MZV home Geschichte
Sommerturnier 2004
Aktuelles

Geschichte

Athleten

Disziplinen

Statistik

Am 14. Mai war es wieder so weit. Der Edlinger Central Park erstrahlte in altem Glanz und war wie so oft in den letzten Jahren restlos ausverkauft. Traditionell wurde nach dem Einmarsch der Athleten die Disziplin Boccia zum Auftakt ausgetragen.
Da Morten auf der JHV die Karte "sabbatical year" gezogen hatte, weil er sich intensiv um die Errichtung einer Wettkampfstätte in Ebersberg kümmern wollte, traten die übrigen MZV'ler also wieder einmal zu fünft an, um ihren Champion zu ermitteln.
Und gleich beim Boccia sollte es hochklassige Partien geben! Lokalmatador Jay zog aus, um alles in Grund und Boden zu spielen. Er gewann die ersten vier Spiele mit seinen Partnern meist deutlich. Hervorzuheben sei dabei die 9:1 Klatsche, die er mit Partner Fab den beiden Boccia-Haudegen Conan und Magic zufügte. Und das in lediglich 4 Frames (= kürzeste Boccia-Partie in der Geschichte des MZV).
So stand Jay folglich vor der abschließenden Partie Ban/Magic gegen Fab/Conan als Sieger fest. Die 4 anderen hatten mit je 2:4 Punkten noch alle Möglichkeiten auf Platz 2 und 3 offen. In einem heiß umkämpften Match siegten schließlich Fab und Conan mit 6:2 und durften sich somit über die Stockerlplätze der Diszi Boccia freuen.

Am Abend desselben Tages öffneten die Katakomben von Mandelsperger wieder ihre Pforten. Die Räumlichkeiten waren wie gewohnt tiptop auf dieses Ereignis des Jahres hergerichtet und die Küche zauberte wie stets umwerfende Kreationen für unsere Athleten.
Die Diszi Zocko begann mit einem Pirbri. Fab spielte befreit auf und sicherte sich den 1,0-Teiler. Kartenfuchs Ban enttäuschte dagegen maßlos und startete gleich mit dem 0,0-Teiler! Es folgten fünf Runden Schafkopf. Conan ließ nichts anbrennen und holte sich mit 3,80 € den 1,0-Teiler. Die übrigen folgten mit großem Abstand. Schlusslicht war schließlich Magic. In der zweiten PirBri-Runde wurde der Spieß komplett umgedreht: Magic gewann ohne groß zu kunktieren und Conan hatte das Nachsehen (0,0-Teiler). Im abschließenden Schafkopf nutzte Magic seinen Lauf und gewann mit 2,70 € den 1,0-Teiler und auch die gesamte Diszi Zocko mit sicherem Abstand vor Conan und Jay. Bemerkenswert auch der letzte Platz für Ban, der damit mit der Minimalpunktzahl aus den ersten beiden Diszis seinen historischen Tiefpunkt in 24 Jahren Modernen Zehnkampf (Antike und Neuzeit) durchleben musste.

Am nächsten Morgen, einem sonnigen Samstag, stand Frisco auf dem Programm. Mit dem Buchengabel-Revival wurde von den Kurssetzern Conan und Jay an die Anfänge des Frisco angeknüpft, jedoch verbunden mit einigen innovativen Elementen (z.B Abräumen von PET-Flaschen). Frisco-As Magic gewann diesen ersten Teil der Diszi vor Conan. Im folgenden Abschnitt der Diszi wurde im Edlinger Ebrachstadion durch verschiedene Annäherungswürfe eine zweite Wertung ermittelt. Hier hatte Conan die Nase vorne. Er zelebrierte Frisco vom Feinsten und konnte auch den Diszi-Gesamtsieg erringen. Hauchdünn allerdings vor Magic und Ban, der bei den Annäherungswürfen alte Frisco-Stärke aufblitzen ließ.

In den Mittagsstunden desselben Tages traf man sich schließlich im Reitmehringer Zehnkampf-Mekka bei schier subtropischen Temperaturen. Und es wurde Fußball geackert, denn für Schönspielerei gab es keinen Blumentopf zu gewinnen. Nach 5 schweißtreibenden Matches konnte sich Ban verlustpunktfrei als Sieger behaupten, gefolgt von den Fußball-Cracks Magic und Fab.

