aus Buch hat ödp-Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld, am 30. Juli in der Regierung von Oberbayern den Mitarbeitern der Pressestelle, Heinrich Schuster und Anna Kreilinger, übergeben.

Gemäß dem Gesetz zum Bayerischen Verdienstorden erhält diesen Preis, wer sich hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk erworben hat. Genau dies ist bei Franz Lenz und Max Reis der Fall: Die beiden setzen sich schon seit Jahren für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ein. Auf ihre unermüdliche Arbeit geht die Einrichtung der gentechnikfreien Anbauregion Buch zurück, die Vorbild war für die Gründung weiterer gentechnikfreier Regionen im Landkreis Ebersberg. Lenz und Reis sind somit Garanten für unsere bayerische Unabhängigkeit bei der Nahrungsmittelversorgung und für den Schutz vor dem Monopolstreben internationaler Saatgutkonzerne.

"In der Energieversorgung sind wir schon seit Jahrzehnten von einigen wenigen Monopolisten in eine Abhängigkeit gedrängt worden, mit verheerenden Folgen, wie wir heute sehen. Wollen wir Bürger dies auch in der Nahrungsmittelversorgung?", gibt Johanna Weigl-Mühlfeld weiter zu bedenken.

Erst vor kurzem wurde der Bayerische Verdienstorden an 99 Preisträger überreicht. "Zumeist an Abgeordnete, Unternehmer, Landräte, Staatsekretäre, Bürgermeister, Vorstandsvorsitzende, Regierungspräsidenten, Künstler und Institutsleiter. Ich bin gespannt, ob diese Auszeichnung auch andere Berufsgruppen, z.B. Landwirte erhalten können", so die ödp-Kreisvorsitzende.

Vor der Übergabe der Unterstützerbriefe an die Regierung von Oberbayern (v.l.n.r.): Prof. Albert Treitwein (ödp), Jutta Judt, Karl-Ludwig Judt (beide BN), ödp-Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld, Dr. Wolfgang Beer (FW), stellvertretende ödp-Kreisvorsitzende Rosi Reindl 
Bild: Willi Reinbold 
 

 



ödp fordert:  
Bayerischen Verdienstorden für Ebersberger Landwirte 

Ebersberg, Juli 2007 
Nahezu 200 Vorschläge zur Verleihung des Bayerischen Verdienstordens an die Ebersberger Landwirte Franz Lenz aus Zorneding und Max Reis aus Buch wird der ödp-Kreisverband Ebersberg am Montag, den 30. Juli 2007, um 16.00 Uhr an die Regierung von Oberbayern übergeben.
Dazu sind neben den Ebersberger Landtagsabgeordneten Christa Stewens, Barbara Narnhammer, Monika Hohlmeier und Jürgen Vocke auch Landrat Gottlieb Fauth sowie alle Unterstützer eingeladen.

Franz Lenz und Max Reis haben sich schon jahrelang vorbildlich für eine gentechnikfreie Region eingesetzt, unermüdlich Resolutionen verfasst, Unterschriften gesammelt und Aufklärungsveranstaltungen organisiert.

Bei einer spontanen Demonstration am Rande einer CSU-Veranstaltung zur Agro-Gentechnik im Mai 2006 wurden die beiden vom Verfassungsschutz beobachtet. Die Kriminalpolizei hat sogar gegen sie ein Verfahren eingeleitet. Die Staatsregierung nimmt bei "Straftaten" in Zusammenhang mit der Gentechnik - hier also bei der spontanen Demonstration - automatisch Staatsschutzdelikte an, da hierbei Anhaltspunkte zur Erreichung oder Verhinderung politischer Ziele vorlägen.
Wie die Betroffenen glauben wir, dass der Staatsschutz hier Bürger einschüchtern wollte und damit von weiterem Einsatz abhalten.

Erst jetzt lenkt die Bayerische Staatsregierung bei der Agro-Gentechnik auf die unermüdlichen Proteste ein und wird den Erprobungsanbau mit gentechnisch manipuliertem Mais voraussichtlich im Wahljahr 2008 einstellen (Mitteilung der Zeitschrift "Maximilianeum" 06-2007). Auch der Landkreis Ebersberg hat im Juni 2007 angekündigt, künftig gentechnisch veränderte Produkte zu ächten und strebt ein Verwendungsverbot in eigenen Einrichtungen an.

Johanna Weigl-Mühlfeld, Kreisvorsitzende der ödp Ebersberg, begründet ihren Vorschlag für den Bayerischen Verdienstorden mit Artikel 141 der Bayerischen Verfassung. Danach ist Aufgabe jedes einzelnen Staatsbürgers (erst recht aller staatlichen Behörden), die heimischen Tier- und Pflanzenarten für die kommenden Generationen zu erhalten. "Für nichts anderes sind unsere Bauern bei der Demonstration gegen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft eingestanden, bei der sie vom Staatsschutz beobachtet und registriert worden sind! Ein Preis für gelebte Demokratie wäre jetzt das einzig Richtige", fordert der ödp-Kreisverband Ebersberg. 

 



Verfassungsgerichtshof verlangt Überprüfung der Büchergeld-Höhe:  
Weigl-Mühlfeld: "MdL Stewens und Hohlmeier sollen Richterspruch erfüllen und sich für 
Büchergeld-Reduzierung einsetzen" 

Alle Abgeordneten wären jetzt gefordert, im Sinne der Eltern tätig zu werden 

Ebersberg, Juni 2007 
Ganz erreicht hat die ödp ihr Ziel, das Büchergeld durch eine Popularklage zu kippen, zwar nicht. Aber einen Teilerfolg kann der ödp-Kreisverband verbuchen: Der Verfassungsgerichtshof hält das Büchergeld zwar für zulässig, verlangt aber vom Landtag, dessen Höhe regelmäßig zu überprüfen

Genau das fordert ödp-Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld nun von den CSU-Abgeordneten Christa Stewens und Monika Hohlmeier: "Die beiden sind nach diesem Urteil als Landtagsabgeordnete die zuständigen Büchergeld-Überprüfer. Sie sollten jetzt aktiv werden und für die Reduzierung dieser familienfeindlichen Gebühr eintreten oder besser gleich für deren Streichung", so Weigl-Mühlfeld in einem Schreiben an die CSU-Abgeordneten. 

Die ödp setzt nach wie vor darauf, das von den Eltern abgelehnte Büchergeld doch noch endgültig abzuschaffen. "Bei dem vom Gericht indirekt aber deutlich angeregten niedrigeren Büchergeldsatz wird das Verhältnis von bürokratischem Kostenaufwand bei den Kommunen und Ertrag für die Staatskasse nicht mehr zu rechtfertigen sein", meint Weigl-Mühlfeld. 

Ausdrücklich sprechen die Verfassungsrichter in ihrem Urteil von einer "unsicheren Datenlage im Zeitpunkt des Gesetzeserlasses" und verpflichten den Gesetzgeber dazu, "die tatsächliche Entwicklung sorgfältig zu beobachten". Nach Ansicht der ödp bedeutet dieser höchst interessante und überraschende zweite Leitsatz des Urteils im Klartext: "Unsere Abgeordneten und deren CSU-Fraktionskollegen haben auf Geheiß der Staatsregierung seinerzeit überhastet und ohne Ermittlung der tatsächlichen Verhältnisse bei den Lernmittelkosten gehandelt. Diese Fehler müssen in nächster Zeit korrigiert werden", fordert Weigl-Mühlfeld. 

Falls der Landtag diese "familienfeindliche und nachweislich noch dazu überhöhte Bildungsabgabe" nicht umgehend abschaffe, werde die ödp das Büchergeld zu einem Schwerpunkt des Landtagswahlkampfes 2008 machen. 

"Wir bitten die Wähler, 2008 dazu ein eigenes Urteil zu sprechen und der familienfeindlichen Büchergeld-CSU einen Denkzettel zu verpassen", so Weigl-Mühlfeld.  

 



Eltern helfen keine Gutscheine!
Unionspolitiker erwägen Bildungsgutscheine statt Elterngeld 

Ebersberg, Juni 2007 
Leserbrief zu Gutscheine statt Geld vom 26.5.07 in der SZ 

Führende Unionspolitiker erwägen als Alternative zum geplanten Betreuungsgeld sogenannte Bildungs-Gutscheine an die Eltern auszugeben. Interessant wäre es zu wissen, ob mit diesem Modell auch das familienfeindliche Büchergeld künftig in Form von Gutscheinen bezahlt werden kann. 

Derzeit muss für jedes Kind an bayerischen Gymnasien 40 Euro gezahlt werden. Was würde das Bayerische Kultusministerium wohl sagen, wenn es von allen Eltern nur mehr Gutscheine in Höhe von 40 Euro erhalten würde und nicht mehr die Zahlung selbst? 

Wir fordern eine echte Wahlfreiheit für Erziehende durch ein bayerisches Landeserziehungsgeld von monatlich 1000 Euro. Nach Berechnungen des Familienbundes erzeugt ein Krippenplatz Kosten von 1300 Euro pro Kind und Monat. Die öffentliche Hand subventioniert dies durchschnittlich mit 1000 Euro pro Kind und Monat. Wir fordern eine Gleichbehandlung aller Familien mit einer echten Wahlfreiheit durch ein bayerisches Landeserziehungsgehalt. Die Höhe des Landeserziehungsgehalts muss sicherstellen, dass es dem Erziehenden ermöglicht wird, zumindest während der ersten drei Lebensjahre ihres Kindes entweder auf eine Erwerbstätigkeit zu verzichten (die Erziehungsleistung wird honoriert und kompensiert den Verdienstausfall) oder sich eine Betreuung in Institutionen ihrer Wahl einzukaufen. 

Erinnern wir uns noch: Zur Gründung einer Ich-AG erhielten Erwerbslose neben Ihrem sonstigen Einkommen 600 Euro pro Monat. Zur Gründung einer Familie will man uns künftig mit Gutscheinen abspeisen! 

Johanna Weigl-Mühlfeld, Baiern Vorsitzende der Ebersberger ödp / Bündnis für Familien  

 



ödp-Vortrag über Korruption: 
Eine Hand wäscht die andere! 

Ebersberg, Juni 2007 
Zum Vortrag "Korruption? - bei uns doch nicht!" hatte die Kreisvorsitzende der ödp, Johanna Weigl-Mühlfeld, eingeladen. Wolfgang Zacher, ein Korruptionsbekämpfer von "Transparency International", zeigte am 26. Juni den zwanzig Zuhörern im "Baldhamer Hof", wie sich aus Alltagsgefälligkeiten für Mitarbeiter von Behörden und Unternehmen Abhängigkeiten entwickeln können, die irgendwann eine Entscheidung zugunsten des Gebers, na ja, nahelegen. "Erst kommt das Anfüttern, wie beim Rauschgift." 

Eine Partei, die über Jahre immer wieder eine hohe Spende von einem bestimmten Unternehmen bekommen habe, könne dessen Wünschen vielleicht nur um den Preis ihrer eigenen finanziellen Existenz widerstehen. Schlimmer als der volkswirtschaftliche Schaden sei der Verlust an Vertrauen des Bürgers in die Sauberkeit der Politik, der unweigerlich komme. 

Hier fehle der Wille der großen Parteien, wie eigenartigerweise in vielen Industriestaaten. Zacher, früher in Zorneding ansässig und seit seiner Landratskandidatur 1996 für die ödp im Landkreis Ebersberg bekannt, fordert ein strenges Verbot für Abgeordnete, Geldspenden anzunehmen. "Jeder kleine Beamte, der die Hand aufhält, wird bestraft, sofern es aufkommt. Der Abgeordnete darf das ungestraft!"  

 



Nach sensationellem Genmais-Urteil des Verwaltungsgerichts Augsburg zugunsten eines schwäbischen Imkers und dem Verbot von Genmais Mon 810: 

Gentechnik-Urteil ist eine Watschn für die CSU 

Mühlfeld: "Koexistenz-Theorie ist unhaltbar und illusionär!"  

Ebersberg, Mai 2007 
Das Urteil des Verwaltungsgerichts Augsburg zur Verunreinigung von Honig mit genveränderten Mais-Pollen sowie das faktische Anbauverbot der gängigsten Genmaissorte Mon 810 durch das Amt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit muss nach Ansicht der ödp-Kreisvorsitzenden Johanna Mühlfeld eine Korrektur der gesamten bayerischen Gentechnik-Politik nach sich ziehen: "Die langjährige ärgerliche Praxis, ausgerechnet auf Staatsgütern großflächigen Versuchsanbau zu betreiben, muss beendet werden. Eine friedliche Koexistenz von Genmanipulation in Nachbarschaft mit herkömmlicher Landwirtschaft und Imkerei hat sich als Illusion erwiesen." "Die sofortige Anordnung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, dass Genmais der Sorte Mon 810 an Dritte nur mehr mit einem Monitoringplan des Unternehmens Monsanto abgegeben werden kann, bestätigt uns ebenfalls in unserem Bestreben, der Staatsregierung den Versuchsanbau auf Staatsgütern auszureden," meint Mühlfeld. 

Nach Aussage des Amtes gäbe es "Grund zur Annahme (..) , dass der Anbau von Mon 810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt" zitiert Mühlfeld aus der aktuellen Meldung des Berliner Tagesspiegel. Das Augsburger Verwaltungsgericht hatte vor kurzem einem Imker Recht gegeben, der im Honig seiner Bienen massive Verunreinigungen mit Gen-Mais-Pollen vom Staatsgut Kaisheim festgestellt hatte. 

Die Augsburger Richter hätten ganz eindeutig erklärt, dass ein Imker das Recht und die Pflicht habe, Honig ohne genveränderte DNA zu erzeugen und anzubieten. Dies könne er nicht, wenn die Bienen Zugang zu einem Maisfeld mit genmanipulierten Pflanzen hätten. Aus diesem Grund muss nach dem Urteil des VG Augsburg der Blütenstand der Maispflanzen frühzeitig entfernt werden. 

"Das ist eine saftige Watschn für die Manipulateure der Schöpfung" sagt die ödp-Kreisvorsitzende. 
 "Noch ist Bayern fast flächendeckend frei von genveränderten Organismen. Das Augsbuger Verwaltungsgerichtsurteil sowie das faktische Anbauverbot von Genmais erfordert den sofortigen Abbruch der Versuche auf Staatsgütern. Die CSU muss endlich der Realität ins Gesicht sehen und Farbe bekennen."

 



Elterngeld und Krippenoffensive - Meilensteine oder Stolpersteine? 

Ebersberg, Mai 2007 

Leserbrief zu CSU diskutiert mit Ebersberger Pfarrern über Schwangerschaftsabbrüche vom 28.4.07 

Leider war dem Bericht nicht zu entnehmen, wie sich die CSU konkret zu diesem Thema äußert. Welche Hilfen bietet heute der Staat – und damit wir alle als Gesellschaft - werdenden Müttern in einer u.a. finanziell schwierigen Situation an: Endstation Hartz IV oder Sozialhilfe! 

Barbara Spachmann-Bueckers von Donum Vitae benannte bei den Gründen für eine Abtreibung neben psychischen und physischen Überforderungen Zukunftsangst und finanzielle Probleme. Hier hilft auch das von Seiten der CSU gepriesene, neue Elterngeld nicht weiter, wenn die junge Mutter vor der Schwangerschaft nicht über ein eigenes Einkommen verfügte, weil sie zu Hause bereits Kinder versorgte oder ein Studium absolvierte. In dem Fall müssen eben 300 Euro Elterngeld, das als Sockelgeld monatlich für ein Jahr gezahlt wird, reichen. Reicht es für die Miete, für Essen, für die Windeln? Wie geht es weiter nach dem ersten Jahr? Sicher tut es der Seele gut, wenn staatliche oder kirchliche Stellen Beratung anbieten, aber davon kann sich keine junge Mutter Milch kaufen.

Erinnern wir uns noch: Zur Gründung einer Ich-AG erhielten Arbeitslose vom Staat allein im ersten Jahr monatlich 600 Euro, zur Gründung einer Familie erhalten Bedürftige heute 300 Euro. 

Erst jüngst startete die ödp eine Petition für die Einführung eines bayerischen Erziehungsgehalts: Im Anschluss an das Elterngeld des Bundes soll das Land Bayern zwei Jahre lang ein Landeserziehungsgehalt in Höhe von 1000 Euro pro Kind und Monat zahlen, das den Eltern ermöglicht, frei und ohne Benachteiligung über die Art der Betreuung für ihre Kinder zu entscheiden. Ein Krippenplatz kostet die öffentliche Hand durchschnittlich 1000 Euro im Monat. Dieses Geld soll künftig direkt an die erziehende Person ausgezahlt werden. Die Eltern haben dann die freie Entscheidung, ob sie die 1000 Euro für eine Betreuung des Kindes ausgeben oder zeitweise aus dem Erwerbsleben ausscheiden und sich der familiären Erziehungsarbeit widmen. 

Übrigens: Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat das Land Nicaragua massiv kritisiert und mit der Kürzung der Entwicklungshilfe gedroht, weil es die Abtreibung verboten hat (vgl. Presseerklärung des BMZ vom 17.11.2006) 

Fazit: letztlich dreht sich alles um das „liebe“ Geld. Aber sind uns unsere Kinder darüber hinaus nicht viel mehr wert? 

Johanna Weigl-Mühlfeld, Baiern Vorsitzende der Ebersberger ödp / Bündnis für Familien

 



Elterngeld und Krippenoffensive - Meilensteine oder Stolpersteine? 

Ebersberg, Mai 2007 

Roswitha Bendl, familienpolitische Sprecherin der ödp in Bayern und Mitglied in mehreren kirchlichen Familiengremien sprach am 08.05. 07 im Schweiger Brauhaus in Markt Schwaben zum Thema: Elterngeld und Krippenoffensive - Meilen- oder Stolpersteine für Familien? 

Familienpolitik ist derzeit ein heißes Thema. Elterngeld und Krippenoffensive und die Finanzierung von beidem werden in Talkshows und auf den Leserbriefseiten viel und kontrovers diskutiert. 

Dabei könne, so Bendl, von der oft zitierten Wahlfreiheit für Eltern nicht die Rede sein, wenn im Staat ein Betreuungsmodell forciert und einseitig gefördert werde. Sie prangerte die immer wieder falsch dargestellte Höhe der Transferleistungen an Familien an und verwehrte sich gegen die verzerrte Darstellung der aktuellen Betreuungssituation. 

Da werde ein Modell als überholt und verknöchert gebrandmarkt, das von der breiten Mehrheit der Familien bewusst und gut gelebt werde, wie Studien immer wieder ergäben. Unabhängig davon, dass die neuen familienpolitischen Instrumente für eine Reihe von Familien durchaus ein Gewinn sein können, ist nach Meinung Bendls beim Elterngeld das dahinter stehende Gesellschaftsverständnis fatal: deutliche Verbesserungen für Gut- und Bestverdiener werden durch Einschnitte bei den einkommensschwächsten Eltern finanziert. 

Auch die Konzeption des Elterngelds als eine Schadensersatzleistung wegen der Geburt eines Kindes setzt falsche Akzente. Da es ein Jahr lang 2/3 des letzten Einkommens ersetze, habe es naturgemäß die größten Vorteile für die eigentliche Zielgruppe: gut verdienende Akademikerinnen. Eltern mit heute oft üblichen niedrigen Durchschnittslöhnen oder z.B. Studentinnen, die kein hohes vorheriges Gehalt vorweisen können, müssen mit dem Sockelbetrag für nur mehr ein Jahr zufrieden sein. Ebenso gehe es Vätern und Müttern, die in den letzten Jahren bereits Kinder zuhause betreut haben. 

Bendl, die in Erding im Kreistag und Stadtrat sitzt, kritisierte auch die Botschaft, die die Krippenoffensive begleite: Kinder brauchen ihre Eltern längstens 14 Monate, dann braucht die Wirtschaft wieder die Arbeitskraft beider Eltern. Nicht von ungefähr lobten hohe Wirtschaftsvertreter das Elterngeld, weil Eltern ihrer Meinung nach ohnehin zuviel Zeit mit Kindererziehung verbrächten. 

Es sei höchste Zeit endlich die Betreuungstätigkeit - egal ob in Institutionen oder zuhause verrichtet, gerecht zu honorieren. Seit vielen Jahren werde deshalb von der ödp und vielen Verbänden ein steuer- und abgabenpflichtiges Erziehungsgehalt vorgeschlagen. Bendl stellte die jetzt in Bayern auf den Weg gebrachte Petition der ödp und der Familienpartei für ein bayrisches Landeserziehungsgehalt vor. Viele Menschen, die die derzeitige Familienpolitik als einseitig und ungerecht empfinden, können hier ein Zeichen setzen in Richtung echter Wahlfreiheit.

 



ödp: Große Koalition spielt die Eltern gegeneinander aus! 

ödp fordert „sofortige Beendigung des unverschämten Taktierens mit dem Geld der Eltern!“ 
Ebersberg, Nov. 2006 
„Das peinliche, unverschämte und ungerechte Taktieren der Großen Koalition mit dem Geld der Eltern muss sofort beendet werden“, fordert Roswitha Bendl, die familienpolitische Sprecherin der ödp in Bayern. 

Bendl verweist darauf, dass einerseits von SPD-Seite gefordert werde, das Kindergeld zu kürzen, um öffentliche Kinderbetreuung zu bezahlen, obwohl das Kindergeld den Eltern als Ausgleich für die verfassungswidrige Besteuerung des Existenzminimums der Kinder zusteht. Andererseits schiebe die CDU-Ministerin von der Leyen zuvor gut verdienenden Müttern ein Elterngeld zu, das durch Kürzung bzw. Streichung des Erziehungsgeldes für ärmere Mütter finanziert wird. 

Studentinnen, Arbeitslose und Mütter, die bereits vorhandene Kinder erziehen, werden damit zugunsten besser verdienender Frauen wesentlich schlechter gestellt. „Dieses Prinzip, bei dem jeweils eine Gruppe von Eltern auf Kosten einer anderen Gruppe zu Schaden kommt, obendrein noch als familienpolitische Leistung verkaufen zu wollen ist einfach skandalös und wird verständlicherweise bei vielen Eltern zu Frust und Entmutigung führen“, so Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld. 

In einem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer und Max Lehmer forderte die Kreisvorsitzende ein Erziehungsgehalt für alle Mütter und Väter, gleich in welcher Position sie stehen. Nur damit wird eine echte Wahlfreiheit geschaffen: die Kinder selbst zu erziehen oder das Erziehungsgeld bei einer Erwerbstätigkeit für eine Betreuung zu verwenden. Wer Kinder erzieht, sichert Zukunft und Wirtschaftskraft. 

Das Erziehungsgeld sollte ein Entgelt für diese Arbeit sein, und kein Lohnersatz für frühere Tätigkeiten.  

 



Bayerischer Verdienstorden für Ebersberger Bauern! 

November 2006 - Leserbrief zu Gentechnik-Gegner bleiben gespeichert SZ, vom 20.Oktober 2006 

In unserer Verfassung des Freistaates Bayern steht unter Artikel 141: 
"Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist, auch eingedenk der Verantwortung für die kommenden Generationen, der besonderen Fürsorge jedes einzelnen und der staatlichen Gemeinschaft anvertraut. [...] Es gehört zu den vorrangigen Aufgaben von Staat, Gemeinden und Körperschaften des öffentlichen Rechts, [...] die heimischen Tier- und Pflanzenarten und ihre notwendigen Lebensräume [...] zu schonen und zu erhalten." 

Für nichts anderes sind unsere Bauern bei der Demonstration gegen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft in Ebersberg eingestanden. Eigentlich müssten die Landwirte Max Reis und Franz Lenz für ihre Fürsorge, die jedem bayerischen Bürger obliegen, so wie es in der Bayerischen Verfassung ausdrücklich festgeschrieben ist, den Bayerischen Verdienstorden erhalten.

Ich werde die beiden jedenfalls für diesen Preis vorschlagen. Und ich hoffe, dass dies möglichst viele Verbraucher (die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung lehnt eine Genmanipulation der Nahrung ab) tun. Jetzt können wir Verbraucher Solidarität zeigen und mit einem minimalen Portoaufwand kund tun, dass wir hinter den Ebersberger Bauern stehen! 

Johanna Weigl-Mühlfeld ödp Kreisverband Ebersberg

 



Anerkennung statt Verfolgung 

Oktober 2006 - Leserbrief z. Kommentar von Herrn Chr. Hufnagel v. 21.10.06
"Anerkennung statt Verfolgung" Preis für gelebte Demokratie! 

Herr Hufnagel, ihrem Vorschlag Herrn Lenz und seinen Mitstreitern einen Preis für gelebte Demokratie zu verleihen kann ich mich nur anschließen. So treffend ihre Aussage auch ist, bis dies von politischer Seite auch so gesehen wird, sind sicherlich noch viele derartige Kommentare nötig. 

Tatsache ist, dass die CSU ebenso wie Bundesminister Seehofer im vorauseilenden Gehorsam den Konzernen den Boden für den Milliardenmarkt Gentechnik öffnen möchten, selbst mit der Gefahr, dass es bäuerliche Strukturen und Tausende von Arbeitsplätzen im Agrar-Markt bald nicht mehr geben wird. Bei den Informationsveranstaltungen der Landkreis-CSU konnte noch kein Politiker die Frage nach dem vermeintlichen Nutzen der Agro-Gentechnik beantworten. Gentechnik reduziert die Vielfalt der Sorten und erbringt in den meisten Ländern der Erde auch nicht die versprochenen Mehrerträge (neueste Studien aus Kanada belegen, dass bei gleichen Anbaubedingungen der BT-Mais bis zu 12 % weniger Ertrag bringt). 

Desweiteren wurden in wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt, dass BT-Mais auch auf die Entwicklung von Nichtzielorganismen wie z.B. Bienen, Regenwürmer (meist erst in der zweiten Generation), verschiedene Schmetterlingsarten u.s.w. negative Auswirkungen hat. 

Um dennoch die Ziele durchzusetzen, schreckt man auch nicht davor zurück, den Verfassungsschutz einzuschalten wenn Landwirte Laken mit der Aufschrift "Wir sind gegen Gentechnik, Papst Benedikt steht hinter uns" an ihren Traktor hängen. Die vielbeschworene Wahlfreiheit der Verbraucher ist durch die vielen Ausnahmefälle bei der Kennzeichnung (Fleisch, Eier, Milch von Tieren die mit Gentechnik gefüttert wurden müssen nicht gekennnzeichnet werden, ebensowenig wie Honig der BT-Pollen enthält) eher ein "Etikettenschwindel" als eine wirkliche Entscheidungshilfe beim Einkauf. Wir haben in Sachen gelebter Demokratie noch viel vor uns. 

Packen wir´s an! 

Rosi Reindl Glonn

 



Positionen zum neuen Elterngeld 

Oktober 2006 - Leserbrief zu Lehmer: Elterngeld macht wieder Mut zu Kindern SZ, vom 30.Sept.2006 

In diesem Kurzbericht betont CSU-Abgeordneter Max Lehmer, dass das neu beschlossene Elterngeld in "wesentlichen Punkten" die Handschrift der CSU trage. 

