Tierfreunde.
                    

Zeichen setzen -
für eine verantwortliche
Tierschutzpolitik:

Das Tierschutzkonzept
der ödp.

Das Mitgefühl mit den
Tieren und unsere Mit-
verantwortung für ihr
Wohlergehen verpflich-
ten uns zum Handeln.

"Wo immer ein Tier in den
Dienst des Menschen ge-
zwungen wird, gehen die
Leiden, die es erduldet, uns
alle an."

Albert Schweitzer



Produktionsmaschine Tier
Die mit wissenschaftlicher Notwendigkeit und kommerziellem Zwang begründete Tierausbeutung und Tierquälerei hat eine nie gekannte Dimension erreicht. In lebensverachtender Weise werden Tiere als Produktionsmaschinen und Meßinstrumente mißbraucht und damit zu Verbrauchs- und Wegwerfgegenständen degradiert.

Millionen Tiere werden in der industriellen Nutztierhaltung unter Mißachtung ihrer arteigenen Grundbedürfnisse in engen Boxen oder Käfigen, in Anbindehaltung, auf Spaltenböden oder auf Gitterrosten ohne Einstreu gehalten. Das daraus resultierende Infektionsrisiko bedingt einen massiven Arzneimitteleinsatz mit entsprechenden Gefahren für die menschliche Gesundheit, wie z. B. Entwicklung gefährlicher Salmonellenstämme und Resistenzen gegen Antibiotika.

Sowohl die Massentierhaltung mit ihrer stetigen Überproduktion als auch die quälerischen Ferntransporte von Schlachttieren und letztlich auch das fortschreitende "Höfesterben" sind Folgen einer verfehlten Subventionspolitik.



Immer im Dienste des Menschen
Täglich werden Abertausende von Versuchstieren mit Krankheitserregern und Tumoren infiziert, vergiftet und verbrannt, Hunger- und Durstversuchen ausgesetzt, für Strahlen- und Waffentests, biologische und chemische Kampfstoffe benutzt und nach wie vor im Rahmen von Aus- und Fortbildung "verbraucht". Tierversuche sind aufgrund von Gesetzen und Verordnungen vorgeschrieben bzw. zulässig, z. B. im Arzneimittel-, Chemikalien-, Pflanzenschutz-, Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz, in der Kosmetikverordnung. Hinzu kommt eine enorme Zunahme von Tierversuchen in der Biotechnik allgemein und in der Gentechnik im besonderen.
Über den Umweg Tierversuch - sein Nachweis befreit von der Produzentenhaftung - wird einer wachsenden Chemisierung und Vergiftung unserer Umwelt Vorschub geleistet.

Tierexperimentelle Testmethoden werden jedoch von wissenschaftlicher Seite sowohl wegen der ethischen Problematik, als auch wegen ihrer unbefriedigenden Aussagekraft für die menschliche Situation zunehmend in Frage gestellt.

Tiermißbrauch und Tierquälerei, u. a. in der Pelztierzucht, durch Qualzüchtungen sowie bei Veranstaltungen wie z. B. Rodeos und Militaryreiten, gehören ebenso unterbunden, wie Mißstände bei Jagd und Fischerei, in Zoos und Freizeitparks und nicht zuletzt alle kriminellen Formen von Tierhandel.

Tabelle: Subventionsbedingter 
   Anstieg von Exportzahlen für Rinder und 
   Kälber in Drittläber

Verfassungsrang für den Tierschutz
Das Tierschutzgesetz, weitgehend den Vorstellungen der Tiernutzer angepaßt, erweist sich als Farce. Nach wie vor werden Tiere trotz ihres rechtlichen Status "Mitgeschöpf" faktisch wie eine Sache behandelt. Wegen des fehlenden Verfassungsranges ist Tierschutz gegenüber den vom Grundgesetz geschützten Interessen, wie Forschung und Lehre, Religion oder Kunst, nur eingeschränkt durchsetzbar.

Bresshühner

Mit der Aufnahme des Tierschutzes in das Grundgesetz würde der gesetzliche Status des Tieres als "Mitgeschöpf" anerkannt und damit für alle staatliche Gewalt zum verpflichtenden Maßstab.
Tierschutz ist untrennbar verbunden mit Umwelt-, Natur- und Artenschutz, mit der Landwirtschaft und der "Dritten Welt".

"Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig."

Arthur Schopenhauer



Das Konzept der ödp
  • Abschaffung aller tierquälerischen Haltungssysteme - Tierhaltung mit flächenbezogenen Bestandsgrenzen
  • Gerechte Preise für Betriebe mit artgerechter Tierhaltung
  • Verbot der Beimengung wachstumsfördernder und leistungssteigernder Mittel, keine prophylaktische Verabreichung von Medikamenten
  • Verbot gentechnischer Manipulationen zur Steigerung von Leistung bzw. zur Veränderung von Arten
  • Schlachttiertransporte nur bis zum nächstgelegenen Schlachthof oder bis max. 100 km Entfernung
  • Erhalt und Förderung dezentraler Schlachthöfe

Bild: Glückliche Schweine

  • Ausnahmsloses Verbot des Schlachtens ohne Betäubung
  • Wirksamere Kontrollen von Tierhaltung, Tierzucht und Tierhandel
  • Abschaffung der Exportsubventionen für Schlachttiere
  • Verbot aller physisch oder psychisch quälerischen und leidvollen Experimente an und mit Tieren
  • Sofortige Einstellung aller LD-50 und LC-50-Tests
  • Umgehendes Verbot von Tierversuchen für Chemikalien in Industrie und Haushalt sowie für Lebensmittel und Bedarfsgegenstände, Kosmetika, Suchtstoffe und in der Rüstung
  • Verstärkte staatliche Förderung der Entwicklung tierversuchsfreier Prüfmethoden

Ausführliche Infos zu den verschiedenen Themen erhalten Sie vom

AK Tierschutz der ödp
Hartensteiner Str. 15
90482 Nürnberg
Fon und Fax (09 11) 50 24 13