Weiter ging es am selben Nachmittag mit TG. Es wurden lediglich 5 Doppel gespielt, die Einzel waren im Vorfeld aus dem ST-Kalender gestrichen worden, zum Leidwesen vieler Millionen TG-Fans weltweit. Doch die Qualität der Doppel ließ nichts zu wünschen übrig! Am Ende triumphierte TG-Altmeister Ban vor Conan und Magic.

Nach dem ersten Wettkampf-Wochenende führten somit Magic und Conan mit jeweils 19 Punkten, gefolgt von Ban mit 17. Jay (14) und Fab (11) waren schon etwas abgeschlagen.

Nach der Sommerpause, die die Athleten zum individuellen Kräftetanken nutzten, ging es am 17.09.04 mit Baseball weiter. Die Fans erhofften sich spektakuläre Szenen und sollten auch nicht enttäuscht werden! Wie so oft konnte Magic der Diszi seinen Stempel aufdrücken und gewann den Wettbewerb vor Ban und Conan. Ausschlaggebend war dabei der Sieg zusammen mit Fab gegen Ban und Jay in der letzten, am Folgetag ausgetragenen Partie. Einmal mehr enttäuschend und ohne Punktgewinn landete Jay auf dem letzten Platz, obwohl er beim Einschlagen noch einige viel versprechende Granaten raus gelassen hatte. Somit führte vier Diszis vor Schluss Magic (25) vor Conan (22) und Ban (21). Ein Titeldreikampf schien sich anzubahnen!

Nach Baseball brauchte man nicht die Örtlichkeit zu wechseln, denn es stand Hockey auf dem Programm. Hoch konzentriert gingen die Athleten an Werk und es konnte so manches stock-technisches  Schmankerl bewundert werden. Zur tragischen Figur wurde dabei Conan. Er, der beinharte Kämpfer, musste sich mit einer üblen Fingerverletzung, die er sich wenige Tage zuvor beim Ausliefern von Brennholz zugezogen hatte, herumplagen und schließlich in seinem letzten Spiel die Segel ganz streichen. Das bedeutete Platz 5 im Hockey und einen bitteren Rückschlag im Titelrennen. Auf Titelkurs dagegen nun plötzlich Ban, der mit abgeklärter Spielweise die Diszi Hockey für sich entscheiden konnte. Auf den Plätzen 2 und 3 fanden sich Jay und Magic wieder, die von ihren fundierten Grundkenntnissen im Spiel mit und ohne Ball profitierten.

Der Zwischenstand an der Spitze: Magic (28) vor Ban (27) und Conan (23).
 
Gleich anschließend ging es ins Trial-Stadium am Edlinger Stoa zur Austragung der Diszi FUssball-CROcket. Aufgrund eines grundlegend neuen Modus’ und der neuen Austragungsstätte traten zunächst etliche Irritationen bei Fans und Athleten auf. Nachdem die Ungereimtheiten aus dem Weg geräumt waren, ging man voller Eifer ans Werk. Es sollte sich erweisen, dass Taktik-Fuchs Ban am meisten vom neuen Modus profitierte und ohne Verlustpunkte die Diszi FuCro gewann. Auf Platz 2 der wackere Magic, noch immer den Gesamtsieg vor Augen, jedoch nun einen Punkt hinter Ban platziert. Dritter wurde FuCro-Legende Fab, der im Gesamtklassement nochmals Boden auf Jay gut machen konnte (2 Punkte Abstand) und wieder damit liebäugeln konnte, die rote Laterne abzugeben.