Ja - das kann man wirklich erkennen, wenn man auch das Kleingedruckte aus diesem Gesetz liest, das leider in diesem Bericht nicht aufgelistet worden ist: 

Bis zu 14 Monate lang wird künftig 67 Prozent des letzten Nettogehalts vom Staat für die Betreuung eines Kindes gezahlt. Maximal 1800 Euro monatlich. Wer bisher schon wegen Kindererziehung - es gibt tatsächlich noch Eltern, die mehr als ein Kind haben - nicht berufstätig war, erhält einen Grundbetrag von kläglichen 300 Euro monatlich. 

Fazit: Einzelkinder von gutverdienenden Bürgern sind dem Staat mehr wert, als Kinder, deren Eltern weniger im Geldbeutel haben. Das ist wahrlich die Handschrift der CSU! 

Gerechter und faktisch auch mit weniger Aufwand umsetzbar wäre gewesen, das bisherige Kindergeld zu erhöhen. Warum wurde diese Lösung nie diskutiert? 

Johanna Weigl-Mühlfeld ödp Kreisverband Ebersberg

 

 



Neuwahlen der Ebersberger ödp 

September 2006 - 

Der ödp Kreisverband Ebersberg hat einen neuen Vorstand. 

Bei der letzten Mitgliederversammlung des Kreisverbands wurde als neue Vorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld aus Baiern und als ihre Stellvertreterin Rosi Reindl aus Glonn gewählt. 

Dem Vorstand gehören weiter als Schriftführer Martin Baumgartner aus Ebersberg und als Kassier Maria Galleneder aus Baiern an. Hanno Sombach, der bisherige Vorsitzende, und Ingrid Trischler fungieren als Kassenprüfer. 

Mit Rosi Reindl, Mitglied im Arbeitskreis "Gentechnik", will sich der neue Vorstand in dieser Wahlperiode im besonderen für eine gentechnikfreie Zone in der Landwirtschaft einsetzen. 

Ein weiterer Schwerpunkt wird in der Vorbereitung des Antritts zur Kommunalwahl 2008 mit einer eigenen Kreistagsliste sein. In den benachbarten Landkreisen Freising, München, Erding und Rosenheim hat die ödp bereits Kreistagsmandate inne. "Wir wollen als politische Alternative für alle Bürger antreten, die sich von den regierenden Großparteien nicht mehr vertreten fühlen und einen Weg aufzeigen, wie tatsächliche Basisdemokratie praktiziert werden kann", begründet Rosi Reindl ihr Engagement zur Kreistagsliste. 

Der ödp, die satzungsgemäß auf Geldspenden aus der Wirtschaft verzichtet, da Konzerne und Verbände - auch trotz ihres oftmals gezückten Scheckbuches - kein Wahlrecht haben, ist es ein Grundanliegen, die politische Kultur in Bayern von unten zu erneuern. Als ökologische Partei unterstützt die ödp die Stärkung dezentraler Strukturen in Politik und Verwaltung sowie die Entwicklung regionaler Märkte in der Wirtschaft, da Menschen, die sich mit ihrem Lebensumfeld identifizieren, sich auch kulturell, sozial und ökologisch für ihre Heimatregion einsetzen. Ein Beispiel hierfür ist die konsequente Befürwortung seitens vieler Verbraucher und Landwirte von gentechnikfreien Zonen im Landkreis. 

"Wir werden unsere ganze Kraft dafür einsetzen, dass auch im Landkreis Ebersberg die ökologischen, sozialen und demokratischen Themen neben einem nachhaltigen Wirtschaften mehr Gewicht erhalten." so die neue Vorsitzende, Johanna Weigl-Mühlfeld.

 

 



Gentechnik-Politik der CSU 

August 2006 - Leserbrief zum Artikel im Münchner Merkur vom Montag, den 31.7.06 "Nachlassendes Interesse" CSU-Infoveranstaltung zum Thema Gentechnik 

Bezieht man das nachlassende Interesse auf Gentechnik-Befürworter, dann hat die Überschrift des Berichts durchaus seine Berechtigung. Dieses Klientel war kaum vertreten, die Veranstaltung war fast ausschließlich von Kritikern besucht. 

Leider kam in dem Artikel auch nicht zum Ausdruck, dass die anschließende Diskussion zeitlich den größten Raum an diesem Abend beanspruchte, trotzdem blieben vielen Fragen der anwesenden Kritiker meist unbeantwortet. So wie die Frage von Christoph Fischer, dem Gründer der Initiative "Zivilcourage", der lediglich wissen wollte, wie die Haftung bei der Verunreinigung von Honig von heimischen Imkern gehandhabt wird. Wer haftet hier, für welche Menge? Wird nur das Glas Honig ersetzt, das im Labor getestet wurde oder die ganze Ernte? Die Antwort des Staatssekretärs Müller hierauf: "Dies sei nicht relevant, da Honig nicht kennzeichnungspflichtig wäre." 

Weitere Nachfragen zu diesem Punkt ließ Ministerin Christa Stewens nicht zu und verwies Christoph Fischer vom Mikrofon. So einfach ist das! 

Übrigens auch Fleisch, Milch und Eier sind nicht kennzeichnungspflichtig, das sollte zu denken geben. 

Bei derart rigiden Methoden frage ich mich schon, ob nun alle anwesenden Kritiker damit rechnen müssen, vom Verfassungsschutz überprüft zu werden, wie dies bei einigen Ebersberger Bauern, die diese Gentechnik-Politik nicht hinnehmen wollen, nach der ersten Informationsveranstaltung der CSU bereits geschehen ist. 

Johanna Weigl-Mühlfeld, Baiern ödp Kreisvorstandsmitglied

 

 



ödp kritisiert Haltung der Sozialdemokraten

Die SPD täuscht die Verbraucher über ihre wahren Absichten: 
Im Landkreis und Bayern gegen Gen-Mais, in Berlin dafür!

März 2006 -Der Kreisverband der ödp in Ebersberg wirft der SPD vor, die Verbraucher über ihre wahren Absichten bei der landwirtschaftlichen Gentechnik zu täuschen. „Herr Schurer und die SPD macht in Ebersberg auf Widerstand, protestiert gegen die neuen Gen-Maisanbauflächen und die Bundes-SPD macht genau das Gegenteil", kritisiert ödp-Kreisvorsitzender Hanno Sombach. 

Dem von der SPD unterzeichneten schwarz-roten Koalitionsvertrag zufolge sollen die Regelungen des Gentechnikgesetzes „so ausgestaltet werden, dass sie Forschung und Anwendung in Deutschland befördern" (Kapitel B I 8.9). 

Sombach: „Die SPD kopiert derzeit die Methode der bayerischen Grünen, die während der rot-grünen Regierungskoalition gegen Transrapid, Gentechnik und Atom-Zwischenlager waren, während die Grünen im Bund die Voraussetzungen für diese Projekte schafften". Renate Künast habe sich bei der entscheidenden Abstimmung zur grünen Gentechnik in Brüssel der Stimme enthalten, so Sombach und diese Doppelzüngigkeit gipfelte in der Ehrung von Ian Wilmut mit einem der renomiertesten und mit 100.000 Euro dotierten Medizinpreise, obwohl dessen Klonexperimente mit Embryonen in Deutschland strafbare Handlungen wären. 

Die ödp setzt unterdessen auf eine Doppelstrategie und will „mit einer bayernweit laufenden Petition erreichen, dass die gentechnikfreie Landwirtschaft als Ziel im neuen Landesentwicklungsprogramm verankert wird". Mit einer derartigen Ergänzung des LEP könne auch in Grub nicht länger ein Staatsgut für den Versuchsanbau zur Verfügung gestellt werden. Das neue LEP wird voraussichtlich ab März im Landtag beraten. Darüber hinaus hätte eine erfolgreiche Petition auch eine grundsätzliche politische Signalwirkung. Sombach: „Wir wollen auf diese Weise erreichen, dass sich Bayern an Österreich ein Beispiel nimmt. Dort raten die Politiker den Landwirten, die Finger von der Gentechnik zu lassen." 

Was in der Mehrzahl der Regionen in Frankreich und Italien Realität ist, soll auch für den Landkreis Ebersberg als gutes Beispiel gelten. "Wir dürfen den Anschluß nicht verpassen" heißt für Sombach den Anschluss an die Befürwortung der Vielfalt in Europa statt der abzusehenden Einfalt. Mittlerweile erfreut es Sombach, dass diese Idee einer breiten Unterstützung in der Bevölkerung gewiß ist. Bei den privaten Gen-Anbauflächen greift das LEP zwar nicht. Die ödp veröffentlicht aber laufend die neu angemeldeten Flächen. Dadurch entstehe auch vor Ort Druck auf die Gen-Bauern, vor allem auch von den anderen Bauern, die an die Gen-Anbauflächen angrenzen. Es gebe schon mehrere Beispiele dafür, dass diese Veröffentlichungsstrategie wirkt: in Osterhofen (Lkr. Deggendorf), in Altdorf (Lkr. Landshut), im Landkreis Amberg-Sulzbach ... und sicherlich auch in Ebersberg. 

Sombach appeliert auch an Lokalpolitiker wie Gemeinderäte, sich nicht mit dem Argument mangelnder Zuständigkeit aus der Verantwortung stehlen zu wollen. Hier sieht er genügend Spielraum für Mitverantwortung beim Einkauf von Lebensmitteln für Kindergärten, Schulen, Altenheime bis hin zur Regelung von Pachtverträgen für verpachtete Gemeindeflächen. Die bayerische ödp ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an den landesweiten Aktionstagen für ein gentechnikfreies Bayern zu beteiligen.  

 

Termine zum Thema Gentechnik:  

Sa, 11.3.2006:   Stoppt Genfood-Demonstration in München, auf der u.a. Harald Nestler, Vorstand des Umweltinstituts München, reden wird. Näheres dazu finden Sie unter http://umweltinstitut.de
Ab 13 Uhr Demo in München: STOPPT GENFOOD - Außen Tomate, Innen ??? Verbraucher bewegen sich für sichere und unverfälschte LEBENsmittel ohne Gentechnik! Die Auftaktkundgebung findet am Geschwister-Scholl-Platz/Ludwigstraße statt mit Redebeiträgen u.a. von Edith von Welser-Ude, Schirmherrin der n-a-h-r-u-n-g-s-k-e-t-t-e und Christian Hierneis, 1. Vorsitzender des Bund Naturschutz, Kreisgruppe München. Aufruf und Programm: www.keine-gentechnik.de/bibliothek/termine/2006/nahrungskette_demo_muenchen_060311.pdf

 

Dienstag, 14. März, 19 Uhr, in der Schweisfurth-Stiftung, Südliches Schlossrondell 1 in München. Vortrag „Zellgeflüster. Streifzüge durch wissenschaftliches Neuland“ von Florianne Koechlin. Die Biologin und Chemikerin wehrt sich gegen die simplen Dogmen der Gentechnik. Sie berichtet von innovativen Lösungen jenseits der riskanten Gentechnologie, zum Beispiel wenn es um den Schutz von Pflanzen vor Schädlingen geht. Veranstalter im Rahmen des Münchner Forums Nachhaltigkeit ist der oekom e.V. , Verein für ökologische Kommunikation. Mehr Informationen und Anmeldung bitte über www.oekom-verein.de

 

 



Leserbrief zum Bericht 
"Gentechnik: Keine Vorteile für den Verbraucher" 
vom 2.Februar 2006

2. Februar - Sehr geehrter Herr Acker ! 

Haben Sie vielen Dank für den Bericht über diesen wichtigen Vortrag! 

Hier noch mal mein Leserbrief hierzu, mir liegt das Thema absolut am Herzen, denn es verstößt 

  1. gegen demokratische Prinzipien (95% der Forscher operieren gegen den Willen der Verbraucher/Lebensmittel-Produzenten, aber mit Genehmigung der "Volksvertreter" 

  2. ohne Zweifel gegen öffentlich-rechtliche Praktiken: die Genehmigungsverfahren sind oft geheim/nicht durchschaubar und gleichwohl von den Unternehmen durchgeführt, denen die Genehmigung erteilt wird 

  3. gegen liberales Verständnis: zwar argumentieren die Liberalen damit, dass mündige Bürger hier frei entscheiden - doch die Aufklärung der Bürger findet zu keinem Zeitpunkt statt von denen die Mündigkeit als Argument verwenden - außer von so engagierten Personen/Verbänden wie Rosi Reindl, Bund Naturschutz, z.T. ödp, Schweißfurth-Stifung, u.v.a. 

  4. gegen ein soziales Prinzip: es wird ohne Skrupel das Risiko für viele Familienbetriebe bewusst in Kauf genommen, um hier einem Kartell von 2-4 Konzernen den Markt - und schlimmer noch - die Marktmacht über Nahrungs-, Futter- und Düngemittel gleichzeitig in die Hand zu geben. Aufbau wirtschaftlicher Abhängigkeit ist für mich äußerst unsozial! 

  5. gegen ein Kartellrecht: Heute engagieren sich Wirtschaftsminister gegen die Kartellbehörden und machen sich zum Geburtshelfer von Chemie- und Lebensmittelmonopolen! Ich zitiere Erhard: "Das erste, was ich aufgenommen habe, war der leidenschaftliche Kampf gegen Monopole und gegen die mannigfachen Bindungen, die menschliche Abhängigkeiten und Unfreiheiten zur Folge haben mussten. Aus dieser Haltung heraus wurde das deutsche Kartellgesetz oder besser gesagt Antikartellgesetz geschaffen." Ach ja. So ändern sich die Zeiten Hier ist eine Grundsatzfrage der sozialen Marktwirtschaft berührt, womit sich der Kreis meiner Kritik wieder schließt. 

Mit freundlichen Grüßen 
Hanno Sombach 

 

Sprüchmacher 

"Das Grausen kommt dem, der da liest, wie die Vielfalt unserer angestammten Heimatarten systematisch zerstört wird. Und wofür? Bestimmt nicht als Hilfe gegen den Hunger der Welt. Die Kontamination der Pflanzen, des Bodens, des Wassers ... mit artfremden Erbinformationen ist alles andere als Hilfe. 
Diese Verseuchung des Erbguts würde an die Nachkommen weitergegeben und ließe sich nie mehr zurückholen - außer durch Ausrottung derselben. Die unumkehrbare Veränderung ganzer Arten ohne die Folgen zu kennen ist unverantwortlich. Wer konservativ denkt, kann die grüne Gentechnik nur ablehnen. 

Wir in der ödp wissen uns darin mit den großen Kirchen, den Bauernverbänden und den Verbrauchern einig. Noch sind in Bayern fast 90% der Verbraucher und fast alle Landwirte gentech-skeptisch - ja gentech-ablehnend eingestellt. Die C-geführten Regierungen in Bund und Freistaat - in der Gentechnik bestenfalls Zauberlehrlinge - würden sie uns aber an den Hals ketten wollen. Dabei stellt sich heraus, dass Sprüche von Heimattreue, Tradition, Konservativität und Ehrfurcht vor Gott leider nur Worthülsen sind und wenn von Wachstum und Freiheit die Rede ist, dann auch nur der von Konzernen gemeint ist und niemals der Schutz des konventionell-herkömmlich betriebenen landwirtschaftlichen Familienbetriebs. 

Es gibt keine friedliche Koexistenz zwischen der Genmanipulation und der herkömmlichen Landwirtschaft - schon gar nicht mit der ökologisch orientierten! Alle, die etwas anderes behaupten sind entweder naiv oder gekauft, mit Sicherheit extrem ignorant. 

Hanno Sombach Vaterstetten 
Kreisvorsitzender der ödp

 

 



Immer noch Genmais-Flächen im Landkreis Ebersberg
ödp will Rückzug durch öffentlichen Druck erreichen.

2. Februar 2006 - Nach dem teilweisen Rückzug aus dem Landkreis Deggendorf ist noch Weißenfeld im Landkreis Ebersberg für großflächigen Genmais-Anbau angemeldet (30000qm). 

Nach dem teilweisen Rückzug aus dem Landkreis Deggendorf will die ödp den Genmais-Saatguthersteller Monsanto jetzt dazu bringen, auch vom Landkreis Ebersberg Abstand zu nehmen. Die ödp will mit der Bekanntgabe der Daten "wie im Landkreis Deggendorf so viel öffentlichen Druck erzeugen, dass die angemeldeten Anbauflächen wieder zurückgezogen werden", kündigte ödp-Kreisvorsitzender Hanno Sombach. 

Seit dem vergangenem Wochenende läuft nun auch die landesweite ödp-Petitionsaktion unter dem Motto "Hände weg von unserem Essen!" "Wir wollen erreichen, dass der Landtag bei der ab März anstehenden Beratung des neuen Landesentwicklungsprogramms die gentechnikfreie Landwirtschaft zum Ziel der Landesplanung erklärt. Die Unterschriftenliste kann unter Tel. 0851/931131 angefordert oder im Internet unter http://www.oedp-bayern.de abgerufen werden. Sombach appelliert an alle bayerischen Politiker, besonders die Kommunalpolitiker, jetzt endlich die Notbremse zu ziehen und der Staatsregierung sowie insbesondere Horst Seehofer, dem erklärten Förderer der Genmanipulations-Industrie, ins Gewissen zu reden. "Die Ankündigung des bayerischen Baby-Nahrungsproduzenten Hipp (Süddeutsche Zeitung - Bayern vom 19.1.06), künftig nur noch im Ausland seine Rohstoffe einzukaufen wenn der Anbau von genmanipulierten Pflanzen forciert werde, muss nun endlich bei allen Verantwortlichen die Alarmstufe Rot auslösen. Nicht nur die Biobauern und Imker, sondern auch viele gentechnik-kritische konventionell wirtschaftenden Landwirte stehen vor der Vernichtung ihrer Existenz." 

Hipp hatte erklärt, dass es für ihn nur auf die Wünsche der Verbraucher ankomme. Und diese wollten nun mal keine genmanipulierte Nahrung. Wenn verstärkt genveränderte Organismen ausgebracht werden, könne auch der gutwilligste und sorgfältig arbeitende Landwirt eine Verschmutzung seiner Ernte mit genmanipuliertem Material nicht mehr verhindern. Insbesondere Österreich und Polen hätten die Zeichen der Zeit erkannt und würden das Vordringen der Genmanipulation verhindern. Nach Ansicht der ödp führt die Ausbringung genveränderter Organismen (GVO) "zu unabsehbaren und nicht rückholbaren Folgen".

Die aktuelle Übersicht der Gen-Anbauflächen finden Sie auf der homepage des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit unter: http://194.95.226.237/stareg_web/showflaechen.do?d-16544-p=1

 



Neue bayerische Genmaisstandorte veröffentlicht: 

Alarmstufe Rot auch für den Landkreis Ebersberg 

ödp startet noch im Januar landesweite Petitionsaktion zur derzeit laufenden Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms

20. Januar 2006 - Die neuesten Veröffentlichungen der Gen-Mais-Anbauflächen für 2006 durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit weisen Niederbayern als Zentrum des Anbaus genmanipulierter Organismen aus. Aber auch der Landkreis Ebersberg kommt nicht "ungeschoren" davon: in Poing-Grub wird die Uni Weihenstephan ihre Versuche auch in diesem Jahr fortsetzen. 

ödp-Kreisvorsitzender Sombach appelliert an alle bayerischen Politiker, jetzt endlich die Notbremse zu ziehen und insbesondere Herrn Fauth und Herrn Seehofer, den erklärten Förderern der Genmanipulations-Industrie, ins Gewissen zu reden. "Die Ankündigung des bayerischen Baby-Nahrungsproduzenten Hipp (Süddeutsche Zeitung - Bayern vom 19.1.06), künftig nur noch im Ausland seine Rohstoffe einzukaufen wenn der Anbau von genmanipulierten Pflanzen forciert werde, muss nun endlich bei allen Verantwortlichen die Alarmstufe Rot auslösen. Nicht nur die Biobauern und Imker, sondern auch viele gentechnik-kritische konventionell wirtschaftenden Landwirte stehen vor der Vernichtung ihrer Existenz." 

Hipp hatte erklärt, dass es für ihn nur auf die Wünsche der Verbraucher ankomme. Und diese wollten nun mal keine genmanipulierte Nahrung. Wenn verstärkt genveränderte Organismen ausgebracht werden, könne auch der gutwilligste und sorgfältig arbeitende Landwirt eine Verschmutzung seiner Ernte mit genmanipuliertem Material nicht mehr verhindern. Insbesondere Österreich und Polen hätten die Zeichen der Zeit erkannt und würden das Vordringen der Genmanipulation verhindern. 

Die ödp startet noch im Januar 

eine landesweite Petitionsaktion 

zur aktuellen Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms (LEP). Der Entwurf der Staatsregierung, der ab März in den Landtagsausschüssen behandelt wird, soll "um das landesplanerische Ziel einer gentechnikfreien Produktionsweise in Bayern ergänzt werden", fordert Sombach. 

Nach Ansicht der ödp führt die Ausbringung genveränderter Organismen (GVO) "zu unabsehbaren und nicht rückholbaren Folgen". Die Aussaat stelle auch "eine existenzielle Bedrohung aller verantwortlich produzierenden Landwirte und Imker dar. Wenn auch die Meinung hierzu kontrovers bleibt - die Mehrheit von über 80% der in Verbänden organisierten Landwirten und Imker lehnt diese Technik aufgrund der Risiken ab - doch spätestens, wenn es zur Verteilung von Fördermitteln, oder um Genehmigungsverfahren geht, wird der Widerstand gebrochen", so Sombach. "Diese Wahl für den Landwirt kommt einer Entscheidung zwischen Pest Cholera gleich". 

 

Hier wird in Bayern 2006 genmanipulierter Mais angebaut: 

Vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurden für 2006 u.a. folgende bayerische Genmais-Anbauflächen veröffentlicht. 

Quelle: http://194.95.226.237/stareg_web/showflaechen.do?d-16544-p=1 
Stand: 16.1.06 
alles Monsanto-Genmais MON 810 

 
PLZ Ort Anbaufläche in Quadratmeter 
82256 Fürstenfeldbruck 6 000 (Uni München/Weihenstephan) 
85077 Manching 6 000
85416 Langenbach 10 000
85447 Grucking 22 485
85464 Finsing 10 000
85586 Poing-Grub 6 000 (Uni München/Weihenstephan) 
86666 Straß 200
86687 Kaisheim 70 854 
92637 Weiden 100
94094 Rotthalmünster 60
94486 Osterhofen 182 500 verteilt auf zwei Felder 
94527 Aholming 22 000
94550 Künzing 24 000
97232 Giebelstadt 150
97359 Schwarzach am Main 4 700 

Unter der oben genannten Internetadresse finden Sie auch nähere Angaben zu den einzelnen Standorten.

 



Jahresrückblick 2005

Dez.05 - Liebe Interessenten, Mitglieder und Unterstützer, 

Eine neue … Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass Ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass die Gegner allmählich aussterben, und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht worden ist. (Max Planck, 1858-1947). 

Mit diesem Schreiben, will ich Ihnen zum Jahresende danken für Ihre Treue, ihre Unterstützung und Ihre Motivation beim Versuch, unseren Idealen gerecht zu werden. In Anlehnung an M.Planck darf ich behaupten, dass diese Unterstützung dafür sorgt, dass sich diese Wahrheit durchsetzen wird – weil wir nicht aufgeben werden, sondern auch dafür sorgen, dass die nächste Generation damit vertraut gemacht wird. 

Dies ist wahrlich kein Zuckerschlecken gewesen und auch in Zukunft kein leichtes Unterfangen. Besonders in diesem Jahr fiel auf, wie gleichförmig, wie zunehmend desinteressiert und abgestumpft die meisten Menschen, die wir zu erreichen versuchten. Ihre äußeren Umstände nehmen sie noch wahr, um es mit Passivität hinzunehmen – ohne selbstbestimmend einzugreifen. Ohne groß nachzudenken oder zu hinterfragen wird nur noch „mitgelaufen“ oder ohne Rücksicht auf Folgen der Kopf in den Sand gesteckt. Auch wenn wir Verständnis für dieses Verhalten aufbringen mögen, akzeptieren läßt sich das schwer: den Widerspruch in dieser Logik und dieser Handelsweise vermag auch die ödp nicht zu lösen. Aber dem Anspruch und den Idealen dieser Leute können wir gerecht werden, indem wir politische Verantwortung übernehmen. Es fehlt nur noch, den gordischen Knoten zu lösen, der diese Personen daran hindert, uns die Verantwortung zu übertragen. Noch nicht. 

Umso mehr erfüllt es mich mit Stolz, dass es überhaupt noch eine Partei gibt, die sowohl klare Positionen nach humanistischen, ökologisch-ökonomischen und ethisch wertkonservativen Aspekten bezieht und dass wir schon auf eine Menge Erfolge (politisch wie gesellschaftlich-kulturell) verweisen können. Es lohnt sich, dafür weiterzumachen. Die meisten unserer ehrenamtlich Engagierten, ziehen die Kraft aus Ihrer Unterstützung. Sie beweisen auch, dass sie politische Arbeit als ein Opfer für die Gesellschaft verstehen und sind wären keineswegs bereit, ihre Ideale auf dem Altar der Karrieresucht oder der Linientreue wegen zu opfern. Unsere hier in Bayern erzielten Erfolge beweisen, dass wir außerparlamentarisch und ehrenamtlich relativ mehr für die Gesellschaft und demokratische Kultur erreichten, als die politisch Etablierten. 

In diesem Jahr wurde unser Budget über Gebühr belastet und so möchte ich Sie daran erinnern, wie sehr wir auf Ihre Spenden angewiesen sind! Er dient ab jetzt schon der Finanzierung des Wahlkampfes 2008. 

Unser Konto lautet nach wie vor 282200, BLZ 70169619. Vielen Dank hierfür! Ich wünsche Ihnen allen eine friedvolle und besinnliche Adventszeit, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. 

Mit freundlichen Grüßen 

Hanno Sombach 

 

Wenn Sie nun noch Interesse haben, dann folgen Sie mir bitte bei dem kleinen „Jahresbericht“ in fortfolgenden Ausführungen zu unseren Aktivitäten und Standpunkten auf die nächsten Seiten. 

Thema Mobilfunk 

Das Hauptthema der ödp war in diesem Jahr die Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk. Auch wenn wir das Volksbegehren nicht gewonnen haben – so ist es doch gelungen 8,7% der Ebersberger im Landkreis zu sensibilisieren, aufzurütteln, zu informieren und sich zusammenzuschließen. Und darum geht es letztendlich: sich zusammenzuschließen, um gemeinsam und immer stärker zu zeigen welche Risiken man uns dem materiell-kurzsichtigen Vorteil wegen aussetzt. Ihnen allen, die hier mit großem Engagement mitgeholfen haben, ein herzliches Dankeschön! Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk wird auch weiterhin ein wichtiges Thema bleiben[1]. Immerhin: das Volksbegehren war die weltweit größte Meinungsäußerung zu diesem Thema. Derzeit füllen sogar mehr Interessierte die Veranstaltungen als während der Zeit des Volksbegehrens –womit sich leider bestätigen läßt, dass die Lobbyarbeit durch unsere von uns und Industrie bezahlten Staatsdiener wirkungsvoller war. 

Thema Gerecht sparen auch an der Spitze 

Weniger Achtungserfolg war uns beim zweiten Volksbegehren beschieden. Am 6.Mai hat der Bayerische Verfassungsgerichtshof das Volksbegehren unter nachvollziehbaren Gründen abgelehnt. Leider ist nicht nachvollziehbar, warum der Gerichtshof Interessen der Abgeordneten, gegen die des Volkes vertritt. Schon im Vorfeld, beim Sammeln der Unterschriften war uns klar, dass mit mehr Zuspruch als damals beim „Senats-Volksbegehren“ zu rechnen war – wohl nicht nur uns, wie aus der Entscheidung zu entnehmen ist! 

Thema Gentechnik – Schwerpunktthema auch 2006 

Das nächste Jahr soll der Schwerpunkt unserer Arbeit beim Thema Gentechnik in Landwirtschaft und Nahrungsmitteln sein. Frau Reindl (Glonn) verdient hier unsere besondere Unterstützung, denn sie hat durch Ihr Engagement (Infoveranstaltungen, internationale Unterstützung, u.v.m) dafür gesorgt, dass zumindest im Landkreis die Zuversicht herrscht, dass eine Partei sich bedingungslos für Gentechnikfreiheit in Lebens- und Nahrungsmittel verbürgt. Denn von der neuen Regierung (weniger noch von der neuen Opposition – die es als Regierende auch nicht vermochten) wird viel zu erwarten sein – allerdings wenig Gutes! 

Machen wir uns nichts vor! Die nächsten vier Jahre wird in Sachen Gentechnik mit dem Feuer gespielt werden. Die Wissenschaftler warnen davor. Denn die Ausmaße sind in nichts zu vergleichen mit Atomverseuchung oder Umweltkatastrophen jeglicher Art. All das billigen diejenigen, die verantwortungsbewusst regieren sollten. Und weil bei diesem Spiel mit dem Feuer die „Feuerversicherung“ nicht den Gewinn reduzieren soll, haben sich die findigsten Lobbyisten unter den Politikern schon erschreckende Gesetzentwürfe von der Industrie in die Schublade legen lassen, die das Risiko auf den Verbraucher wälzen werden. 

Ich bin sicherlich kein Pessimist, aber Euphemismus wäre hier fehl am Platze. Darum nenne ich die Dinge beim Namen. 

Wer den Film „Leben außer Kontrolle“ gesehen oder über den GENozid zur Reduzierung der Überbevölkerung durch die Gentechnik gelesen hat (W. Engdahl „Kann es in einer Welt mit „Gen-Food“ Frieden geben?“) der bekommt eine ungefähre Vorstellung davon, was uns hier erwartet. Ist die Gentechnik einmal großflächig ausgesetzt – ist sie nicht mehr rückholbar. Das wissen die Konzerne und darum schreckt man auch nicht vor „Missgeschicken“ zurück, die Fakten schaffen. Diese zufälligen – immer häufigeren – „Versehen“ bleiben bei aller Schönfärberei, was sie sind: gezielte Kontamination. Wenn es die Chemiekonzerne schaffen, uns bis in ein oder zwei Jahren vor vollendete Tatsachen zu stellen – Rumänien z. B. wurde ohne Wissen der Bauern dieses Jahr zu über 90 % unwiderruflich mit falsch deklariertem Saatgut absichtlich verseucht - dann ist der Zug weltweit für immer abgefahren! 

Doch es besteht noch Hoffnung, blickt man z. B. auf die Schweiz, wo jetzt die Bevölkerung sich in einer Volksabstimmung ganz klar gegen die Gentechnik ausgesprochen hat. So gilt es nun Bauern und Konsumenten anzusprechen und zu warnen, sie aufzumuntern, durch ihr Handeln Zeichen zu setzen. Nur so – über die Macht der Konsumenten und den Widerstand der Bauern - haben wir Chancen, das Schlimmste noch zu verhindern. 

Thema Sozialpolitik am Beispiel Büchergeld 

Daß die neue Gebühr bis zu fünf mal höher ist als die tatsächlichen Bücherkosten, das scheint außer der ödp wohl keinen mehr zu stören? Diesen Verstoß gegen das gebührenrechtliche Kostendeckungsprinzip versuchen wir mit 20 Bürgerinnen und Bürger aus sechs bayerischen Regierungsbezirken zu kippen. Mit einer von der ödp unterstützten Popularklage gehen wir gegen das „familienfeindliche Büchergeld“ vor. 

Thema Zusammenarbeit mit der Familienpartei 

Das Jahr 2005 stand auch bei uns ganz im Zeichen der Kooperation mit der Familienpartei Deutschlands. 

Im April sprachen sich die Delegierten des Bundesparteitages mehrheitlich für eine Zusammenarbeit aus. Wir wollten im Landkreis den ursprünglich vom Bundesvorstand eingebrachten Initiativantrag unterstützen und der Familienpartei 2006 bei der Bundestagswahl helfen. 

Als Gerhard Schröder im Mai überraschend Neuwahlen verkündete, waren wir finanziell, kapazitätsmäßig und zeitlich nicht in der Lage, Unterstützung zu bieten. Das Ergebnis der Bundestagswahl lag für die Familienpartei dennoch bei 0,4 Prozent – was zeigt, dass sie unter den für 2006 geplanten Bedingung, die 0,5%-Hürde locker übersprungen hätte und an der Wahlkampfkostenerstattung hätte teilhaben können. 

Thema Europäische Verfassung 

Nicht einverstanden waren wir mit den Inhalten der Europäischen Verfassung, die im Frühjahr 2005 im Bundestag verabschiedet wurde. Wiederholt wies die ödp im Vorfeld auf die politisch falschen Weichenstellungen hin. Wir kritisierten nicht nur die Absenkung des Sozialstandards zugunsten der neoliberalen Wirtschaftspolitik. Besonders gegen die Aufwertung der Punkte zu Verfassungsrang – wie etwa der staatlichen Förderung der Atomenergie und dem Abbau demokratischer Grundrechte – sind wir entschieden entgegengetreten. Wir konnten zwar die Zustimmung im Bundestag nicht vermeiden, aber dank der Ablehnung unserer französischen und niederländischen Nachbarn, liegt dieses löcherige Werk erst mal wieder auf Eis.

 



Warum wird ein Steuerflüchtling mit Staatsempfang geehrt?
ödp Ebersberg fragt Edmund Stoiber nach Kosten für Beckenbauer-Empfang

Sept.05 - Eine deutliche Lücke im aktuellen und am Dienstag veröffentlichten Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes hat die Ebersberger ödp entdeckt. Dabei gehe es zwar nicht um eine große Summe, wohl aber um ein schlimmes Beispiel: „Ich verstehe nicht, warum der Ministerpräsident ausgerechnet einen amtsbekannten Steuerflüchtling wie Franz Beckenbauer mit einem Staatsempfang ehrt“, meint ödp-Kreisvorsitzender Hanno Sombach. 

Hanno Sombach hat den Ministerpräsidenten deshalb brieflich um Auskunft über die Kosten des Ereignisses gebeten und will auch wissen, aus welchem Etat das Geld für die Ehrung genommen wurde. Vor allem aber erkundigt sich der ödp-Kreisvorsitzende danach, wie der Ministerpräsident des Freistaates zu Äußerungen seines NRW-Kollegen Jürgen Rüttgers (CDU) steht, die dieser im Jahre 2003 laut Manager-Magazin von sich gegeben hat: „Wer Steuerschlupflöcher bedenkenlos nutzt oder ins Ausland zieht, um Steuern zu sparen, muss wissen, dass er seine Vorbildfunktion verliert“ sagte der damalige CDU-Vorsitzende und heutige Ministerpräsident von NRW unter ausdrücklicher Erwähnung der Namen Franz Beckenbauer und Michael Schumacher. Und weiter: „ Es gibt Dinge, die tut man nicht. Steuerflucht ins Ausland gehört dazu.“ 

Nach Ansicht von Hanno Sombach muss man über diese klaren Worte aus Politikermund dankbar sein. „Ein Geburtstagsempfang, finanziert aus der Steuerkasse, die der Geehrte nicht zu füllen gewillt ist, muss hingegen empören“, meint der ödp-Politiker. 

Schließlich hätte der Staat z.B. keine Probleme, Etatlücken zu schließen, eine würdige Versorgung pflegebedürftiger Menschen zu sichern und nötige Verbesserungen in Bildung und Familienförderung zu finanzieren, wenn Steuervermeidung, Steuerflucht, Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit wirksam bekämpft und gesellschaftlich geächtet würden.

 



Volksbegehren Gesundheitsvorsorge Mobilfunk 
im Landkreis Ebersberg 8,7 % erreicht."

Liebe Freunde, liebe Mitstreiter und Helfer, 

die vierzehntätige Eintragungsfrist ist nun beendet. Ich möchte mich bei Euch bedanken für die Unterstützung - gerade in unserem Aktionsbündnis in Ebersberg war das Kernteam von ca. neun Leuten seit Ende März (einige bis zu zwanzig! volle Arbeitstagen und oft Dieselben mit Spenden bis zu dreizehnhundert Euro) engagiert dabei, die Bürger über die Risiken im Bereich der niederfrequenten Strahlung (wie sie von Mobilfunkmasten, DECT-Telefonen und Handies ausgehen) und die undemokratischen Privilegien einiger Konzerne in Bayern - hinsichtlich des Baurechts - aufzuklären. Danke auch an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich hilfsbereit zur Verfügung gestellt haben. 

Unsere Absicht (nämlich die Erkenntnisse und Ungleichbehandlung in Sachen Mobilfunk publik zu machen und als Gesetzesvorschlag bzw. als Änderung im Landesentwicklungsprogramms zu verankern) stieß auf eine enorm gut gesteuerten Kampagne von Volksbegehrengegner. Die Lobby aus Mobilfunkbetreibern, von diesen finanzierten Interessensgruppen und Politikern verfügten über eine derartige mediale und finanzielle Macht, dass wir dieser nicht gewachsen waren. Vor allem dem gebetsmühlenartigen Wiederholen von Unwahrheiten und der Verdrehung unserer Absichten, waren wir - zugegebenermaßen - nicht gewachsen! 

Hinzu kommt - und dies wirkt gerade in anbetracht unseres Gesamtaufwandes von ca. 150 Arbeitstagen (im Kernteam; plus schätzungsweise weitere 200 ehrenamtlichen Stunden von Helfern und Helfershelfer) und angesichts eines Budgets von ca. EUR 4.000 beachtlich - dass trotzdem fast neun Prozent der Bevölkerung in Ebersberg "bewegt" werden konnten. Dies ist eine Leistung, die zu würdigen - und dieses Urteil erlaube ich mir leider aufgrund der Erfahrung - die meisten Bürger des Landkreises nicht imstande sein werden. 

Sicherlich, das Ergebnis mag bayernweit ernüchternd sein und für die politische Landschaft und Kultur ein Desaster bedeuten, aber wir nehmen die Erfahrung mit, dass Bayern über einige wenige Menschen verfügt, die bereit sind, sich aus Gründen der Menschlichkeit, des Einfühlungsvermögens in die Not des Mitmenschen und aus der Überzeugung, dass Wegsehen nicht hilft, die Dinge zu verbessern, mit viel Opferbereitschaft für andere einsetzen. Bewusstsein ist eben, wie Sartre schon sagte, doch kein Hohlraum, wenn uns auch einige der Regierenden das beweisen wollen. 

Für mich bestand die schönste Erfahrung darin, dass wir dazu in der Lage waren, die Schranken, die uns durch Parteizugehörigkeiten entstehen - zu überwinden und das Ziel damit nicht zu verderben (wie es ab Landtagsebene so grässlich praktiziert wird). Schade, dass eben dieses Bild den wenigsten Bürgern im Landkreis vermittelt wird bzw. von ihnen wahrgenommen wird. 

Das Volksbegehren mag nicht "gewonnen" worden sein. Aber die Wirkung, die unsere Arbeit und Unterstützung hier hatte und noch haben wird, können nur die Vorausschauenden unter uns ermessen. Denn in einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen Sorgen über Ihre Gesundheit durch die bereits präsente Mobilfunkstrahlung im GSM-Netz und die Intensivierung im UMTS-Netz machen, war es unerlässlich notwendig, den Bürgern von den Mobilfunkkonzernen (und deren politischer Lobby) unabhängige Informationen über Möglichkeiten zur Reduzierung der gesundheitlichen Risiken zu geben. Euch allen, vielen Dank hierfür. Es lag nicht an uns, wie die andere mit dieser Verantwortung umgehen wollen. 

Mit freundlichen Grüßen 
Hanno Sombach (ödp-Kreisvorsitzender)

Ergebnisse aus dem Bayerischen Landesamt für Statistik

 



Erstunterzeichner-Treffen beim Volksbegehren "Gesundheitsvorsorge Mobilfunk"

Juli. 2005 - Am Dienstag, den 5.7.2005 trafen sich die Erstunterzeichner im Rathaus in Glonn. Neben betroffenen Bürgern aus Balkam unterzeichnete Bürgermeister Martin Esterl, sowie Rosi Reindl und Johanna Weigl-Mühlfeld vom Aktionsbündnis.

v.l. Johanna Weigl-Mühlfeld, Bürgermeister Martin Esterl, Rosi Reindl.

 



Am Dienstag beginnt die Eintragungszeit für das Mobilfunk-Volksbegehren
Initiatoren wollen öffentliche Genehmigungsverfahren mit Nachbarschaftsbeteiligung statt Nacht- und Nebelaktionen 
Hollerith: "Wer keinen Mobilfunksender vor seinem Schlafzimmer will, 
kann jetzt sein Mitspracherecht sichern!"

Juli. 2005 - Am Dienstag (5.7.2005) beginnt die Eintragungszeit für das Volksbegehren "Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk". "Sendemasten sollen den Bürgern nicht mehr in Nacht- und Nebelaktionen vor die Schlafzimmer gestellt werden können", formuliert Angelika Hollerith, die Leiterin des Aktionsbündnisses zum Volksbegehren für den Landkreis Ebersberg. Hollerith betont aber, dass sich "die Initiative nicht grundsätzlich gegen Mobilfunk richtet“. „Durch öffentliche Genehmigungsverfahren mit Nachbarschaftsbeteiligung und kommunale Vorsorgeplanungen sollen vielmehr unproblematischere Standorte ausgewählt und die Strahlenbelastung deutlich reduziert werden. Die Mobilfunkbetreiber sollen ihre Sendemasten nicht länger hinstellen können, wo sie wollen", fordert Hollerith. 

Inzwischen wird das Volksbegehren von einem breiten Bündnis unterstützt. Neben der ödp und den Freien Wählern Bayern sind auch der Bund Naturschutz und der Anbauverband Bioland mit im Boot, außerdem der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen, SPD Kirchseeon und landesweit 700 Ärzte und Apotheker, weiterhin der Haus-u.Gundbesitzerverband, zahlreiche Bürgerinitiativen und sogar 116 bayerische Bürgermeister. 

Das Volksbegehren ist aber nur erfolgreich, wenn sich vom 5. bis 18. Juli zehn Prozent der Wahlberechtigten in den Rathäusern eintragen. Sollte das Begehren diese Hürde überspringen, müssen künftig die Nachbarn vor der Installation von Sendemasten informiert und ihre Einwendungen gehört werden. Außerdem kann die Kommune in Vorsorgeplanungen Tabuzonen und unproblematische Standorte festlegen. Hollerith: "Wir müssen jetzt handeln. Denn die vielen Hinweise auf die gesundheitsgefährdende Wirkung der Mobilfunkstrahlung (Erbgutschäden, Krebs ...) verdichten sich zu Beweisen. Trotzdem will die Mobilfunkindustrie auch im Landkreis Ebersberg weitere Sendemasten ohne Bürgerbeteiligung aufstellen wie zum Beispiel in Ebersberg, Vaterstetten, Bruck, Kirchseeon und in Grafing. Hollerith: "Wer sich sein Mitspracherecht sichern will, sollte vom 5. bis 18. Juli unterschreiben. Gelingt es dem Aktionsbündnis die nötigen Unterschriften von zehn Prozent der bayerischen Wähler zu sammeln, käme es voraussichtlich zum eigentlichen Volksentscheid". Informationen können unter 0851/931171 angefordert oder im Internet unter www.gesundheitsvorsorge-mobilfunk.de abgerufen werden.

 



Leserbrief zum Volksbegehren „Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk
zum Artikel aus dem Münchner Merkur

Juni. 2005 - Leserbrief zum Artikel des Herrn Deutschländer/29.6.05 im Politikteil des Münchner Merkur

... und hier unser Leserbrief:

Sehr geehrter Herr Deutschländer,
immer noch glaube ich - als Sucher nach dem rechten Weg - daran, dass auch der  Journalismus auf dem rechten Wege sein sollte. Zumindest sollte er der Wahrheit derart dienen, dass sie zur Aufklärung der Menschen führt und nicht zu dessen Verwirrung. Wenigstens in den Zeitungen die auf gehobenem Niveau operieren, wie der Merkur/die Ebersberger Zeitung.

Ihr Artikel, Herr Deutschländer, scheint mir in dieser Hinsicht eine Entgleisung. Dem wahren Bedürfnis von uns Lesern kommt dieser Artikel nicht nach. Im Gegenteil, durch bewusstes Weglassen von Tatsachen suggeriert der Artikel, Ihnen sei gar eine spektakuläre Verschwörung aufzudecken gelungen, ein "Mobilfunk-Gate" etwa. Einzig und allein skurril ist an dem Leitfaden die Formulierung so mancher Anleitungen, inhaltlich und strategisch wird dem Leser wenig Ungewöhnliches auffallen. Obendrein: die schlichte Tatsache, dass der Aktionsleitfaden für jeden im Internet zugänglich ist, und zwar unter www.gesundheitsvorsorge-mobilfunk.de, lässt den Zusammenhang in einem völlig unspektakulären Licht erscheinen. 

Spektakulär ist jedoch gerade unsere Offenheit. Mit dieser zeigen wir, daß wir nichts zu verheimlichen haben. Jeder unserer Schritte ist nachvollziehbar - sogar für unsere Kontrahenten - denn das Ziel soll in guter Absicht erreicht werden. Zeigen Sie mir bitte eine Partei, ein Team der Mobilfunkbetreiber, das ein Projekt oder eine Aufgabe ohne Leitfaden angeht und dann nennen Sie mir diejenigen, die bereit sind, ihre Schritte so öffentlich zu machen, wie es hier im Leitfaden geschehen ist. Das Aktionsbündnis zum Volksbegehren tut dies, weil es weiß, dass nur durch Offenheit der Wahrheit näher gekommen werden kann und Fehler vermieden werden. 

Des Risikos von Wahrheit und Offenheit waren wir uns dabei bewusst: Es wird immer wieder Leute geben, die wie schon bei den mittelalterlichen Scheiterhaufen, nach einem Opfer suchen, auf dem die Mediengesellschaft innere Spannungen, Ängste und Aggressionen abladen kann. Dabei spielt Schuld oder Unschuld des Sündenbocks keine Rolle - Hauptsache er eignet sich, Unmut und negative Affekte auf sich zu ziehen. Was mich dabei zur Empörung treibt ist die Tatsache, dass Sie einen mehr oder weniger harmlosen Leitfaden im falschen Licht präsentieren, um mit Emotionsjournalismus für Stimmung zu sorgen. Wie stehen Sie denn dazu, wenn vor diesem
Hintergrund kaum vorstellbar und verantwortungslos ein Herr Erwin Huber auf einem UMTS-Gipfel im Interview mit der Zeitung "Die Welt" behaupten darf "Wir werden alles dafür tun, was uns Gott erlaubt, und auch manches, was er uns verbietet, um diese Innovation voranzubringen". 

Im Gegensatz hierzu halten wir uns an das, was durch moralische Rahmenbedingungen abgedeckt bleibt. Wenn Sie daran etwas Verwerfliches entdecken, dann bitte:
Fordern Sie uns heraus, korrigieren Sie uns, beraten Sie uns! Aber bitte auf einem Niveau, das der Wahrheit und der Aufklärung dient statt der Befriedigung oben genannter Triebe. 

Mit freundlichen Grüßen

Hanno Sombach

 

 



Volksbegehren „Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk
Termine und Infostände

Juni. 2005 - Mit den ersten von mehreren Infoständen innerhalb des Landkreises Ebersberg eröffnet das unabhängige und parteiübergreifende Aktionsbündnis zum Volksbegehren die heiße Phase. Neben der Möglichkeit, sich durch Gespräche und aufliegendes Material kundig zu machen bietet sich an einigen Infoständen sogar die Chance sich mit fachkundigen Elektrobiologen auszutauschen bzw. die Strahlung von Handys und Elektrogeräten messen zu lassen. 
Dieses Volksbegehren möchte den Gemeinden ein Mitspracherecht beim Aufstellen von Mobilfunksendern sichern und somit die Strahlenbelastung in Wohngebieten verringern. 
Die Eintragung ist aber nur vom 5. bis zum 18. Juli 2005 möglich.
 

Tag Uhrzeit Ort Treffpunkt  
Freitag 1. Juli 14:00 - 18:00  Zorneding Bauernmarkt - Biohof Lenz  mit Gelegenheit zur Messung der Strahlung
Freitag 1. Juli 16:00 - 19:00  Kirchseeon beim Rewe  
Samstag 2. Juli 9:00 - 14:00 Zorneding vor dem Tengelmann im Birkenhof, Birkenstraße mit Gelegenheit zur Messung der Strahlung
Samstag 2. Juli 9:00 - 14:00 Zorneding vor dem Minimal im Gewerbegebiet Pöring  
Dienstag 5. Juli 8:00 Glonn Rathaus Glonn Erstunterzeichner-Treffen mit Bürgermeister Martin Esterl
Freitag 8. Juli 14:00 - 18:00  Zorneding Bauernmarkt - Biohof Lenz  mit Gelegenheit zur Messung der Strahlung
Samstag 9. Juli 9:00 - 14:00  Zorneding vor dem Tengelmann im Birkenhof, Birkenstraße  mit Gelegenheit zur Messung der Strahlung
Samstag 9. Juli 9:00 - 14:00 Zorneding vor dem Minimal im Gewerbegebiet Pöring  
Samstag 9. Juli 9:00 - 12:00 Glonn Bauernmarkt am Marktplatz In der Zeit von 9-11 Uhr besteht auch die Möglichkeit, sich am gleichen Tag im Glonner Rathaus einzutragen.
Donnerstag 14.Juli 16:00 - 19:00  Kirchseeon beim Rewe  
Donnerstag 14.Juli während der Marktstunden  Markt Schwaben am Markt  
Samstag 16.Juli 16:00 - 19:00  Kirchseeon beim Alueda  
Samstag 16. Juli 16:00 - 19:00  Eglharting beim Minimal  
 

Beim Volksbegehren verreist oder erkrankt? So können Sie sich trotzdem eintragen: 
Bei dem vom 5. bis 18. Juli laufenden Volksbegehren "Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk" gibt es keine Briefwahl. Das Innenministerium läßt dies gemäß Landeswahlordnung nicht zu. Der Gang zum Rathaus ist demnach erforderlich. Trotzdem können Bürger, die innerhalb Bayerns verreist sind oder denen wegen Alter und Krankheit der Weg zum Rathaus ihres Wohnortes nicht zuzumuten ist, das Volksbegehren mit einem sogenannten Eintragungsschein unterstützen. Dieser kann bei der Gemeinde zwar nicht telefonisch, jedoch formlos per Post, Fax oder eMail unter Angabe des Grundes beantragt werden. Auch eine persönliche Abholung ist möglich. Mit diesem Eintragungsschein kann man sich dann in jeder anderen Gemeinde Bayerns in die Unterschriftenliste eintragen, außerhalb Bayerns jedoch nicht. Kranke und gebrechliche Menschen können mit dem Eintragungsschein eine Hilfsperson beauftragen, die die Eintragung im Eintragungsraum stellvertretend und unter Vorlage eines Ausweises übernimmt.

 



Auftakt für die Eintragung vom 5. bis zum 18. Juli
Volksbegehren „Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk

Kann Mobilfunk wirklich krank machen?

Juni 2005 - Ist Ihr Nachbar nie gereizt? Schlafen und lernen Ihre Kinder gut? Wird das auch übermorgen noch so sein, wenn morgen vor Ihrem Haus eine Mobilfunkantenne aufgestellt worden ist? Hat alles schon seine Richtigkeit, weil die da oben ja wissen, was für Sie gut ist? 

Wer selber mitreden können will und wem es lieber ist, wenn ein Bauantrag für einen neuen Mobilfunkmasten im Rathaus seiner Gemeinde auch unter Gesundheitsaspekten geprüft wird, der sollte bald dafür sorgen: Die bayerischen Staatsbürger können in ihrem Rathaus durch Unterschrift das Volksbegehren „Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk“ unterstützen. Dieses Volksbegehren möchte den Gemeinden ein Mitspracherecht beim Aufstellen von Mobilfunksendern sichern und somit die Strahlenbelastung in Wohngebieten verringern. Die Eintragung ist aber nur vom 5. bis zum 18. Juli möglich. 

Neueste ärztliche Studien (Naila und Bamberg) bestätigen den Verdacht, daß ein Langzeiteinfluß von Mobilfunk und anderen Mikrowellen krank macht. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen werden genau die biologischen Systeme gestört, die den menschlichen Körper vor Krankheit schützen sollen. „Es ist daher zwingend notwendig, endlich Vorsorge vor Strahlenbelastungen zu betreiben. Die Nachfrage nach Information ist auch im Landkreis Ebersberg groß“, meint die Anzingerin Angelika Hollerith, Leiterin des Unabhängigen Aktionsbündnisses zum Volksbegehren. 

Am Dienstag, den 28. Juni um 19:30 Uhr, lädt das Aktionsbündnis zu einem Informationsabend im Evangelischen Gemeindehaus Kirchseeon (Gartenweg 9a) ein. Referenten sind Rudolf Renner, Elektrobiologe aus Zorneding („Was bringt das Volksbegehren“) und der Zahnarzt Dr. Claus Scheingraber, der seit Jahrzehnten Erfahrungen über die Wirkungen hochfrequenter Strahlen sammelt. „Kann Mobilfunk wirklich krank machen? Das ist heute nicht mehr die Frage“, so Claus Scheingraber, „denn es gibt immer mehr Menschen, die wegen der Dauerbestrahlung durch Mobilfunksender zum Teil erhebliche Gesundheitsprobleme haben. Wir wissen das, denn wir haben viele persönlich kennengelernt. Auch wenn die Betreiber noch abwiegeln, könnte sich der Wind bald drehen.“ Die Versicherer haben das längst erkannt und schließen Schadensersatz-Forderungen wegen Gesundheitsschäden aus ihren Policen aus. Ein Allianz-Sprecher hält in einem Artikel der SZ vom 28. Januar 2004 „die gesundheitlichen Konsequenzen der elektromagnetischen Strahlung für nicht abschätzbar. Wenn sich irgendwann eine Gefährlichkeit nachweisen ließe, hätte das verheerende Wirkungen für die gesamte Versicherungsbranche“. Der Eigentümer haftet für alle Schäden, die von seinem Grundstück ausgehen. Zahlt die Versicherung nicht, steht der Eigentümer dumm da – spätestens, wenn die Betreiberfirma pleite ist. Neben den Schadensersatz-Forderungen wegen Krankheiten könnten auch noch Forderungen wegen Wertverlusts der Immobilien hinzukommen. 

Das Mobilfunk-Volksbegehren vom 5. bis 18. Juli wird bisher von über 700 Ärzten, Apothekern, Bürgermeistern sowie dem Bund Naturschutz unterstützt und vom Bayerischen Haus-, Wohnungs- und Grundbesitzerverband befürwortet.