Drei Wochen später, am 09.10.04, ging es in die letzte Runde. Auch für Biallye war ein neuer Modus ausgetüftelt worden. In der Doppel-Diszi wurden Tempo-, Geschicklichkeits- und Schusselemente miteinander kombiniert, was zu einem sehr interessanten und spannenden Wettkampf führen sollte. Gleich in der ersten Begegnung machten Magic und Ban deutlich, dass sie gewillt waren, bis an Äußerste zu gehen. Als Team fertigten sie Conan und Jay mit 42 sec Vorsprung ab. Die nächste Begegnung sollte ein knappres Ende haben: Zusammen mit Fab, der einer Nähmaschine gleich auch die langen Tempo-Passagen im ersten Gang radelte, gewann Ban mit 4 sec Vorsprung auf Magic und Jay. Und diese Niederlage Magics kann als Vorentscheidung für Diszi- (und auch Gesamtsieg) gewertet werden. Denn während Ban abermals ohne Niederlage die Diszi für sich entscheiden konnte, musste sich Magic mit Platz 3 begnügen, auch wenn er in der letzten Begegnung  zusammen mit Conan den Rundenrekord mit 4:09 Minuten aufstellte.

Vor der Abschlussdisziplin Schmeißball  waren die Würfel also bereits weitgehend gefallen:
Nur bei einem Sieg Magics und gleichzeitigem 5. Platz von Ban wäre das Endergebnis noch zu wenden gewesen. Platz 3 war Conan nicht mehr zu nehmen. Lediglich um die Plätze 4 und 5 konnte es auch noch einmal spannend werden: Fab lag drei Zähler hinter Jay zurück. Bei einem Sieg Fabs und gleichzeitig Platz 4 oder 5 für Jay wäre auch hier noch eine Veränderung der Gesamttabelle möglich gewesen.

Im Schmuckkästchen des Schmeißball-Sports, dem Edlinger Franz-Stadion, gab es aber keine Überraschungen mehr. Ban dominierte die Diszi in eindrucksvoller Manier und machte durch seinen Vorrundensieg letzte vage Hoffnungen Magics ganz klar zu Nichte. Dass es Magic aber noch einmal wissen wollte, belegt sein hervorragender 2. Platz nach der Vorrunde. Fab dagegen hatte mit Platz 5 in der Vorrunde seine Möglichkeiten, Jay noch abzufangen, kläglich verspielt. In den Halbfinalspielen fertigte dann Ban den ehemaligen Lokalmatadoren Conan klar mit 5:1 ab. Im zweiten Halbfinale behielt Jay mit 4:3 gegen Magic die Oberhand. Somit standen sich im Endspiel Ban und Jay gegenüber. In diesem „Dauerbrenner“ war der entfesselt aufspielende Ban diesmal nicht zu schlagen und Jay musste mit 3:4 den kürzeren ziehen.

Im Gesamtklassement triumphierte am Ende Ban (45) weitaus deutlicher, als es der Turnier-verlauf widerspieglte. Man muss jedoch unumwunden anerkennen, dass Ban nach seinem Fehlstart bei den ersten drei Diszis in den folgenden 7 Diszis 6 Einzelsiege erringen konnte. Eine in der Geschichte des Modernen Zehnkampfs sicher einmalige Quote!
Magic (38) war bis zur achten Diszi stets und bis zu 7 Punkten vor Ban gelegen. Dass es am Ende wieder einmal nicht zum Gesamtsieg reichte, war bestimmt nicht Magics Schwäche, sondern eher Bans Stärke zuzuschreiben. Trotzdem eine bittere Niederlage für den Modellathleten au dem Edlinger Süden, der daraufhin noch Wochen später dermaßen ausgebrannt war, dass er für 2005 ein sabbatical year anmelden musste.
Conan (31) lieferte ein durchwegs solides Sommerturnier. Bis zur 7. Diszi konnte er sich noch berechtigte Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen. Dann ging ihm doch ein wenig die Puste aus. Nach hinten brauchte er aber nichts mehr befürchten. Zu groß war sein Vorsprung auf den Tabellenkeller.
Dort lieferten sich Jay (26) und Fab (20) einen Zweikampf, wobei Fab nie näher als zwei Punkte heran kam. Jay konnte immerhin 3 Diszis ordentlich mit Platz 1 oder 2 abschließen, während Fab dieses Erfolgserlebnis nur einmal gelingen sollte (Platz 2 bei Boccia). Bei Fab konnte man den Endruck haben, dass sich bei ihm schlichtweg zu viel im Kopf abspielte und er sein Agieren nicht auf die Einfachheit des Sports reduzieren konnte.

Mit Freude und Spannung erwarten wir die Wettkämpfe des Jahres 2005!


Jay