Das parteiübergreifende Unterstützerteam (v.l.n.r oben: Hanno Sombach/Vaterstetten, Heidrun
Höher/Kirchseeon, Rudolf Renner/Zorneding; unten: Dr.Wolfgang Beer/Oexing, Angelika Hollerith/Anzing - Leiterin des Aktionsbündnisses und Hans P. Schreiner/Kirchseeon).

 



ödp-Kreisvorstand Ebersberg gibt nicht auf
Über 25000 Einwohner haben gegen Politiker-Privilegien unterschrieben - Innenministerium will Volksbegehren trotzdem nicht zulassen.
Sombach: “Selten so viel Einigkeit der Parlamentarier -
mit Zähnen und Klauen gegen Anstand und Vernunft!”

Febr. 2005 - Mit Empörung hat der ödp-Kreisvorstand in seiner jüngsten Sitzung auf die Ablehnung des Volksbegehrens “Gerecht sparen - auch an der Spitze!” durch das Innenministerium reagiert: “Nicht unser Volksbegehren sondern die Privilegien der Abgeordneten sind verfassungswidrig und gefährden die Stabilität der Demokratie”, so Sombach. Auch im Landkreis Ebersberg hatten sich knapp tausend aktive Bürgerinnen und Bürger an der Unterschriftensammlung beteiligt. Jetzt muss der Verfassungsgerichtshof entscheiden. Ein Urteil wird für Anfang April erwartet.

Nach Ansicht der ödp-Kreisvorsitzenden ist das vom Innenministerium abgelehnte Verbot von Nebentätigkeiten und Vorstandsämtern in Verbänden längst überfällig: "Über die Doppelfunktionen vieler Abgeordneter macht sich Lobbyismus durch Parlamentarier breit. Interessenskonflikte sind vorprogrammiert: “Wer zum Beispiel als Vorstand eines Verbandes Altenheime betreibt, wird große Schwierigkeiten haben, die nötigen Gesetze zur Heimaufsicht zu beschließen.”

Entlarvend sei die Argumentation des Innenministeriums zur Altersversorgung: “Ungeniert wird vorgerechnet, dass die staatliche Altersvorsorge für Abgeordnete monatlich 2500.- Euro wert ist. Das ist das Zweieinhalbfache des Höchstbeitrages zur gesetzlichen Rentenversicherung von derzeit 1004.- Euro, der einem Gehalt von 5200.-Euro entspricht. “Damit gibt das Ministerium zu, dass die Abgeordneten derzeit vom Steuerzahler so rentenversichert werden, als erhielten sie ein Monatsgehalt von 13 000.- Euro. Das allein ist schon ein empörender Beweis für die Verschwendung von Steuergeldern und von fehlendem Gerechtigkeitssinn", so Sombach.

Am absurdesten ist nach Ansicht des ödp-Kreisvorstandes der Vorwurf, das Volksbegehren hätte formale Mängel, da es sich auf das vor dem 1. Juli 2004 geltende Abgeordnetengesetz beziehe. Zum 1. Juli trat die minimale Änderung in Kraft, dass die Pensionen nicht mehr mit 55, sondern erst ab dem 60. Lebensjahr fällig werden. Sombach: “Ziel war eine Aushöhlung der Volksgesetzgebung. Wenn der Landtag während einer laufenden Unterschriftensammlung nicht nur eine lapidare Mini-Änderungen beschlossen hätte, um dem Volksbegehren die formale Basis zu entziehen, so wäre das Fälligkeitsalter mit gutem Beispiel auf 72 angehoben worden - wie es auch für uns Normalbürger geplant ist. Letztendlich: alle Unterschriften sind nachweislich vor dem 1. Juli gesammelt worden. Dem Bürgerbegehren soll nur ein weitere verfahrenstechnische Hürde aufgestellt werden - wenn auch ohne Grundlage, Hauptsache es wird verzögert, so mancher hat die 10 Jahre noch nicht voll!”

Der ödp-Kreisvorsitzende hat gedämpfte Hoffnungen auf ein gutes Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichts, das jetzt über das Schicksal des Volksbegehrens entscheiden wird: “Da die Zusammensetzung des Gerichts vom Landtag mit einfacher Mehrheit bestimmt wurde, sind gewisse Bedenken begründet. Dennoch hoffe ich auf einen guten Spruch der Richter und erinnere auch an die Möglichkeiten der Bürger, ihren Interessen bei den nächsten Wahlen, Ausdruck zu verschaffen! Über kurz oder lang wird man sich daran erinnern, wer wessen Interessen vertritt.” so Sombach .

 



Politischer Aschermittwoch 2005
Die Streichung von Nebenjobs und Politiker-Privilegien
wäre eine reinigende Dusche

Febr. 2005 - Der bayerische ödp-Vorsitzende Bernhard Suttner durchleuchtete beim Aschermittwoch seiner Partei in der Passauer Redoute „die aktuelle Tagespolitik im Lichte der vier Kardinaltugenden: Weisheit, Gerechtigkeit, Mut und das rechte Maß“.

Suttner nahm dabei auch „die größten Aufreger“ aufs Korn: von der Deutschen Bank des "Raubtierkapitalisten Ackermann", der die Kassen von CDU, CSU, SPD, FDP und Grünen auch weiterhin mit Großspenden füllt" über den Vollmer-Fischer-Erlass bis zu den "von der CSU eingefädelten zinsgünstigen Krediten für ausländische Atomkraftwerke". Weise seien Politiker, die auch die langfristigen Folgen ihres Handelns bedenken.

Die Gerechtigkeit erfordere eine neue Finanzierung der Sozialversicherung über Steuern und Energieabgaben und nicht wie bisher über Lohnnebenkosten sowie auch einen Aufbruch zu fairem Welthandel und Weltsozialstrukturen. Ungerecht sei dagegen, dass mit der Hartz IV-Reform langjährige Arbeitnehmer und Beitragszahler genauso behandelt werden wie Leute, die nur kurzzeitig in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben.

Das „rechte Maß“ sei Gründungsmotiv der ödp, die „das Geschrei nach Wachstum ohne qualitative Differenzierung“ für maßlos hält. Vielmehr müsse der Verbrauch fossiler Energieträger „mit allen Kräften zurückgefahren werden“. Ein sinnvoller Wachstumsschub ließe sich deshalb bei der grundsätzlichen Umstellung der Energieversorgung organisieren. Suttner zeigte sich überzeugt, dass „die Energiepolitik seit vielen Jahren von den großen Konzernen bestellt und bezahlt ist. Die Enttarnung von Abgeordneten, die auf den Gehaltslisten von Konzernen stehen, hat ein Stück der Wahrheit offengelegt“.

Dagegen werde die ödp nun mit ihrem aktuellen Volksbegehren gegen Politiker-Nebentätigkeiten ankämpfen. „Der Abbau von Politiker-Privilegien und ein Verbot von Aufsichtsratsposten und Beraterverträgen ist eine reinigende Dusche und Wellness–Peeling für das Parlament“.

Der Mobilfunkexperte und ödp-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Klaus Buchner warb für das zweite Volksbegehren der Partei. Mit dem Projekt ‚Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk’ will die ödp die Strahlenbelastung durch eine bessere Auswahl der Sendemastenstandorte reduzieren. Die Mobilfunkbetreiber sollen die Sendemasten „nicht länger hinstellen können wo sie wollen, sondern eine Baugenehmigung beantragen müssen und dann gezielt mit den Gemeinden unproblematischere Standorte auswählen“. Erstmals setzt die ödp bei der Organisation von Volksbegehren auf sogenannte online-Selbstmelder: Alle Bürger, können im Internet unter http://www.politikerpensionen-streichen.de und www.gesundheitsvorsorge-mobilfunk.de selbst eintragen, wie sie aktiv werden wollen.

Splitter vom ödp-Aschermittwoch

Aus der Rede des ödp-Landesvorsitzenden Bernhard Suttner:

„Es gibt mindestens zwei Fußballskandale: erstens den mit dem Schiedsrichter und zweitens die Steuerbefreiung der FIFA für ihre Einnahmen aus der Fußballweltmeisterschaft 2006. Wenn es um Fußball geht, brennen bei den Großpolitikern alle Sicherungen durch und Deutschland wird zur Steueroase!“

„... Als anständiger Mensch sollte man mit dem Raubtierkapitalisten Ackermann von der Deutschen Bank nichts mehr zu tun haben. Deshalb ist ganz sicher zu erwarten, dass CDU, CSU, SPD, FDP und Grüne die unanständigen Spenden dieser unanständigen Firma künftig empört zurückweisen“. „Die unsägliche Gier hochbezahlter Manager wie Deutsche-Bank-Chef Ackermann lässt vermuten, dass diese Artikel 14 des Grundgesetzes wohl so lesen: `Eigentum verpflichtet zur Raffgier – sein Gebrauch soll zugleich der Gemeinheit dienen“.

„... Wo man das Atom liebt, ist immer auch ein bisserl Bayern!“ (zum zinsgünstigen Kredit der Bayerischen Landesbank für ein neues Atomkraftwerk im finnischen Ort Olkiluoto)

„Atomausstieg, Flugbenzinsteuer, Vorrang für die Bahn – Die Grünen stehen vor ihrem Trümmerfeld abgelegter Ideale! Und da hat sich der altlinke Herr Vollmer wohl gesagt: Wenigstens an einem Punkt will ich wieder so radikal sein wie in der Gründer- und Kampfzeit: Die Grenzen sollen offen sein“! (zum Vollmer-Erlass)

„Aschermittwoch ist traditionell der Tag, an dem die meisten Parteien den Luftraum über den Stammtischen erobern wollen und sich darin verbal verfliegen – nicht nur, aber auch deshalb fordert die ödp seit langem die Besteuerung von Flugbenzin …“ (ödp-Landesgeschäftsführer Urban Mangold bei der Eröffnung des Politischen Aschermittwochs).

 



Nein zur genetischen Klassengesellschaft
ödp kritisiert Münchener Rückversicherung

Jan. 2005 - Der Sprecher des Arbeitskreises Gentechnik der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp), Ulrich Brehme, kritisiert in einer aktuellen Stellungnahme Achim Regenauer, den Vorsitzenden der Arbeitsgruppe "genetische Testmethoden" des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft und Beschäftigten der Münchener Rückversicherung.

Regenauer hatte gefordert, dass ab dem Jahr 2011 alle Versicherungsneukunden sämtliche über sie existierende Gentests und auch herkömmliche Untersuchungsergebnisse vor Vertragsabschluss vorlegen müssen. Weiter forderte er, dass die Patienten kein "Insiderwissen" auf Kosten der Gemeinschaft der Privat-Versicherten haben sollten. Stattdessen könne sich ja jeder gesetzlich versichern.

Dazu Ulrich Brehme: "Diese Position der Versicherungswirtschaft ist nicht akzeptabel. Es ist wettbewerbsrechtlich nicht nur bedenklich, daß die Versicherer die "schlechten Risiken" an die gesetzlichen Versicherer abschieben wollen. Damit setzt auch ein Auswahlprozeß ein, in dem Menschen dafür bestaft werden sollen, daß ihr Erbgut nicht den Vorstellungen der Versicherungswirtschaft entspricht." Brehme betont, dass die meisten Krankheiten jedoch durch die Lebensumstände und Lebensweise verursacht werden. Menschenverachtend sei zudem, den aus dem Bereich der Aktienspekulation stammenden Begriff "Insiderwissen" auf gefährdete Menschen anzuwenden, so als ob diese absichtlich erkranken würden. Auch sollte einer so mächtigen Versicherung bekannt sein, dass gerade Beamte und Selbständige meist privat versichert seien und so direkt von dieser neuen Form genetischer Apartheid betroffen wären. Herr Renauer hält dies - laut Presseberichten - für eine "faszinierende Entwicklung". Immer mehr Menschen würden durch diese Entwicklung jedoch benachteiligt und ausgegrenzt, kritisiert der ödp-Politiker.

So hat das Landesschulamt Hessen versucht, das Verbeamtungsverfahren einer Lehrerin zu stoppen, weil sie in einem Fragebogen eine Erbkrankheit in ihrer Familie angegeben hatte. Brehme dazu: "Die Diskrimminierung und Ausgrenzung von Menschen, die mit Gesundheitsrisiko leben müssen, ist im Anti-Diskriminierungsgesetz unter Strafe zu stellen. "

 



ödp-EBE auf dem Landesparteitag in Ansbach.
Landesvorsitzender Bernhard Suttner mit 94% wieder gewählt.

Jan. 2005 - Am o.a. Landesparteitag nahmen auch alle Delegierten aus dem Kreisverband Ebersberg teil. Der Parteitag beschloss, die bereits gesammelten 32.000 Zulassungsunterschriften für das Volksbegehren "Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk"- davon 465 aus dem Landkreis EBE - im April 2005 im Bayerischen Innenministerium einzureichen. Die zweiwöchige Eintragungszeit wird dann für den Frühsommer 2005 erwartet.

Ziel des Volksbegehrens ist die Einführung einer Genehmigungspflicht für Mobilfunkssendemasten. Sendeanlagen sollen künftig nach dem Vorsorgeprinzip nicht in Wohngebieten, bei Kindergärten und Schulen, sondern an unproblematischeren Standorten errichtet werden können. Suttner: "Wir sind nicht gegen Handys, aber wir wollen die Strahlenbelastung durch eine bessere Auswahl der Standorte deutlich reduzieren. Die Betreiberfirmen sollen sie nicht länger hinstellen können, wo sie wollen."

Nahezu zeitgleich läuft das bereits im Januar eingereichte Volksbegehren "Gerecht sparen, auch an der Spitze" zur Streichung überzogener Politikerpensionen - hierzu trugen die Wähler im Landkreis EBE mit 743 Unterschriften bei - was nach Einschätzung des ödp-Vorstandes "ein Kraftakt für die gesamte Partei" werden wird. Schon jetzt zeige sich, dass das Volksbegehren erfolgreich ist, "weil Landtagspräsident Alois Glück sich in ganz Deutschland zum Wortführer bei der Abschaffung der Politikerpensionen macht". Suttner: "Wir setzen darauf, dass wir durch zwei gewonnene Volksbegehren gestärkt aus dem Jahr 2005 hervorgehen, bei der nächsten Kommunalwahl die Zahl unserer Mandate verdoppeln und dann bei der Landtagswahl der Einzug ins Parlament gelingt".

Der Parteitag befasste sich auch mit einem vom Landesvorstand vorgelegten Eckpunktepapier zur Reform der Sozialversicherung. Nach Ansicht der ödp sollen die Sozialversicherungen künftig nicht mehr über Lohnnebenkosten, sondern über Steuern auf alle Einkünfte und auf Energieverbrauch finanziert werden. Arbeitgeber, die über einen längeren Zeitraum keine Beschäftigten entlassen, sollen wie beim Schadensfreiheitsrabatt der Haftpflichtversicherung einen Beitragsbonus erhalten. Außerdem plädiert die ödp für die Einführung eines Erziehungsgehalts.

 



Hohlmeier, Narnhammer, Stewens und Vocke sollen von sich aus ein zeitgemäßes Abgeordnetengesetz ohne Privilegien vorschlagen!
Stv. ödp-Kreisvorsitzender Hanno Sombach schreibt an die
örtlichen Abgeordneten

Jan. 2005 - Die ödp will mit ihrem Volksbegehren "Gerecht sparen, auch an der Spitze" Bewegung in die Politik bringen und Abgeordnete zur Eigeninitiative anregen!

Bis Mitte Februar hat das Innenministerium Zeit, über die Zulässigkeit des neuen ödp-Volksbegehrens "Gerecht sparen, auch an der Spitze" zu entscheiden. Ziel ist die Streichung überzogener Politikerpensionen und ein Verbot von Nebentätigkeiten für Abgeordnete.

Stv.ödp-Kreisvorsitzender Hanno Sombach hat jetzt in einem Schreiben die Abgeordneten aus dem Landkreis Ebersberg aufgefordert, "selbst einen Vorschlag für ein zeitgemäßes Abgeordnetengesetz ohne Privilegien einzubringen". Die ödp des Landkreises EBE geht davon aus, dass es auch bei diesem Volksbegehren einen Wettbewerb zwischen dem Text der ödp und einem Konkurrenztext des Parlaments geben wird. Sombach: "Wir hoffen, dass die Politiker den Willen der 30.000 Unterzeichner des Volksbegehrens ernst nehmen und nicht abwarten, wie das Volksbegehren ausgeht, sondern von sich aus Vorschläge entwickeln. Es wäre auch gut, wenn das Volk die Auswahl zwischen zwei Entwürfen hätte". "Die aktuellen Vorgänge um Laurenz Mayer und andere von Konzernen bezahlte Abgeordnete müssen Folgen haben", so der stv.Kreisvorsitzende. Denn es bestehe die Gefahr, dass nach der ersten Aufregung alles wieder vergessen wird.

Ein Verbot von Politiker-Nebentätigkeiten in Bayern hätte nach Ansicht der ödp eine Signalwirkung auf alle anderen Bundesländer und auf die Bundesebene und würde die Debatte um ein bundesweites Verbot endlich voranbringen. "Uns geht es um die Eindämmung von Lobbyismus und um ein zeitgemäßes Abgeordnetengesetz ohne Privilegien", schreibt Sombach in seinem Brief an die genannten Abgeordneten. Die Menschen verlieren das Vertrauen in die demokratischen Institutionen, befürchtet Sombach, wenn die Politiker ständig neue Sparopfer, mehr Eigenverantwortung und private Altersvorsorge von den Bürgern verlangen, sich selbst dabei aber ausnehmen: "Abgeordnete erhalten hohe Pensionen ohne eigene Beiträge, kassieren zusätzlich zu ihren Diäten nachweisfreie Aufwandspauschalen und nehmen teilweise auch noch bezahlte Nebenjobs bei Konzernen an. Das ist eine gefährliche Entwicklung für unser Land", so Hanno Sombach. Die Kritik, dass bei einem generellen Verbot von Nebentätigkeiten, keine Vertreter freier Berufe und keine Selbständigen mehr für ein Abgeordnetenmandat kandidieren würden, weist Sombach zurück. "In unserem Volksbegehren geht es nicht um ein Verbot selbständiger Tätigkeiten für gewählte Parlamentarier.

Wir wollen vielmehr entgeltliche Nebenjobs von Abgeordneten verbieten und die klare Trennung von Lobbyismus und Parlament: Ein - wie auch immer - bezahlter Arbeitnehmer darf nicht gleichzeitig Abgeordneter sein. Dazu kann er, wenn er sein Mandat ernst nimmt, gar keine Zeit haben.

 



"2,6% Zinsen für finnisches Atomkraftwerk,
das muss auch für uns drin sein!"

ödp schreibt an Landrat Fauth und an Bürgermeister.
Landesbank soll als Sparkassen-Tochter günstigere Kreditbedingungen für Kommunen im Landkreis EBE ermöglichen.

Jan. 2005 - Die ödp will zinsgünstigere Kredite für Kommunen im Landkreis EBE und sieht dabei die Bayerische Landesbank in der Pflicht. Zu 50% gehört diese dem Sparkassenverband und die Sparkassen stehen wiederum unter der Gewährsträgerschaft der Kommunen.

Jetzt wurde bekannt, dass die Landesbank ein finnisches Atomkraftwerk mit einem zu 2,6% zu verzinsenden Kredit fördert. "Da müssten doch eigentlich auch für unsere Kommunen günstigere Zinsen drin sein", fordern die Vors. bzw. stv. Vors der Kreis-ödp. "Wir glauben, dass die vielen Sparer und Kunden der örtlichen Sparkassen, ihre Einlagen lieber zum Wohle der örtlichen Krankenhäuser und Schulen verwendet sähen, als zum Bau eines neuen finnischen Atomkraftwerks", so Werner Schubert/Grafing und Hanno Sombach/Vaterstetten.

Auch beim örtlichen Mittelstand seien zinsverbilligte Kredite "sicherlich besser angelegt als in einem finnischen AKW". Der Kreistag Ebersberg, der Stadtrat Grafing und der Gemeinderat Vaterstetten sollen deshalb die Bayerische Landesbank auffordern, künftig an die kommunalen Körperschaften des Freistaates Kredite zu den Bedingungen auszureichen, die dem Betreiberkonsortium des neuen finnischen Atomkraftwerks gewährt wurden.

Das haben die beiden Vorsitzenden inzwischen in gleichlautenden Schreiben an Landrat Fauth und die Bürgermeister Heiler und Niedergesäß ihrer Wohnsitzgemeinden Grafing und Vaterstetten beantragt. Die kommunalen Vertreter in den Sparkassen- und Landesbankgremien sowie die kommunalen Spitzenverbände sollen dieses Anliegen gegenüber dem Vorstand der Landesbank unterstützen, fordern Schubert und Sombach. Schließlich gehört die Förderung der kommunalen Infrastruktur zum gesetzlich definierten Kernbereich der Landesbank.

 



ödp Kreisverband Ebersberg zur
Gen-Studie der Landesanstalt für Landwirtschaft in Grub.

Amerikanischer Wissenschaftler bestätigt:
Über Gentech-Pflanzen wird mehr Gift versprüht

Jan. 2005 - Erhebliche Zweifel hat der stv. Kreisvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) im Landkreis EBE, Hanno Sombach, an der Studie der Landesanstalt für Landwirtschaft zum Thema Gen-Pflanzen. "Wenn das eine Studie sein soll, dann wird demnächst das Bleigießen zu Sylvester zur Wissenschaft erklärt. Prognosen sind Vorhersagen die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit so eintreffen können, während wissenschaftliche Studien auf Beobachtungen beruhen.

Bei der Landesanstalt für Landwirtschaft werden Steuergelder für Prognosen verschwendet, während der amerikanische Wissenschaftler Charles M. Benbrook in einer Untersuchung belegt, dass von 1996 bis 2003 der Verbrauch an chemisch-synthetischen Hilfsstoffen bei gentechnisch veränderten Mais-, Soja- und Baumwollkulturen kontinuierlich anstieg. Benbrook verglich den Einsatz von Pestiziden auf Flächen mit konventionellen und gentechnisch veränderten Sorten. Beim Gentech-Soja stieg die Menge chemischer Unkrautvertilger um 50 Prozent an" schildert Sombach und relativiert die Aussagen zum Gifteinsatz beim Bt-Mais:" In diesem Sonderfall mag es durchaus so sein, dass der Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln zurückgegangen ist. Leider müssen gleichzeitig aber immer giftigere Unkrautvernichtungsmittel hergestellt werden um den sich entwickelnden Superunkräutern Einhalt zu gebieten - dankenswerter Weise und völlig uneigennützig bieten die Firmen der Agro-Gentechnik diese gleich im Doppelpack mit dem genmanipulierten Saatgut an.

Weiterer Nachteil des Bt-Mais: Das Gift, das diese Pflanze produziert, schützt sie zwar vor dem gefürchteten Maiszünsler, stellt aber gleichzeitig eine Gefahr für Nutzinsekten wie Florfliege, Schmetterlinge und Bienen dar. Was dieses Gift im Boden anrichtet ist noch absolut unerforscht. Dies ist nichts anderes als ein Großversuch an der Biosphäre" so der stv.ödp-Kreisvorsitzende in seiner Kritik an den Agro-Unternehmen Monsanto, Syngenta und Bayer.

 



Staatsregierung greift - im Widerspruch zur kirchlichen Position - verhindernd in kommunale Selbstverwaltung ein
ödp will für Krankenhaus und Seniorenheim gentechnikfrei einkaufen!

Okt. 2004 - Für alle soziale Einrichtungen - besonders an Schulen, in Krankenhäusern und Seniorenheimen - sollen nach Ansicht von ödp-Vorsitzendem Hanno Sombach künftig ausnahmslos gentechnikfreie Lebensmittel eingekauft werden. "Unsere Landrat und unsere kommunalen Vertreter sollten sich vorbildlich für Gesundheitsvorsorge einsetzen", fordert Hanno Sombach "statt die Verträglichkeit von GVO-Nahrung an denjenigen zu erproben, die sich nicht mehr oder noch nicht wehren werden".

Die Staatsregierung hat jetzt über die Bezirksregierungen alle Landratsämter und kreisfreien Städte angewiesen, keine Forderungen nach Gentechnikfreiheit aufzustellen.

Von Landrat Fauth will Sombach nun in einem Schreiben wissen, "wie im Landkreis Ebersberg gegen diesen beispiellosen Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung vorgegangen wird. Die CSU-Staatsregierung bewährt sich erneut und diesmal besonders dreist als Lobbyist der Gentechnik-Konzerne", kritisiert Sombach.

In einem über die Bezirksregierungen verbreiteten Schreiben schwört die Staatsregierung die Gemeinden in Bayern auch gegen so genannte "gentechnikfreie Zonen" ein. Demnach dürfen Gemeinden bei der Verpachtung eigener Grundstücke keine Klauseln gegen den Anbau genmanipulierter Pflanzen einfügen. Es dürfen "keine allgemeinen, von einer eindeutigen Behinderungsabsicht motivierte Forderungen nach Gentechnikfreiheit aufgestellt werden", heißt es in dem Regierungsschreiben.

"Die Staatsregierung stellt sich mit dieser Anordnung auch in direkten Kontrast zur kirchlichen Position: Die für die allermeisten kirchlichen Grundstücke zuständige "Katholische Pfründepachtstelle" erlaubt in ihren Pachtverträgen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen nicht.

"Die Gängelung der Kommunen ist ein starkes Stück, besonders, da die Risiken genveränderter Nahrungsmittel jetzt erst langsam bekannt werden" meint ödp-Vorsitzender Hanno Sombach. "Künftig dürfen sich also z.B. die Verwaltungen von Kreiskrankenhäusern, Kinder- und Altenheimen nicht um einen gentechnikfreien Einkauf bemühen, obwohl sie dies unter Umständen aus Gründen des vorsorgenden Gesundheitsschutzes lieber tun sollten."

 


Seit einem Jahr erlaubt die EU eine nationale Kerosin-Steuer...
Ebersberger ödp verlangt von Minister Stolpe, das Flugbenzin für Flugverkehrsunternehmen nicht niedriger zu besteuern als den Treibstoff von Privatpersonen

Okt. 2004 - “Wann beendet die rot-grüne Bundesregierung endlich die Subventionierung dieser Verkehrsmittels zu ungunsten aller anderen?”

Der ödp-Kreisverband Ebersberg erinnert Bundesverkehrsminister Stolpe in einem Schreiben daran, dass die EU seit fast einem Jahr eine nationale Kerosinsteuer erlaubt. Am 27.10.2003 hat der EU-Ministerrat in Luxemburg beschlossen, den Mitgliedsstaaten die nationale Besteuerung des Flugzeugtreibstoffes Kerosin zu erlauben. Um Tanktourismus zu vermeiden, können Nachbarstaaten auch “Besteuerungskoalitionen” bilden. Aus Anlass des ersten Jahrestages dieses "erfreulichen Beschlusses" hat sich der stv. ödp-Kreisvorsitzende Hanno Sombach - selbst Verkehrspilot - an Bundesverkehrsminister Stolpe gewandt, um zu erfahren, ob die Bundesregierung von diesem Recht Gebrauch machen wird.

“Während jeder Lehrling für Mofa-Treibstoff und jeder Berufspendler für Bahn-Diesel Mineralölsteuer und Ökosteuer zahlt und der Normalbürger für die Bewegung seines Luftfahrzeuges immens steuerlich geschröpft wird, bleiben Unternehmen der Verkehrsluftfahrt und solche, die sich über rechtliche Konstrukte als solche ausgeben dürfen, steuerlich freigestellt. “Damit kommt in Deutschland ein - in Umweltaspekten fragwürdiges - Beförderungsmittel in den Genuß einer ungerechtfertigten steuerlichen Förderung” so Hanno Sombach. Sombach, der als Verkehrspilot auch über die gängige Praxis in diesem Umfeld informiert ist, wirkt besonders aufgebracht, wenn er über den Missbrauch der Flugbereitschaft des Bundes, aber auch über die Einstellung mancher deutscher Manager entrüstet: “Während sie Flexibilität bei der Jobsuche, Verzicht auf Zulagen von Ihren Bürgern oder Beschäftigten fordern, lassen sie sich exklusiv und auf Kosten der gesamten Belegschaft und Steuerzahler - nicht selten täglich - quer durch Deutschland oder gar aus dem benachbarten Europa an den Arbeitsplatz jetten, wo Menschen bereit sind für so viel weniger zu arbeiten als wir Deutsche!”

Es ist Zeit, diejenigen die in den Genuß von steuerfreiem Flugbenzin, die Abschreibung von Flügen und Flugmaterial bis hin zu Sonder-Landegenehmigungen auf Außenplätzen, nicht nur daran zu erinnern, daß sie sich das selbst leisten können, sondern damit die öffentlichen Kassen und den der auch Steuern zahlen muß, zu entlasten”, so Sombach in seinem Appell an Stolpe.

 


 

ödp-Kreisverband diskutiert über Hartz IV:
Es gibt gerechtere Lösungen!

Wer 30 Jahre Beiträge zahlt, muss besser versichert sein als Arbeitsunwillige!

Sept. 2004 - Der ödp-Kreisvorstand im Landkreis Ebersberg hat auf ihrem letzten Treffen Alternativen zu Hartz IV diskutiert. Die ödp will demnächst gerechtere Alternativvorschläge vorlegen. "Wer langjährig in die Arbeitslosenversicherung einzahlt, darf nicht genauso behandelt werden wie Arbeitsunwillige", fordert der stellvertretende ödp-Kreisvorsitzende Hanno Sombach. Die ödp-Kreisvorstandsmitglieder sind sich einig, dass es die Politik bei aller Notwendigkeit von Reformen schaffen müsste, gerechtere Lösungen zu finden.

"Wenn jemand 30 oder 40 Jahre in die Arbeitslosenversicherung einzahlt, wegen einer Betriebspleite entlassen wird und dann genauso behandelt wird wie prinzipiell arbeitsunlustige Zeitgenossen, dann ist das schlicht und einfach Unrecht", bemängelt der stv. Kreisvorsitzende Sombach.

Wenn die Politik schon alle über einen Kamm schere, dann sei es umso unverständlicher, dass ausgerechnet für unsere Politiker selbst die alten Privilegien erhalten bleiben. Sombach: "Es bleibt für uns unakzeptabel, dass die Abgeordneten nach dem Ausscheiden aus dem Parlament bis zu achtzehn Monate die vollen Bezüge erhalten - und das ohne eigene Beiträge geleistet zu haben!"

Dies versucht die ödp nun mit einer Petition zu ändern. Sombach: "Wer sich beteiligen will, kann die Petition "Hartz IV auch für Politiker" unter Tel. 0851/931131 anfordern oder im Internet unter http://www.oedp-bayern.de abrufen. Es sei "das Mindeste, was man von einem anständigen Politiker hätte erwarten können, der für Hartz IV die Hand gehoben hat, dass er die eigenen Privilegien zuerst angepaßt und die Leistungen des Staates für die eigene Person den Leistungen der übrigen Bevölkerung angeglichen hätte. Es empört, dass unsere Abgeordneten überhaupt nicht daran denken - bloß deren Jugendorganisationen dürfen schon mal diese Ungerechtigkeit thematisieren, damit dem Wähler/Bürger das Gefühl von Veränderung suggeriert wird", so Sombach, der die gleichzeitig gespielte Entrüstung der politisch Verantwortlichen über Vorstandsgehälter für unangebracht hält. "Wenn die Politiker nicht in der Lage sind, ein Gesetz zu machen, das gegen Sozialbetrug einschreitet - geschweige denn dafür zu sorgen, daß vorhandene Gesetze umgesetzt und ausgeübt werden - aber gleichzeitig die leistungsbereiten Menschen, die das Schicksal der Arbeitslosigkeit hart getroffen hat, vor Ungerechtigkeit bewahren soll, dann ist das Unfähigkeit und ein Armutszeugnis für die die diesen Staat lenken wollen”, bemerkt ödp-Vorstandsmitglied Sombach.

“Gerade wir in Bayern, die auf hohem Niveau leben, sollten uns bewußt sein, daß wir in Ost- und Mitteldeutschland mit Hartz IV unsere eigene Konkurrenz aufbauen. Mittelfristig werden wir Arbeitnehmern im Wettbewerb gegenüberstehen, die genötigt sind, jeden Preis zu akzeptieren. Damit können wir “Südostdeutsche” - bei den entsprechenden Lebenshaltungskosten - nicht mithalten.”

Bei den notwendigen Reformen sei auch mehr Kreativität gefordert: Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe sollten je nach Länge der Beitragszahlung gestaffelt und für tatsächliche Verweigerer gestrichen werden. Zudem sollten die Arbeitnehmer selbst wählen können, ob sie sich mit freiwillig höheren Beiträgen für einen verlängerten Versicherungsschutz entscheiden oder mit einem niedrigeren Prozentsatz für kürzere Zeit versichert sein wollen. Der Arbeitgeberteil könnte außerdem als Schadens-Haftpflichtversicherung fortgeführt werden: Wer keine Kündigungen ausspricht, bekommt dann ähnlich wie bei der Haftpflichtversicherung einen Beitragsbonus, schlägt die ödp vor. “Der gerechten und praxisrelevanten Lösungen gibt es genügend - was Hartz IV davon beinhaltet, sieht man daran, was Dr.Hartz selbst dazu sagt”, bemerkt Sombach: “Nichts!”

 


ödp-EBE feiert ihren Erfolg bei der Europawahl
mit einem Abendessen.

Mitglieder, Interessenten, Freunde sind herzlich eingeladen.

Juli 2004 - Wir freuen uns, im Landkreis EBE mit 2,39 % fast 80% mehr Stimmen erhalten zu haben als 1999 (1,3 %). Wir sind damit fast an das bayernweite Ergebnis der ödp mit 2,4% herangerückt. Das bisher beste Ergebnis der Bayern-ödp hat entscheidend dazu beigetragen, bundesweit 0,6% - nach 0,4% 1999- zu erreichen und damit weiter in der Parteienfinanzierung - neue Eingangsschwelle 0,5% - zu bleiben.

Grund genug, das mit allen zu feiern, die mit uns feiern wollen. Dazu laden wir zu einem gemeinsamen Abendessen

am Montag, 12.07.04 um 18.30 Uhr
in den Gasthof Harter in Zorneding, Wasserburger Landstr. 14

recht herzlich ein.

Von den Nicht-Mitgliedern erbitten wir eine Kostenbeteiligung von 20,- € Wir wollen dieses gesellige Beisammensein nutzen, um uns bei Ihnen zu bedanken und einen Ausblick zu geben, wie wir weitermachen wollen.

 


ödp-EBE mit ihrem Wahlergebnis rundum zufrieden
In Baiern erreichte die ödp sogar 5,96 %!

Juni 2004 - Der ödp-Kreisverband Ebersberg ist mit seinem Europa-Wahlergebnis rundum zufrieden. "2,39% - nach 1,3 % 1999 - bei der für uns schwierigen Europawahl sind ein großer Erfolg. Wir sehen das auch als Anerkennung für unsere politische Arbeit vor Ort", sagten die ödp-Europawahlkandidaten Helmut Graf/Baldham und HannoSombach aus Vaterstetten.

Gegenüber der letzten Europawahl hat die ödp-EBE ihr Wahlergebnis damit um über 1%-Punkt gesteigert. Der Erfolg der ödp sei aber auch "eine Bestätigung unseres landesweiten Weges und eine Ermutigung für die anstehenden Aufgaben". So werde man den lokalen Widerstand gegen die Genmanipulation in der Landwirtschaft weiter thematisieren. Auch für die erfolgreiche Durchführung der beiden Volksbegehren für mehr Gesundheitsschutz beim Mobilfunk und gegen überzogene Politikerprivilegien fühlt sich die ödp jetzt gestärkt: "Die bayerischen Wählerinnen und Wähler haben durch das bisher beste Wahlergebnis in der Geschichte der bayerischen ödp anerkannt, dass hier eine werteorientierte und zielgerichtete Gruppe am Werk ist, die mit den Mitteln der direkten Demokratie Bewegung in die Politik bringt."

Auf Landesebene ist die ödp jetzt mit 2,4 % fünftstärkste Partei. Durch dieses beachtliche Ergebnis aus Bayern konnte die ödp bundesweit 0,6 % erringen und bleibt - trotz Verschärfung auf eine "Eintrittsschwelle" von 0,5 % - in der Parteienfinanzierung. Damit ist die Weiterarbeit finanziell abgesichert. Großer Dank an unsere Wähler !

 


Kein Essen aus dem Gen-Labor!
ödp startet Massenpetition an das EU-Parlament

Juni 2004 - Im Landkreis EBE waren in jüngster Zeit in den Tageszeitungen Meldungen zu lesen, denen zu Folge die Bauernschaft den Landkreis "gentechnikfrei" halten will. Das gilt es zu unterstützen und die ödp-EBE will dabei mitwirken !

Mit einer Massenpetition an das Parlament der Europäischen Union (EU) will die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) dem beängstigenden Vormarsch der Gentechnik im Lebensmittelsektor entgegentreten. Kernforderungen der Petition sind das Verbot des Imports, des Anbaus und des Verkaufs von gentechnisch verändertem Saatgut sowie das Verbot von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln. Auch Patente auf Leben innerhalb der EU sollen für ungültig erklärt werden. Dazu Werner Schubert, Kreisvorsitzender der ödp: "Ernährungssicherheit und Gesundheit der Bevölkerung dürfen nicht dem Freihandel geopfert werden. Der Handel ist kein Selbstzweck! Seine Regeln müssen sich dem Wohl der Menschen und der Natur unterordnen. Hierzu ist auch die Welthandelsorganisation (WTO) verpflichtet. Die EU darf sich nicht WTO-Forderungen beugen, die gegen den Schutz der eigenen Bevölkerung gehen."

Mit ca. 80% der EU-Bevölkerung gemeinsam fordert die ödp daher, gentechnisch veränderte Saaten, Lebens- und Futtermittel in der EU unbefristet zu verbieten. Um dies zu dokumentieren, hat sich die ödp das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis Oktober 2004 bundesweit 100.000 Bürger und Bürgerinnen für ihre Massenpetition zu gewinnen.

Das Unterschriftenformular kann im Internet unter http://www.oedp.de herunter geladen oder unter mailto:oedp-ebe.geschf@ebe-online.de oder unter Tel./Fax 08106/5445 angefordert werden.

 


25.100 Unterschriften für Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk.
MdL Christa Stewens(CSU) soll im Landtag aktiv werden!
Zweites Volksbegehren gegen Politiker-Privilegien liegt bei 23.000 Unterschriften

Juni 2004 - Die ödp hat die erste Hürde übersprungen: 25.100 Bürgerinnen und Bürger Bayerns - davon bisher über 300 aus dem Landkreis EBE - haben sich in die Listen des Volksbegehrens "Für Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk" eingetragen, die Unterschriftensammlung für das zweite Volksbegehren "Gerecht sparen, auch an der Spitze" steht ebenfalls kurz vor dem Abschluss.

ödp-Kreisvorsitzender Werner Schubert wird sich nun an MdL Christa Stewens (CSU) wenden und sie biten, in der CSU-Landtagsfraktion für eine Annahme der beiden Volksbegehren zu werben. Ziel des Volksbegehrens "Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk" ist die Einführung einer Genehmigungspflicht für Mobilfunksendeanlagen. Die Sender sollen nach dem Vorschlag der ödp nicht länger bis zu einer Höhe von zehn Meter genehmigungsfrei sein. Durch die Einführung einer Genehmigungspflicht könnten die Städte und Gemeinden Sendemasten "an weniger problematischen Standorten genehmigen" und beispielsweise Wohngebiete oder das Umfeld von Kindergärten und Schulen von Sendeanlagen freihalten. "Auch aus dem Landkreis Ebersberg liege Unterschriften - siehe oben -für diese Forderung vor", erklärt Schubert und sieht deshalb "Frau Stewens von der CSU als Stimmkreisabgeordnete in der Pflicht, sich für die Forderungen des Volksbegehrens einzusetzen": "Das Volksbegehren richtet sich also nicht generell gegen Mobilfunk. Da aber auf der Bundesebene eine Senkung der Grenzwerte an der rot-grünen Regierung bislang scheiterte, soll die Strahlenbelastung nun zumindest durch eine gezieltere Standortauswahl reduziert werden. Wir wollen hierfür die Kommunen stärken und das Ziel 'vorsorgender Gesundheitsschutz' in das Landesentwicklungsprogramm aufnehmen. Dann müssen die Behörden künftig nicht nur die Mobilfunkversorgung und bautechnische Daten im Auge behalten, sondern die Standorte auch unter dem Aspekt der Gesundheitsvorsorge prüfen", skizzierte Europakandidat Helmut Graf/Baldham die Hauptforderungen des Volksbegehrens. Die ödp-Politiker appellieren nun an die Landtagsabgeordnete, "das Signal aus der Bürgerschaft ernst zu nehmen und jetzt von sich aus das Anliegen aufzugreifen und umzusetzen. Das wäre auch ein Beitrag zum Abbau der Politikverdrossenheit. Die Fortsetzung des Verfahrens bis zum Volksentscheid wäre dann nicht mehr nötig", so Schubert und Graf. Nach Ansicht der ödp muss jedoch auch die Bundesregierung aktiv werden: Es sei ein beschämender Zustand, "dass nach 6 Jahren rot-grüner Bundesregierung immer noch die absurd hohen Grenzwerte aus der Kohl-Ära gelten und keine Novellierung der Bundesimmissionsschutzverordnung angepackt wurde. Jürgen Trittin hat sich auf diesem Gebiet ebenso interesse- wie tatenlos gezeigt", kritisieren die ödp-Europakandidaten Helmut Graf und Hanno Sombach. Für das zweite Volksbegehren zur Streichung von Politikerpensionen und Aufsichtsratsposten für Abgeordnete hat die ödp inzwischen 23.000 Unterschriften vorliegen, davon 720 aus dem Landkreis Ebersberg. Der Landtag wird am 16. Juni über den bereits als Petition eingereichten Volksbegehrenstext beraten.

Bis dahin will die ödp auch für dieses Volksbegehren die erforderlichen 25.000 Unterschriften zusammen haben. "Gerade in einer Zeit, in der allen Bürgerinnen und Bürgern Einschnitte abverlangt werden, müssen auch die Abgeordneten im Landtag einen Sparbeitrag leisten. Wir wollen mit dem Volksbegehren durchsetzen, dass die Landtagsabgeordneten selber für ihre Rente aufkommen müssen", stellte Schubert heraus. "Wer monatlich 5.861 Euro Gehalt und zusätzlich auch noch eine steuerfreie Aufwandspauschale von 2.724 Euro bekommt, ohne dass der Aufwand nachgewiesen werden muss, der kann ohne weiteres selber für seine Alterssicherung sorgen", argumenierte er. Er verweist weiterhin darauf, dass Landtagsabgeordnete nach gerade einmal zehn Jahren Landtagszugehörigkeit einen Anspruch auf rund 1.963 Euro Alterssicherung pro Monat haben. "Für solch eine Summe muss ein normaler Arbeiter rund 50 Jahre arbeiten! Das ist wirklich nicht vermittelbar", so Schubert. In den kommenden Wochen will die ödp für beide Anliegen noch ein Sicherheitspolster von jeweils 5000 Unterschriften sammeln. Gleichzeitig beginnen die Verhandlungen für Bündnisse zur Vorbereitung der zweiten Phase. Außerdem wird die ödp das Vorhaben des Bund Naturschutz für ein Volksbegehren zur Erhaltung der Staatsforste tatkräftig unterstützen. Schubert: "Wir können uns in den nächsten Monaten über eine lebhafte direktdemokratische Bewegung im Freistaat freuen".

 


Nach Marienberg nun auch Atom-Gefahr
aus Garching für den Landkreis ?

ödp zur Inbetriebnahme des Garchinger Forschungsreaktors FRM II

Juni 2004 - Am 9. Juni wird der neue Forschungsreaktor FRM II in Garching in Betrieb genommen. Es ist der erste Neubau eines Atomreaktors in Deutschland seit Tschernobyl. Von der Bayerischen Staatsregierung wird er als "Zukunftsinitiative" gepriesen, die den Weg für neue Technologien bereiten soll.

Tatsächlich handelt es sich jedoch um ein Konstruktionsprinzip, das schon seit einem halben Jahrhundert bekannt ist. Statt des Atomreaktors wäre heute eine sog. "Spallationsquelle" die bessere und zeitgemäße Lösung. Mit ihr lassen sich stärkere Neutronen-Strahlen und eine weit bessere Zeitauflösung erreichen. Der Garchinger Reaktor kostet fast eine halbe Milliarde Euro. Bedenkt man, dass die Regierung sogar die bayerischen Wälder verkaufen will, um ihren Haushalt zu finanzieren, muss man besonders strenge Kriterien an den Nutzen eines solchen Großprojekts anlegen. Der ist jedoch eher dürftig. In einer Denkschrift zum Reaktor werden Forschungsarbeiten aufgeführt, die international von geringem Interesse sind.

Schon vor zehn Jahren schrieb Prof. Mößbauer von der TU München in der Süddeutschen Zeitung (vom 17.02.1994, S. 21):zu der Frage, warum man in München einen eigenen Reaktor braucht, wo es doch einen leistungsfähigeren in Grenoble gibt: "Es geht bei der Verteilung (der Experimentierplätze in Grenoble) nicht nach dem Länderproporz, sondern nach der Qualität. Und wenn wir nichts Gescheites mehr anbieten können, dann kommen wir nicht mehr zum Zug." Wäre es da nicht besser und billiger, ein paar gute Wissenschaftler anzustellen, um "etwas Gescheites" zu machen, statt einen neuen Reaktor zu bauen?

Als einziger Reaktorneubau der westlichen Welt wird der FRM II mit sog. "Waffen-Uran" betrieben, mit dem auch Atombomben gebaut werden. 1995 sollte bei der Neufassung des Atomwaffensperrvertrags dieses Waffen-Uran grundsätzlich verboten werden. Wegen des Garchinger Reaktors setzte damals Außenminister Kinkel durch, dass dieser Teil des Sperrvertrags gestrichen wurde. Das ist ein großes Problem, weil jedes Land, das einen solchen Reaktor hat, innerhalb kürzester Zeit Atombomben bauen kann. Für die Wissenschaft ist dieses Waffen-Uran nicht nötig. Das berühmte Argonne National Laboratory hat einen alternativen Entwurf zum Garchinger Reaktor vorgelegt, der bei praktisch gleichem Neutronenfluss mit normalem Uran auskommt. Die Aussage, dass "die Wissenschaft" das Waffen-Uran benötigt, ist somit eindeutig falsch. Wegen des "Schweren Wassers", das im FRM II verwendet wird, ist der Ausstoß von radioaktivem Tritium ähnlich hoch wie bei einem normalen Atomkraftwerk. Aus dem offiziellen deutschen Kinderkrebsregister ergibt sich, dass in der Umgebung der Deutschen Kernkraftwerke die Häufigkeit von Krebs bei kleinen Kindern signifikant erhöht ist.

Will man der Bevölkerung dieses Opfer auch im Namen der Wissenschaft abverlangen? Neben der Einweihungsfeier des Reaktors findet eine Protestveranstaltung statt, an der verschiedene Bürgerinitiativen und Vertreter von ödp, Die Grünen und SPD teilnehmen. Die ödp beklagt besonders, dass das Ultragift Plutonium in die Isar "entsorgt" wird, und zwar an einer Stelle, wo häufig gebadet wird.

 


Zum Vorschlag der CSU, neue Atomkraftwerke zu bauen.
Muss Marienberg (nordwestlich Rosenheim) jetzt doch mit einem neuen Atomreaktor rechnen?

Juni 2004 - ödp-Kreisvorsitzender Werner Schubert erinnert CSU an gestrichene AKW-Standorte in Bayern. Die ödp-EBE ist empört über Edmund Stoibers Forderung nach neuen Atomreaktoren und befürchtet, dass der Standort Marienberg im Landkreis Rosenheim hierfür wieder ins Gespräch kommt. "Die CSU hat vor vier Jahren im Landtag unter dem Druck eines ödp-Volksbegehrens fünf Standorte streichen lassen, die für ein neues Atomkraftwerk reserviert waren. Dazu gehörte auch Marienberg im Landkreis Rosenheim. Das war ein Wahlversprechen, das Edmund Stoiber doch jetzt nicht so einfach brechen kann", kritisiert ödp-Kreisvorsitzender Werner Schubert. Innerhalb weniger Wochen hatte die ödp damals weit mehr als die erforderlichen 25.000 Zulassungsunterschriften für das Volksbegehren gesammelt. Im Landkreis konnten damals von der ödp-EBE überdurchschnittlich viele Unterschriften gesammelt werden, was nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass er im Falle eines Reaktorunfalls fast ganz in der gefährdetsten Zone liegt. Kurz vor der Einreichung der Unterschriften im Innenministerium lenkte Stoiber ein und kündigte im Landtagswahlkampf 1998 die Streichung der für Atomkraftwerke frei gehaltenen Flächen an. "Hoffentlich haben die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden die frei gewordenen Flächen inzwischen anderweitig verplant. Falls nicht, wären sie gut beraten, dies möglichst schnell nachzuholen. Denn schließlich waren diese Standorte auf Eignung für ein AKW bereits geprüft", meint Schubert.

Die ödp fordert von der CSU, "jetzt ganz genau zu erklären, wo sie ihr neues Atomkraftwerk haben will. Ich kann mir dann auch eine Wiederholung des Anti-AKW-Volksbegehrens vorstellen", so Schubert. Denn nach den neuesten Ankündigungen der CSU sei damit zu rechnen, "dass Stoiber sein damaliges Wahlversprechen bricht". Und dann hängt das Damoklesschwert wieder über den ehemaligen reservierten Atomkraftstandorten Pleinting (Landkreis Passau), Marienberg (Rosenheim), Viereth (Bamberg), Grafenrheinfeld (Schweinfurt) und Pfaffenhofen a.d. Zusam (Dillingen), befürchtet die ödp.

 


Landesweiter Aktionstag gegen Politiker-Privilegien
Eintragungsstände auch in München, Augsburg, Aschaffenburg, Coburg, Ansbach, Regensburg, Straubing, Passau und vielen anderen Orten

Juni 2004 - Die ödp ruft den Samstag, 5. Juni zum "Bayernweiten Aktionstag gegen Politiker-Privilegien" aus: In mehr als dreißig Orten, darunter auch in Poing, stehen an diesem Tag Eintragungs-Infostände für das ödp- Volksbegehren "Gerecht sparen, auch an der Spitze". Dort können alle Bürgerinnen und Bürger direkt unterschreiben. Ziel ist die Streichung überzogener Politiker-Pensionen und ein Verbot von Aufsichtsratsposten für Abgeordnete. Der Eintragungsstand ist von .08 Uhr bis .14.. Uhr gegenüber dem City-Center.

Die Unterschriftenlisten können aber auch direkt bei der ödp unter Tel./Fax 08106/5445 oder im Internet angefordert werden. Eine Übersicht der Städte, in denen die Aktion am Samstag läuft, ist bereits im Internet unter http://www.oedp-bayern.de/volksbegehren abrufbar.

ödp-Kreisvorsitzender Werner Schubert ruft alle Wahlberechtigen zur Unterstützung der Aktion auf: "Gemeinsam zeigen wir Schwarz-Rot-Grün-Gelb, dass eine gerechte Sparpolitik anders aussieht! Es kann nicht sein, dass Normalbürger demnächst bis zum 67. Lebensjahr arbeiten müssen, während Politiker schon nach wenigen Jahren im Parlament atemberaubende Superpensionen erhalten. Es ist ein gefährlicher Vertrauensverlust in die demokratischen Institutionen zu befürchten, wenn sich die entscheidenden Politiker bei allen Sparbeschlüssen selbst ausnehmen".

Die ödp will die Unterschriftensammlung noch im Juni abschließen. Insgesamt sind landesweit 25.000 Zulassungsunterschriften erforderlich. Davon sind bereits 18.000 gesammelt. Für das zweite, zeitgleich laufende ödp-Volksbegehren "Für Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk" liegen sogar schon 22.000 Unterschriften vor.

 


EU-Richtlinie sieht Auskunftspflicht vor:

Landwirte und Imker können Gemeinden nach geheimen Gen-Feldern befragen
ödp bietet hierfür im Landkreis Ebersberg ein Auskunftsformular an.

Juni 2004 - Landwirte und Imker können von ihrer Gemeinde Auskunft darüber verlangen, wo Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen sind. Das sieht nach Angaben eine EU-Richtlinie vor. ödp-Kreisgeschäftsführer Helmut Graf bietet nun allen Interessierten im Landkreis ein Auskunftsformular an, das von Greenpeace entwickelt wurde. Es kann unter Tel./Fax 08106/5445 oder e-Mail mailto:oedp-ebe-liste@ebe-online.de   angefordert und dann bei der Gemeindeverwaltung eingereicht werden.

"Für Landwirte und Imker ist das Wissen über die Lage der Gen-Felder notwendig, um die Gefahr einer Verschmutzung ihrer Äcker oder des Honigs durch Gentechnik einschätzen zu können", stellt Graf klar. "Die Musteranfrage ist dafür ein entscheidender Hebel, denn die behördliche Geheimniskrämerei verstößt gegen EU-Recht". Kritik übt stv. Kreisvorsitzender Hanno Sombach an der Staats- und der Bundesregierung: "Die CSU treibt in Bayern die Gen-Verunreinigung voran und Rot-Grün hat sich in Berlin tatenlos mit der europäischen Regelung zur Freisetzung genmanipulierter Organismen abgefunden". Besonders ärgerlich sei "die Wählertäuschung der Grünen, die im Europawahlkampf so tun, als ob sie alles Mögliche gegen genverändertes Essen unternehmen. Das Gegenteil ist der Fall", so auch Kreisvorsitzender Werner Schubert.

 


ödp-Mobilfunkkonferenz
für München und das Umland am Montag, 24.05.04 um 19 Uhr im Löwenbräukeller, Schäfflerstube.

Mai 2004 - Die ödp-Kreisverbände Starnberg, Dachau, Freising, Ebersberg, Erding, München-Land, Fürstenfeldbruck sowie Weilheim und Augsburg und auch der ödp-Bezirk Oberbayern laden gemeinsam - als ödp-Regionalverbund - Mobilfunkinitiativen, Gemeinderäte, Bürgermeister und Interessenten rund um München dazu ein.

Die Starnberger ödp-Kreisvorsitzende und Europakandidatin Christiane Lüst, die den Regionlaverbund gegründet und die Veranstaltung aufgrund der drastischen Zunahme von Bürgerprotest gegen Mobilfunkmasten in den verschiedensten Orten initiiert hat: "Ziel ist darüber zu informieren, wie man es schafft, Mobilfunkmasten auf ein nötiges Minimum zu reduzieren und nicht in unmittelbare Nachbarschaft zu bekommen. Dafür hat der Referent, Herr Peter Schmalz, rechtliche Handhaben ergründet, die auch schon vor Gericht Bestand hatten. Die Bürger haben sehr wohl die Möglichkeit, sich gegen die Masten mit Erfolg zu wehren - und diese Rechtsmittel wollen wir den Bürgern in die Hand geben. Und da die Nachfrage so groß ist, haben wir die Veranstaltung nach München gelegt, um einen größeren Kreis von Mobilfunkgegnern zu erreichen."

 


Landesparteitag der bayerischen ödp
ödp-Ebersberg beim Landesparteitag der bayerischen ödp am Samstag, 08.05.04, in Ingolstadt

Mai 2004 - Am Samstag den 08.05.04 hielt die ödp-Bayern in Ingolstadt einen Landesparteitag ab, an dem auch die Delegierten unseres Kreisverbandes, Helmut Graf/Baldham, Werner Schubert/Grafing und Hanno Sombach/Vaterstetten teilnahmen. Schwerpunkt war der nunmehr beginnende Europawahlkampf, zu dem ein Leitantrag des Landesverbandes Bayern beschlossen wurde.

An den Bayerischen Landtag wurde eine Resolution verabschiedet "Gerecht sparen, auch an der Spitze", die, falls der Landtag ihr entspricht, zur Einstellung des am 19. März gestarteten Volksbegehrens der ödp gleichen Namens führen würde.

An Bundesumweltminister Trittin wurde appelliert, als "Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk" die Grenzwerte beim Mobilfunk im Rahmen der Bundesimmissionsschutzverordnung drastisch zu senken. Entspricht er dem Appell, wäre das ebenfalls gestartete Volksbegehren gleichen Namens der ödp hinsichtlich der Grenzwerte unnötig und bräuchte nur noch die Änderung der Bayerischen Bauordnung begehren.

Schließlich wurde noch ein Antrag an den Bayerischen Ministerpräsidenten angenommen, sich nicht nur bei der EU-Verfassung für einen Volksentscheid auszusprechen sondern dieses basisdemokratische Instrument ganz allgemein auch auf Bundesebene - das es derzeit noch nicht gibt, weil eben gerade die CSU massiv dagegen ist - zu fordern.

 


Gerecht sparen, auch an der Spitze!
ödp bedankt sich mit einem Gartenpflänzchen

Mai 2004 - Die ödp bedankt sich mit einem Gartenpflänzchen bei allen, die für Gerechtigkeit eintreten und das am 19.März gestartete o.a. Volksbegehren der ödp unterstützen wollen. Begünstigungen, wie überzogene, beitragsfreie Pensionen, Aufsichtsratsposten und Beraterverträge, Tagegelder trotz Abwesenheit, steuerfreie Aufwandspauschalen ohne Nachweispflicht das ist den Ökologischen Demokraten schon lange ein Dorn im Auge und ein Grund die Initiative für ein Volksbegehren zu ergreifen.

Hanno Sombach, stv. Vorsitzender der ödp im Landkreis Ebersberg: „Wir gehören zu den wenigen Politikern, die man beim Wort nehmen kann. Wir versprachen, das Volksbegehren zu starten, wenn hinsichtlich Besoldung, Besteuerung und Altersbezüge keine Bewegung in den Landtag kommt.“ „Im Jahr, als der Senat Dank des Volksbegehrens der ödp abgeschafft wurde und seitdem uns Steuerzahlern 10 Mio. Euro jährlich einsparen hilft, habe ich einen Apfelbaum gepflanzt - am 15.05. will ich jedem ein Pflänzchen schenken, der unser Vorhaben gutheißt und durch eine Unterschrift zum Volksbegehren verhilft“ so Sombach.

Sombach, der in Vaterstetten lebt und als Kandidat der ödp für den Landkreis Ebersberg zur EU-Wahl antritt, versteht diese Aktion auch als Testfeld für die Toleranzschwelle der Bürger hinsichtlich der Selbstbedienungsmentalität der EU-Parlamentarier. „Zwar gibt es auf Bundes- beziehungsweise Europaebene kein demokratisches Instrument wie das Volksbegehren, doch sind wir uns bewusst, dass mit einem gelungenen Volksbegehren auf Landesebene auch ein Appell an das Demokratieverständnis und das Gewissen unserer EU-Parlamentarier zu richten ist. Es wird sie wieder an Ihren wirklichen Auftrag erinnern, dem Wohle des Volkes zu dienen und nicht Ihrem eigenen bloß“.

 


 

ödp: CSU Erfüllungsgehilfe der Gentechnik-Lobby
Anbau von genverändertem Mais auf staatlichen Grundstücken in Bayern

Mai 2004 - Den Anbau von genverändertem Mais auf staatlichen Grundstücken in Bayern, so auch im Staatsgut Grub im Landkreis Ebersberg, stößt auf harsche Kritik der ödp. Dagegen zollt sie den Bauern im Landkreis Respekt und Anerkennung, weil sie sich an diesem Erprobungsanbau nicht beteiligen.

In einem Schreiben an Landtagsabgeordnete Christa Stewens (CSU) bittet ödp-Kreisvorsitzender Werner Schubert um Aufklärung über das genaue Ausmaß des Anbaus und die Frage nach der Haftung für möglich Schäden: "Es kann auf jeden Fall nicht angehen, dass der Freistaat und somit die Steuerzahler für etwaige Schäden aufkommen müssen" fordert der ödp-Kreisvorsitzende. Während einerseits dadurch die Gewinne privatisiert würden, müssten die Risiken und Lasten die Allgemeinheit tragen.

Vor dem Hintergrund, dass eine breite Mehrheit in der Bevölkerung die Gentechnik im landwirtschafltichen Bereich ablehne, findet es die ödp "äußerst seltsam, dass sich die bayerische Staatsregierung und zugleich die CSU wieder einmal zum Erfüllungsgehilfen der Gen-Lobby" mache. Die Aussage des bayerischen Landwirtschaftsministers Josef Miller, wonach die Staatsregierung nur einer Forderung der EU nachkomme, ist für Werner Schubert ebenfalls nicht nachvollziehbar, weil "gerade die CSU wegen jeder Kleinigkeit gegen die EU" wettere: "Diese Haltung der CSU ist ein Verrat an den freistaatlichen Prinzipien Bayerns". Im Zusammenhang des Erprobungsanbaues weist die ödp ausdrücklich darauf hin, dass von der Regierung in England in Auftrag gegebene Studien die Auskreuzungsgefahr bestätigten. In einem Einzelfall konnte eine Einkreuzung sogar noch in 650 m Entfernung gemessen werden.

 


 

Krank durch Mobilfunk?
Infoabend mit Prof. Buchner

Mai 2004 - Zu diesem Thema konnte der ödp-Kreisverband Ebersberg den bekannten Atomphysiker Prof. Dr. Klaus Buchner gewinnen für einen Vortrag mit Dia-Unterstützung am Donnerstag, 13.Mai 04, 19 Uhr beim Brückenwirt in Kirchseeon.

Macht Mobilfunk krank? Kann man sich vor schädlichen Strahlen schützen? Oft heißt es, diese Fragen seien ungeklärt; es bestehe noch Forschungsbedarf.

Der Vortrag des Atomphysikers und Bundesvorsitzenden der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) stellt den Stand der Forschung in verständlicher Weise dar und kommentiert die "widersprüchlichen" Ergebnisse verschiedener Untersuchungen. Dabei werden auch die politischen Interessen der Beteiligten angesprochen.

Abschließend geht der Referent auch auf die aktuellen ödp-Volksbegehren "Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk" und "Gerecht sparen, auch an der Spitze" ein und stellt das europapolitische Programm der ödp vor. Für beide Volksbegehren kann auch an diesem Abend unterschrieben werden. Auch können Sie an diesem Abend die beiden Europawahl-Kandidaten aus dem Kreisverband EBE der ödp, Helmut Graf/Baldham und Hanno Sombach/Vaterstetten, kennen lernen.

Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von dem "singenden Bäckermeister", Liedermacher Richard Riedlberger aus Germering.

 


 

Man ist, was man isst !
ödp bietet Greenpeace-Einkaufsführer für gentechnikfreie Lebensmittel an.

April 2004 - Die ödp setzt sich seit vielen Jahren für eine naturverträgliche ökologische Landwirtschaft zum Nutzen des Menschen ein. Dies schließt genverändertes Saatgut und genveränderte Futtermittel aus.

"Der Landkreis Ebersberg wäre als gentechnikfreie Zone gegen geltendes EU-Recht gar nicht mehr durchzusetzen - zumindest nicht mit daraus abzuleitendem Rechtsanspruch", meint Hanno Sombach, stellvertretender Kreisvorsitzender der ödp: "Aber wir Verbraucher können heute schon entscheiden, was uns gentechnikfrei auf den Tisch und in den Garten kommt mit dem aktuellen Greenpeace- Einkaufsführer "Essen ohne Gentechnik"; schon in dritter Auflage herausgegeben."

Er kann kostenlos bei Hanno Sombach, Heinrich-Marschner-Straße 79, 85591 Vaterstetten, abgeholt oder unter e-Mail hanno.sombach@web.de, Tel. 08106/309060, Fax 01212647662224 angefordert werden.

Um dem Ziel gentechnikfreier Nahrungs- und Futtermittel näherzukommen, beteiligten sich die EU-Europawahl- Kandidaten Helmut Graf/Baldham und Hanno Sombach/Vaterstetten an der bundesweiten Großdemonstration gegen Gentechnik in der Landwirtschaft, die am 18. April 2004 ab 11.00 Uhr in Stuttgart stattfand. Weitere Infos dazu gibt es bei Hanno Sombach oder unter www.gentechnik-freie-landwirtschaft.de .

 


 

Mobilfunk: "Alle Macht den Gemeinden"
ödp-startete Volksbegehren "Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk"

April 2004 - Zeitgleich mit dem Volksbegehren "Gerecht sparen, auch an der Spitze" startete die ödp noch ein zweites Volksbegehren "Für Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk". Ziel dieses Projektes ist die Einführung einer Genehmigungspflicht für Mobilfunksendeanlagen.

"Wir sind nicht gegen Mobilfunk, aber wir halten es für falsch, dass die Mobilfunkbetreiber ihre Sendeanlagen aufstellen dürfen wo sie gerade wollen. Weil sich die rot-grüne Regierung weigert, die überhöhten deutschen Grenzwerte zu senken, muss die Strahlenbelastung durch gezielte Standortauswahl minimiert werden", so Helmut Graf/Baldham, Geschäftsführer der ödp-EBE und EU-Kandidat. "Mit dem Volksbegehren will die ödp erreichen, dass die Bürgermeister und Kommunalparlamente ein Mitspracherecht bei der Standortsuche haben und die Bürger ihre Bedenken wirksam vorbringen können", erläutert Graf.

Wer das Volksbegehren unterstützen will, kann dies an mehreren Infoständen im Landkreis - Ort und Zeitraum werden rechtzeitig über die Tagespresse bekannt gegeben - oder unter Tel./Fax 08106/5445 oder e-Mail oedp-ebe.geschf@ebe-online.de Unterschriftenlisten anfordern.

 


 

1,2 Millionen LKW über die Alpen - in Bayern kein Thema !!
ödp: Wiesheu setzt bewusst unsere Gesundheit aufs Spiel !

April 2004 - Täglich rollen ca. 4700 LKW über den Brenner - ein Großteil davon über Garmisch, der andere Teil über Irschenberg und Inntal-Dreieck. Anlaß genug für die Anrainer am Fernpaß und am Brenner, demonstrativ darauf aufmerksam zu machen. Mit der Blockade der wichtigsten Autobahnen und Schnellstraßen hatten Umweltschützer und Anrainer am Dienstag ihre dreitägigen Protestaktionen gegen den unkontrollierten Transitverkehr in Österreich fortgesetzt.

Wiesheu plädiert für eine Aufhebung der Demonstrationsfreiheit österreichischer Betroffener. "Wir haben Verständnis für die deutschen Spediteure. Sie deshalb bei der Wahl der vorhandenen Alternativrouten zu unterstützen wäre meines Erachtens sinnvoller, als noch Öl ins Feuer zu gießen und darauf aufmerksam zu machen, dass die meisten schon die A 99 Ostumgehung München bis Inntal verstopfen, statt in München auf die Bahn umzuladen" so die Ansicht von Hanno Sombach/Vaterstetten, stv.Vorsitzender der ödp-EBE und Europawahlkandidat, der zumindest für drei Tage den Unmut der Bevölkerung über das Versagen der Bundesregierung in der Transitpolitik in Kauf nehmen will, weil er ihn nachvollziehen kann.

"Braucht Wiesheu auch noch den Unmut der A 99-Anwohner des Landkreises Ebersberg?" fragt Sombach. Immerhin ist durch die Verschleppung der Transitabkommen keine Verbesserung für die Anrainer in Sicht. Mit ihren Aktionen soll deutlich werden, dass im Schnitt alle 15 Sekunden ein LKW die Strecke im Inntal passiert, womit an vielen Orten die Grenzwerte überschritten sind: dies betrifft Luft- und Lärmschutzgrenzwerte gleichermaßen. Im brennernahen Wipptal wird sogar davon abgeraten, die Kleinkinder mit den eigenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu ernähren.

"Für Wiesheu wohl kein Grund auf die Straße gehen zu müssen. Vermutlich war es eher die Sorge, sein Chef, Ministerpräsident Stoiber könnte durch den Stau seinen Samnauner Skiausflug verpassen. So fördert man Tourismus in Bayern. Na ja, immerhin konnte er dort steuerfrei tanken!" bemerkt Sombach voll Ironie.

 


 

ödp-Kreisverband Ebersberg will Politiker-Privilegien
mit Volksbegehren streichen:

Volksbegehren "Gerecht sparen, auch an der Spitze!"
startete am 19. März

Ziel: Politiker-Pensionen streichen,
Aufsichtsratsposten für Abgeordnete verbieten!

April 2004 - Das wird die Abgeordneten aus dem Landkreis Ebersberg, Christa Stewens/Poing, Jürgen Vocke/Ebersberg und Monika Hohlmeier/Vaterstetten gar nicht freuen: Die ödp-EBE will den Politikern mit einem Volksbegehren die "überzogenen beitragsfreien Pensionen" streichen und das Abgeordnetengesetz so ändern, dass auch Aufsichtsratsposten und Beraterverträge für Parlamentarier künftig tabu sind. Außerdem soll es die steuerfreie Aufwandspauschale künftig nur noch gegen Einzelbelege geben und nicht wie bisher ohne Nachweise.

Näheres kann im Internet unter www.oedp-bayern.de eingesehen werden. Wer das Volksbegehren unterschreiben will, kann dies an mehreren Infostände im Landkreis tun - Ort und Zeitraum werden rechtzeitig über die Tagespresse bekannt gegeben - oder eine Unterschriftenliste anfordern unter Tel./Fax 08106/5445 oder e-Mail oedp-ebe.geschf@ebe-online.de

Ödp Kreisvorsitzender WernerSchubert: "Abgeordnete verdienen so gut, dass sie für das Alter selbst vorsorgen können. Es kann nicht sein, dass die Politiker von den Bürgern mehr Eigenverantwortung und private Vorsorge verlangen, überall den Rotstift ansetzen und sich selbst dabei ausnehmen. So ein Verhalten lässt die Menschen an den demokratischen Institutionen zweifeln. Unser Volksbegehren ist deshalb ein wichtiges Projekt gegen die zunehmende Politikverdrossenheit".

Mit dem Verbot von Aufsichtsratsposten und Beraterverträgen will die ödp außerdem erreichen, "dass Abgeordnete dem gesamten Volk dienen und nicht wirtschaftlichen Einzelinteressen oder bestimmten Verbänden".

Mit Volksbegehren hat die ödp der CSU schon des öfteren das Fürchten gelehrt. Ihr spektakulärster Erfolg war 1998 die Abschaffung des von den meisten Bürgern als überflüssig empfundenen Bayerischen Senats. Kurz darauf startete die ödp zwei Volksbegehren zur Verkleinerung der Staatsregierung und des Landtags. "Der CSU saß der 'Senats-Schock' so in den Knochen, dass CSU-Chef Stoiber von sich aus mehrere Staatsekretärsposten gestrichen und zusammen mit der Landtagsopposition den Landtag verkleinerte. Außerdem haben wir der CSU die Streichung von fünf zusätzlichen Atomkraftstandorten per Volksbegehren abgerungen", erinnert Schubert: "Mit dieser Erfolgsbilanz können wir wirklich zufrieden sein".

Im ödp-Kreisverband ist man sich einig , dass allein der Start eines Volksbegehrens für die CSU schon "wie eine Bewegungstherapie wirkt". Stv. Vorsitzender und EU-Kandidat Hanno Sombach: "Falls der Landtag von sich aus einen tatsächlichen Abbau überzogener Politiker-Privilegien beschließt, stoppen wir unser Volksbegehren. Wenn sich der Landtag aber nur zu kosmetischen Veränderungen durchringt, droht den etablierten Parteien ein Volksentscheid wie beim Senat".

 


 

Seminar "Strategie der Erfolgreichen"

ödp hat keine Angst vor Mitgliederschwund und Politikverdrossenheit.

März 2004 - Vierzig Prozent Stimmanteil oder gar mehrere 100% Steigerung von Mandaten und Mitgliederzahlen - wo und wieso das gelebte Realität ist, davon konnten sich die Vertreter des Kreisverbands Ebersberg (Schubert, Sombach und Graf) bei einem Strategieseminar überzeugen. Dazu lud die Starnberger ödp-Kreisvorsitzende Christiane Lüst. Niederbayerische Mandatsträger referierten in charmanter humorvoller Atmosphäre darüber, was den Erfolg ihrer ökologisch-demokratischen Arbeit ausmacht. Wer allerdings besondere Patentrezepte erwartet hat, dürfte enttäuscht worden sein: Ganzheitliches Denken, gemeinschaftliches Handeln statt manipulativ-populistischer Strategien, verantwortungsvolles auf Langfristigkeit ausgerichtetes Handeln statt Einschießen auf politische Gegner, Geduld, Vertrauen in die eigenen ethischen Grundsätze und Bürgernähe in Form von Lösungen, die den politisch Handelnden nicht von deren Wirkung ausschließen - das sorgt für Sympathie in Zeiten von Mitgliederschwund und Politikverdrossenheit.

In der im Anschluß stattgefundenen Klausur wurde ein ödp-Regionalverbund München und Umland gegründet mit dem Ziel effektiver an den überörtlichen Zielen zu arbeiten. Mit im Projekt sind im Wesentlichen ödp-Verbände aus München Stadt sowie die von Münchner Politik unmittelbar stark beeinflußten Landkreise München, Starnberg, Erding, Ebersberg, Freising, Dachau aber auch Rosenheim und Augsburg. "Global denken und lokal handeln" schlägt Hanno Sombach, Europakandidat der ödp für den Kreis Ebersberg, vor. "Was in Vaterstetten nicht funktioniert, ist auch für Europa nicht von Nutzen - und umgekehrt".

Deshalb sehen die EU-Kandidaten des Kreisverbandes EBE der ödp, Hanno Sombach und Helmut Graf, darin den Schwerpunkt ihrer Wahlwerbearbeit. Neben Themen wie der Ausweisung weiterer gentechnikfreier Zonen rund um München, Forcierung der Stadtumlandbahn, Ausbau des Personennahverkehrs in der Fläche statt punktualer Ballung durch Transrapid, Erschließung landwirtschaftlicher Nutzflächen statt Autobahnringschluß und Gewerbegebieten ist ihnen vor allem die Verabschiedung einer EU-Verfassung von großer Bedeutung. "Nie wieder will ich, dass ein - auch nur ansatzweise - totalitäres System über mich verfügt - deshalb sollten wir über den Neuentwurf der Europäischen Verfassung aufgeklärt sein und vor allem demokratisch darüber abstimmen dürfen.

Nicht die Verfassung entscheidet über die Zukunft der Demokratie in Europa, wir Europäer sollten über die Zukunft Europas durch die Verfassung entscheiden.

In freier Wahl! Immerhin haben sich bei einer Umfrage 92,4 % der Deutschen bereits für eine Volksabstimmung ausgesprochen.

 


 

ödp fordert Veröffentlichung
geheimer Gen-Pflanzen-Anbauflächen im Landkreis!

Künast bekennt endgültig Farbe und
missachtet Interessen von Verbrauchern und Landwirten.

März 2004 - "Der Versuch der Bayrischen Landtagsgrünen sich vor Ort für gentechnikfreie Zonen stark zu machen wird wieder einmal von ihrer eigenen Parteispitze unterlaufen" so der stellvertretende Kreisvorsitzende der ödp Ebersberg, Hanno Sombach in einer Pressemeldung: Lt. Greenpeace hat das Bundessortenamt in Hannover Mitte Februar den Firmen Monsanto, Pioneer und KWS erlaubt 25,5 Tonnen Gen-Mais auszusäen und die Ernte zu Lebens- und Futtermitteln zu verarbeiten.

"Es ist unglaublich! Da versuchen die Grünen vor Ort für gentechnikfrei zu werben, und Frau Künast untergräbt mit dieser Genehmigung (das Bundessortenamt untersteht Künasts Ministerium) sogar noch ihre eigene Gesetzesinitiative!

Es ist noch nicht einmal genug damit, dass sie die Einführung der Gentechnik in der deutschen Landwirtschaft ermöglicht hat - nein, sämtliche Versprechungen nach Transparenz und Kennzeichnung sind damit anscheinend vergessen! Lt. Greenpeace soll keiner erfahren, wo der Gen-Mais angebaut wird und was mit der Ernte geschieht - damit wird dem Verbraucher gegen seinen Willen die Gentechnik untergeschoben! Soviel zur von Künast so gepriesenen Transparenz! " empörte sich Sombach.

"Ich konnte mir bei der Jahreshauptversammmlung der Jungbauern ein Bild davon machen, mit wie viel Verantwortung, Weitblick für die aktuelle Situation der Landwirtschaft, Sinn für den Verbraucher und dessen Bedürfnisse und Gespür für die wirtschaftlichen Zusammenhänge unsere jungen Landwirte im Kreis Ebersberg denken und handeln. Frau Künast dagegen verkauft diese Landwirte und uns Verbraucher damit schlichtweg für dumm." So Sombach.

"Während Verbraucher und Landwirte noch versuchen, sich nüchtern und sachlich über Chancen und Risiken, Nutzen und Gefahren der Gentechnologie zu informieren, schaffen andere klare und unwiderrufliche Fakten zu unseren Ungunsten". Im Kreisverband der ödp stellt man sich die Frage, wem sich Frau Künast eigentlich verpflichtet hat - den Gewinninteressen der Großkonzerne oder den Interessen von Verbrauchern und Landwirten? "Die Grünen bekennen nun endgültig Farbe für was sie wirklich stehen - daß sie bei den Landwirten nie besonders beliebt waren, bestätigt die sprichwörtliche Bauernschläue" meint Sombach respektvoll.

Umso dringlicher ist nun die ödp Aktion bayernweit durch entsprechende Verträge und Anträge in der Kommunalpolitik für gentechnikfreie Zonen zu sorgen. Nur, wenn Verbraucher und Landwirte zusammen vor Ort für gentechfrei stehen, dann können wir der Politik da oben die rote Karte zeigen. Wir sind alle aufgefordert den Gewinninteressen einiger weniger auf Kosten unserer Gesundheit und der Zukunft unserer Kinder Einhalt zu gebieten!" so Sombach.

Sombach fordert die Grünen-Vertreter vor Ort auf, sich umgehend bei ihrer Parteispitze für eine Veröffentlichung der Anbauflächen einzusetzen "damit die Bürger und Landwirte im Landkreis Ebersberg wissen, woran sie sind!"

 


 

ödp Ebersberg macht mit beim Kauf der Hanauer Plutoniumfabrik.

Sombach: "Beteiligung grüner Bundestagsabgeordneter an dieser Aktion ist politische Bankrotterklärung"

März 2004 - Die Idee, die Hanauer Plutoniumfabrik anstatt eines Exports nach China durch Kauf in Bürgerhand zu bringen und dann zu verschrotten wird von der ödp Ebersberg unterstützt. "Unser Kreisvorstand beschloss in seiner Sitzung am Montag 8.3.04 mit 100.- Euro einzusteigen und trägt die Aktion der IPPNW (Internationale Ärzte gegen den Atomkrieg) mit" erklärte Europakandidat und Mitglied des Kreisvorstands Hanno Sombach. Allerdings sei die angekündigte Beteiligung von Regierungsabgeordneten an dieser Aktion bei genauerer Betrachtung ein Spiegelbild ihrer mangelnden Standfestigkeit. "Diese Leute sitzen in der Regierung und es mangelt ihnen trotzdem an der Fähigkeit, ihr vom Wähler anvertrautes Mandat auszuüben. Während die einen noch den Lobbies und eigenen Karriereträumen frönen, muss sich der eigene Parteifreund außerparlamentarischer Mittel bedienen, ums so seinem Gewissen zu folgen - wir können das Wiederentdecken ihrer neu entdeckten ökologisch-demokratischen Werte nur gutheißen", meint Sombach.

Für Bürger und Bürgerinnen, die ebenfalls ein deutliches Signal geben wollen gibt es Infos unter: http://www.hanauselberkaufen.de

 


 

Gezielte Flugzeugabstürze auf Atomkraftwerke haben unbeherrschbare Folgen!

ödp: Schon drei offizielle Stellen warnten vor Terrorgefahr - doch Umweltminister Schnappauf bleibt untätig!

Februar 2004 - Im Streit um die Sicherheitsmängel des Atomkraftwerkes Isar 1 bei Landshut hat die ödp nun Teile der Gefahrenstudie veröffentlicht. Sie kann beim ödp-KV EBE (telef./faxisch/mailisch, siehe Fußzeile) angefordert werden

"Wir geben selbstverständlich keine geheimen technischen Details preis, die Gefahrensituationen auslösen könnten, sondern nur die in der Studie beschriebene Unbeherrschbarkeit der Folgen eines terroristischen Angriffs", erklärte stv. ödp-Kreisvorsitzender Hanno Sombach. Die ödp-Aktion sei ein Akt der Notwehr, zumal auch der Landkreis EBE in einem solchen Fall stark betroffen wäre und der zuständige bayerische Umweltminister Werner Schnappauf ein Jahr lang nicht auf die Studie reagierte und Warnungen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und der Geheimdienste ignoriert hat. Der Minister werde "zunehmend zum eigentlichen Sicherheitsrisiko".

"Wir wollen mit öffentlichem Druck die verantwortlichen Politiker wachrütteln und den schnellstmöglichen Atomausstieg erreichen", sagte Hanno Sombach. Nun hat sogar das Bundesamt für Strahlenschutz die Abschaltung von Isar I gefordert. Die geheime Studie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit stellt eine Gefährdung durch terroristische Anschläge und schwere Sicherheitsmängel vor allem im Atomkraftwerk Isar 1 bei Landshut fest. Eine großflächige Zerstörung des Reaktorgebäudes sei denkbar, die technische Beherrschung dieses Schadens "fraglich". Trotzdem hält der bayerische Umweltminister bislang an dem Atomkraftwerk fest.

Sombach: "Die von Schnappauf geforderte Einnebelung des Atomreaktors im Gefahrenfall entspricht der üblichen CSU-Vernebelungspolitik. Stoiber und sein Umweltminister behaupten wider besseren Wissens, dass die deutschen Atomkraftwerke sicherer seien als das umstrittene tschechische Temelin. Jetzt steht amtlich fest, dass das eine Lüge war. Wir fordern von der CSU ein großräumiges Überflugverbot, einen angemessenen Katastrophenschutz oder eine radikale Wende in der bayerischen Energiepolitik, die dieses Risiko den Bürgern erst gar nicht zumutet." Die ödp kritisiert ebenso die von Rot-Grün unterzeichnete Bestandsgarantie für Isar 1 bis mindestens ins Jahr 2011.

 


 

ödp -Ebersberg startet in den EU-Wahlkampf

Kreisvorsitzender Schubert kritisiert EU-Verfassung

Februar 2004 - In seiner ersten Sitzung im Jahr der Europawahl 2004 beschäftigte sich der Kreisverband Ebersberg der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) mit der künftigen europäischen Verfassung. "Die Europäische Union braucht dringend eine Verfassung, auf die sich die Mitgliedstaaten stützen können, "so der Kreisvorsitzende. "Allerdings kann niemand mit dem vorliegenden Entwurf zufrieden sein."

Erstens bekenne sich die Verfassung nicht zu den demokratischen Grundrechten, stattdessen aber zu neoliberalen Grundfreiheiten im Bereich des Handels. Zweitens werde der Einfluss der Politik gegenüber der Wirtschaft minimiert. "Der GAT-Vertrag beispielsweise schränkt die Sozial- und Umweltstandards ein; Gesundheits- und Verbraucherschutz spielen auch keine Rolle mehr." kritisiert Schubert. Durch die geplante Privatisierung von Bildungseinrichtungen befürchtet der Kreisvorsitzende, dass die Bildungsfreiheit in Deutschland nicht mehr zu gewährleisten sei. "Die Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft werden auf dem Altar des Neoliberalismus geopfert," formuliert Schubert zugespitzt.

Die ödp setzt sich für eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung ein. Vorher müssten jedoch die Bürgerinnen und Bürger umfassend informiert werden. "Nur eine mündige Bevölkerung kann über die EU-Verfassung entscheiden." Auch personell starte der ödp Kreisverband Ebersberg in den EU-Wahlkampf mit Geschäftsführer Graf/Baldham und stv. Vors. Sombach/Vaterstetten. "Unser Kreisverband hat sich am Bundesparteitag, der am 24./25 Januar in Karlsruhe stattfand, dafür eingesetzt, dass Graf und Sombach als Kandidaten zur Europawahl gewählt wurden" so Schubert abschließend.

 


 

Europawahl- Kandidatenaufstellung bei der ödp-EBE

Helmut Graf(Baldham) und Hanno Sombach(Vaterstetten) kandidieren
für die ödp-EBE zur Europawahl.

Februar 2004 - Der ödp-Bundesparteitag hat beide am Wochenende 24./25.01.04 auf Vorschlag des ödp-Kreisvorstandes aufgestellt. Der 67jährige Graf will sich vor allem gegen die von Rot-Grün akzeptierte Freigabe genmanipulierter Pflanzen auf deutschen Äckern einsetzen und fordert die zuständige Ministerin Renate Künast zum Rücktritt auf. Graf will sich außerdem dafür einsetzen, dass die EU der tschechischen Regierung Hilfen bei der Stilllegung des Risikoatomkraftwerkes Temelin anbietet.

Weiterer Kandidat aus der Region ist der 39jährige Hanno Sombach aus Vaterstetten.

Als bundesweit bekannter ödp-Kandidat tritt der parteilose Bundeswehrarzt und Gründer der "Kinderhilfe Afghanistan", Dr. Reinhard Erös (Lkr. Regensburg)an.

Die Kandidaten treten dafür ein, dass Europa von seiner bloßen Wirtschaftsorientierung befreit und zu einer Wertegemeinschaft weiterentwickelt wird, in der die regionalen Qualitäten nicht nur geachtet sondern auch gefördert werden, erklärte Graf in seiner Vorstellungsrede bei der Ebersberg ödp. Dabei griff er auch die Bundesministerin Künast wegen ihres aktuellen Gesetzentwurfs für die Freigabe genmanipulierter Pflanzen auf deutschen Äckern an: Eines der wichtigsten Anliegen der Natur- und Umweltbewegung sei jetzt in höchster Gefahr, weil es ein friedliches Nebeneinander von biologischer, konventioneller und genmanipulierter Landwirtschaft nicht geben könne. Dass gegen die rot-grüne Gesetzgebung seitens der CDU/CSU kein Widerstand erwartet werden könne, liege auf der Hand: "Merkel und Stoiber haben schon oft bewiesen, dass sie entschiedene Förderer der Gentech-Zauberlehrlinge sind", so Graf.

Die ödp werde jetzt ihren Beitrag dazu leisten, den Widerstand der Landwirte und Verbraucher von unten her zu organisieren. Außerdem werde seine Partei das "Ja zur Bewahrung der Schöpfung und das entschiedene Nein zur Genmanipulation bei Menschen, Tieren und Pflanzen" zu einem Hauptthema des Europawahlkampfes machen, erklärte Graf.

 


 

ödp ruft zur Teilnahme an Großdemonstration auf:

Am 31.1. in München gegen Freisetzung genmanipulierter Pflanzen - Ottfried Fischer spricht .

Januar 2004 - Der ödp-Kreisverband Ebersberg ruft seine Mitglieder und alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an der überparteilichen Großdemonstration für gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft am kommenden Samstag 31.1 in München auf.

Bei der Auftaktkundgebung um 11.00 Uhr auf dem Odeonsplatz spricht Kabarettist Ottfried Fischer. Anschließend zieht ein Demonstrationszug mit Traktoren und Musikkapelle Richtung Staatskanzlei, amerikanisches Konsulat und Landwirtschaftsministerium. Anlass ist das angekündigte Gesetz der rot-grünen Bundesregierung zur Umsetzung der EU-Freisetzungsrichtlinie.

Die Veranstaltung wird organisiert vom "Aktionsbündnis Bayern für gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft", dem zahlreiche Organisationen angehören.

 


 

Neues Gesicht im ödp-Kreisvorstand

August 2003 - Bei der diesjährigen Kreishauptversammlung der ödp-EBE am 20.Nov.03 in Baldham war satzungsgemäß u.a. die Kreisvorstandschaft neu bzw. wieder zu wählen. Neu in die Vorstandschaft rückte Hanno Sombach ein. Einstimmig wurde er zum stv. Vorsitzenden und Schatzmeister gewählt für den bisherigen stv. Vorsitzenden Martin Baumgartner aus Ebersberg und den Schatzmeister Manfred Scherupp aus Zorneding, die beide nach langjähriger Tätigkeit nicht mehr kandidierten.

Herr Sombach stellt sich wie folgt vor: 38 Jahre, von Beruf Verkehrspilot und derzeit Anwendungsentwickler bei einer bekannten Versicherungsgesellschaft in München. Er ist verheiratet, lebt mit Frau und Tochter in Vaterstetten und ist seit August 2003 neues aktives Mitglied der ödp. Nach seinen Beweggründen zum Beitritt gefragt, sagt er: "Die ödp ist die einzige Partei, die mich durch ihr Programm und die Taten ihrer Mitglieder beeindruckt hat, zuletzt beim Volksbegehren "Menschenklonen niemals...." Sie zeigen, dass sie sich aus Überzeugung für andere Menschen einsetzen und nicht nur für das eigene Wohl oder das der Partei. Nichtsdestotrotz fängt mein Engagement erst mal damit an, den Kreisverband Ebersberg durch die Tätigkeit als Schatzmeister und stellvertretender Vorsitzender zu unterstützen."

 


 

Wahlkampfstart der ödp im Landkreis EBE.

ödp präsentiert sich mit verschiedenen Themen auf Plakaten.

August 2003 - "100% erfolgreicher als Rot-Grün im Landtag" und "100% für echt christlich-soziale Werte" - mit diesen Slogans wirbt die ödp um Stimmen. "Wir neigen eigentlich nicht zum Selbstlob", sagt ödp-Landtagskandidat Helmut Graf, Baldham, "Aber wir wollen im Wahlkampf schon darstellen, was wir in den letzten Jahren mit hohem ehrenamtlichen Einsatz und ohne angenehme Landtagsdiäten bewirkt haben:
die Abschaffung des Senats, die Streichung zusätzlicher Atomkraftstandorte aus dem Landesentwicklungsplan, die Verschlankung von Regierung und Landtag auf Normalgröße und unseren Teilsieg gegen den Weltkonzern e.on im Kampf gegen Temelin. Deshalb sagen wir auch selbstbewusst, dass wir mehr erreicht haben als Rot-Grün im Landtag"

In den nächsten Wochen wollen die ödp-Kandidaten deshalb möglichst viele Menschen davon überzeugen, "dass auch bei der Landtags- und Bezirkstagswahl Stimmen für die ödp höchst wirkungsvoll sind". Und weil ohnehin jeder mit einem haushohen Sieg der CSU rechne, glaubt die ödp, dass vor allem viele Stoiber-Befürworter, denen nicht alles an der CSU gefällt, bei dieser Landtagswahl auch der ödp ihre Stimmen geben könnten.

Graf: "66 Prozent für die CSU? Das ist auch vielen Stoiber-Anhängern zu viel!" "Wertkonservative Bayern kritisieren, dass sich die CSU gegen das Volksbegehren 'Menschenwürde ja, Menschenklonen niemals' gestellt hat, dass die Union weitere Atomkraftwerke will, dass vor allem Wirtschaftsminister Wiesheu sein Handeln nur nach der technischen Machbarkeit ausrichtet und für die Bewahrung der Schöpfung gar nichts übrig hat. Die CSU vergisst in ihrer Übermacht schnell mal ihre christlich-sozialen Werte und braucht deshalb ein wertorientiertes Korrektiv", so Graf.

Die ödp werde sich wie bisher zu 100% und ohne faule Kompromisse für einen Atomausstieg 2008, für ein Erziehungsgehalt, gegen Klonen und Embryonenexperimente, für eine würdevolle Versorgung älterer Menschen, für Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk, für ein gut funktionierendes Bus- und Bahnnetz, gegen Aufsichtsratsposten für Politiker und gegen Konzernspenden an Parteien einsetzen.

 


 

Bürgerantrag an die Bundesregierung:
ödp Ebersberg startet Aktion
"Bus und Bahn für alle statt Transrapid für wenige"!

Rot-Grün täuscht die Wähler - in Bayern dagegen, in Berlin dafür

August 2003 - Die ödp-EBE startet am Freitag den 22.8.03 zusammen mit der ödp Freising und der ödp Erding am Flughafen München eine Unterschriftenaktion gegen den Bau des Transrapid zum Flughafen. "Das hierfür vorgesehene Geld sollte sinnvoller für Verbesserungen beim Bus- und Bahnangebot verwendet werden.

Der 1,6 Milliarden Euro teure Transrapid nützt nur wenigen Großstädtern, die noch schneller am Flughafen sein wollen. Andererseits fehlt das Geld für einen attraktiveren öffentlichen Berufsverkehr in ganz Bayern", kritisiert ödp-Landtagskandidat Helmut Graf, Baldham. Auch angesichts der Streichungen in vielen anderen Bereichen sei der finanzielle Aufwand für den Transrapid "der blanke Hohn". Nach Ansicht der ödp betreiben SPD und Grüne ein "raffiniertes Täuschungsmanöver". Graf: "In Bayern kritisieren sie den Transrapid als verschwenderisches CSU-Prestige-Projekt und in Berlin stellen sie die Mittel dafür bereit. Das ist keine ehrliche Politik".

Mit ihrer Aktion "Bus und Bahn für alle statt Transrapid für wenige" fordert die ödp Rot-Grün auf, den Zuschuss für den Transrapid zu streichen, "weil dieses Projekt unwirtschaftlich ist, gewaltige Kosten verursacht und eine Gefahr für die Natur darstellt. Unterschriftenlisten zu diesem Bürgerantrag können unter

Tel./Fax 08106/5445 oder e-mail oedp-ebe.geschf@ebe-online.de angefordert werden.

Transrapid.jpg (33654 Byte)

Die ödp führt am Flughafen München eine Unterschriftenaktion
gegen den Bau des Transrapids durch.

(v.links) Wolfgang Reiter, Roswitha Bendl (KV Erding) , Helmut Graf (KV Ebersberg)
und Anette Knote (für den Landesvorstand). Oben von links: Jörg Kästl (KV Freising)
und Christian Leeb (KV München)

 


 

Neue Studie:Mobilfunkstrahlen können Erbgut schädigen!

ödp-Briefe an CSU MdLs Hohlmeier, Stewens und Vocke soll
die Staatsregierung zum Umdenken bewegen!
ödp-Briefe an die Bürgermeister Zistl/Baiern, Ockel/Kirchseeon und Niedergesäß/Vaterstetten m.d.B. um Druck auf die o.a. MdLs.
ödp-Kreisvorsitzender Schubert:
"Neue Sendeanlagen erst, wenn Konsequenzen aus der Studie gezogen sind".

August 2003 - Die Kritiker von Mobilfunksendeanlagen fühlen sich bestätigt: eine neue, von der EU geförderte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Mobilfunkstrahlung das Erbgut schädigt. ödp-Kreisvorsitzender Schubert forderte deshalb CSU-Mdls Hohlmeier, Stewens und Vocke in einem Schreiben v. 15.8.03 auf, die Staatsregierung zum Umdenken zu bewegen: "Die Grenzwerte müssen sofort gesenkt werden. Die Staatsregierung soll hierfür im Bundesrat tätig werden. Und die Anlagen der Mobilfunkbetreiber sollten ausnahmslos genehmigungspflichtig werden, damit die Bürgermeister und Gemeinderäte bei der Standortfrage mitreden können". "Jetzt muss Schluss sein mit der bisher seitens der Staatsregierung betriebenen Verharmlosung und einseitigen Förderung der Mobilfunk-Technologie", fordert Schubert.

Die Ergebnisse der von 12 Forschungsgruppen aus 7 EU-Ländern durchgeführten "Reflex-Studie" (SZ vom 7.8.03) zeigen, dass tatsächlich durch elektrische Schwingungen Erbgutschäden hervorgerufen werden. Damit bricht die bisher von der Staatsregierung vertretene Position, wonach nur die Wärmewirkung der Handys zu beobachten sei, in sich zusammen.

Ministerpräsident Stoiber und seine rechte Hand Erwin Huber müssen jetzt schleunigst das Lager der Mobilfunklobbyisten verlassen und sich an die Seite der Warner stellen! Die 3 angeschriebenen CSU-Mandatsträger sollte sich zusammen mit allen MdLs angesichts der neuen Erkenntnisse auf die Seite der Bürger stellen.

Aber auch die rot-grüne Bundesregierung trägt nach Ansicht der ödp eine schwere Verantwortung: "Schröder und Trittin sind verantwortlich für die gesundheitsgefährdend hohen deutschen Strahlungsgrenzwerte. Vor allem der grüne Umweltminister Trittin zeigt sich seit Jahren uninteressiert und untätig. Die Novellierung der Bundesimmissionsschutzverordnung und die Senkung der Grenzwerte um das hunderttausendfache ist nicht nur technisch möglich, sondern angesichts der neuen Forschungsergebnisse zwingend geboten. Dass man auch mit wesentlich niedrigeren Grenzen telefonieren kann, haben viele andere Länder bewiesen", meint Schubert.

 


 

ödp Ebersberg startet Aktion gegen Aufsichtsratsposten und Privilegien für Politiker

Helmut Graf, Baldham: "Ich will in den Landtag, aber ohne diese Privilegien"

August 2003 - Die ödp-Ebersberg startet eine Aktion gegen Aufsichtsratsposten und Privilegien für Politiker. Ein Bürgerantrag, der von allen Interessierten unterschrieben werden kann, soll als Petition zur Änderung des Abgeordnetengesetzes im Landtag eingereicht werden. "Ich beantrage, dass Beraterverträge, Vorstands-, Geschäftsführer- und Aufsichtsratsposten in privaten Unternehmen und Verbänden für alle Politiker verboten werden", heißt es in der Unterschriftenliste, die unter Tel./Fax 08106/5445 oder e-mail oedp-ebe.geschf@ebe-online.de angefordert werden kann.

ödp-Landtagsstimmkreiskandidat Helmut Graf, Baldham, ist überzeugt, dass nur so unabhängige Politik zum Wohl der Allgemeinheit möglich ist. Außerdem soll nach Ansicht der ödp die nachweis- und steuerfreie Aufwandspauschale (2724,- Euro) für Abgeordnete gestrichen werden, "weil jeder normale Steuerzahler seine Aufwendungen auch nachweisen muss", so Graf.

Auch die "überzogenen und beitragsfreien Politikerpensionen" sollen nach Ansicht der ödp endlich gekippt werden. Graf: "Abgeordnete sollen von ihren Diäten (in Bayern derzeit mtl. 5861,- Euro) künftig für ihre Altersvorsorge Beiträge zahlen. Schließlich wird auch von uns Bürgern private Vorsorge erwartet".

Und zur Begrenzung der Diäten hat sich die ödp etwas ausgedacht, was sicherlich den meisten Abgeordneten nicht gefallen dürfte: Die Festsetzung der Abgeordneten-Entschädigung soll künftig jeweils im letzten Jahr einer Legislaturperiode (also vor der Wahl) erfolgen und dann für die gesamte darauffolgende Amtsperiode gelten. Bayernweit will die ödp eine Million Flugblätter mit der Unterschriftenliste verschicken.

 


 

ödp -EBE macht vorsorgenden Gesundheitsschutz beim Mobilfunk zu einem Top-Thema im Wahlkampf und startet Petition an den Landtag:

1. Genehmigungspflicht für alle Antennen durch die Gemeinden
2. Gesundheitsschutz als Ziel ins Landesentwicklungsprogramm und
3. Bundesratsinitiative für niedrigste Grenzwerte

Juli 2003 - Der ödp-Kreisverband Ebersberg macht den vorsorgenden Gesundheitsschutz beim Mobilfunk zu einem wichtigen Wahlkampfthema. Das hat der Kreisvorstand in seiner gestrigen Sitzung beschlossen. "Handies gehören zwar heute zum Alltag, doch gerade deswegen brauchen wir so niedrige Grenzwerte wie in den meisten anderen Ländern. Vor allem sollen die Gemeinderäte und Bürgermeister bei der Standortfrage ein echtes Mitspracherecht haben, damit die Sendemasten nicht direkt neben Schulen und Kindergärten stehen", erklärte ödp-Landtagsstimmkreiskandidat Helmut Graf, Baldham. Um das zu erreichen, hat die ödp nun eine Unterschriftenaktion gestartet, die dem Landtag als Petition vorgelegt werden soll. Unterschriftenlisten können unter Tel./Fax 08106/5445 oder e-mail oedp-ebe.geschf@ebe-online.de angefordert werden.

Ziel ist: "Die Bayerische Bauordnung soll geändert werden, weil sie bisher ermöglicht, dass die Mobilfunkbetreiber ihre Anliegen genehmigungsfrei nahezu überall hinbauen können, wo sie wollen - auch neben Schulen und Kindergärten. Künftig sollen auch Mobilfunkantennen einer baurechtlichen Genehmigungspflicht unterliegen Damit würde vor allem den Kommunen der Rücken gestärkt, die heute oft genug keine Chance für eine vernünftige Planung als Gegengewicht zu den Mobilfunkkonzernen haben.", so Graf.

Außerdem fordert die ödp, dass die Staatsregierung eine Bundesratsinitiative zur Reduzierung der Grenzwerte startet und das Prinzip der gesundheitlichen Vorsorge als Ziel in den Landesentwicklungsplan aufnimmt; heute tritt das LEP nur für die Sicherung der Mobilfunkversorgung ein - ohne Gesundheitsvorsorge. ödp-Landtagslistenkandidat Wolfgang Reiter, Markt Schwaben, fordert die Staatsregierung eindringlich auf, über den Bundesrat das einzufordern, was seitens der rot-grünen Regierung nicht geleistet wird: "Fast überall auf der Welt gelten weit niedrigere Grenzwerte als in Deutschland und die Handies funktionieren dennoch. In die neue Bundesimmissionsschutzverordnung muss deshalb ein Minimierungsgebot für Strahlung und das gesundheitliche Vorsorgeprinzip aufgenommen werden."

Reiter:: "Wir geben in diesem Wahlkampf den Menschen die Gelegenheit, ihre berechtigte Sorge um den Gesundheitsschutz beim Mobilfunk politisch auszudrücken. Wir werden diesen Willen der Bevölkerung entweder im neuen bayerischen Landtag als gewählte Abgeordnete vertreten oder aber diese Forderungen als Bürgerantrag/Petition einbringen."

 


 

Eintragungszeit: vom 22. Mai bis 4. Juni
für Menschenklonen - niemals!

"Auch am 'Bio-Tech-Standort' Bayern muss die Ethik Vorrang vor dem wirtschaftlichen Kalkül behalten"

Mai 2003 - Am kommenden Donnerstag beginnt die Eintragungszeit für das Volksbegehren "Menschenwürde ja, Menschenklonen niemals!". Bis zum 4.Juni können die bayerischen Wahlberechtigten in den Rathäusern für eine Verfassungsergänzung unterschreiben, die das Klonen und die Embryonenauswahl nach Körpermerkmalen verbieten soll. Eingeleitet wurde das Volksbegehren von der ödp-Bayern, die ödp-EBE hat dazu 1 375 Unterschriften beigesteuert.

Getragen wird das Projekt auch von einem überparteilichen Bündnis aus Katholischer Landvolkbewegung (KLB), Untergliederungen von Kolping, Katholischer Arbeitnehmerbewegung (KAB), den evangelischen Jugendverbänden, der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), Pfadfindern (DPSG), zahlreichen Ärzten und der Initiative "Christen gegen Klonen und Selektion".

Ziel des Volksbegehrens ist eine Neufassung des Art. 100 der Bayerischen Verfassung, der künftig lauten soll: Die Würde des Menschen ist während seiner gesamten Entwicklung von der Zeugung bis zum Tod in Gesetzgebung, Verwaltung, Rechtspflege und Wissenschaft zu achten. Das Klonen menschlicher Embryonen, die Selektion menschlicher Embryonen und Eingriffe in die Keimbahn des Menschen sind mit der Würde des Menschen unvereinbar. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das bestehende Embryonenschutzgesetz unter dem Druck der Wirtschaft aufgeweicht wird. Deshalb wollen wir diese grundsätzlichen Fragen der Menschenwürde durch einen Verfassungsartikel absichern. Ein einfaches Gesetz, das jede Regierungsmehrheit ändern kann, genügt da nicht", erklärte ödp-EBE Kreisvorsitzender Werner Schubert in einem Aufruf des Volksbegehren-Bündnisses zum Start der Eintragungszeit. Es gehe darum, klare Aussagen zur Bioethik in die Verfassung zu schreiben und so zu sichern, "dass gerade am 'Bio-Tech-Standort' Bayern die Ethik Vorrang vor dem ökonomischen Kalkül behält". Die Aussage "Menschenwürde von der Zeugung bis zum Tod" müsse als Richtschnur für alles politische Handeln rund um Gentechnik, Embryonenforschung und Gestaltung des medizinischen Fortschritts in der Verfassung verankert sein, so Schubert: "Es geht um die Rettung der Menschenwürde ganz am Anfang der Entwicklung, aber auch am Ende des menschlichen Lebens. Im Forschungslabor und im Pflegeheim muss sich die Sonntagsrede von der Menschenwürde im Alltag bewähren – dort wo sich die schwächsten und wehrlosesten Menschen den Interessen anderer, vor allem auch ökonomischen Interessen, gegenüber sehen".

Weitere Informationen unter Info-Tel. 0851/931171 oder
www.menschenklonen-niemals.de

Wann und wo kann man sich eintragen?

In den Rathäusern zu den üblichen Parteiverkehrszeiten, dazu noch an den Nachmittagen Montag bis Donnerstag von 13 bis 16 Uhr, dazu noch zu folgenden Tagen und Zeiten:

Anzing: Do. 22.5. 14(!) bis 20 Uhr;
Christi Himmelfahrt 29.5. 9 bis 12 Uhr;
Sa. 31.5. 10 bis 12 Uhr.
Aßling: Do. 22.5. 13 bis 20 Uhr;
Sa. 31.5. 10 bis 12 Uhr;
Die. 3.6. 13 bis 20 Uhr.
Baiern und Bruck: Nur(!) Do. 22.5. 14 bis 18 Uhr(ansonsten in der VG Glonn).
Ebersberg: nachmittags erst ab 14 Uhr; 
Do. 22.5. 14 bis 18 Uhr;
Sa. 24.5. 10 bis 12 Uhr;
Mo. 2.6. 14 bis 20 Uhr;
Die. 3.6. 14 bis 20 Uhr.
Egmating: Nur(!) mittwochs von 14 bis 18 Uhr(ansonsten in der VG Glonn).
Emmering: Nur(!) dienstags von 14 bis 17 Uhr(ansonsten in der VG Aßling w.o.)
Forstinning: Do. 22.5. 14(!) bis 20 Uhr; 
Sa. 24.5. 10 bis 12 Uhr;
Sa. 31.5. 10 bis 12 Uhr;
So. 1.6. 10 bis 12 Uhr.
Frauenneuharting: Nur(!) Mittwoch 14 bis 17 Uhr(ansonsten in der VG Aßling w.o.)
Glonn: Do. 22.5. 13 bis 20 Uhr; 
Sa. 24.5. 9 bis 11 Uhr;
Die. 3.6. 13 bis 20 Uhr.
Grafing: Donnerstag 13 bis 20 Uhr;
Sa. 24.5. 10 bis 12 Uhr
Mo. 26.5. 13 bis 20 Uhr.
Hohenlinden: Do. 22.5. 13 bis 20 Uhr;
Sa. 31.5. 9 bis 11 Uhr;
So. 1.6. 9 bis 11 Uhr.
Kirchseeon: Do. 22.5. 13 bis 18 Uhr; 
Sa. 24.5. 10 bis 12 Uhr;
Mi. 28.5. 13 bis 20 Uhr;
Die. 3.6. 13 bis 20 Uhr.
Markt Schwaben: Sa. 24.5. 10 bis 12 Uhr;
Mi. 28.5. 13 bis 20 Uhr;
Mi. 4.6. 13 bis 20 Uhr.
Moosach: Nur(!) Donnerstag 15 bis 18 Uhr(daneben VG Glonn w.o.)
Oberpframmern: Nur(!) Donnerstag 14 bis 18 Uhr(daneben VG Glonn w.o)
Pliening: Do. 22.5. 13 bis 20 Uhr;
Sa. 24.5. 10 bis 12 Uhr;
Mi. 4. 6. 13 bis 20 Uhr.
Poing: Do. 22.5. 13 bis 20 Uhr;
Christi Himmelfahrt 10 bis 12 Uhr;
Sa. 31.5. 10 bis 12 Uhr;
So. 1 6. 10 bis 12 Uhr.
Steinhöring Sa. 24.5. 11.30 bis 13.30 Uhr;
Mi. 28.5. 13 bis 20 Uhr;
Sa. 31.5. 11.30 bis 13.30 Uhr.
Vaterstetten: Do. 22.5. 13 bis 20 Uhr;
Sa. 24.5. 9 bis 11 Uhr;
Sa. 31.5. 9 bis 11 Uhr.
Zorneding: Mi. 28. 5. 13 bis 20 Uhr:
Sa. 31.5. 10 bis 12 Uhr;
Mi. 4.6. 13 bis 20 Uhr.

     

 


 

Machen Sie mit beim Volksbegehren!
"Menschenwürde ja, Menschenklonen niemals"

April 2003 - In Deutschland arbeiten interessierte Kreise, die den frühen Menschen als bloßen Zellhaufen abqualifizieren und für die Verwertung freigeben wollen, an der Lockerung des Embryonenschutzgesetzes. Ein ethischer Dammbruch droht, weil das einfache Embryonenschutzgesetz dem Druck der Industrielobby wohl nicht mehr lange stand halten wird. Die Bundestagsentschließung v.20.2.03 für ein weltweites Klonverbot ändert daran nichts.
Anders als bei der Bundestagsentschließung geht es bei unserem Volksbegehren nicht nur um´s Klonen: Alle Grundfragen einer humanen Bioethik sollen im Menschenwürdeartikel 100 der Bayerischen Verfassung klar beantwortet werden: Die qualitative Auslese von Menschen im Embryonalstadium (PID) soll ebenso wie die Genmanipulation am Menschen als Verstoß gegen die Menschenwürde gelten. Nach dem Entwurf des Volksbegehrens soll Art. 100 der Bayerischen Verfassung künftig lauten:
"Die Würde des Menschen ist während seiner gesamten Entwicklung von der Zeugung bis zum Tod in Gesetzgebung, Verwaltung, Rechtspflege und Wissenschaft zu achten.
Das Klonen menschlicher Embryonen, die Selektion menschlicher Embryonen und Eingriffe in die Keimbahn des Menschen sind mit der Würde des Menschen unvereinbar."


Wenn Bayern seine Verfassung auf diese Weise ergänzt und dann auch bioethisch "vorn" ist, wird dies eine Grundsatzdebatte in ganz Deutschland herausfordern! Um dies zu erreichen, kommt es jetzt auf jeden einzelnen an! Wir brauchen Ihre Unterstützung! Nur so wird es gelingen, im Zeitraum 22.Mai bis 4. Juni 900.000 in Bayern wahlberechtigte Bürger zur Unterschrift in den Rathäusern zu bewegen.
Diese Hürde müssen wir überspringen, dann kommt es zum eigentlichen Volksentscheid.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Volksbegehren zu unterstützen, sie finden Sie auf dem untenstehenden Antwortformblatt, bitte senden Sie es uns baldmöglichst zurück. (Kopieren und mailen an oedp-ebe.geschf@ebe-online.de oder Ausdrucken und faxen/schicken)
Weitere Informationen unter http:// www.menschenklonen-niemals.de

Volksbegehren; ja, ich helfe mit !

Artikel 100 heute:
Die Würde der menschlichen Persönlichkeit ist in Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtspflege zu achten.

Artikel 100 neu /Vorschlag des Volksbegehrens:
Die Würde des Menschen ist während seiner gesamten Entwicklung von der Zeugung bis zum Tod in Gesetzgebung, Verwaltung, Rechtspflege und Wissenschaft zu achten.

Das Klonen menschlicher Embryonen, die Selektion menschlicher Embryonen und Eingriffe in die Keimbahn des Menschen sind mit der Würde des Menschen unvereinbar.

ANTWORT

( ) Ja, ich werde in meinem persönlichen Umfeld dafür werben, im Zeitraum 22.Mai bis 4. Juni 2003 sich in die im Rathaus aufliegende Zustimmungs-Liste einzutragen(Daten, Zeiten siehe Tagespresse und gemeindlichen Anschlagtafeln)

( ) ich beteilige mich an den Unkosten zur Werbung(Postwurfsendungen, Plakate, Flugblätter) für das Volksbegehren mit ............. und überweise auf Ihr Konto 69628802 bei 700 100 80(Postbank München).

( ) Ich bin bereit, in meiner Umgebung/meinem Wohnort für das Volksbegehren werbende Flugblätter zu verteilen. Bitte senden Sie mir.................. Stück.

( ) Ich bin bereit, in meinem Umkreis/meinem Wohnort Plakatständer, mit denen für das Volksbegehren geworben wird, aufzustellen oder Plakate auf von der Gemeinde aufgestellte Plakatwände zu kleben oder, wo die Gemeinde die Plakate selbst anbringt, Plakate zur Gemeinde zu bringen.

Sie können uns gerne auch telefonisch/faxisch/mailisch antworten.

Name, Anschrift:..............................................................

........................................................................................

........................................................................................

Tel:...........................................................................................................

Fax:..........................................................................................................

e-mail:......................................................................................................

Datum:.........................................Unterschrift.........................................

 


 

Innenministerium lässt ödp-Volksbegehren "... Menschenklonen niemals" zu !
ödp-Kreisverband sucht im Landkreis Ebersberg Bündnispartner für Anti-Klon-Volksbegehren.

März 2003 - Das bayer. Innenministerium hat das Volksbegehren der ödp-Bayern "Menschenwürde ja - Menschenklonen niemals " zugelassen.

Die zweite Phase des Projektes findet nun

vom 22. Mai bis 4. Juni 2003

statt. Darauf bereitet sich der ödp-Kreisverband Ebersberg derzeit intensiv vor und sucht im Landkreis örtliche Verbände, Pfarrer und Ärzte und weitere Interessierte als Bündnispartner.

Das Volksbegehren fand im Landkreis Ebersberg überdurchschnittliches Interesse, der Kreisverband der ödp konnte 1 375 Unterschriften dafür sammeln und damit die meisten von allen ödp-Kreisverbänden in Bayern. Nun beginnt für die ödp Ebersberg der schwierigste Teil ihrer neuen Aktion. Bayernweit müssen sich zehn Prozent der Wahlberechtigten, das sind fast 900.000 Menschen , innerhalb der o.a. Zweiwochenfrist in den Rathäusern eintragen. "Das schaffen wir nur, wenn uns viele kirchliche und soziale Organisationen und Vereine, Pfarrer und Ärzte unterstützen. Wir suchen möglichst viele Helferinnen und Helfer, die wie wir das Klonen und Embryonenexperimente ablehnen", erklärte ödp-Kreisvorsitzender Werner Schubert.

Zahlreiche Verbände und Einzelpersonen im Landkreis Ebersberg werden in den nächsten Tagen einen Brief von der ödp erhalten und zum Mitmachen gebeten. Schubert: "Wir wollen als Initiator des Volksbegehrens im weiteren Verfahren auch nicht im Vordergrund stehen, sondern ziehen die Gründung eines zeitlich begrenzten überparteilichen Bündnisses der Sache wegen vor".

Überall im Land arbeiten nach Überzeugung der ödp interessierte Kreise an der Lockerung des Embryonenschutzgesetzes. Es gebe heute "einflussreiche Leute, die den frühen Menschen als bloßen Zellhaufen abqualifizieren und für die Verwertung freigeben wollen. Ein ethischer Dammbruch droht, weil das einfache Embryonenschutzgesetz dem Druck der Industrielobby wohl nicht mehr lange standhält. Die jüngste Bundestagsresolution für ein weltweites Klonverbot ändert daran nichts. Außerdem geht es bei unserem Volksbegehren nicht nur ums Klonen: die qualitative Auslese von Menschen im Embryonalstadium (PID) soll ebenso wie die Genmanipulation am Menschen als Verstoß gegen die Menschenwürde gelten und durch einen Verfassungsartikel dauerhaft verboten werden", fordert Werner Schubert.

Wer das Volksbegehren unterstützen möchte, kann sich telefonisch unter 08106/5445 melden und findet weitere Informationen auch im Internet unter www.menschenklonen-niemals.de.

 


 

Am 8. Februar war der fünfte Jahrestag des Volksentscheides "Schlanker Staat ohne Senat"
Der ödp-Kreisverband Ebersberg blickt auf mehrere erfolgreiche Volksbegehren zurück und bereitet sich auf neue direktdemokratische Aktionen vor.

Februar 2003 - Am Samstag 8.2.2003 war der fünfte Jahrestag des Volksentscheides "Schlanker Staat ohne Senat". 69,2% der Bayern stimmten damals für das von der ödp gestartete Volksbegehren zur Abschaffung der zweiten Kammer, im Landkreis Ebersberg 68,6%, also fast der Landesdurchschnitt.

Motiviert durch mehrere direktdemokratische Erfolge will die Ebersberger ödp im Frühjahr ihr aktuelles Volksbegehren "Menschenwürde ja, Menschenklonen niemals!" zum Erfolg führen. Erste organisatorische Vorbereitungen wurden hierzu beim jüngsten Treffen des ödp-Kreisvorstandes getroffen.

"Unsere damalige Argumentation, dass der Senat absolut überflüssig und geradezu ein Paradebeispiel für eine aufgeblähte Staatsspitze war, hat sich auch rückblickend voll bestätigt. Kaum jemand trauert dem Gremium nach. Und die bayerischen Steuerzahler sparen sich jährlich fünf Millionen Euro", erklärte ödp-Kreisgeschäftsführer Helmut Graf, der das Volksbegehren damals im Landkreis Ebersberg mit organisierte. Seit diesem direktdemokratischen Erfolg arbeitete die ödp immer wieder an neuen Gesetzentwürfen, die von der CSU zunächst stets abgelehnt, dann aber unter dem Druck eines Volksbegehrens zumindest teilweise akzeptiert wurden. So habe Ministerpräsident Stoiber 1998 nach dem Start des ödp-Volksbegehrens 'Schlanker Staat - schlanke Regierung' "sozusagen im vorauseilenden Gehorsam vor Volkes Wille" einige Staatsekretäre eingespart. Und mit der kommenden Landtagswahl wird der Landtag von 204 auf 180 Sitze verkleinert. "Das war keineswegs freiwillig, sondern ein Erfolg unseres Projektes 'Schlanker Staat - schlanker Landtag'.

Wir meinen: gerade in schwierigen Zeiten brauchen wir glaubwürdige Signale, dass es beim Sparen gerecht zugeht und auch an der Spitze des Staates überflüssiger Speck abgebaut wird", erklärte ödp-Kreisvorsitzender Werner Schubert bei der ödp-Kreisvorstandssitzung.

Gestrichen wurden in Bayern im Jahr 2000 auch fünf Standorte, die im Landesentwicklungsplan für ein zusätzliches Atomkraftwerk reserviert waren - gegen den erbitterten Widerstand von Wirtschaftsminister Otto Wiesheu, der sich schließlich jedoch dem ödp-Volksbegehren "Kein neues Atomkraftwerk in Bayern" beugen musste. Derzeit arbeiten die Juristen des ödp-Landesverbandes an einer Reform des Abgeordnetengesetzes, mit der die ödp Privilegien, wie die steuerfinanzierte beitragsfreie Altersversorgung der Volksvertreter, abbauen und bezahlte Nebentätigkeiten für Politiker generell verbieten will. Das Projekt soll im April von den ödp-Delegierten beraten und dann möglicherweise als Gesetzesinitiative und landesweite Unterschriftensammlung gestartet werden.

 


 

ödp-Delegierte des Kreisverbandes Ebersberg beim Landesparteitag am Sa./So. 7./8.02.03 in Straubing
Landesvorsitzender Bernhard Suttner wieder gewählt -
6 Kühlschränke 1 Minute gefönt!

Februar 2003 - Die Landesparteitagsdelegierten Johanna Weigl-Mühlfeld/Baiern, Kurt Neubert/Markt Schwaben und Helmut Graf/Baldham nahmen am o.a. Landesparteitag teil und trugen mit bei zum eindrucksvollen Wahlergebnis für Bernhard Suttner an der von Helmut Graf geleiteten Wahl.

In seiner programmatischen Rede, für die er mit starkem Applaus begeistert gefeiert wurde, griff er die im verabschiedeten Wahlprogramm - zu dem unser Kreisverband zum Thema Lebensschutz einen mit großer Mehrheit beschlossenen Ergänzungsantrag beitrug - besonders hervorgehobenen Themen

  • Atomausstieg schon 2008, Klonen,

  • Selektion und Genmanipulation beim Menschen sind mit der Würde des Menschen unvereinbar, unbedingter Schutz des ungeborenen Lebens und

  • Senkung der Mobilfunkgrenzwerte

als Schwerpunkte heraus. Mit einer szenischen Aufführung wurde der rot-grüne Atomausstiegsschwindel dargestellt. Als "Atomstromausstiegsbeschleunigungsaktion" wurden 6 Kühlschränke 1 Minute lang bei geöffneter Kühlschranktür und hineingehaltenem Fön gefönt, um die Folgen der rot-grünen Ausstiegsvereinbarung aufzuzeigen. Weil dieser "Ausstiegskonsens" keine zeitliche Begrenzung festlegt, sonder nur eine Mengenbegrenzung auf 2 600 Milliarden Kilowattsunden, trägt Stromsparen und die Abnahme von Strom aus regenerativen Energien dazu bei, die Atomkraftwerke länger laufen zu lassen. Umweltbewusste Stromkunden tragen dazu unfreiwillig bei. Kann es einen größeren Widersinn geben? Außerdem folgt daraus, dass noch die gleiche Menge Atommüll erzeugt werden darf wie seit der bisherigen Nutzung der Atomenergie in Deutschland.

Unser Kreisverband wurde bei diesem Parteitag durch die Verleihung des "Silbernen Reißnagels"("Auch ein kleiner Reißnagel kann einen großen bayerischen Löwenhintern bewegen") besonders geehrt dafür, dass er im Landkreis Ebersberg von allen Kreisverbänden der ödp in Bayern die meisten Unterschriften zum Volksbegehren "Menschenwürde ja- Menschenklonen niemals" gesammelt hat.

 


 

Kreisversammlung der Ebersberger ödp
Aufstellung unserer Landtags- und Bezirkstagsdirektkandidaten

Januar 2003 - Bei der letzten Kreishauptversammlung am 24. Oktober 2002 kandidierte unser neuestes Mitglied, Herr Werner Schubert dafür und wurde einstimmig gewählt.

Herr Schubert ist 36 Jahre, wurde in Schliersee geboren und ist im Bayerischen Oberland aufgewachsen. Er arbeitet als Industriebuchbinder in einer Druckerei in Ebersberg. Herr Schubert wohnt in Grafing. Gerne will er Sie auch persönlich kennen lernen und Sie sollten sich ihn auch anschauen.

Gelegenheit dazu besteht bei der nächsten Kreisversammlung
am Donnerstag, 30.Januar 2003 um 19 Uhr,
diesmal im Bistro "Canapeè",
in 85567 Grafing, Marktplatz 14, Nebenzimmer im 1. Stock

zu der wir Sie hiermit herzlich einladen. Anlass dieser Versammlung ist auch die Aufstellung unserer Landtags- und Bezirkstagsdirektkandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl am 21.September 2003. Als Landtagsdirektkandidat für den Stimmkreis Ebersberg wird sich Herr Graf (Geschäftsführer der EBE-ödp) bewerben, als Bezirkstagsdirektkandidat Herr Schubert .

Stimmberechtigt zur Aufstellung sind nur die ödp- Mitglieder unseres Kreisverbandes. Werden Sie es noch vorher, ein Beitrittsantragsformblatt geht Ihnen auf Anforderung unverzüglich zu! Die Aufstellung von Mandatsträger-Kandidaten ist ein wichtiges Ereignis für eine Partei, dazu werden wir auch die Presse einladen und auch deshalb bitten wir Sie, für diesen Abend uns "erste Priorität" einzuräumen. Für den Bayerischen Landtag suchen wir für die Oberbayern-Liste noch Kandidaten, desgleichen für den Bezirkstag Oberbayern. Bitte überlegen Sie, ob Sie uns nicht durch eine Kandidatur unterstützen wollen. Übrigens können sich auch Nichtmitglieder um ein Mandat bewerben. Darüber abstimmen dürfen aber nur Mitglieder!

Wir wollen Sie auch noch auf die nächsten "ödp-Events" hinweisen, die für Jedermann offen sind:

  • Landesparteitag der Bayern- ödp am Sa./So. 1./2. Februar 03 in Straubing mit Beschluss über das Landtagswahlprogramm 2003;

  • Politischer Aschermittwoch der ödp in Passau am Mi. 5.3.02 mit Demo vor der CSU um 10 Uhr und Kundgebung u.a. mit Bernhard Suttner um 15 Uhr;

  • Bundesparteitag der ödp am Sa./So. 08./09.03 in Coburg;

Fahren Sie hin und lassen Sie sich von ödp-Bazillen anstecken!
Näheres erfahren Sie bei unserem Geschäftsführer, Herrn Graf.

 


 

Mobilfunk verträglich gestalten
Landkreis soll sich Freiburger Appell anschließen - ödp fordert schnelles Handeln gegen Mobilfunkstrahlung.

Januar 2003 - Der Kreistag von Ebersberg soll nach Meinung des ödp-Kreisverbandes Ebersberg den "Freiburger Appell" der "Interdisziplinären Gesellschaft für Umweltmedizin e.V." unterstützen und damit entsprechenden Bürgerinitiativen, u.a. in der größten Landkreisgemeinde Vaterstetten, "Schützenhilfe" gewähren. Diesen Appell haben nach Aussage der ödp nicht nur zahlreiche Wissenschaftler, sondern auch der Landrat und alle Bürgermeister des Landkreises Pfaffenhofen unterschrieben.

"Die Warnung der Deutschen Bundesärztekammer vor Mobilfunkstrahlung, zahlreiche wissenschaftliche Studien über die Gesundheitsgefährdung durch die Strahlung von Mobilfunk-Sendestationen sollten auch im Kreistag Ebersberg zu einer eindeutigen Stellungnahme führen", so stv. Kreisvorsitzender Martin Baumgartner(Ebersberg) "Wir wollen nicht die Zeit zurückdrehen oder die Handys abschaffen. Es muss aber endlich erreicht werden, dass alle technischen Möglichkeiten zum Schutz der Bevölkerung vor Mobilfunkstrahlung auch wirklich umgesetzt werden".

Im "Freiburger Appell" fordern zahlreiche Wissenschaftler, Ärzte und Politiker Sofortmaßnahmen zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Vorgeschlagen werden z.B. eine massive Reduzierung der Grenzwerte und ein Mitspracherecht der Gemeinden und Bürger bei der Standortplanung von Sendemasten. "Es muss sich in diesem wichtigen Bereich endlich etwas tun. Es darf nicht dazu kommen, dass uns in einigen Jahren gesagt wird, man hätte ja nicht wissen können welche gesundheitlichen Schäden bzw. Belastungen durch die Strahlung entstehen können", so Martin Baumgartner.

 


 

Schwarz-rot-grünes Bündnis blockiert wirksames Verbot des Klonens !
ödp -Ebersberg vom Landtag und MdL Bärbel Narnhammer(SPD) enttäuscht.

Dezember 2002 - Am Donnerstag 28.11. hat der Verfassungsausschuss des Landtages die Anti-Klon-Petition der ödp mit den Stimmen von CSU, SPD und Grünen abgelehnt.

Im ödp-Kreisverband Ebersberg laufen seither die Vorbereitungen für die Fortsetzung des Volksbegehrens auf Hochtouren. Kreisvorsitzender Werner Schubert will nun ein lokales Bündnis mit kirchlichen und sozialen Verbänden organisieren. Mit großer Enttäuschung hat die ödp Ebersberg die Ablehnung der Bioethik-Petition der ödp im Bayerischen Landtag aufgenommen. "Unser Vorschlag ist ein erster Schritt zu einem dauerhaft wirksamen Verbot des Menschenklonens, der Selektion von Behinderten und der Manipulation der menschlichen Keimbahn. Die Debatte im Landtag hat bewiesen, dass die Abgeordneten, darunter auch MdL Bärbel Narnhammer(SPD) als Mitglied im behandelnden Verfassungsausschuss, die Diskussion in der Fortpflanzungsmedizin und Biotechnologie entweder nicht verfolgt oder nicht verstanden haben", kritisiert ödp-Vorsitzender Werner Schubert.

Nach Ansicht der ödp arbeitet ein Teil der "Forschungslobby" derzeit an der "vollständigen Zertrümmerung des Embryonenschutzes". Das deutsche Embryonenschutzgesetz werde diesem Druck nicht mehr lange standhalten. Deshalb reiche ein einfaches Gesetz nicht mehr. Schubert betont: "Der Schutz der Embryonen vor dem Zugriff der Industrie muss in der Verfassung stehen!"

ödp-Landesvorsitzender Bernhard Suttner kündigte deshalb gleich nach der Beratung im Landtag an, der ödp-Landesvorstand wolle nun das der Petition entsprechende Volksbegehren "Menschenwürde ja, Menschenklonen niemals" fortsetzen. Die 14-tägige Eintragungszeit könnte demnach im April 2003 liegen, der Volksentscheid mit der Landtagswahl kombiniert werden. Die endgültige Entscheidung über die Fortsetzung des Volksbegehrens trifft ein kleiner Sonder-Parteitag der ödp am 14. Dezember in Regensburg.

Für ihren Entwurf, der das Klonen von Embryonen und Experimente an Embryonen durch einen Verfassungsartikel verbieten will, hat die Partei bereits fast 30.000 Unterschriften gesammelt, die nun eingereicht werden sollen. Darunter sind nach Angaben des ödp-Kreisvorsitzenden Schubert auch rund 1350 im Landkreis Ebersberg gesammelte Unterschriften.

 


 

Kreishauptversammlung 2002 der ödp-EBE wählt
neuen Vorsitzenden 

Oktober 2002 - Bei der Kreishauptversammlung am Donnerstag, 24.10.02 im "Baldhamer Hof" in Baldham konnte stv. Vorsitzender Martin Baumgartner – er führte den Kreisverband seit 1. Juli 02, nachdem die Vorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld ihr Amt aus persönlichen und familiären Gründen niedergelegt hatte – rund 1/3 der Mitglieder begrüßen. Nach den üblichen Regularien wie Rechenschaftsberichte des Vorstandes und der Aussprache dazu wurde dieser bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder entlastet. Zum wichtigsten Tagesordnungspunkt "Nachwahl des 1.Vorsitzes" stellte sich der 36jährige Industriebuchbinder

Werner Schubert

aus Grafing zu Wahl und wurde bei einer Enthaltung zum Vorsitzenden gewählt.

Sodann wurde einstimmig ein Änderungsantrag zum Landeswahlprogramm 2003 beschlossen des Inhaltes, dass in dessen Kapitel Leben und Menschenwürde schützen, von Anfang bis zum Ende – die Möglichkeiten anonyme Klinikgeburt, anonyme Abgabemöglichkeiten("Babyklappe") Adoption und Pflegekindschaft als Alternative zu einer erwogenen Abtreibung dargestellt sein sollen mit dem Ziel, die Akzeptanz dieser Angebote zu erhöhen. Das Kind soll leben dürfen!

Im weiteren Verlauf wurden die nächsten Schritte des Volksbegehrens "Menschenwürde ja, Menschenklonen niemals" besprochen, das im Landkreis EBE mit fast 1 500 Unterschriften besonders hohen Zuspruch fand. Voraussichtlich um Ostern 2003 wird der Volksentscheid dazu angesetzt werden.

Schließlich erörterte man die Direktkandidatenaufstellung zur Landtags-und Bezirkstagswahl im September 2003.

 


 

"Stimmen Sie gegen den Import embryonaler Stammzellen!"
ödp-EBE appelliert an MdB Hollerith(CSU) und Schurer(SPD)

Januar 2002 - Die ödp-Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld hat die o.a. Bundestagsabgeordneten mit Schreiben v. 21.01.02 gebeten, im Deutschen Bundestag gegen den Import embryonaler Stammzellen zu stimmen. Dies sei ethisch und moralisch nicht verantwortbar. Nach Informationen der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) soll der Deutsche Bundestag Ende Januar 2002 darüber entscheiden, ob der Import embryonaler Stammzellen nach Deutschland erlaubt werden soll. Weigl-Mühlfeld forderte die beiden MdB auf, dem Votum der Enquêtekommission des Deutschen Bundestages zu folgen. Diese hatte sich bereits mit großer Mehrheit gegen einen Import humaner embryonaler Stammzellen ausgesprochen – im Gegensatz zum sog. Nationalen Ethikrat, der mehrheitlich den Import befürwortet. "Die Gewinnung embryonaler Stammzellen setzt die Tötung eines Embryos voraus", erläuterte Johanna Weigl-Mühfeld die Position ihrer Partei. Dies sei aber in Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz verboten. Der Import von im Ausland hergestellten embryonalen Stammzellen würde dem Geist des Embryonenschutzgesetzes widersprechen. Es sei ethisch und moralisch nicht vertretbar, zweierlei Maßstäbe anzusetzen. "Auch die zum Import zur Verfügung stehenden Stammzelllinien werden schließlich aus Embryonen gewonnen, die dafür vernichtet wurden", so Frau Weigl-Mühfeld. Eine Alternative zur Forschung mit embryonalen Stammzellen stelle die Verwendung sog. adulter Stammzellen dar. Die ödp-Vorsitzende bat die beiden Mandatsträger: "Lassen Sie nicht zu, dass weitere ethische Dämme brechen. Der Mensch darf nicht zur Ware oder zum Ersatzteillager verkommen."

 


 

Attraktive Bahn- und Busangebote in Bayern und im Landkreis Ebersberg statt Transrapid zum Münchner Flughafen!
ödp unterstützt Aktion Bayern-Netz von "VCD" "Pro Bahn" und "Bund Naturschutz"

Januar 2002 - Der ödp-Kreisverband Ebersberg unterstützt die gemeinsame Aktion "Bayern-Netz" der Verbände VCD, pro Bahn und Bund Naturschutz. Auch der "Filzenexpress" würde dadurch aufgewertet. Die Hauptforderung der seit kurzem laufenden Initiative: In ganz Bayern soll es möglichst flächendeckend ein attraktiveres Bahn- und Busnetz mit modernen Fahrzeugen und einem Beschleunigungsprogramm für Nebenstrecken bekommen. Der Landkreis Ebersberg darf nicht länger benachteiligt werden. Die Fördergelder für die Transrapid-Kurzstrecke vom Münchner Hauptbahnhof bis zum Flughafen sollen für diesen Zweck umgeschichtet werde", fordert ödp-Kreisvorsitzende Johanna Weigl-Mühlfeld. "Der Transrapid, das neue Lieblingsspielzeug von Minister Wiesheu, passt einfach nicht in die Zeit. Überall im Land wird bei den umweltfreundlichen Verkehrsmitteln gespart. Die geplante Milliardeninvestition, von der auch im Ballungsraum München nur wenige profitieren, verhöhnt die Regionen und die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger. Milliarden für 10 Minuten Zeitgewinn einiger Fluggäste oder umweltfreundliche Mobilität und Lebensqualität im ganzen Freistaat?" Die einzelnen Forderungen der Aktion 'Bayern-Netz' und eine Möglichkeit zum Online-Unterschreiben gibt es unter www.oedp-bayern.de/aktuelles/aktionen.html